Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Samstag, 17. November 2018 11:29 Uhr
Das Schloßtheater wird aufgelöst: Der Leiter Wulf Dominicus gibt seinen Ausstieg bekannt
Samstag, 17. November 2018 07:30 Uhr

Kreis Holzminden (r). Tricksereien bei der Arbeitszeit fast nie geahndet: Die rund 1.700 Betriebe im Landkreis Holzminden müssen nur äußerst selten mit einer Arbeitszeit-Kontrolle der Behörden rechnen. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Nach NGG-Angaben führte die Niedersächsische Gewerbeaufsicht im vergangenen Jahr landesweit lediglich 733 Kontrollen zur Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes durch. Dabei deckten die Beamten 599 Verstöße auf. Gegenüber 2016 ging die Zahl der Prüfungen damit sogar um 33 Prozent zurück. Dies ergibt sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Linken, Susanne Ferschl. Das Schreiben liegt der Gewerkschaft vor.

Rein rechnerisch wird ein Betrieb in Niedersachsen demnach nur alle 270 Jahre kontrolliert, kritisiert NGG-Gewerkschaftssekretärin Lena Melcher: „Die Zahlen sind schockierend. Das Arbeitszeitgesetz ist eines der wichtigsten Schutzgesetze, das die Beschäftigten haben.“ Es könne nicht sein, dass die Behörden ihre Kontrollen „ausgerechnet in einer Zeit zurückfahren, in der Nacht-, Schicht- und Wochenendarbeit immer stärker zunehmen“, so die NGG Hannover.

Ohne eine echte Kontrolle drohe das Arbeitszeitgesetz zu einem bloßen „Papiertiger“ zu werden. Das sei gerade auch mit Blick auf die Digitalisierung ein großes Problem. „Viele Beschäftigte im Kreis Holzminden müssen immer flexibler arbeiten und teils ständig für den Chef erreichbar sein. Da ist es umso wichtiger, dass sie auch mal Luft holen können“, sagt Melcher. Nicht ohne Grund schreibe das Arbeitszeitgesetz eine Ruhezeit von elf Stunden zwischen Ende und Anfang der Arbeit vor.

Letztlich gehe es dabei um die Gesundheit der Menschen. Laut Studien der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) steigt das Unfallrisiko nach der achten Arbeitsstunde exponentiell an. Wer regelmäßig nachts oder im Schichtdienst arbeitet, hat danach auch ein erhöhtes Risiko, am Herzen oder an Diabetes zu erkranken. Aktuell arbeitet bereits jeder Neunte länger als 48 Stunden in der Woche, so das Statistische Bundesamt.

Einer Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes, wie sie etwa der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fordert, erteilt Lena Melcher eine klare Absage. „Flexible Lösungen, die für die Betriebe und die Beschäftigten passen, lassen sich per Tarifvertrag vereinbaren“, so die Gewerkschafterin. In Branchen wie dem Gastgewerbe und der Ernährungsindustrie hätten sich etwa Arbeitszeitkonten bewährt.

„Statt Änderungen am Arbeitszeitgesetz brauchen wir mehr Kontrollen, damit es auch eingehalten wird“, fordert Melcher. Dafür müsse das Personal bei den Arbeitsschutzbehörden massiv aufgestockt werden. Nach Angaben der Bundesregierung waren in ganz Niedersachsen zuletzt nur 449 Beamte für die Kontrolle der Arbeitszeiten zuständig – bei knapp 200.000 Betrieben.

Foto: NGG-Region Hannover

 

Samstag, 17. November 2018 07:00 Uhr

Holzminden (r). Insgesamt 55,3 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-STATION in Holzminden von den Sachverständigen vor Ort auf Herz und Handbremse gecheckt wurden, hatten überhaupt keine Mängel. Das ist ein durchaus erfreuliches Ergebnis. Zusätzlich fanden die TÜV-Sachverständigen bei 10,7 Prozent nur geringe Mängel, sodass 66,1 Prozent sofort eine TÜV-Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit bekamen.

Bemerkenswert ist aber auch die andere Seite dieser Plakette: Bei immerhin 33,9 Prozent wurden erhebliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette auf das hintere Kennzeichen und das HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnten. Als völlig verkehrsunsicher wurden zwei Autos eingestuft. Dies ist zusammengefasst das Ergebnis der HU-Statistik vor Ort, die jetzt von TÜV NORD veröffentlicht wurde. Die fünfte Mängelkategorie „gefährliche Mängel“, die im Mai 2018 neu eingeführt wurde, hat noch keine statistische Relevanz. Ein „gefährlicher Mangel“ ist dabei ein erheblicher Mangel, der eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt oder die Umwelt erheblich beeinträchtigt; zum Beispiel, wenn an einem Fahrzeug alle Bremslichter ausgefallen sind.

Zwei weitere Zahlen aus der TÜV NORD-Statistik: Der durchschnittliche PKW, der hier an der TÜV-STATION geprüft wurde, war 8,9 Jahre alt und hatte mehr als 97.000 Kilometer auf dem Tacho.

TÜV NORD-weit hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum fünften Mal hintereinander verringert – ein dauerhaft positiver Trend.

Dieser stetige Trend ist in den Augen der TÜV-Sachverständigen Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist und wegen der Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe geschickt werden. Dadurch werden die Autofahrer angehalten, in einen guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren – zum Nutzen für die Sicherheit auf unseren Straßen.

Andreas Röll, der Leiter der TÜV-STATION sagt: „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich sichere Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und mehr Freude an sicherer, individueller Mobilität. Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird.“

Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik (z. B. LED) sicher ihren Anteil.

Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die jeweils im Oktober unter anderem vom Kfz-Gewerbe und dem TÜV durchgeführt wird, dient auch dem Ziel, Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit abzustellen.

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen TÜV NORD-Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 10,5 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 29,4 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen.

Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt jetzt bei den Dreijährigen bei 49.548 Kilometern und bei den Elfjährigen bei 138.508 Kilometern auf dem Tacho.

Wichtig: Wer noch mit einer grünen Plakette für 2018 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der ‚fälligen‘ Plaketten von Grün auf Orange und so ist zum Beispiel für Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

Als das Auto mit den geringsten Mängeln im gesamten TÜV-Report 2019 wird der Porsche 911 gelistet. Er dominiert die aktuelle Statistik: In allen Altersklassen wird er auf Platz 1 als Mängelzwerg geführt. Schlecht schneidet dagegen zum Beispiel der Dacia Logan ab, der in drei Altersklassen die rote Laterne innehat. Bei den 4- und 5-jährigen ist der Peugeot 206 und bei den 8 und 9-jährigen sind Renault Kangoo und Chevrolet Matiz die Schusslichter.

Den TÜV-Report, der typspezifische Fahrzeugmängel dezidiert auflistet und damit zu einem wichtigen Ratgeber beim Gebrauchtwagenkauf wird, gibt es an jeder TÜV-STATION und im Zeitschriftenhandel. Er kostet 4,90 €.

Foto: TÜV Nord Mobilität

 

 

Samstag, 17. November 2018 06:30 Uhr

Hannover (r). In der dunklen Jahreszeit ist die Unfallgefahr auf den Straßen in der Regel höher als im Frühjahr und Sommer. Besondere Gefahren sind dabei Wildwechsel oder rutschige Straßen. Die Johanniter geben Tipps zum richtigen Verhalten.

Umsicht im Straßenverkehr spielt in der dunklen Jahreszeit eine besonders wichtige Rolle. Zwar sind bei der höheren Anzahl an Unfällen im Herbst und Winter weniger Schwerverletzte zu verbuchen, so sind aber die witterungsbedingten Gefahren häufig unberechenbar – beginnend mit feuchtem Asphalt über mit Laub bedeckten Straßen, bis hin zu Bodenfrost und Glatteis. Dazu erschweren schlechte Sichtverhältnisse durch Nebel und Dunkelheit die Fahrt.

In den Abend- und frühen Morgenstunden ist außerdem auf Wildwechsel zu achten. Ab November bis Februar werden Wildschweine, häufig auf der Suche nach paarungswilligen Artgenossen, auf den Straßen gesichtet. Auch wenn Wildschweine in den dunklen Monaten Hochsaison haben, sind Begegnungen mit anderen Wildtieren ebenfalls wahrscheinlich.

Gefahrenzonen sind dabei die Übergangsbereiche zwischen Feldmark, Waldgebieten und angrenzenden Straßen und Landstraßen. Dort suchen die Wildtiere nach Futter, wenn im dichten Wald nichts mehr aufzuspüren ist. Bei der Futtersuche von Wildtieren ist es wichtig, das nicht durch Menschen eingegriffen wird. Das Anfüttern trägt dazu bei, dass die Tiere sich in Gebieten aufhalten, die nicht zu ihrem natürlichen Lebensraum gehören. Wildunfälle können dadurch vermehrt auftreten.

Außerdem zählen neue Straßenabschnitte oder Bereiche, die die Tiere als einen Teil ihres natürlichen Lebensraumes ansehen, zu den risikoreichen Arealen. „Wichtig ist es, Straßenschilder, die vor Wildwechsel oder besonders starkem Wildwechsel warnen, wirklich ernst zu nehmen. Häufig ist an diesen Stellen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit noch zu hoch, um im Fall der Fälle einem Wildunfall zu entgehen,“ warnt Hans-Joachim Blohme, Regionalvorstand Bremen-Verden und Jäger eindringlich.

Im Herbst und Winter ist immer höchste Aufmerksamkeit auf der Straße gefragt. Wenn im Scheinwerferlicht funkelnde Augen gesichtet werden oder ein Tier die Straße überquert, empfehlen die Johanniter abzubremsen und abzublenden. Wildtiere sind häufig im Rudel unterwegs – entsprechend können unerwartete Nachzügler den Weg kreuzen. Weiterhin empfiehlt Hans-Joachim Blohme, nicht auszuweichen, da ruckartige Lenkbewegungen häufig dazu führen, dass Autofahrer das Lenkrad verreißen. Dieses Verhalten kann unter Umständen zu schweren Unfällen führen. Schließlich ist bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h mit einem Aufprall zu rechnen, der dem 25-fachen Gewicht eines Wildtiers entspricht.

Autofahren in der dunklen Jahreszeit – fünf Verhaltenstipps bei Unfällen mit Wildtieren:

Geschwindigkeit und Fahrstil immer dem Wetter und der Umgebung anpassen. Warnhinweise beachten und über bestehende Gefahren informieren. Wenn ein Zusammenstoß mit Großtieren unvermeidbar ist: Vollbremsung, wenn möglich. Lenkrad festhalten, Ruhe bewahren und nicht ausweichen. Angefahrenes Wild nicht anfassen oder im Wald suchen. Immer die Polizei unter der Rufnummer 110 alarmieren. Sie informiert dann den zuständigen Jäger oder Förster. Nur wenn dieser Punkt befolgt wird, kann eine Bescheinigung über einen Haarwildschaden ausgestellt werden, die Bescheinigung wird für das weitere Prozedere mit der Versicherung benötigt.

Foto: Johanniter Landesverband Niedersachsen/Bremen

Samstag, 17. November 2018 06:00 Uhr

Holzminden (red). Roxy Kino Holzminden: Das neue Programm ab der 46. Kalenderwoche

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

FSK ab 12 freigegeben

 Zweiter Teil der fünfteiligen „Phantastische Tierwesen“-Reihe: Gellert Grindelwald (Jonny Depp), für dessen Verhaftung Newt Scamander (Eddie Redmayne) gesorgt hatte, ist die Flucht gelungen. Und nicht nur das: Der Schurke hat zwischenzeitlich eine noch größere Anhängerschaft aus Zauberern um sich geschart, um seinen düsteren Plan umzusetzen, der die Vorherrschaft der reinblütigen Magier vorsieht. Einzig Grindelwalds ehemals bester Freund Albus Dumbledore (Jude Law) wäre in der Lage, ihn zu stoppen, aber dazu wiederum benötigt dieser die Hilfe seines früheren Schülers Scamander, der so in sein nächstes Abenteuer stürzt – und dieses Mal verschlägt es ihn nach Europa, genauer gesagt nach Paris. Mit dabei sind Newts neue Freunde Tina (Katherine Waterston) und Queenie Goldstein (Alison Sudol) und der Muggel Jacob Kowalski. Und auch der mysteriöse Credence (Ezra Miller) tritt wieder auf den Plan. Während Newt Grindelwald auf der Spur ist und mit seinen Freunden zahlreiche weitere Rätsel zu entschlüsseln versucht, wird er auch noch vor eine Herausforderung privater Natur gestellt: Denn sein Bruder Theseus (Callum Turner) ist mit Leta Lestrange (Zoë Kravitz) verlobt, der Frau, die Newt einst sehr viel bedeutete… 

Elliot – Das kleinste Rentier

FSK ab 0 freigegeben

Kurz vor Weihnachten geht Blitzen, eines der Rentiere des Weihnachtsmanns, plötzlich in Ruhestand. Das Pony Elliot (Stimme im Original: Josh Hutcherson) sieht seine Chance gekommen, endlich seinen langersehnten Platz vor dem Schlitten zu ergattern. Doch dazu muss Elliot erst bei den Wettkämpfen gewinnen, bei denen das neue Zugtier gefunden werden soll. Doch Rentier-Cheftrainer Walter, der den Wettstreit überwacht, schenkt Elliot keine Beachtung, obwohl er all seine Fähigkeiten vorführt. Da finden Elliot und seine beste Freundin, die Ziege Hazel, heraus, dass Walter plant, den Streichelzoo zu verkaufen, in dem die beiden Leben, weil er nicht genug Geld abwirft. Nun ist Elliot erst recht entschlossen, es vor den Schlitten des Weihnachtsmannes zu schaffen, um mit seinem Ruhm auch den Streichelzoo retten. In Walters Kofferraum brechen die beiden auf in Richtung Nordpol. ... 

Filmkunsttag:  303

FSK ab 12 freigegeben

Jan (Anton Spieker) befindet sich auf dem Weg in Richtung Spanien, um dort seinen leiblichen Vater kennenzulernen, doch in Berlin wird er von seiner Mitfahrgelegenheit versetzt – und steckt deswegen erst mal fest. Diese frustrierende Tatsache passt jedoch immerhin perfekt in sein Weltbild, das besagt, dass der Mensch von Natur aus egoistisch ist. Ganz anders sieht es hingegen Jule (Mala Emde), die viel optimistischer auf die Welt blickt und Jan deswegen in ihrem Mercedes 303 Wohnmobil in Richtung Altantikküste mitnimmt. Auch sie hat einen Grund für ihre Reise: Sie will ihrem Freund, der in Portugal lebt, erzählen, dass sie schwanger ist. Doch dann kommen sich Jan und Jule auf der langen Fahrt in Richtung der iberischen Halbinsel durch ausschweifende philosophische Gespräche langsam näher…

Fotos: Roxy Holzminden

Blaulicht
Freitag, 16. November 2018 12:36 Uhr
Gaunerpärchen in Holzminden, Höxter und Stadthagen unterwegs
Donnerstag, 15. November 2018 12:12 Uhr

Holzminden (sl). Drei Jungs haben am heutigen Donnerstag gegen 11.30 Uhr in der Sollingstraße gezündelt. Dabei geriet Sperrmüll in Brand und die aufkommenden Funken gingen auf einen Stromkasten am Haus über, wodurch eine Fensterscheibe beschädigt wurde.

Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte der Brand umgehend gelöscht werden. Zeugen beobachteten die Tat der Jungs und alarmierten die Einsatzkräfte. Bei den Tätern handelt es sich um drei Jungs im Alter von sieben bis zehn Jahren aus einer Jugendhilfeeinrichtung Holzminden. Wie die Polizei mitteilte, sind die Jungs schon bekannt. Verletzte gab es nicht. Durch das Feuer entstand ein Sachschaden, die Höhe ist nicht bekannt.

Foto: kp

Mittwoch, 14. November 2018 10:09 Uhr

Holzminden (r). Am Dienstagabend kam es in Holzminden auf dem Parkplatz Billerbeck zu einem Pkw-Aufbruch. Eine 19-Jährige aus Holzminden hatte ihren Audi gegen 21.00 Uhr auf dem dortigen Parkplatz abgestellt. Als sie gegen 22.45 Uhr zurückkehrte, stellte sie fest, dass die Seitenscheibe des Pkw eingeschlagen worden war. Unbekannte Täter hatten vermutlich die Handtasche der Geschädigten im Fußraum der Beifahrerseite entdeckt und die Gelegenheit in der Dunkelheit genutzt.

Insbesondere seit Beginn der dunkleren Jahreszeit stellt die Polizei wieder mehr Pkw-Aufbrüche dieser Art fest und warnt nochmals alle Bürgerinnen und Bürger: "Das Auto ist KEIN Tresor! Lassen Sie keine Wertsachen (z. B. Handy, Laptop, Kamera) oder Bargeld sichtbar im Auto liegen. Auch verstecken ist sinnlos, weil die Diebe jedes Versteck kennen. Zudem sind solche Gegenstände meist vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Lassen Sie Ihr mobiles Navigationsgerät nicht im Fahrzeug zurück. Entfernen Sie auch die Halterung des Gerätes. Lassen Sie Ausweise, Fahrzeugpapiere, Hinweise zur Wohnungsanschrift und Hausschlüssel nie im Fahrzeug. Zum Autodiebstahl könnte sonst noch ein Wohnungseinbruch hinzukommen. Stellen Sie Ihr Fahrzeug auf belebten und gut beleuchteten Parkplätzen ab."

Foto: Symbolbild

Dienstag, 13. November 2018 10:05 Uhr

Holzminden/Lobach (fw). Am heutigen Dienstagmorgen verlor ein Holztransporter unbemerkt sein komplettes Motoröl. Die Ölspur zieht sich über mehrere Kilometer, angefangen beim Kreisel an der Bülte in Holzminden. Erst auf der L 583 zwischen Lobach und Arholzen kam der Transporter zum Stehen. Hier ergoss sich das verbliebene Öl über die komplette Fahrbahn.

Feuerwehr, Polizei und Straßenmeisterei sind im Einsatz, um erste Sicherheitsmaßnahmen vorzunehmen und die Gefahrenquelle einzudämmen. Hierfür ist die B 64 Holzminden Richtung Lobach voll gesperrt und der Abschnitt auf der L 583 Lobach Richtung Arholzen einseitig gesperrt. Eine Spezialfirma wurde geordert, um das Öl zu beseitigen. Für den Abtransport des LKWs wurde ein weiteres Fahrzeug der Holztransportfirma angefordert, um das Transportgut umzuladen und so den LKW abschleppen zu können.

Wie lange die Straßensperrungen anhalten, ist bis lang noch nicht abzusehen.

Update:

+++ Update zur Straßensperrung B 64: Vorraussichtliche Öffnung gegen 11.00 Uhr +++
 
Nachdem ein Holztransporter sein komplettes Motoröl verloren hat, wurde eine Spezialfirma geordert, um die kilometerlange Spur zu beseitigen

Fotos: fw

Montag, 12. November 2018 15:48 Uhr

Dölme (fw). Vergangenen Samstagabend kam es in Dölme zu einem noch nicht eindeutig aufgeklärten Vorfall auf der Weide eines Landwirts. Dieser entdeckte sein totes Kalb, welches eindeutig Spuren eines vom Wild gerissenen Tieres aufwies. 

Laut Pressestelle des Landkreises Holzminden kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich dabei um einen Wolfsriss handelt. Denkbar seien allerdings auch andere wildlebende Tiere wie zum Beispiel der Luchs.

DNA-Proben seinen zur Untersuchung nach Hannover geschickt worden, was allerdings einige Zeit in Anspruch nimmt, da der Kadaver letztendlich von mehreren Tieren angefressen worden ist.

Die Landwirte, die kalbende Kühe besitzen, wurden aus Präventionsgründen gebeten, besonderes Augenmerk auf ihre Tiere zu haben. Dies geschah aber nicht mit explizitem Hinweis auf einen Wolfsriss, erklärt Peter Drews vom Landkreis.

Foto: Symbolbild

Unsere Videothek
Politik
Mittwoch, 14. November 2018 12:25 Uhr
Landtagsstammtisch mit Uwe Schünemann in Delligsen
Mittwoch, 14. November 2018 12:18 Uhr

Holzminden (red). „Die Sauberkeit und die Aufwertung der Innenstadt muss eine gemeinsame Sache von Politik, Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern sein. Erfreulicherweise hat sich eine positiv konstruktive Diskussion in den kommunalpolitischen Gremien über alle Fraktionsgrenzen im letzten Jahr entwickelt“, erklären die GRÜNEN in ihrem Antrag in Sachen „Sauberkeit der Innenstadt“. Nachdem bereits kontroverse Diskussionen hinsichtlich dieses Thema geführt worden sind, beschäftigt sich der Stadtrat am 22. November mit dieser Angelegenheit.

„Es zeigt sich ein großes Engagement der Bürgerinnen und Bürger, um die Innenstadt voranzubringen. Gute und umsetzbare Ideen sind von vielen Seiten der Öffentlichkeit an die Kommunalpolitik herangetragen worden. Die Politik sollte nun konkret die nötigen Instrumente dazu bereitstellen und sie finanziell sicherstellen. Eine 'App' schaffte keine nachhaltige Sauberkeit in der Innenstadt. Dazu ist es nötig, einen Katalog unterschiedlicher Maßnahmen neben der Städtebauförderung auf den Weg zu bringen. Dazu muss man 'Geld' in die Hand nehmen“, erklären die GRÜNEN im Antrag.

Gemäß der GRÜNEN möge der Rat der Stadt Holzminden nun folgenden Maßnahmenkatalog zur Sauberkeit beziehungsweise zur Aufwertung der Innenstadt beschließen:

  • Die Verwaltung wird beauftragt ein Konzept zu entwickeln, wie die Reinigung / Kontrolle der Innenstadt verbessert wird und verstärkt Zeiten samstags bis 21 Uhr und an Sonn- und Feiertagen einbezogen werden. Das Serviceteam zur Reinigung könnte als „HOL-Care“ wie „Kümmerer“ firmieren. Zusätzlicher Personaleinsatz sollte durch Langzeitarbeitslose und Geflüchtete abgedeckt werden (Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt), um ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben. Eine Beschäftigung unter Mindestlohn ist auszuschließen. Zuschussmöglichkeiten durch die Arbeitsagenturen bzw. durch Bundesmittel sollen geprüft werden. Die Verwaltung wird bis zu den kommenden Haushaltsberatungen die Kosten ermitteln
  • Das Serviceteam „HOL-Care“ wird mit zeitgemäßen, effektiven Maschinen (Stadtmüll-Sauger, Elektro-Abfallsauger etc.) ausgestattet, um diese Arbeit zu unterstützen
  • Es werden neue Sitzgelegenheiten in der Innenstadt geschaffen, um der Innenstadt ein bunteres, neues und modernes Image zu geben. Die alten gebrauchten Bänke sollen darüber hinaus in den nächsten Wochen überarbeitet und repariert werden. Neue größere Mülleimer werden angeschafft. Die Verwaltung wird bis zu den kommenden Haushaltsberatungen die Kosten ermitteln und die Maßnahme bis spätestens 2019 umsetzen
  • Die Stadt stellt im Rahmen der Wirtschaftsförderung ein Zuschussfonds (80.000 €) bereit: Gefördert werden soll die Begrünung der Innenstadt der Dächer und von Fassaden (mögliche anteilige Förderung: 25 - 50%). Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Maßnahmen (Satzung) vorzubereiten. Als Grundlage sollte das Förderprogramm der Stadt Mannheim dienen (Förderprogramm zur Begrünung von Dach-, Fassaden- und Entsiegelungsflächen)
  • Neue Spielmöglichkeiten für Kinder in der Innenstadt werden geschaffen. Die Vorschläge dazu sollen in 2018 im zuständigen Ausschuss vorgestellt werden. 2019 sollen sie umgesetzt werden. Die Verwaltung wird für den Haushalt 2019 die Kosten ermitteln
  • Die Stadt Holzminden stellen am Marktplatz und am Haarmannplatz Ladestationen für EBikes bereit. Spätestens Sommer 2019 sollen die Ladestationen in Betrieb gehen. Fraktion im Rat der Stadt Holzminden
  • Es wird in den nächsten Monaten von Seiten der Verwaltung/Politik geprüft, ob ein Konversionsfonds für die Stadt Holzminden / Innenstadt eingerichtet wird. Ziel soll es sein, abgängige Häuser zu erwerben und sie einer sinnvollen Nutzung (Sanierung/Abriss) zuzuführen. Vor- und Nachteile sollen im Innenstadtausschuss diskutiert und ein Beschluss gefasst werden
  • Die Stadt stellt Start-up-Interessenten/Kulturinitiativen/Bürger*innen-Initaitiven 2 Jahre lang mietfrei mögliche leerstehende Läden in der Innenstadt zur Verfügung. Die Stadt nimmt Kontakt mit den Vermietern auf und übernimmt die Mietkosten für 2 Jahre. Der Rat entscheidet im Einzelfall über die Nutzung und die Freigabe des Geldes. Dafür muss, wenn nötig eine Satzung erarbeitet werden
  • Die Sauberkeit bzw. Aufwertung/Sanierung der Innenstadt braucht Investitionen. Die benötigen finanziellen Mittel werden in den nächsten beiden Jahren in den Haushalt eingestellt

Foto: Symbolfoto

Montag, 12. November 2018 10:16 Uhr

Holzminden (sl). Eine Gruppe mit circa 40 Fahrradfahrern fuhr trotz regnerischem Wetter ab 11.00 Uhr durch die Straßen von Holzminden. Unter Leitung der Verkehrsinitiative „nachhaltige Mobilität“ fand der 2. Fahrradkorso am Samstag ab dem Parkplatz hinter dem Rathaus statt. Vor ein paar Wochen fuhr die Verkehrsinitiative mit den Ratsmitgliedern ebenfalls durch die Stadt, wo Problemstellen gezeigt und Lösungsansätze diskutiert wurden.

Nun sollte die gleiche Tour mit begeisterten Fahrradfahrern abgefahren werden. Ziel hierbei war es, auf das Fahrrad im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und ein Zeichen zu setzen. Da es mehr als 15 Teilnehmer waren, galten die Regeln als geschlossener Verband, wodurch unter anderem die ganze Fahrbahn benutzt werden konnte. Mit der ersten Konfliktsituation wurde die Gruppe sofort konfrontiert. Vielen Autofahrern gefiel die Ausbreitung auf die ganze Fahrbahn nicht, weshalb waghalsige Überholmanöver auf der Fürstenbergerstraße ausgeführt wurden. Ebenso wurde häufig der Mindestabstand von 1,50 Meter zu den Radfahrern nicht eingehalten. Dieses sorgte untereinander auf der Tour für Gesprächsstoff, wodurch die Stimmung trotzdem gut blieb.

Zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (adfc) können alle Fahrradfahrer das Radfahren in der eigenen Stadt bis zum 30. November bewerten. Der Fahrradklima-Test dient als Rückmeldung an die Politik und Verwaltung und kann somit zukunftsrichtend ausgewertet werden. Die Verkehrsinitiative hat noch viele Ansatzpunkte wie zum Beispiel ein Schild mit dem 1,50 Meter Abstand zwischen Auto und Fahrrad, aber auch das sichere Abstellen des Rads am Bahnhof von Holzminden.

Fotos: sl

Wirtschaft
Samstag, 10. November 2018 12:24 Uhr
Bergwerk Holzminden: Jetzt buchen und 30 Prozent sparen
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Freitag, 09. November 2018 11:49 Uhr

Holzminden. Am Samstag, den 10. November, ist es soweit: Ein neues Kosmetikstudio soll in der Ernst-August-Straße 20 in Holzminden eröffnet werden. „Kosmetik am Solling“ soll sie heißen, die neue Anlaufstelle für all jene, die in Sachen Behandlung und Pflege der Haut auf die Expertise von Julia Henne und Lilija Gorr zurückgreifen wollen.

„Schon seit längerem liegt unser Schwerpunkt in der Beratung der Hautgesundheit und Dermokosmetik und unsere Begeisterung für gesunde und schöne Haut hat dazu geführt, dass wir unser Wissen auch praktisch an unsere Kunden weitergeben möchten“, erklären die beiden ihren Schritt .

Die Idee, dass sie jenes Wissen in der Praxis auch in einem Kosmetikstudio anwenden können, haben die beiden „Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen“ der Solling-Apotheke vor rund zwei Jahren gehabt, wie sie sagen. Anschließend erfolgte eine 18-monatige Ausbildung zur Kosmetikerin.

Schnell überzeugt werden konnte auch Birte Kasperzik, die, neben der Geschäftsführung der Solling-Apotheke, nun auch als Inhaberin des neuen Studios „Kosmetik am Solling“ in Erscheinung treten wird. „Wir sind froh über diesen Schritt“, sagen Julia Henne und Lilija Gorr, „die Gesundheit von guter Haut lag uns schon immer ganz besonders am Herzen und nun können wir zur Erhaltung gesunder Haut eine große Auswahl an Dermakosmetik, also auf wissenschaftlicher Basis entwickelte Produkte zur Reinigung und Pflege der Haut, anbieten.“

Wenn das Kosmetikstudio kommenden Samstag Neueröffnung feiert, wird man sich nicht nur über alle angebotenen Produkte, Haut- und Wellnessbehandlungen ausgiebig informieren können, sondern von 11 bis 15 Uhr die Möglichkeit bekommen, sich einer kostenlosen Hautanalyse zu unterziehen. Zudem wird es nur am Eröffnungstag 10 Prozent auf jede gebuchte Behandlung geben. Über die genaue Behandlungsübersicht kann sich bereits hier informiert werden.

Eines ist Julia Henne und Lilija Gorr allerdings noch wichtig zu erwähnen: Beide werden der Solling-Apotheke selbstverständlich treu bleiben. „Das Kosmetikstudio wird nur nach terminlicher Absprache geöffnet haben.“ Termine können direkt in der Solling-Apotheke vereinbart werden oder per Mail an info@solling-apotheke.de

Foto: Regina Hoffmann

Donnerstag, 08. November 2018 13:16 Uhr

Nach einem sehr dynamischen ersten Halbjahr setzte die Symrise AG ihren Wachstumskurs im dritten Quartal erfolgreich fort. Alle Segmente und Regionen trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Der Konzern steigerte den Umsatz im Neunmonatszeitraum organisch um 8,8 %. Unter Berücksichtigung von Portfolio- und Währungseffekten wuchs der Umsatz in Berichtswährung um 4,6 % auf 2.382,6 Mio. € (9M 2017: 2.278,4 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 475,7 Mio. € (9M 2017: 485,2 Mio. €). Die EBITDA-Marge lag mit 20,0 % weiterhin auf einem guten Niveau. Die bereits zur Jahresmitte angehobene Umsatzprognose hebt Symrise auf Basis der guten Neunmonatsentwicklung abermals an: Symrise hat den Anspruch, schneller als der Markt zu wachsen und strebt nunmehr für das Gesamtjahr 2018 ein organisches Umsatzwachstum von mehr als 8 % an. „Symrise hat auch im dritten Quartal sehr gut Kurs gehalten, auch angesichts volatiler Wechselkurse, Rohstoffknappheit und gestiegener Rohstoffpreise. Wir haben Wachstumschancen gezielt genutzt und Kunden zuverlässig beliefert. Wir sind auch für die verbleibenden Wochen optimistisch und heben vor dem Hintergrund der starken Neunmonatsentwicklung unsere Umsatzprognose an. Wir werden auch in den verbleibenden Wochen mit hohem Engagement daran arbeiten, 2018 zu einem weiteren Erfolgsjahr für Symrise und seine Kunden zu machen. Darüber hinaus legen wir bereits jetzt die Basis für unser weiteres Wachstum und setzen unsere Investitionsprogramme konsequent um. Nach der Inbetriebnahme zusätzlicher Kapazitäten für kosmetische Wirkstoffe in den USA haben wir in den vergangen Tagen eine zusätzliche Produktionsstätte für natürliche Food Ingredients eröffnet. Wir werden damit weiter nahe bei unseren Kunden fertigen, direkt in zentralen Abnehmermärkten vertreten sein und sich bietende Chancen bestmöglich nutzen“, sagte Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Vorstandsvorsitzender der Symrise AG.

Starkes organisches Umsatzwachstum

In den ersten neun Monaten steigerte Symrise seinen Umsatz währungsbereinigt um 10,3 %. Das organische Wachstum (ohne Akquisitionen) betrug 8,8 %. Unter Berücksichtigung von Portfolioeffekten, wie den Beiträgen der zuletzt erworbenen Gesellschaften Cobell und Citratus sowie von Wechselkurseffekten wuchs der Umsatz in Berichtswährung um 4,6 % auf 2.382,6 Mio. € (9M 2017: 2.278,4 Mio. €). Symrise zählte damit wiederholt zu den wachstumsstärksten Unternehmen der Branche. Alle Segmente und Regionen zeigten gute Nachfrage und trugen zu der positiven Geschäftsentwicklung bei. Wie bereits in den ersten sechs Monaten wurde die Umsatzentwicklung in Berichtswährung durch die unvorteilhaften Wechselkurse, insbesondere durch das Aufwerten des Euro gegenüber dem US-Dollar, beeinträchtigt.

Symrise erzielte regional das stärkste Wachstum erneut in Lateinamerika, mit einem organischen Umsatzanstieg von 19,2 %. Im dritten Quartal steigerte die Region das Wachstum sogar um 25,2 %. Die Umsätze der Region Asien/Pazifik stiegen im Neunmonatszeitraum um 12,9 %. Nordamerika und EAME verzeichneten jeweils ein Umsatzplus von 5,7 % bzw. 5,5 %. Das Wachstum in den Schwellenländern lag bei 12,8 %. Diese besonders dynamisch wachsenden Märkte trugen 43 % zum Gesamtumsatz bei. Profitabilität bei herausfordernden Rahmenbedingungen auf gutem Niveau Symrise erzielte in den ersten neun Monaten ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 475,7 Mio. € (9M 2017: 485,2 Mio. €). Das Ergebnis ist durch erhöhten Aufwand für strategische Wachstumsprojekte wie den neuen Diana Standort in Georgia beeinträchtigt. Zudem belasteten deutlich gestiegene Aufwendungen für Rohstoffe sowie unvorteilhafte Wechselkurse die Profitabilität. Darüber hinaus ist ein Sondereffekt enthalten: Die Produktion von Menthol und kosmetischen Wirkstoffen am US-Standort Charleston, South Carolina, musste aufgrund des Hurrikans Florence vorübergehend ausgesetzt werden. Trotz des herausfordernden Umfelds wirtschaftete Symrise sehr profitabel. Die EBITDA-Marge des Konzerns lag mit 20,0 % auf gutem Niveau und damit solide im angestrebten mittelfristigen Zielkorridor von 19 bis 22 % (9M 2017: 21,3 %).

Segment Scent & Care

Das Segment Scent & Care, in dem Anwendungen für Parfüms und kosmetische Wirkstoffe enthalten sind, erzielte im Berichtszeitraum ein hohes organisches Umsatzplus von 9,2 %. Auch bei angespannter Situation an den Rohstoffmärkten, insbesondere bei der Versorgung mit wichtigen Riechstoffen, setzte das Segment seine dynamische Entwicklung der ersten sechs Monate fort. Gegenüber einem starken Vorjahreswert legte Scent & Care im dritten Quartal organisch um 7,4 % zu. Unter Berücksichtigung von negativen Währungseffekten sowie des Portfolioeffekts aus der Citratus-Akquisition stieg der Segmentumsatz im Neunmonatszeitraum um 4,0 % in Berichtswährung auf 998,6 Mio. € (9M 2017: 960,1 Mio. €).

Die Geschäftsbereiche Cosmetic Ingredients und Aroma Molecules verzeichneten mit einem prozentual zweistelligen organischen Umsatzplus das stärkste Wachstum. Im Geschäftsbereich Cosmetic Ingredients profitierten vor allem die Regionen Lateinamerika und Asien/Pazifik von einer hohen Nachfrage. Insbesondere in Brasilien, Argentinien und Mexiko sowie China und Indien stiegen die Umsätze deutlich. Der Geschäftsbereich Aroma Molecules erzielte in allen Regionen prozentual hohe einstellige bzw. zweistellige Zuwächse. Positive Impulse kamen vor allem aus dem Anwendungsbereich Fragrance Ingredients.

Der Geschäftsbereich Fragrance entwickelte sich ebenfalls gut und legte deutlich im prozentual hohen einstelligen Bereich zu. Der bereits in der ersten Jahreshälfte bestehende Ausfall wichtiger Lieferanten für Parfümerierohstoffe sowie das insgesamt gestiegene Preisniveau für Rohstoffe prägten auch das dritte Quartal. Scent & Care profitierte von seiner umfassenden Rückwärtsintegration und verzeichnete keinerlei Lieferausfälle. Nach den bereits in den Vorquartalen vorgenommenen Preiserhöhungen stand Symrise auch im dritten Quartal im Kundendialog, um Preisanstiege an Kunden weiterzugeben. Die anhaltende Tendenz steigender Rohstoffkosten wird weitere Preiserhöhungen erfordern. Symrise ist dazu mit Kunden weiterhin in Gesprächen.### Zugleich treibt der Konzern Forschung und Entwicklung voran. Gemeinsam mit IBM Research hat Symrise eine Methode entwickelt, bei der es mithilfe Künstlicher Intelligenz erstmalig Parfüms auf Basis von digitalen Duftmodellen kreiert. Das Projekt vereint menschliche Expertise mit Computer-Intelligenz, um neuartige Düfte zu komponieren. Erste Parfüms, die auf Basis dieses neuen, datenbasierten Ansatzes entstehen, kommen 2019 auf den Markt.

Scent & Care erzielte im Berichtszeitraum ein EBITDA von 191,8 Mio. €. Das Ergebnis lag vor allem aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise leicht unter dem Vorjahresvergleichswert (9M 2017: 196,2 Mio. €). Die EBITDA-Marge belief sich auf 19,2 % (9M 2017: 20,4 %). Segment Flavor Das Segment Flavor, das Geschmacksanwendungen umfasst, erzielte in den ersten neun Monaten ein organisches Umsatzwachstum von 10,2 %. Unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und der Cobell-Akquisition wuchs das Segment im Neumonatszeitraum in Berichtswährung um 8,3 % und erzielte einen Umsatz von 912,5 Mio. € (9M 2017: 842,6 Mio. €).

Die Region Lateinamerika lieferte das stärkste organische Wachstum und legte im Jahresverlauf deutlich im prozentual zweistelligen Bereich zu. Besonders unterstützte der Anwendungsbereich Getränke das Wachstum durch Neugeschäfte mit globalen Kunden. Vor allem die Länder Uruguay, Brasilien und Mexiko trugen hierzu bei. Auch die Region Nordamerika profitierte von der starken Nachfrage nach Aromatisierungen für den Getränkebereich. Die Region EAME entwickelte sich ebenfalls sehr positiv. Wachstumsimpulse kamen aus Westeuropa und Russland, hier waren insbesondere Anwendungen für Süßwaren und Milchprodukte gefragt. Die Region Asien/Pazifik entwickelte sich ebenfalls sehr dynamisch und lieferte ein prozentual zweistelliges organisches Wachstum in allen Anwendungsbereichen. Besonders China, Indien und Vietnam verzeichneten deutliche Umsatzanstiege gegenüber dem Vorjahr. Auch die Ertragssituation des Segments Flavor ist von den insgesamt gestiegenen Rohstoffkosten geprägt. Außerdem machte sich die derzeit noch schwächere Marge von Cobell bemerkbar. Dennoch steigerte das Segment das EBITDA um 3,6 Mio. € auf 187,0 Mio. € (9M 2017: 183,4 Mio. €). Die EBITDA-Marge betrug solide 20,5 % (9M 2017: 21,8 %). Wie in den Monaten zuvor steht auch das Segment Flavor im engen Austausch mit seinen Kunden, um die Preisanstiege weiterzugeben.

Segment Nutrition

Das Segment Nutrition, in dem der Geschäftsbereich Diana mit Anwendungen für Lebensmittel, Heimtier- und Babynahrung sowie Probiotika enthalten sind, erzielte in den ersten neun Monaten ein organisches Umsatzwachstum von 5,7 %. Im dritten Quartal stieg der Umsatz organisch sogar um 10,0 %. Unter Berücksichtigung von Wechselkurseffekten lag der Segmentumsatz in Berichtswährung bei 471,4 Mio. €, nach 475,7 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der leichte Rückgang spiegelt eine angekündigte geringere Abnahme eines Großkunden bei Probi im ersten Halbjahr wider. Im dritten Quartal hat sich der Auftragseingang für Probiotika bereits weitestgehend normalisiert. Der Anwendungsbereich Pet Food verzeichnete erneut einen hohen, prozentual einstelligen organischen Umsatzanstieg. Deutliche Wachstumsimpulse in diesem Bereich kamen aus Lateinamerika, insbesondere aus Mexiko, Chile und Kolumbien. Der Bereich Food zeigte ebenfalls eine gute Wachstumsdynamik. Besonders expansiv entwickelte sich dabei die Region Nordamerika. Im Berichtszeitraum erzielte das Segment Nutrition ein EBITDA von 96,9 Mio. € (9M 2017: 105,6 Mio. €). Der temporäre Rückgang reflektiert vor allem den geringeren Umsatzbeitrag von Probi aus den ersten sechs Monaten sowie Anlaufkosten für den neuen Diana Standort in den USA. Die EBITDA-Marge lag trotz dieser Sondereffekte bei einem Wert von guten 20,5 % (9M 2017: 22,2 %).

Symrise erhöht erneut Umsatzziel für 2018

Vor dem Hintergrund der guten Wachstumsdynamik in den ersten neun Monaten und einem vielversprechenden Start ins vierte Quartal blickt Symrise optimistisch auf die verbleibenden Wochen des laufenden Geschäftsjahres. Das im August erhöhte Umsatzziel für 2018 wird daher erneut angehoben: Symrise erwartet nunmehr für das Gesamtjahr 2018 einen organischen Umsatzanstieg von mehr als 8 %. Damit würde Symrise das erwartete Marktwachstum von 3 bis 4 % erneut deutlich übertreffen. Als Wachstumstreiber sieht Symrise neben der anhaltend hohen Nachfrage auch die zahlreichen Investitionsprojekte in den Kapazitätsausbau sowie in die weitere Stärkung der Innovationskraft. Der Konzern geht davon aus, dass die Rohstoffknappheit auch in den verbleibenden Wochen 2018 anhält. Das Unternehmen sieht sich gut aufgestellt, um die vorherrschenden Engpässe im Markt mit der eigenen Rückwärtsintegration auszugleichen. Lieferausfällen will der Konzern durch den eigenen Zugang zu zentralen Rohstoffen vorbeugen. Gleichwohl geht Symrise weiterhin von höheren Beschaffungskosten für Rohstoffe aus.+++ Symrise hat weiterhin den Anspruch, 2018 erneut zu den profitabelsten Unternehmen der Branche zu gehören und eine EBITDA-Marge von rund 20 % zu erwirtschaften. Die Mittelfristziele bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020 bleiben unverändert bestehen. Das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum (CAGR) soll zwischen 5 und 7 % und die EBITDA-Marge im Korridor von 19 bis 22 % liegen.

Foto: Symrise

Sport
Dienstag, 13. November 2018 06:48 Uhr
Svea Teßmer holt Gold beim 12. Hollager Pokalturnier
Montag, 12. November 2018 10:22 Uhr

Holzminden (r). Am Sonntag, den 11. November 2018 fand der zweite Spieltag der Saison 2018/2019 im Niedersächsischen Schachverband statt. In einem Punktspiel der Bezirksliga hatte die erste Mannschaft der Holzmindener die erste Mannschaft des Schachklubs Goslar zu Gast und musste sich knapp mit 3,5:4,5 geschlagen geben. Mannschaftskapitän Bernd Zimmer musste mit Dr. Georg Kisters, Gerhard Mex und Nils Rahmel drei Stammspieler ersetzen. Das sollte sich an diesem zweiten Spieltag negativ auswirken. Für die Holzmindener kamen Frank Deckert, Günter Kerl und Harald Schmidtz zu jeweiligen Siegen, Horst Grigoleit erzielte ein Remis. Die Akteure Heinz-Joachim Butz, Bernd Zimmer, Khaled Moohialdin und Burkhard Haas mussten sich geschlagen geben.

Nach dieser zweiten Saisonniederlage befinden sich die Holzmindener weiterhin auf dem 10. Tabellenplatz in der Bezirksliga. Die zweite Mannschaft war in einem Punktspie der Kreisliga bei der fünften Mannschaft des Hildesheimer Schachvereins zu Gast und musste sich überraschend mit 2:4 geschlagen geben. Es gelang lediglich Waldemar Moor, seine Partie siegreich zu gestalten, Paul von der Heyde und Alexander Grässle erzielten ein jeweiliges Remis. Die Akteure Simon Günther, Heiner Hanke und Eberhard Schwenke mussten sich an diesem zweiten Spieltag geschlagen geben.

Durch diese erste Niederlage der Saison ist die zweite Mannschaft der Holzmindener auf den sechsten Tabellenplatz der Kreisliga zurückgefallen.

Foto: Symbolbild

Sonntag, 11. November 2018 10:24 Uhr

Holzminden (r). Nicht selten werden aus „mini“-Meistern im Tischtennis später Nationalspieler. Einen Spieler wie Rekord-Europameister Timo Boll zu finden, ist aber nicht die Hauptsache. Es geht vor allem um den Spaß am Spiel. Und dabei sind die Kleinsten in Holzminden zumindest einen Tag lang die Größten. Am 17. November um 14 Uhr (bitte bis 13:30 Uhr da sein) wird unter der Regie des MTV 49 Holzminden in der Stiebel Eltron Halle in der Liebigstraße der Ortsentscheid der mini-Meisterschaften 2018/2019 im Tischtennis ausgespielt. Der Name mag „klein“ klingen, ist aber in Wirklichkeit groß, denn die mini-Meisterschaften sind die erfolgreichste Nachwuchswerbeaktion im deutschen Sport. Seit 1983 haben knapp 1,4 Millionen Kinder in Deutschland daran teilgenommen.

Mitmachen bei den mini-Meisterschaften dürfen alle sport- und tischtennisbegeisterten Kinder im Alter bis zwölf Jahre, mit einer Einschränkung: Die Mädchen und Jungen dürfen jedoch keine Spielberechtigung eines Mitgliedsverbandes des DTTB besitzen, besessen oder beantragt haben. Im Klartext: Auch wer bislang noch nie einen Schläger in der Hand hatte, aber gerne einmal erste Erfahrungen mit dem schnellsten Ballsport der Welt sammeln möchte, ist herzlich eingeladen mitzuspielen. Den Schläger stellt der MTV 49 Holzminden gerne zur Verfügung. Bitte Sportkleidung und Hallenturnschuhe mitbringen.

Mitmachen lohnt sich, und zwar für alle! Nicht nur, dass auf sämtliche Starter kleine Preise warten; die Besten qualifizieren sich zudem über Orts-, Kreis- und Bezirksentscheide für die Endrunden der Landesverbände. Wer zehn Jahre alt ist oder jünger, dem winkt sogar über die verschiedenen Qualifikationsstufen die Teilnahme am Bundesfinale 2019.

Kontakt und Anmeldung: Sophie Everding, Anmeldungen bis zum 16.11. an tischtennis.mtv49@web.de (bitte Name, Adresse und Geburtstag des Kindes angeben), oder am Turniertag bis 13:30 Uhr in der Halle anmelden.

Panorama
Sonntag, 22. Juli 2018 07:00 Uhr
NABU: Vogeltränken aufstellen - Unsere gefiederten Freunde leiden unter Trockenheit
Mittwoch, 30. Mai 2018 09:01 Uhr

Lippoldsberg (red). Mit einem brillanten Konzertduo, bestehend aus Daniel Schmahl und Tobias Berndt, setzt die Klosterkirche Lippoldsberg ihre alljährliche Reihe „Frühlingsbrausen“ fort. Das Duo spielt lebendig und dynamisch Werke des europäischen Barocks, der prächtigsten Epoche des 17. Jahrhunderts. Mit Werken von Albioni, Bach, Charpentier, Mouret und Telemann erwartet die Zuhörer ein traditionelles und festliches Konzertprogramm. Mit Daniel Schmahl kommt einer der gefragtesten Trompeter seiner Zeit am 10. Juni um 17 Uhr in die Klosterkirche. Viele Auftritte im In- und Ausland zeugen von seinem Können. Als Sohn einer Potsdamer Musikerfamilie galt Schmahl bereits früh als Grenzgänger zwischen alter Musik, früher Moderne und Jazz.

Tobias Berndt, studierter Organist, wird regelmäßig von internationalen Orchestern als gefragter Solist eingeladen und spielte bereits unter vielen namenhaften Dirigenten. Die beiden Musiker sehen ihre Interpretationen als ein Tribut an die Glanzzeit der hohen Trompete und ihrer kleinen Schwester – dem Corno da caccia, ergänzend durch die Orgel, der Königin der Instrumente. Ein Kartenvorverkauf ist an allen bekannten Vorverkaufsstellen möglich (VVK 17 Euro, AK 19 Euro). Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.

Foto: Privat

Freitag, 25. Mai 2018 06:08 Uhr

Bad Gandersheim (red). Beim „Fest der Chöre“ gehört die Festspielbühne der Gandersheimer Domfestspiele am Sonntag, 27. Mai, ab 15 Uhr den Sängerinnen und Sängern aus Bad Gandersheim und der Region. An diesem Nachmittag zeigen die zwölf teilnehmenden Gruppen die vielfältige und reiche Chorkultur Südniedersachsens. Die Auswahl der Lieder, die vor der einmaligen Kulisse der romanischen Stiftskirche vorgetragen wird, reicht von „Veronika, der Lenz ist da“ über „Hit The Road Jack“ bis „Skandal im Sperrbezirk“. Das Highlight des Tages: Am Ende der Veranstaltung singen alle teilnehmenden Chöre gemeinsam ein Lied. In diesem Jahr wird zum Abschluss die „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller in der Vertonung von Ludwig van Beethoven ertönen.

Eröffnet wird das „Fest der Chöre“ durch ein Trompetensolo von Matthias Schatz von den Musikfreunden Edesheim-Hohnstedt-Northeim und den Projektchor „Klasse! Wir singen“ von der Grundschule Bad Gandersheim. Die Moderation übernimmt Domfestspiel-Intendant Achim Lenz. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für den Projektchor „Klasse! Wir singen“ wird gebeten.

Die teilnehmenden Chöre sind der Projektchor der Kreisvolkshochschule Northeim zusammen mit dem gemischten Chor Oldenrode, der Projektchor Altes Amt, der MGV Stöckheim, der MGV Wollbrandshausen, HBV Berka/MGV Wollbrandshausen/MGV Stöckheim, der MGV Dannhausen, der MGV Concordia Billerbeck, der Frauenchor Billerbeck, der gemischte Chor Wolperode, der MGV Kalefeld/Sebexen, der Frauenchor Echte sowie der Projektchor der Kreisvolkshochschule Northeim.

 

Donnerstag, 03. Mai 2018 07:49 Uhr

Region (red). Am 5. Mai 2018 feiert ArbeiterKind.de seinen 10. Geburtstag. Die mittlerweile größte zivilgesellschaftliche Organisation in Deutschland für Studierende der ersten Generation unterstützt und begleitet seit 2008 junge Menschen, die als Erste in ihrer Familie studieren. 6.000 Ehrenamtliche sind bundesweit in 75 lokalen Gruppen aktiv und informieren Schülerinnen und Schüler, Studierende und deren Eltern rund um das Thema Studium.

„Auch nach 10 Jahren bin ich immer noch von der großen positiven Resonanz auf ArbeiterKind.de überwältigt. Ich danke den vielen Ehrenamtlichen sowie unseren Förderern, Unterstützern und Fürsprechern ganz herzlich für ihr wunderbares Engagement. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam jedes Jahr Zehntausenden Schülerinnen, Schülern und Studierenden aus nicht-akademischen Familien Mut zum Studium machen konnten. Doch die Bildungschancen hängen in Deutschland immer noch von der sozialen Herkunft ab – daher gibt es auch weiterhin viel zu tun,“ sagt Katja Urbatsch, Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, zum 10-jährigen Jubiläum. 

Mit der eigenen Geschichte Menschen erreichen

In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, immer noch am Bildungsstand der Eltern ablesen. Laut des aktuellen Hochschul-Bildungs-Reports 2020 des Stifterverbands aus dem Jahre 2017 beginnen von 100 Kindern aus Akademikerhaushalten 74 ein Studium, dagegen sind es nur 21 aus 100 nicht-akademischen Familien – obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erlangen. 

Mangelnde Informationen rund um das Thema Studium, Ängste und Vorurteile sowie fehlende familiäre Unterstützung sind Gründe, warum Kinder aus Familien ohne akademische Tradition den Weg an die Hochschule nicht wagen. Daher ist das Angebot von ArbeiterKind.de besonders niedrigschwellig, glaubwürdig und persönlich angelegt. Ob bei Schulvorträgen, Stipendienveranstaltungen an Hochschulen, an Infoständen auf Bildungsmessen, bei Sprechstunden, offenen Treffen oder am Infotelefon: Die eigene Bildungsgeschichte erzählen und durch das persönliche Beispiel ermutigen – das ist das Erfolgsrezept von ArbeiterKind.de.

Denn die meisten ehrenamtlich Engagierten sind selbst die Ersten in ihrer Familie, die studieren oder studiert haben. Das Rezept hat sich bewährt: Im Sommer 2016 bestätigte eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und des Wissenschaftszentrum Berlins, dass durch Infoveranstaltungen an Schulen die Wahrscheinlichkeit unter Nicht-Akademikerkindern, ein Studium zu ergreifen, signifikant steigt.

ArbeiterKind.de eröffnet vier weitere Regionalbüros in 2018

„2018 werden wir weiter wachsen. Wir freuen uns auf die Eröffnung von vier Regionalbüros in Berlin, Hamburg, Bayern und Schleswig-Holstein gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern. Damit möchten wir weiterhin die Reichweite von ArbeiterKind.de erhöhen, die Ehrenamtlichen vor Ort, insbesondere in ländlichen Räumen, stärken, Schulen des zweiten Bildungswegs gezielt ansprechen und so unser Partnerschul-Netzwerks ausbauen“, sagt Katja Urbatsch. Das Wachstum verlangt, den hohen Qualitätsstandard durch entsprechende Schulungsmaßnahmen für die Ehrenamtlichen zu sichern. Bereits 2017 eingeführte Webinare tragen dazu bei, neben den bewährten eintägigen Schulungen vor Ort jedes Jahr noch mehr Ehrenamtliche direkt zu erreichen.

Anlässlich des 10. Geburtstags von ArbeiterKind.de sind das gesamte Jubilämsjahr über Veranstaltungen geplant. Am 5. Mai lät ArbeiterKind.de in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie am 26. Mai für ganz Norddeutschland zu Regionaltreffen der Ehrenamtlichen und Unterstützer ein. Die genauen Termine sind hier auf der Homepage abrufbar.

Foto: red

Samstag, 31. März 2018 17:47 Uhr

Bad Gandersheim (red). In ihrer bevorstehenden Jubiläumsspielzeit zeigen die Gandersheimer Domfestspiele das Stück, mit dem Theater unter freiem Himmel in der Roswitha-Stadt einst begann: „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal. Das Schauspiel erzählt die Geschichte vom Leben und Sterben eines reichen Mannes, der im Angesicht des Todes gezwungen wird, sich mit dem Wert seines eigenen Lebens auseinanderzusetzen. Der literarische Stoff bekommt in der 60. Spielzeit der Gandersheimer Domfestspiele jedoch ein völlig neues Gewand. „Ich weiß, dass wir für diese Inszenierung etwas total verrücktes und spezielles auf die Bühne bringen müssen, vollkommen anderes Theater, als man es gewohnt ist“, sagt Intendant Achim Lenz, sonst hat so ein Werk kaum noch eine Daseinsberechtigung in der heutigen Zeit.

Vor allem der Hauptrolle wird daher einiges abverlangt: „eine große Stimme, ein zwiespältiger Charakter – himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt“, beschreibt Achim Lenz die Anforderungen. Und genau diese Klaviatur beherrsche der Schweizer Schauspieler Marco Luca Castelli im besonderen Maße. „Ich bin mir sicher, dass er seinen eigenen Jedermann kreieren wird und das ist für die Inszenierung von größter Bedeutung“, sagt Lenz, der Castelli bereits vergangenen Sommer mit der Rolle betraute. Ein Moment, an den sich der Schauspieler gut erinnert: „Das war in etwa so, als wenn Achim Lenz mir eine Art Spritze verabreicht hätte. Deren Wirkung setze unweigerlich einen Gedankenprozess in Gang, der seither still vor sich köchelt wie ein Tomatensugo auf kleiner Flamme.“

Der Schweizer verrät, dass er schon erahne, dass ihm mit der Rolle des Jedermann ein „großer Ritt“ bevorstehe, der vor allem sein intuitives Spiel im höchsten Maße fordern werde. Der Originaltext von Hugo von Hofmannstahl liege in ständiger sicht- und griffweite auf seinem Schreibtisch, ebenso der gleichnamige Roman von Philip Roth. Die schönste Vorbereitung sei aber, wenn er mit seiner vierjährigen Tochter zusammen Wolf Erlbruchs Buch „Ente, Tod und Tulpe“ lese und anschaue. „Da geht mir richtiggehend das Herz auf und das ist genau der Zustand, mit dem ich dem Probenbeginn entgegen sehe“, erzählt Marco Luca Castelli, der 2017 erstmals bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert war, er spielte unter anderem den Wurm in „Kabale und Liebe“. 2018 wird Castelli neben dem Jedermann auch als Käpt‘n Hook in „Peter Pan“ zu sehen sein, außerdem tritt er auf der „Studiobühne Kloster Brunshausen – Theater im Museum“ mit dem Solostück „Die Maradona Variationen“ auf. Um aus dem angestaubten Stoff das angekündigte Theaterspektakel zu machen, braucht es neben einem starken 

Jedermann-Darsteller, der mit Marco Luca Castelli gefunden wurde, noch einiges mehr. Der Domfestspiel- Intendant hat für die große Jubiläumsproduktion ein starkes Regieteam engagiert. „Mit Lisa und Laura Goldfarb haben wir zwei preisgekörnte Regisseurinnen gefunden, die sich mit Freilichttheater und Spektakel bestens auskennen“, verrät Lenz. „Beide kommen eher aus dem Tanz- als aus dem Sprechtheater. Auch deshalb wird unser ‚Jedermann‘ besonders werden.“ Die eineiigen Zwillingsschwestern Lisa und Laura Goldfarb sind in Bad Gandersheim übrigens keine unbekannten Gesichter. Genau vor zehn Jahren standen beide als Schauspielerinnern in der damaligen Jedermann-Inszenierung von Johannes Klaus auf der Bühne vor der Stiftskirche.

Der musikalische Leiter der Gandersheimer Domfestspiele, Ferdinand von Seebach, wird eigens für die Jedermann- Inszenierung 2018 Musik komponieren, welche dann von Musikern, die auf der Bühne auch mit agieren, live gespielt wird. Neben vielen Statisten aus dem ExtraEnsemble, der Bürgerspielgruppe der Gandersheimer Domfestspiele, werden auch zwei polnische Artisten zum Einsatz kommen, welche im „Jedermann“ 2018 für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen werden.

Premiere feiert „Jedermann“ am Freitag, 15. Juni, um 20 Uhr. Tickets und Informationen gibt es in der Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele, Stiftsfreiheit 12 in Bad Gandersheim, Telefon 05382/73-777, E- Mail karten@gandersheimer-domfestspiele.de sowie im Internet unter www.gandersheimer-domfestspiele.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Foto: Julia Lormis

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