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Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Donnerstag, 22. April 2021 15:30 Uhr
13 neue Corona-Infektionen im Landkreis Holzminden
Mittwoch, 21. April 2021 16:22 Uhr

Landkreis Holzminden (red). Der Landkreis Holzminden hat soeben die neuesten Coronazahlen für das Kreisgebiet veröffentlicht. Demnach sind zurzeit 127 aktive Fälle (+8) bekannt und der Landkreis Holzminden hat seit Anbeginn der Pandemie 1376 (+14) Fälle zu verzeichnen. Die Zahl der Genesenen liegt nun bei 1192 (+5).

Für die Gemeinden im Landkreis Holzminden ergibt sich folgendes Bild:
- Samtgemeinde Bevern 10 (+4)
- Bodenwerder-Polle 40 (0) - davon 15 in Bodenwerder (+1)
- Boffzen 6 (+2)
- Flecken Delligsen 6 (+2)
- Eschershausen-Stadtoldendorf 13 (-3) - davon 2 (0) in Stadtoldendorf und 2 (-1) in Eschershausen
- Stadt Holzminden 52 (+3)

57 Personen - eine weitere Person mehr als zum Vortag - sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Laut niedersachsen.de hat der Landkreis Holzminden eine 7-Tages-Inzidenz von 90,8.

Mittwoch, 21. April 2021 16:14 Uhr

Kreis Holzminden (kp). Um 11 Uhr begannen im Bundestag die Beratungen über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Das Ziel: Mit einer „Bundes-Notbremse“ sollen einheitlich geltende Maßnahmen zur Bekämpfung der dritten Corona-Welle gelten. Nun hat der Bundestag die neuen Regelungen beschlossen. Insgesamt stimmten 342 Abgeordnete für die Änderung des Infektionsschutzgesetzes und 250 dagegen. Zudem gab es 64 Enthaltungen. Im Vorfeld wurden einige Punkte abgemildert, um eine möglichst breite Zustimmung im Parlament zu bekommen. Die Notbremse soll automatisch in Kraft treten, wenn in einer Stadt oder einem Landkreis die 7-Tage-Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten ist. Für den Bereich der Schulen wurde der Inzidenzwert verschärft. Ab einer Inzidenz von 165 soll nur noch Distanzunterricht erlaubt sein. Ursprünglich war hierfür das Überschreiten der 7-Tage-Inzidenz von 200 vorgesehen. Bereits morgen soll das Gesetz in den Bundesrat gehen, um möglichst schnell umgesetzt zu werden. Vor Inkrafttreten muss das Gesetz noch vom Bundespräsident unterzeichnet werden.

Was beinhaltet die „Bundes-Notbremse“ unter anderem?

Ausgangssperren: Die bundeseinheitlichen Regelungen zur Bekämpfung der Pandemie sehen unter anderem eine Ausgangssperre vor. Diese soll nun von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens gelten. Ursprünglich vorgesehen war, dass die Ausgangssperre bereits um 21 Uhr in Kraft tritt und Personen nur dann das Haus verlassen dürfen, wenn sie sich auf dem Weg zur Arbeit befinden oder beispielsweise Tiere zu versorgen hätten. Nun einigten sich die Koalitionsparteien jedoch kurzfristig auf eine abgemilderte Version. So soll es für Personen erlaubt sein, das Haus bis 24 Uhr zum Joggen oder einem Abendspaziergang verlassen zu dürfen, wenn sie allein unterwegs sind.

Private Kontakte: Tritt die Notbremse in Kraft, darf sich höchstens ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Das gilt nicht für Kinder bis 14 Jahre. Bei Beerdigungen wurde die Teilnehmerzahl von 15 auf 30 Personen verdoppelt.

Schulen: Für Schulen ist eine Verschärfung vorgesehen. So ist bereits ab einer Inzidenz von 100 Wechselunterricht vorgesehen. Wird die 165 als Wert überschritten, wird nur noch Distanzunterricht erlaubt sein.

Einzelhandel: Ab einem Inzidenzwert von 100 (bis 150) soll das Betreten eines Einzelhandelsgeschäfts nach vorheriger Terminbuchung und mit negativem Corona-Test noch möglich sein.

Dienstag, 20. April 2021 17:39 Uhr

Niedersachsen (r). Ab Mai sollen in Niedersachsen alle aktiven Feuerwehrleute sowie die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII in den Impfzentren geimpft werden können. Dies haben die niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Daniela Behrens, und der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, vereinbart.

„Eine überaus erfreuliche Nachricht, die uns heute aus Hannover erreicht hat. Auch ich habe mich in den vergangenen Wochen immer wieder dafür eingesetzt, dass bei diesen beiden Personengruppen schnellstmöglich eine Impfung möglich ist. Umso schöner, dass es nun im Mai endlich losgehen kann“, freut sich die heimische Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt.

Ministerin Behrens erklärt dazu: Die Impfkampagne hat in den vergangenen Wochen weiter an Fahrt aufgenommen. Ein großer Teil der Niedersächsinnen und Niedersachsen, die auf Grund ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen besonders gefährdet sind, konnten bereits geimpft werden oder stehen auf der Warteliste für einen nahen Impftermin. Die Impfstofflieferungen für die Impfzentren erhöhen sich nach den Ankündigungen des Bundes leicht, sodass wir im nächsten Monat mit mindestens rund 930.000 Dosen rechnen. Hinzu kommen Lieferungen an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Höhe von mindestens rund 600.000 Dosen. Vor diesem Hintergrund können wir die Terminvergabe in unseren Impfzentren ab Mai sukzessive für weitere Berufs- und Personengruppen öffnen. Dazu gehören neben den Lehrerinnen und Lehrern aller Schulformen auch die Feuerwehrleute und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe.

Minister Pistorius: „Die 130.000 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren und rund 3.000 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehren im Land Niedersachsen leisten Tag für Tag einen unverzichtbaren Beitrag zu unser aller Sicherheit. Sie engagieren sich darüber hinaus vielerorts in der Pandemiebekämpfung, etwa beim Transport von Masken an Schulen oder in den Impfzentren. Darum habe ich mich bereits sehr frühzeitig für die priorisierte Impfung auch der Feuerwehrfrauen und -männer in Niedersachsen eingesetzt. Mit der Impfung wollen wir den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren und den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehren mehr Sicherheit für ihren täglichen Einsatz im Flächenland Niedersachsen bieten.“

Ministerin Behrens: „Ich habe großen Respekt für das, was die Kinder- und Jugendhilfe für Kinder, Jugendliche und ihre Familien täglich leistet. Gerade in Zeiten der Pandemie stellt dieses Engagement eine besondere Herausforderung dar. Kinder und Jugendliche sind häufig die Leidtragenden dieser Pandemie. Wir müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen, damit sie den Schutzauftrag für Kinder und Jugendliche gewährleisten und auch in Pandemiezeiten Chancen und Perspektiven für jeden Einzelnen entwickeln können.“

Die Impfungen für Feuerwehrleute sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinderund Jugendhilfe sollen ab dem 1. Mai grundsätzlich möglich sein. Die Impfzentren können dazu Termine mit den Feuerwehren auch im Rahmen von Einsätzen mobiler Impfteams vereinbaren. Der Zeitpunkt der Impfung richtet sich dabei immer nach der Verfügbarkeit des Impfstoffs und der Zahl der Personen auf der Warteliste vor Ort

Für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe wird eine Anmeldung über das Internet unter www.impfportal-niedersachsen.de sowie die Hotline des

Landes (Tel.: 0800 9988665) möglich sein. Die Impfberechtigung ist im Impfzentrum mit einer aktuellen Bescheinigung des Arbeitgebers nachzuweisen. Die Landesregierung wird die Kommunen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe entsprechend informieren. Die Impfzentren werden gebeten, ab Mai möglichst zügig Impfangebote für diese Gruppen bereitzustellen.

Foto: red

Dienstag, 20. April 2021 17:10 Uhr

Landkreis Holzminden (red). Der Landkreis Holzminden hat soeben die neuesten Coronazahlen für das Kreisgebiet veröffentlicht. Demnach sind zurzeit 119 aktive Fälle (+3) bekannt und der Landkreis Holzminden hat seit Anbeginn der Pandemie 1362 (+17) Fälle zu verzeichnen. Die Zahl der Genesenen liegt nun bei 1187 (+14).

Für die Gemeinden im Landkreis Holzminden ergibt sich folgendes Bild:
- Samtgemeinde Bevern 6 (0)
- Bodenwerder-Polle 40 (-2) - davon 14 in Bodenwerder (-2)
- Boffzen 4 (0)
- Flecken Delligsen 4 (-1)
- Eschershausen-Stadtoldendorf 16 (-1) - davon 2 (0) in Stadtoldendorf und 3 (-1) in Eschershausen
- Stadt Holzminden 49 (+7)

56 Personen - keine weitere Person mehr als zum Vortag - sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Laut niedersachsen.de hat der Landkreis Holzminden eine 7-Tages-Inzidenz von 90,8.

Region Aktiv
Donnerstag, 22. April 2021 11:37 Uhr
Auch die Wilden brauchen ein Zuhause: Tierfreunde mit Herz und Ausdauer für streunende Katzen gesucht
Donnerstag, 22. April 2021 10:36 Uhr

Holzminden (red). Die ersten Aufbauten stehen bereits an, Anfang Mai geht es dann schließlich offiziell los: In sechs Städten gleichzeitig startet das neue Ausstellungsprojekt „Park Side Gallery“: Auf Initiative der Künstlerin Yvonne Salzmann zeigen insgesamt sechs Künstlerinnen ihre Werke in jeweils öffentlichen Parkanlagen. Unterstützt wird das Vorhaben nicht nur von den jeweiligen Stadtverwaltungen, sondern vor allem auch von der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK), der Braunschweigische Sparkassenstiftung (BSS) sowie der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK).

„Bedingt durch die Corona-Pandemie entstand die Idee, die Ausstellungsmöglichkeiten für Künstler neu zu denken und mit der Kunst in öffentliche Parkanlagen zu gehen“, skizziert Salzmann. „So verknüpft man die Werke mit neuen, spannenden Orten und gibt den Bürgerinnen der Städte gleichzeitig die Möglichkeit, die Ausstellung niedrigschwellig zu erkunden.“ Ohne Eintritt und ohne Zutrittsbeschränkung kann jeder die Ausstellung auf eigene Faust entdecken.

Monatlich wechselnde Werke

Zusammengebracht hat die Initiatorin ganz unterschiedliche Künstlerinnen. Mit dabei sind Susanne Hesch, Rosi Marx, Güde Renken, Franziska Rutz, Tuğba Şimşek sowie Salzmann selbst. Hesch erklärt zur anstehenden Ausstellung: „Bilder in einem öffentlichen Raum zu zeigen hat einen ganz besonderen Reiz. Es tun sich neue Zusammenhänge auf, die Passanten werden durch das Ungewohnte überrascht und herausgefordert. Anders als auf der weißen Wand einer Galerie beginnen die Bilder sofort, sich mit den Gegebenheiten der Umgebung auszutauschen, sich anzufreunden oder in eine Konkurrenz zu treten.“

Sechs Künstlerinnen, sechs Werke, sechs Städte, sechs Monate: Die Park Side Gallery wird im Ausstellungszeitraum von sechs Monaten nicht nur in unterschiedlichen Städten und Regionen gleichzeitig initiiert, sie trägt auch ein Wechselspiel in sich. „Die Arbeiten – die auf bedruckte LKW-Planen aufgebracht werden – rotieren monatlich in den unterschiedlichen Städten. So können die Interessierten jeden Monat Werke einer neuen, beteiligten Künstlerin erkunden“, fügt Salzmann hinzu.

Unterstützung von hiesigen Sponsoren und Förderern

Bei der Vorbereitung des Projekts tatkräftig unterstützt wurde die Künstlerin von den Stadtverwaltungen der jeweiligen Städte und Landkreise, insbesondere von den jeweiligen Kulturinstituten. „Die Städte haben sich sehr über die Anfrage gefreut – und damit verbunden die Gelegenheit, Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen.“ Diesen Ansatz begrüßen auch die drei Sponsoren und Förderer der Park Side Gallery. Werner Schilli, stellvertretender Vorstandsvorsitzender sowohl der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) als auch der Braunschweigischen Sparkassenstiftung (BSS), erläutert: „Die Park Side Gallery zeigt eindrucksvoll, wie eine Idee begeistern kann und durch das Zusammenwirken von vielen Menschen innerhalb kürzester Zeit realisiert wird. Ich freue mich, dass sowohl die Braunschweigische Landessparkasse als auch die Braunschweigische Sparkassenstiftung dazu beitragen, sechs wunderbare Künstlerinnen an sechs außergewöhnlichen Orten zu präsentieren.“ 

Auch die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz fördert das Ausstellungsprojekt. „Die Park Side Gallery führt nicht nur sechs tolle Künstlerinnen zusammen – sie verknüpft auch die schönen Orte des Braunschweiger Landes“, ergänzt Ulf Hoppe, Förderungskoordinator der Stiftung. Für die LKW-Planen, auf denen die Werke für die Ausstellung aufgebracht werden, haben die Künstlerinnen eine Kooperation mit der Lebenshilfe Braunschweig vereinbart. Salzmann: „Es ist geplant, dass die Planen im Anschluss an die Ausstellung in den Werkstätten der Lebenshilfe Braunschweig zu sogenannten ‚ARTbags“‘ verarbeitet werden. So wird einerseits PVC-Müll vermieden, andererseits kann der Erlös den Künstlerinnen zugutekommen.“ 

Insgesamt soll die Ausstellung bis Ende Oktober 2021 zu sehen sein.

Foto: Park Side Gallery

Mittwoch, 21. April 2021 15:40 Uhr

Holzminden (red). Das Team der Stadtbücherei lädt wieder zum Bilderbuchspaziergang in die Innenstadt ein! Die Aktion hat in der Adventszeit und im Weihnachtslockdown viele Fans gefunden, sodass es nun eine Fortsetzung gibt. Anlass ist dieses Mal der „Welttag des Buches“ am 23. April. Die Stadtbücherei schenkt allen kleinen und großen Leserinnen die Geschichte „Lieselotte hat Langeweile“ von Alexander Steffensmeier. Die Seiten des Bilderbuches hängen seit Mittwoch in den Schaufenstern verschiedener Geschäfte in der Innenstadt. Kinder und ihre vorlesewillige Begleitung können von der Straße aus die Seiten anschauen und der Geschichte durch die Stadt folgen. Startpunkt ist immer der große Schaukasten vor der Stadtbücherei in der Oberen Straße. Von hier aus geht es durch die Marktstraße, Mittlere Straße, Oberbachstraße, dann gibt es einen linken Schlenker zum Haarmannplatz. Der Endspurt ist in der Oberen Straße; Ziel und damit das Ende der Geschichte befindet sich im Schaukasten vor der Stadtbücherei. An jeder Doppelseite der Geschichte befindet sich eine Nummer und ein Hinweis, in welchem Schaufenster die nächsten Seiten hängen.

Zum Inhalt der Geschichte: Lieselotte ist so langweilig! Sie wollte mit der Bäuerin ihren neuen Drachen steigen lassen. Aber: es regnet, und keiner hat Zeit für sie. Alleine will sie nichts unternehmen. Doch dann entdeckt sie auf dem Dachboden einige Dinge, die sie auf eine tolle Idee bringen. Die Abenteuer der Kuh Lieselotte garantieren ein Riesenspaß! Bis zum 12. Mai wird die Geschichte zu lesen und sehen sein. Das Team freut sich über rege Teilnahme von Klein und Groß und bedankt sich im Voraus für die freundliche und bereitwillige Unterstützung durch das Stadtmarketing und aller teilnehmenden Geschäfte.

Für Rückfragen ist die Stadtbücherei Holzminden erreichbar unter der Telefonnummer 05531/93640 (Dienstag und Donnerstag 11 bis 18 Uhr, Mittwoch, Freitag und Samstag 10 bis 13 Uhr) oder per E-Mail unter buecherei@holzminden.de.

Foto: Stadtbücherei Holzminden  

Mittwoch, 21. April 2021 14:19 Uhr

Holzminden (red). Auf Initiative von Eleonore Roth-Schütz (Vorstand der Friedrich und Julie Wernecke Stiftung) trafen sich kürzlich alle an der Umsetzung des Projektes Frauenhaus im Landkreis Holzminden Beteiligten sowie Vertreter der Bauaufsichtsbehörde der Stadt Holzminden. 

Im Vordergrund stand der Austausch über die Auflagen der Baugenehmigung, wogegen seitens der Wernecke Stiftung ein Widerspruch eingelegt wurde, und vor allem einen Konsens über die weitere Vorgehensweise zu finden. 

„Das politische Interesse ist groß und wir brauchen Plätze im Frauenhaus“, so Eleonore Roth-Schütz. Sigrun Brünig (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Holzminden) ergänzt: „Die kürzlich veröffentlichten Kriminalstatistiken lassen keinen Zweifel am Bedarf zu. Die Not ist groß und insbesondere aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont kommen Anfragen, wann das Frauenhaus in Holzminden endlich an den Start geht“. 

„Wir haben alles bis zur Umsetzungsreife erledigt und die Fördermittelgeber wollen am Frauenhaus Holzminden genau an diesem Standort festhalten. In einem Ortstermin im Herbst letzten Jahres haben sich Landesbaubehörde und Bundesamt für zivilgesellschaftliche Aufgaben ein Bild vom Konzept gemacht und waren sowohl von der Lage, der Immobilie als auch dem inhaltlichen Konzept sehr überzeugt. Jedoch ohne eine für die Stiftung finanziell tragbare Baugenehmigung wäre die Förderzusage gefährdet“, betont Dr. Magdalena Pogoda-Urbanski (Geschäftsführerin der Wernecke-Stiftung). 

Als Vorstandsmitglied der Wernecke Stiftung fordert Herr Hans-Werner Koch die Unterstützung des Projektes durch die Stadt Holzminden und die Ausnutzung der Ermessensspielräume bei der Baugenehmigung. 

Jens-Martin Wolff (Baudezernent) führt aus, dass die Notwendigkeit des Frauenhauses überhaupt nicht infrage gestellt wird. „Die Baugenehmigung ist erteilt, sicher mit vielen Auflagen, aber das Spannungsfeld Bauordnungsrecht und Denkmalschutz lässt nichts anderes zu“ so Wolff. 

Als Leiter des Fachbereichs Bauordnung und Denkmalpflege bei der Stadt Holzminden ist Jürgen Harney mit am Tisch und geht auf die Punkte Deckenhöhe und Schallschutz ein. Das seien aus seiner Sicht die kritischen Punkte, die es mit dem Architekten zu klären gelte, wobei es bei dem Punkt der Deckenhöhe bereits ein Entgegenkommen seitens des Bauamtes gebe. 

Ralf Buberti (Kreisbaurat Landkreis Holzminden) vertritt die Ansicht, dass es bei der Ausübung der Ermessensspielräume durchaus noch Luft nach oben gebe. „Natürlich hat das klare Grenzen in Fällen, in denen es um Leib und Leben geht“ so Buberti, „aber in den anderen Fällen sollte der Spielraum genutzt werden, schließlich arbeiten wir für unsere Bürger. Wir müssen die Kosten klar im Blick haben und vor allem sollten weitere zeitliche Verzögerungen vermieden werden. Das Frauenhaus sollte bei allen Stellen oberste Priorität haben“. 

So einigten sich alle Beteiligten darauf, dass eine Lösung der aus der Baugenehmigung resultierenden Problematik in dieser Besprechung nicht gefunden werden kann. Nach der Beauftragung des Architekten soll zeitnah ein gemeinsamer Ortstermin zur Besprechung der strittigen Auflagen der Baugenehmigung erfolgen. 

„Wir haben ein konstruktives und sachliches Gespräch geführt“, fasst Eleonore Roth-Schütz zusammen. 

Nun müssen den Worten Taten folgen, es muss vorangehen und dazu müssen alle Beteiligten ihr Möglichstes tun!

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Mittwoch, 21. April 2021 14:05 Uhr

Holzminden. Am vergangenen Freitag gab es im Erlebnishaus Schwager etwas zu feiern, Rica Willeke die Leitung der IT-Abteilung konnte ihr BWL-Studium an der HAWK Holzminden erfolgreich abschließen. Auch in diesen Zeiten müssen Erfolge gefeiert werden (wenn auch in einem kleineren Rahmen als üblich), so lud Ralf Schwager zu einer Feierstunde. 

Rica Willeke startete ihre Laufbahn im Unternehmen Schwager mit einer Ausbildung als ITSystemkauffrau und bekam direkt nach der Ausbildung, die Möglichkeit in Holzminden an der HAWK ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre berufsbegleitend zu absolvieren. „Ziel ist es das Potenzial unserer Mitarbeiter/innen schon früh zu erkennen und diese rechtzeitig auf Führungspositionen vorzubereiten. Grade bei Mitarbeiter/innen, wie Frau Willeke die auch ihre Ausbildung in unserem Unternehmen abgeschlossen haben freue ich mich den Weg & die Entwicklung über die Jahre zu beobachten“, so Ralf Schwager. 

Frau Willeke berichtet, dass die Kombination aus der Arbeit in der Praxis im Unternehmen und der erlernten Theorie aus dem Studium die Chance bietet Zusammenhänge besser zu verstehen und Synergien zu nutzen. Natürlich, war die Doppelbelastung auch nicht immer leicht, aber der Rückhalt und die Flexibilität bei Schwager habe es ihr leicht gemacht. Bei der Frage, welche Ziel sie sich für ihre berufliche Zukunft hat erzählt Sie: „Ich war von der Nachwuchsförderung im Unternehmen Schwager so begeistert, dass ich mich zukünftig auch gerne in diesem Bereich engagieren würde, um anderen diese Chance zu ermöglichen“.

Foto: Kaufhaus Schwager 

Blaulicht
Donnerstag, 22. April 2021 00:45 Uhr
Feuerwehreinsatz: Verpuffung im Symrise-Werk - keine Verletzten
Dienstag, 20. April 2021 11:29 Uhr

Holzminden (red). Heutzutage sieht es die Polizei nicht nur als Aufgabe, Kriminelle zu verfolgen und vor Straftätern zu schützen. Den betroffenen und bedrohten Menschen will man daneben Wege für eine Unterstützung benennen und Hinweise auf Opferhilfeorganisationen geben. 

Deshalb hatten die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden und der WEISSE RING in den Landkreisen Holzminden und Hameln/Pyrmont vor einigen Jahren eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Dazu gehört jährlich zu den Einstellungsterminen 1. April und 1. Oktober eine Begegnung mit dem neu eingestellten Nachwuchs im Polizeidienst.

In diesem Corona-Jahr kamen nur der Leiter des Polizeikommissariats Holzminden EPHK Burkhard Schramm, EKHK Frank Keller (neuer Leiter Kriminalermittlungsdienst) und PHK Christian Rusniok (Präventionsbeauftragter) mit Werner Friedrich, dem Leiter der Außenstelle des WEISSEN RING im Landkreis Holzminden, im kleinen Kreis zusammen. Werner Friedrich übergab dabei Informationsmaterial für die acht neuen Kommissarinnen und Kommissare und für zwei weitere Neuzugänge in Holzminden und Bodenwerder.

Daneben stehen allgemein zur Verfügung die WR-Internetseite www.weisser-ring.de und die sog. Sozialen Medien wie Facebook, Instagram und YouTube. Für eine vertrauliche Hilfeberatung durch die geschulten ehrenamtlichen WR-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter gibt es auch den kostenlosen telefonischen Weg über die bundesweite Rufnummer 116 006 oder 0151/55164677 (Holzminden).

Foto: WEISSER RING 

Sonntag, 18. April 2021 10:44 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter kam es am Wochenende zu mehreren Verstößen gegen die Corona Schutzverordnung.

In Höxter - Lüchtringen wurden über 50 Personen auf einem Festplatz angetroffen die sich anlässlich einer Hochzeit zusammengefunden hatten. Hier wurden Verstöße gegen die Corona Auflagen festgestellt. Das Ordnungsamt der Stadt Höxter wurde hinzugezogen und wird Ordnungswidrigkeitenverfahren einleiten.

In Warburg - Daseburg wurde eine "Party" gemeldet. Anscheinend haben sich bis zu 8 Personen in einem Bauwagen in der Nähe der Turnhalle getroffen und gefeiert. Auch in diesem Fall wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt. 

In der Brakeler Fußgängerzone hielten sich sechs Personen ohne Einhaltung der Corona Vorschriften auf. Die Beteiligten müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Samstag, 17. April 2021 11:07 Uhr

Landkreis Holzminden (red). Bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für das Polizeikommissariat Holzminden konnten der Dienststellenleiter, Erster Polizeihauptkommissar Burkhard Schramm und die Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes, Polizeihauptkommissarin Nadine Meese, erneut eine positive Bilanz ziehen. 

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Landkreis ist auch im Jahr 2020 wieder mit 1542 Verkehrsunfällen rückläufig (2019: 1680, 2018: 1729). "Sicherlich auch pandemiebedingt kam es auf Grund der geringeren Mobilität zu deutlich weniger Unfällen als im Vorjahr. Trotz dessen werden wir an unseren Kontroll- und Präventionsmaßnahmen festhalten", schildert Burkhard Schramm einleitend. 

Leichter Rückgang der Verkehrsunfälle mit Verletzten; Anstieg der Verkehrstoten 

Der seit 2018 festzustellende positive Trend in der Reduzierung der Verkehrsunfälle mit Personenschäden hält auch in 2020 weiterhin an, wenn auch nur minimal. So sanken die Unfallzahlen in diesem Bereich auf 235 (2019: 237, 2018: 240). Doch der Schein trügt etwas. Die Anzahl der Personen, die bei Unfällen schwer verletzt wurden, stieg in 2020 auf 65. (2019: 55, 2018: 62). So auch die Zahl derer, die bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt worden. Hier verunglückten in 2020 insgesamt 6 Personen (2019:3, 2018:4). Die Anzahl der Leichtverletzten ist seit 2018 stetig gesunken. Im Jahr 2020 wurden 235 Personen bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt (2019:244, 2018: 256). Betrachtet man die Gesamtunfallzahlen in Bezug auf die Örtlichkeit, so kann festgestellt werden, dass sich mit knapp 60 % nach wie vor die meisten Unfälle innerhalb geschlossener Ortschaften ereignen. Hierunter fallen in erster Linie Unfälle mit Sachschäden oder leichtem Personenschaden. In Bezug auf die Unfallfolgen ist jedoch feststellbar, dass sich die überwiegende Anzahl der Unfälle mit schwerverletzten Personen außerhalb geschlossener Ortschaften ereignen (73 %). Hier liegt eine der Hauptunfallursachen nach wie vor in der erhöhten Geschwindigkeit. Es ist daher weiterhin vorrangiges Ziel der Polizei Holzminden, die Unfälle mit schwer- und tödlich Verletzten zu reduzieren. Somit wird nach wie vor ein besonderes Augenmerk auf die Verfolgung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit, sowie auch der Ablenkung z. B. durch Handynutzung, liegen. 

Wieder Anstieg bei Verkehrsunfällen der Risikogruppe Junge Kraftfahrer 

Die Zahl der schwer verletzten Personen zwischen 18 und 24 Jahren hat sich zum Vorjahr verdoppelt. Wurden 2019 noch 6 Personen dieser Gruppe bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt, waren es 2020 nun 12 Schwerverletzte (18%) bei ebenfalls angestiegenen Verkehrsunfallzahlen mit schwerem Verlauf. Im Jahr 2019 lag der Anteil der Schwerverletzten noch bei 11%. Bei den Leichtverletzten gehörten 37 (16%) der o. a. Risikogruppe an. Hier ist ein Rückgang bei ebenfalls sinkender Gesamtzahl der Leichtverletzten zu verzeichnen. 2019 lag der Anteil der Leichtverletzten bei 19%. Insbesondere diese Altersgruppe neigt vermehrt zur Handynutzung während der Fahrt, was nicht nur zu deutlich reduzierten Reaktionszeiten führt. Neben gezielten Geschwindigkeits-, Gurt- sowie Alkohol- und Drogenkontrollen wird aufgrund dessen ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Handyverbotes beim Autofahren gerichtet werden. Die seit Jahren stattfindenden sogenannten "Crash Kurse", bei denen insbesondere angehenden und jungen Fahrzeugführern/Innen die besonderen Gefahren im Straßenverkehr eindrucksvoll vor Augen geführt werden, sind pandemiebedingt seit vergangenem Jahr ausgesetzt. "Hier hoffen wir auf baldige Rückkehr zur so wichtigen Präventionsarbeit", wünscht sich Nadine Meese. 

Wieder Zunahme der schweren Unfallfolgen bei Motorradunfällen 

Nachdem die Polizei Holzminden im Jahr 2019 einen leichten Rückgang der verunglückten Motorradfahrer verzeichnete (-27%), steigt die Zahl leider 2020 wieder an (+5%), wenn sie auch nicht das Niveau von 2018 erreicht. Im Jahr 2020 verunglückten demnach 91 Motorradfahrer (2019: 87, 2018: 119). Dabei gab es leider auch einen Unfall mit tödlichem Ausgang. 2019 kam es zu keinem tödlichen Unfall. Im Bereich der leichtverletzten Motorradfahrer sank die Zahl um sechs auf 35 (-15 %). Die Zahl der schwerverletzten Motorradfahrer stieg um 10 auf 29 (+53 %). Das bedeutet ebenfalls, dass 15 % aller Leichtverletzten und 45 % aller Schwerverletzten bei Verkehrsunfällen Motorradfahrer waren. Im Bereich der Schwerverletzten lag der Anteil der Motorradfahrer im Jahr 2019 noch bei 35 %. Diese Zahlen machen wieder einmal deutlich, dass an den seit 2016 intensivierten präventiven als auch repressiven Maßnahmen erneut festgehalten werden muss. Nicht nur, dass die Motorradfahrer keine "Knautschzone" besitzen, erhöht das Risiko einer schweren Verletzung, sondern auch die z. T. gefahrenen hohen Geschwindigkeiten sowie die vorgenommenen Bauartveränderungen an den Fahrzeugen. "Neben der mehrfach in Jahr im Landkreis Holzminden eingesetzten sogenannten "spezialisierten Kontrollgruppe Krad" der Polizeidirektion Göttingen werden wir zukünftig auch mit einer aus eigenen Kräften gegründeten kleineren Kontrollgruppe die Kontrollen intensivieren, um eine Reduzierung der Motorradunfälle zu erreichen", ergänzt Burkhard Schramm. 

Zahl der verletzten Seniorinnen und Senioren stagniert 

Die Gruppe der Seniorinnen und Senioren rückt nach wie vor in den Blickpunkt der polizeilichen Präventionsarbeit. Die zunehmende Mobilität und Aktivität dieser Altersgruppe wirkt sich auch auf eine gestiegene Teilnahme am Straßenverkehr aus. Dies hat zur Folge, dass es umso wahrscheinlicher ist auch in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden. Aufgrund der mit zunehmendem Alter höheren Unfallgefährdung betrachtet man in der polizeilichen Verkehrsunfallstatistik zwei Altersklassen. Einerseits alle über 65-Jährigen, sowie dann nochmals die der ab 75-Jähringen. Im Verhältnis zum Vorjahr ist die Zahl der Schwer- sowie tödlich Verletzten nahezu gleichgeblieben. Im Bereich der leicht verletzten Seniorinnen und Senioren gab es in der Altersgruppe ab 65 Jahren eine deutliche Zunahme. Hier verunglückten 11 Personen mehr als noch 2019 (+35 %). Seitens der Polizei Holzminden wird daher zwingend an den bestehenden Präventionsprogrammen, auch in Zusammenarbeit mit den polizeilichen Netzwerkpartnern, festgehalten, sobald es die Pandemielage wieder zulässt. Informationen hierzu sind über das Polizeikommissariat Holzminden zu erfragen. 

Verkehrsunfallfluchten stagnieren ebenfalls

Mit insgesamt 323 angezeigten Verkehrsunfallfluchten im Jahr 2020 verzeichnet die Polizei Holzminden lediglich drei mehr als im Vorjahr (2019: 320, 2018: 352). Damit entfernte sich, wie auch in 2019, in 21 % aller Verkehrsunfälle im Landkreis Holzminden der Verursacher unerlaubt vom Unfallort. Diese Verkehrsunfallfluchten ereignen sich nach wie vor zum überwiegenden Teil innerhalb geschlossener Ortschaften, z. B. beim Einparken. Hierbei handelt es sich keinesfalls um ein Bagatelldelikt, sondern um eine Verkehrsstraftat, die mit hohen Geldstrafen und dem Entzug der Fahrerlaubnis geahndet werden kann. Die Aufklärungsquote liegt hier bei knapp 44 % und ist somit zum Vorjahr (2019: 40%, 2018: 43%) wieder leicht gestiegen. Noch erfreulicher ist, dass die Aufklärungsquote bei Verkehrsunfallfluchten, bei denen jemand verletzt wurde, wieder gestiegen ist und bei 50 % liegt (2019: 45 %, 2018: 73 %). 

Alkohol und Drogen im Straßenverkehr weiterhin ein Thema 

Im Jahr 2020 waren 19 alkoholisierte Verkehrsteilnehmer in Unfälle verwickelt, das heißt lediglich einer weniger als das Jahr zuvor. (2019:20, 2018: 21). Die Zahl der in Unfälle verwickelten Verkehrsteilnehmer unter Drogen- bzw. Medikamenteneinfluss sank von 14 auf 8. Gleichzeitig wurden im Rahmen von Kontrollen 43 Verkehrsteilnehmer unter Alkoholeinfluss und 106 Verkehrsteilnehmer unter Drogen- bzw. Medikamenteneinfluss festgestellt. Der hier zu verzeichnende Rückgang der Feststellungen im Bereich der Alkoholverstöße um 7 % und im Bereich der Btm-Verstöße um 12 % ist sicherlich ebenfalls dem insgesamt geringeren Verkehrsaufkommen geschuldet. "Diese Zahlen begründen dennoch nach wie vor einen deutlichen Schwerpunkt der örtlichen Polizeiarbeit durch intensive Kontrollen. Wir planen im Laufe des Jahres auch wieder eine Verkehrssicherheitswoche mit hohem Kräfteansatz durchzuführen, bei der neben anderen präventiv und repressiv behandelten Themen, auch das Thema Alkohol-, Drogen- und Medikamentenbeeinflussung erneut aufgegriffen wird", so Nadine Meese.

Freitag, 16. April 2021 13:08 Uhr

Holzminden (lbr). Am heutigen Freitag um kurz nach 12 Uhr wurde die Feuerwehr Holzminden zu einem Einsatz in die Rehwiese gerufen. Die Brandmeldeanlage der HaWeTec hatte ausgelöst, ein Feuer gab es glücklicherweise nicht. "Ein eingedrückte Handmelder sorgte für den Alarm", erklärt Ortsbrandmeister Michael Nolte. Rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr Holzminden waren vor Ort. 

Politik
Donnerstag, 22. April 2021 11:01 Uhr
Bürgermeisterkandidat Christian Belke: „Mit Optimismus zurück zur Kultur“
Mittwoch, 21. April 2021 11:47 Uhr

Kreis Holzminden (red). Mit der Gesundheitsversorgung im Weserbergland beschäftigten sich die Grünen und zahlreiche Interessierte in einer Online-Konferenz auf Einladung des Landtagsabgeordneten Christian Meyer. Der Mangel an Fachärzten, die Überalterung, aber auch die Situation in Krankenhäusern und Pflege waren Themen der Diskussion anknüpfend an den über 300 Seiten starken Abschlussbericht der parteiübergreifenden Expertenkommission des Landtags „zur Sicherstellung der ambulanten und stationären Versorgung in Niedersachsen“.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion Meta Janssen-Kucz wies darauf hin, dass sich die Arbeit der 2018 vom Landtag eingesetzten Kommission durch Corona deutlich veränderte. Standen am Anfang Einsparungen und Schließungen von Krankenhäusern wegen Überkapazitäten im Vordergrund der Debatte ging es am Ende um mehr dezentrale Strukturen und eine Stärkung der medizinischen Versorgung gerade auch im ländlichen Raum. "Besonders die Hausärztinnen und Hausärzte gehören gestärkt und von Regressforderungen sowie Bürokratie entlastet. Ihre hohe Akzeptanz sieht man bei den Impfungen", sagte Janssen-Kucz.

Christian Meyer wies darauf hin, dass die Region durch die Privatisierung und spätere Schließung des damaligen Kreiskrankenhauses in Stadtoldendorf schwere Einbußen in den medizinischen Versorgungsstrukturen bekommen hat. Gerade im Raum Eschershausen-Stadtoldendorf sind die Wege zum nächsten Krankenhaus sehr weit geworden. Die Grünen waren die einzige Partei im Kreistag, die gegen den Verkauf des Charlottenstifts stimmten und sehen sich heute in ihrer Kritik an der Krankenhausschließung bestätigt.

Der grüne Bürgermeisterkandidat Alexander Titze wies auf den erfolgreichen Antrag seiner Fraktion im Stadtrat für ein eigenes Corona-Testzentrum hin: „Erst wurden wir belächelt, jetzt entsteht es Innenstadtnah. Wenn ein Wille ist, ist auch ein Weg. “

Auch die Gesundheitsvorsorge und Ausstattung der Gesundheitsbehörden bedingt nicht nur pandemiebedingt höhere Aufmerksamkeit. Die Grünen wollen auch eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsstrukturen in der Pflege. „Niedersachsen ist Schlusslicht bei den Pflegesätzen. Das muss sich ändern!“, so Meyer.

Wie mehr junge Mediziner in den ländlichen Raum kommen, war auch Gegenstand der Landtagskommission.

Dr. Anja Horn, Allgemeinmedizinerin aus Holzminden, betonte das sie ihre Arbeit gerne mache und überhaupt nicht bereut habe vor über 15 Jahren mit ihrem Mann eine Praxis in Holzminden übernommen zu haben. Sie wies aber auch auf die hohe Altersstruktur unter den Ärzten hin. In Holzminden sei nur ein Niedergelassener unter 50 Jahren, mehr als die Hälfte sei über 60. Von finanziellen Anreizen für Jungmediziner verspricht sich Horn nicht viel: „Die Medizinstudenten werden später gut verdienen und möchten selbst entscheiden, wo sie später praktizieren. Die Rahmenbedingungen für gute Arbeit müssen stimmen.“ Konsens war die von der Kommission geforderte Aufstockung der Medizinstudienplätze in Niedersachsen. Ob eine von SPD und CDU geforderte Landarztquote weiterhilft, gingen die Meinungen auseinander.

Der grüne Bundestagskandidat Helge Limburg, der in der Sozialstation in Bevern seinen Zivildienst gemacht hat, nahm die hohe Bedeutung medizinischer Versorgung auf dem Lande mit in seinen Wahlkampf nach Berlin. Denn viele Gesundheitsgesetze werden auf Bundesebene gemacht. „Gesundheit verdient mehr Wertschätzung auch finanziell. Gerade Pflegekräfte und Krankenhauspersonal muss besser bezahlt werden und gute Pflege und Betreuung auch honoriert werden. Einsparungen am Personal durch den enormen Kostendruck gehen zu Lasten der Qualität. Corona zeigt uns wie wichtig ein gut ausgestattetes Gesundheitssystem in Deutschland ist.“

Foto: Christian Meyer

Dienstag, 20. April 2021 10:54 Uhr

Landkreis Holzminden (red). Die FDP im Kreisverband Holzminden setzt für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, kurz „STRABS“ genannt, ein. Sie sind ungerecht und unsozial und bringen Betroffene nicht selten in existenzielle Nöte. In den Städten Holzminden und Eschershausen wurden die Straßenausbausatzungen auf Initiative der FDP bereits abgeschafft, was allerdings die Stadtfinanzen arg belastet. Wir sehen hier das Land in der Pflicht, für die Finanzierung aufzukommen.

Die Kosten für Straßenbau, Straßensanierungen und Straßeninstandhaltungen müssen in Gänze von der Allgemeinheit getragen werden und nicht von wenigen Anliegern. Der Unterhalt der Straßen stellt nach Überzeugung der FDP eine Kernaufgabe der Daseinsvorsorge dar. Kämpfen wir gemeinsam dafür, dass Niedersachsen das zehnte Bundesland wird, in dem die „STRABS“ abgeschafft werden.

Diskutieren Sie mit Dr. Marco Genthe MdL, Andre Grote FDP Mitglied und Sachkundiger in Straßenausbaubeiträgen, Hermann Grupe MdL und Ortbürgermeister von Eschershausen, Burkhard Dörrier - Ortsbürgermeister von Bevern, Henning Ohm - Ortsbürgermeister von Golmbach sowie Mitglieder der BI "Bevern ohne Strabs" und vielen weitern Gästen.

Foto:FDP

Wirtschaft
Mittwoch, 21. April 2021 10:26 Uhr
Umfrage: 83% der Deutschen haben Angst, dass der Wald als Klimawandel-Folge stirbt
Donnerstag, 08. April 2021 17:06 Uhr

Holzminden (red). Symrise präsentiert seine symlife®-Plattform. Sie fasst die ausbalancierenden Geschmackslösungen des Unternehmens zusammen. Diese helfen, Produkte mit bestem Geschmack zu entwickeln, die gleichzeitig den Wunsch nach einem gesünderen Lebensstil unterstützen. Die maßgeschneiderten Lösungen sprechen die spezifischen Bedarfe von Lebensmittel- und Getränkeherstellern an. Gleichzeitig ermöglicht es symlife®, neue und neu formulierte Produkte ganz nach dem Geschmack von Verbrauchern zu entwickeln. 

Verbraucher wählen in den meisten Fällen nach dem Geschmack, ob sie bestimmte Lebensmittel oder Getränke kaufen. Gleichzeitig achten sie beim Einkauf vermehrt auf Gesundheitsaspekte. Verbraucher, Einzelhändler und Gesetzgeber wissen um die gesundheitlichen Auswirkungen hohen Zucker-, Salz- und Fettkonsums. Wenn Lebensmittel- und Getränkehersteller diese Inhaltsstoffe in ihren Produkten reduzieren, helfen ihnen die symlife®-Lösungen, gleichzeitig den gewünschten authentischen Geschmack zu erreichen, der ihre Produkte auszeichnet. 

symlife® - Geschmack in Balance 

symlife® kann helfen, das Geschmacksprofil von Produkten mit weniger Zucker, Salz und Fett sorgfältig auszubalancieren und so zum beliebten, bekannten und authentischen Geschmack zu verhelfen. Darüber hinaus vermag das symlife®-Portfolio, störende Noten wie Bitterkeit oder Adstringenz zu maskieren und gleichzeitig Mundgefühl, Saftigkeit und Fruchtigkeit zu verbessern, Umami aufzubauen oder weitere Eindrücke zu ergänzen. 

Die Verbraucherwünsche in Sachen Geschmack zu erfüllen, kann gewisse Herausforderungen mit sich bringen. Wie wir Geschmack wahrnehmen, beinhaltet komplexe Prozesse mit multisensorischen Interaktionen. Verändern Hersteller die Basis/Matrix von Lebensmitteln oder Getränken, kann das den Geschmack abschwächen, was wiederum die Verbraucherakzeptanz beeinflusst. Die zahlreichen Möglichkeiten von symlife® können hier unterstützen. 

"Authentischen Geschmack in zuckerreduzierten Lebensmitteln und Getränken zu erreichen, kann sich komplex gestalten. Unsere Expertise im Ausbalancieren von Geschmack mit natürlichen Rohstoffen hilft Herstellern, zucker- und kalorienarme Produkte zu entwickeln, die gesundheitliche Vorteile mit bestem Geschmack verbinden. Damit helfen wir, eine komplexe Aufgabe zu lösen: besten Geschmack zu einem Teil von gesünderer und nachhaltiger Ernährung zu machen", erklärt Leif Jago, Global Marketing bei Symrise. 

Ein ganzheitlicher, natürlicher Ansatz 

Die symlife®-Plattform von Symrise bietet einen ganzheitlichen, natürlichen Ansatz, um den Geschmack in zucker-, salz- und fettreduzierten Produkten auszubalancieren. Sie nutzt dafür Symrise-eigene Rohstoffauswahl und Anbaumethoden und identifiziert so natürliche Rohstoffe für besten natürlichen Geschmack in Balance. Darüber hinaus nutzt sie KI, um zum Beispiel alte chinesische Rezepte zu analysieren. Sie unterstützt die Kreislaufwirtschaft, indem sie natürliche geschmacksbalancierende Rohstoffe aus Nebenströmen gewinnt und in Rückwärtsintegration und nachhaltigen Anbau investiert. ###"symlife® bietet einen ganzheitlichen Ansatz für besten Geschmack in Balance. Wir nutzen dabei unser einzigartiges Fachwissen, umfangreiche Studien zu Verbrauchervorlieben und wie sie Geschmack wahrnehmen sowie unser umfassendes Verständnis von natürlicher Süße", ergänzt Leif Jago. 

Einzigartige Lösungen dank symlife® 

symlife® basiert auf dem umfangreichen Portfolio von Symrise und seinem Engagement für Qualität und Innovation. Dafür geht es enge, langfristige Kooperationen mit Hochschulen, Forschungsinstituten und Technologienetzwerken ein. Darüber hinaus unterstützt es die Hersteller mit seiner Expertise in der komplexen regulatorischen Landschaft, so dass diese die sich ständig ändernden globalen Vorschriften einhalten können. 

"Für uns steht die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden als zukunftsorientierter Partner mit einem umfassenden, hochwertigen und natürlichen Portfolio an erster Stelle. So können wir kosteneffiziente, sensorisch evaluierte und passgenaue Geschmackslösungen bieten, die für besten Geschmack in Produkten mit weniger Zucker, Salz oder Fett sorgen. Darüber hinaus beraten wir unsere Kunden technisch und regulatorisch, so dass diese erfolgreich zuckerreduzierte Lebensmittel und Getränke mit bestem Geschmack formulieren und neu formulieren können", schließt Jago. 

Die Zukunft im Blick, mit gesundem Geschmack 

Bislang hat sich die Entwicklung von Produkten, die Geschmack und gesundheitliche Vorteile vereinen - mit besonderem Schwerpunkt auf der Reduzierung von Zucker - als schwer erreichbares Ziel erwiesen. Ein effektives Ausbalancieren des Geschmacks erfordert einen komplexen und umfassenden Ansatz, wie ihn symlife® bietet. 

symlife® -Geschmackslösungen berücksichtigen die gesamte Geschmacksdynamik eines Produkts und balancieren das Gesamtprofil entsprechend den spezifischen Anforderungen des Produkts aus. Das ermöglicht Herstellern, agil auf Trends zu reagieren und entscheidende Schritte einzuleiten, um Verbraucher mit überzeugenden Produkten zu gewinnen, die gesundheitliche Aspekte adressieren und gleichzeitig ihre komplexen und anspruchsvollen Geschmackserwartungen erfüllen oder übertreffen.

Foto: Kampagnenmotiv Symrise 

Donnerstag, 08. April 2021 10:57 Uhr

Weserbergland (red). Im März 2021 ist die Arbeitslosigkeit im Weserbergland gesunken: Mit 12.703 Arbeitslosen waren in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg 437 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosigkeit ist somit im März saisontypisch gesunken. 

„Seit einem Jahr hat die Corona-Pandemie unser Leben und somit auch den Arbeitsmarkt fest im Griff,“ sagt Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln. „Allen Widrigkeiten zum Trotz erweist sich der Arbeitsmarkt im Weserbergland weiterhin als robust.,“ so Durchstecher. 

„Einerseits sind über 1.600 Menschen im Weserbergland mehr arbeitslos als im Vergleich zum März 2020, als die letzten Arbeitsmarktzahlen vor dem ersten Lockdown erhoben wurden. Wir arbeiten intensiv daran, zusammen mit den Arbeitslosen eine individuelle Perspektive zu entwickeln, sie zu vermitteln oder durch eine Qualifizierung eine Arbeitsaufnahme zu ermöglichen,“ berichtet er weiter. 

„Andererseits hat die Möglichkeit der Kurzarbeit vielen Menschen ihre Arbeitsstelle erhalten. In der Spitze gab es im Mai 2020 in unseren drei Landkreise über 18.000 Kurzarbeitende in 2.229 Betrieben. Gestützt durch die Kurzarbeit hat der Arbeitsmarkt im Weserbergland die Zeit der Pandemie bisher mit einem blauen Auge überstanden,“ erklärt Durchstecher. 

Landkreise: Im März ist in allen drei Landkreisen des Bezirks der Agentur für Arbeit Hameln ist die Arbeitslosigkeit gesunken. Während im Landkreis Hameln-Pyrmont die Arbeitslosigkeit um 2,8% sank (-158 Arbeitslose, insgesamt 5.480), gab es im Landkreis Schaumburg 222 arbeitslose Menschen weniger (-4,4%, insgesamt 4.795). Im Landkreis Holzminden waren es 57 Arbeitslose weniger (-2,3%, insgesamt 2.428). 

Im März haben bis zum 25. des Monats im gesamten Weserbergland 67 Firmen für 782 Mitarbeitende Kurzarbeit neu oder erneut angezeigt. Dies sind 126 Anzeigen weniger als im Vormonat. Im Landkreis Hameln-Pyrmont mussten 29 Unternehmen für 476 Mitarbeitende Kurzarbeit anmelden, im Landkreis Holzminden 17 Betriebe für 194 Mitarbeitende und im Landkreis Schaumburg 21 Arbeitgeber für 112 Mitarbeitende. 

 

Fakten und Zahlen im Überblick:

- Arbeitslosigkeit auf robusten Arbeitsmarkt gesunken
- mehr Arbeitslose als vor einem Jahr
- Kurzarbeit stützt Arbeitsmarkt während der Pandemie 

- Arbeitslosenzahl:12.703
- Arbeitslosenquote (Vorjahreswert): 6,5% (5,7 %) 
- ggü. Vormonat: -437/-3,3 %      - Stellenzugang (ggü. Vorjahresmonat) 809 (+2,5 %) 
- ggü. Vorjahresmonat: 1.615/+14,6 %        - Stellenbestand (ggü. Vorjahresmonat) 2.928 (+4,2 %)

Sport
Sonntag, 18. April 2021 10:55 Uhr
Team DDMC GÜLDENMOOR - 
Leistungssport im Solling mit der Kraft der Natur
Mittwoch, 14. April 2021 12:13 Uhr

Landkreis Holzminden (red). „Die Geschäftsstelle des Kreissportbundes Holzminden im Sportpark Liebigstraße in Holzminden bleibt der zuverlässige Ansprechpartner für die Sportvereine im Landkreis.“ Dies betont KSB-Vorsitzender Bernd Wiesendorf, nachdem feststeht, dass der Leiter der Geschäftsstelle, Damian Leszczynski, eine neue berufliche Herausforderung sucht. 

Seit 2009 ist Leszczynski für den Kreissportbund tätig, seit Mai 2013 in der Funktion als Leiter der Geschäftsstelle. „Ich habe den Kreissportbund 2008 bei einem Praktikum während der Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann kennen und schätzen gelernt“, erinnert er sich an die Anfänge, damals noch im Gebäude an der Altendorfer Straße neben der Krankenkasse pronova BKK. „Das Organisieren, das Planen und Gestalten in Zusammenarbeit mit den Sportvereinen im ganzen Landkreis hat mich von Beginn an fasziniert. Ideen entwickeln und diese dann erfolgreich umsetzen zu können, hat mir riesigen Spaß gemacht.“ Im Mittelpunkt stand für ihn aber immer die Aufgabe, für die Sportvereine da zu sein. „Ob große Sportstättenbaumaßnahmen oder eine einfache Hilfestellung bei der Mitgliedermeldung – das war egal, jeder Verein wurde beraten und unterstützt“, so Leszczynski. Gerne erinnert er sich an verschiedene Aktionen und Veranstaltungen, an denen er mitgewirkt hat. Dazu zählt beispielsweise das Fahrsicherheitstraining im Bilster Berg Drive Resort für junge Ehrenamtliche: „Wir konnten mehr als 100 Teilnehmern aus den Kreisen Höxter und Holzminden ein kostenloses Fahrsicherheitstraining anbieten, damit sie beim Transport von Sport treibenden Jugendlichen und Kindern sicher auf der Straße unterwegs sind.“

Aber auch einige Großveranstaltungen zählen dazu, wie zum Beispiel der sogenannte Sportivationstag, bei dem die Sportabzeichen errungen werden können verbunden mit einem Spielfest für Kinder und Jugendliche mit und ohne Handycap, die Unterstützung des Promi-Events „Kicken mit Stars“ 2016 oder der große Tag des Sports, der 2018 für das niedersächsische Innen- und Sportministerium in Holzminden ausgerichtet worden ist. Ganz speziell war auch das Projekt „Desi“, bei dem zur Unterstützung der Sportvereine im Landkreis Holzminden 1.000 Liter Desinfektionsmittel verteilt worden sind. „In einer Woche wurde jeden Tag an einem anderen Ort die Ausgabestelle aufgebaut“, sagt Leszczynski. „Nur gut, dass wir für diese wichtige Corona-Hilfsaktion den iHopper von der Gerberding Stiftung nutzen konnten.“ Nicht vergessen werden darf in dieser Aufzählung die Mitwirkung bei der großen DKMS-Spendentour „Rund um den Solling“. 

Eine wichtige Rolle bei der Arbeit für die Sportvereine im Landkreis spielt die Geschäftsstelle selbst. „Seit 2013 hat der KSB eine Kooperation mit der Stadt Holzminden, hierfür sind wir in die Sportstätte Liebigstraße umgezogen“, erläutert Leszczynski. Die Geschäftsstelle ist hier die zentrale Schnittstelle zwischen den Sportvereinen, der Verwaltung und der Politik in der Stadt Holzminden. „Hier konnten wegweisende Projekte und Maßnahmen angestoßen, begleitet und umgesetzt werden“, fasst er zusammen und nennt als Beispiele behindertengerechte Umkleidekabinen, Behinderten-WC, Vollumrüstung des Flutlichts auf modernste LED-Technik, Begleitung beim Bau des Kunstrasenplatzes und zuletzt die aufwendige Koordinierung des Trainingsbetriebs im Einklang mit der Corona-Verordnung. 

„Mit Damian Leszczynski verlässt uns ein starker Mitarbeiter im organisierten Sport“, sagt Bernd Wiesendorf. Er sei ein „Kümmerer“ mit großem Netzwerk und einer hervorragenden Reputation innerhalb der Vorstände und Vereine des Kreissportbundes. „Das ist in unserer KSB-Organisation schon ein Einschnitt“, so Wiesendorf. Deshalb ist er froh, dass der scheidende Leiter der Geschäftsstelle zunächst noch einige Zeit im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses Unterstützung leisten wird. „Wir wünschen Damian für seine persönliche neue berufliche Herausforderung alles Gute.“ Leszczynskis Ziel ist die Selbständigkeit im Handelsunternehmen seines Vaters, das er später übernehmen will. Dem Kreissportbund bleibt er zudem eng verbunden, engagiert er sich doch selbst ehrenamtlich als stellvertretender Vorsitzender der Sportjugend Holzminden.

Foto: Kreissportbund Holzminden

Dienstag, 30. März 2021 09:36 Uhr

Landkreis Holzminden (red). Im Unterallgäu, in Krumbach und Obergessertshausen startete die Mountainbike Bundesliga am letzten Wochenende in die Saison 2021 für drei Fahrer vom DDMC Solling e.V. Mit internationaler Top-Besetzung hieß es sich gegen Fahrer, wie den amtierenden Cross-Country Weltmeister Jordan Sarrou aus Frankreich zu beweisen. 

Ein Doppel-Rennwochenende mit den Disziplinen Sprint (XCC) am Freitag und Cross-Country am Sonntag (XCO) stand auf dem Programm. Das gesamte Rennwochenende fand unter strengen Hygiene Auflagen und unter Ausschluss von Zuschauern statt. Alle Fahrer und Betreuer wurden im Vorfeld der Veranstaltung getestet. Freiwillige Helfer, sowie die örtliche Polizei und Radsport Verband kontrollierten auch die Einhaltung der Maskenpflicht. „Wir sind sehr froh, dass wir überhaupt starten konnten. Das ist ein enormer Aufwand für den Veranstalter“, so Fabian Büser.

Das beste Ergebnis fuhr einmal mehr Micah Schmidt (20) aus Hellental ein. Er belegte im Sprint am Samstag Platz 11 und verpasste damit nur knapp das Finale und mögliche Punkte im Weltklassement. Auch Fabian Büser (30) aus Hann Münden erzielte im Sprint einen zufrieden stellenden Platz 16 im Qualifikationslauf. 
Im Cross Country Lauf am Sonntag zeigte Micah Schmidt einmal mehr seine technische und mentale Stärke und belohnte sich trotz schwieriger Bedingungen mit Platz 67 in der Elite. Vincent Beckmann (22) aus Neuhaus belegt Platz 98 und Fabian Büser Platz 99. „In einem 135 Fahrer starken Feld auf Welt Cup Niveau sind das Top-Ergebnisse für uns als Team“, so Vincent Beckmann. „Micah hat mal wieder seine Cross Country Stärke bei diesen Bedingungen bewiesen. Ich bin mit meinem Ergebnis nicht zufrieden, aber die Saison ist noch jung.“ 

Während sich am Samstag in Krumbach die Sonne zeigte und der ein Kilometer lange Rundkurs überwiegend auf befestigtem Untergrund gefahren wurde, waren die Wetterbedingungen in Obergessertshausen mal wieder extrem. Zum gewohnt nassen und durchweichten Untergrund kamen zum Saisonauftakt winterliche Temperaturen und Schnee dazu. Die technisch ohnehin anspruchsvolle C1 Strecke (zweit schwierigste Kategorie nach UCI Einstufung) musste teilweise entschärft werden, um nicht zu viele Stürze zu provozieren. 

Alle Teamfahrer mussten aus dem hinteren Startblock starten. Eine Herausforderung, weil es direkt darauf ankam, möglichst weit vorne in den technischen Kurs einzufahren, um nicht ins Gedränge zu geraten. Micah Schmidt kämpfte sich direkt am Start nach vorne. Ein klarer Vorteil. So konnte er “sein Rad fahren” während Vincent Beckmann und Fabian Büser einige Plätze zurück im „Fahrer-Stau“ feststeckten und zusehen mussten, wie das erste Drittel davonfährt. Micah Schmidt bewies vor allem in den Abfahrten sein Können und sein gutes Gespür für den Untergrund. Während es im Fahrerfeld zahlreiche Stürze gab, hielt er die Konzentration hoch und entschied sich taktisch klug das Rad zu tragen, wo immer es schneller war. 

Alle Fahrer konnten ohne Verletzungen und Materialschäden das Rennen beenden. Ein ganzes Wochenende im Zeichen des Leistungssports unter ganz besonderen Bedingungen (durch Corona und das Wetter). Der Bundesliga Auftakt wurde durch Wohnmobil Engelke aus Dassel unterstützt, die für eine warme Unterkunft direkt am Streckenrand sorgten. „Das ist nicht zu unterschätzen, wie wichtig das Drum-Herum bei einem so hochkarätigen Rennen ist“ berichtet Micah Schmidt. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung. Viele Unterkünfte haben nicht geöffnet. Ohne das Wohnmobil hätten wir wahrscheinlich nicht teilnehmen können. Wir konnten uns jederzeit aufwärmen und hatten ein rund um professionelles Fahrerlager. Das war echt spitze“. 

Die Fahrer des DDMC Sollings waren an diesem Wochenende erstmals für den neuen Titelsponsor am Start. Im April erfolgt die offizielle Teamvorstellung. Hier berichten gesondert.

Foto:  DDMC Solling e.V.

Panorama
Donnerstag, 28. Januar 2021 12:00 Uhr
Wenn der Buntspecht klopft statt klingelt
Mittwoch, 13. Januar 2021 10:22 Uhr

Hannover (red). Bequem, sicher und kostenlos von zu Hause aus: In verschiedenen Online-Vorträgen und Podcasts können sich Verbraucher über Lebensmittelkennzeichnung, Nachhaltigkeit beim Einkauf oder Ernährungsempfehlungen informieren. Die Verbraucherzentralen laden vom 18. bis 21. Januar 2021 zur digitalen Verbraucherinformationswoche anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2021 ein. 

„Nur wenn Verbraucher wissen, was in Lebensmitteln steckt, wofür Label und Siegel stehen oder was das Kleingedruckte auf der Lebensmittelverpackung bedeutet, können sie eine selbstbestimmte Kaufentscheidung treffen“, sagt Anneke von Reeken, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Internationale Grüne Woche in diesem Jahr nicht wie üblich als Publikumsmesse statt. Daher laden die Verbraucherzentralen vom 18. bis 21. Januar zur ersten digitalen Verbraucherinformationswoche ein. In über 30 bundesweiten und kostenlosen Online-Vorträgen informieren sie Verbraucher aller Altersgruppen zu Lebensmitteln und Ernährung. Die Themen reichen von Fragen zur Glaubwürdigkeit von Herkunftsangaben und Tierwohllabeln über die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bis hin zu konkreten Ernährungs- und Einkaufstipps. In den Online-Vorträgen können Verbraucher ihre persönlichen Fragen stellen. Podcasts und Möglichkeiten, das eigene Wissen in verschiedenen Quiz zu testen, ergänzen das digitale Angebot. 

Online-Vorträge der Verbraucherzentrale Niedersachsen:

„Veggie Burger meets Hamburger – mehr als nur ein Klimatrend“ am 20. Januar 2021, 18 Uhr

Jeder hat die Möglichkeit beim Essen und Einkaufen das Klima zu schonen. Doch worauf kommt es wirklich an? Einige wenige Veränderungen im Alltag können viel bewirken – auch für die Gesundheit.

„Etikettenschwindel? Das Kleingedruckte besser verstehen“ am 21. Januar 2021, 14 Uhr

Was muss auf der Verpackung stehen? Was steckt hinter Siegeln? Wie wird der „Nutri-Score“ berechnet? Wohin kann ich mich bei Beschwerden wenden? An vielen Beispielen wird anschaulich erläutert, wo sich Fallen von Täuschung und Irreführung verbergen können. 

Anmeldung unter: https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/digitale-gruene-woche

Alle Online-Vorträge im Überblick und weitere Angebote der Aktionswoche finden Interessierte unter: www.verbraucherzentrale.de/die-digitale-gruene-woche-54613

 

Montag, 11. Januar 2021 11:28 Uhr

Hannover (red). Im Jahr 2018 gab knapp die Hälfte der Menschen in Niedersachsen (46%) an, unter chronischen Erkrankungen zu leiden. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) weiter mitteilt, litt fast ein Viertel (24%) seit mindestens einem halben Jahr unter Gesundheitsproblemen, die sie bei täglichen Aktivitäten einschränkten.

Samstag, 09. Januar 2021 06:43 Uhr

Niedersachsen (red). Durch das Onlinezugangsgesetz (OZG) werden alle öffentlichen Verwaltungen bis Ende 2022 verpflichtet, den Bürgerinnen und Bürgern einen digitalen Zugang zu den jeweiligen Dienstleistungen zu ermöglichen. Das Land Niedersachsen wird gemeinsam mit der GovConnect GmbH in den kommenden zwei Jahren die Kommunen bei der Bereitstellung verschiedener Verwaltungsdienstleistungen unterstützen. Das Projekt hat ein Volumen von fünf Millionen Euro. 

Für den Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat die Umsetzung der Digitalisierung dieser Verwaltungsleistungen höchste Priorität. „Auch die Corona-Pandemie und Begleiterscheinungen wie teils geschlossene Rathäuser haben uns deutlich gemacht, wie wichtig es ist, die Digitalisierung der verschiedenen Dienstleistungen weiter mit hoher Priorität voran zu treiben. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zurecht von den öffentlichen Verwaltungen, dass diese mit dem technischen Standard privater Dienstleister Schritt halten. Gleichzeitig gibt es Verwaltungsdienstleistungen, bei denen persönliche Beratungen für viele Menschen wichtig sind. Es gibt zudem Bürgerinnen und Bürger, die einen erschwerten Zugang zu den digitalen Angeboten haben." 

Von den insgesamt 575 Dienstleistungen von Bund, Ländern und Kommunen entfallen ca. 90 Leistungen auf die Kommunen. Mit dem finanziellen Beitrag des Landes sollen Modellprojekte zur Digitalisierung in ausgewählten Kommunen und die Entwicklung von Onlinediensten unterstützt werden. Als Partner für die Umsetzung wurde die GovConnect GmbH gewonnen, an der das Land Niedersachsen seit September 2020 beteiligt ist. Weitere Gesellschafter der GovConnect sind die kommunalen IT-Dienstleister und die kommunalen Spitzenverbände. 

Der IT-Bevollmächtigte der Landesregierung und Chief Information Officer (CIO), Dr. Horst Baier, sagt zur Beteiligung Niedersachsens an der GovConnect: „Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen kann nur im Schulterschluss von Land und Kommunen gelingen. Durch die Einbindung der GovConnect und damit auch der kommunalen IT-Dienstleister in das Programm ‚Digitalisierung der Verwaltung in Niedersachsen' können wir künftig sehr viel enger zusammenarbeiten und die Kommunen besser unterstützen." 

Die Übergabe der Projektleitung für das Projekt „P15 - Modell-Digitalisierungsprojekte in Modellkommunen" an die GovConnect ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes. Die Beauftragung erfolgte Anfang Dezember. Ziel ist es, ausgewählte Verwaltungsleistungen beispielhaft zu digitalisieren, um so die Einführung in den einzelnen Verwaltungen zu erleichtern. 

Der erste Schritt wird dabei eine Bestandsaufnahme der schon bestehenden digitalen Angebote der Kommunen sein. Bei der Projektumsetzung soll das Grundprinzip „Einer für Alle" verfolgt werden. Dahinter steht die Idee, dass eine Arbeitsteilung zwischen den Kommunen vereinbart wird. Eine Onlineleistung soll möglichst an einer Stelle entwickelt und dann für alle anderen Kommunen bereitgestellt werden. „Ich verspreche mir von dieser Vorgehensweise eine höhere Wirtschaftlichkeit und eine schnellere Umsetzung von Onlinediensten. Wichtig wird die Festlegung von einheitlichen Standards sein, damit alle Kommunen von dem Projekt profitieren können", so Dr. Baier. Die Auswahl der Modellkommunen erfolgt in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden. 

Neben der finanziellen Unterstützung von Modellprojekten stellt das Land Niedersachsen auch die technische Infrastruktur für die Umsetzung des OZG den Kommunen zur Verfügung. Künftig benötigt jede Privatperson und jedes Unternehmen ein persönliches Servicekonto zur Abwicklung der eigenen Behördenangelegenheiten. Das Servicekonto befindet sich derzeit im Testbetrieb und steht voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2021 zur Verfügung. Weiterhin können die Kommunen seit April 2020 die elektronische Rechnung des Landes nutzen. Damit alle Kommunen bis Ende 2022 möglichst viele Leistungen digital anbieten können, wird auch die Übernahme von Onlinediensten aus anderen Bundesländern geprüft.

Samstag, 09. Januar 2021 06:15 Uhr

Hannover (red). Die Landesbeauftragte für den Datenschutz (LfD) Niedersachsen hat eine Geldbuße über 10,4 Millionen Euro gegenüber der notebooksbilliger.de AG ausgesprochen. Das Unternehmen hatte über mindestens zwei Jahre seine Beschäftigten per Video überwacht, ohne dass dafür eine Rechtsgrundlage vorlag. Die unzulässigen Kameras erfassten unter anderem Arbeitsplätze, Verkaufsräume, Lager und Aufenthaltsbereiche.

Das Unternehmen hatte sich darauf berufen, dass es Ziel der installierten Videokameras gewesen sei, Straftaten zu verhindern und aufzuklären sowie den Warenfluss in den Lagern nachzuverfolgen. Zur Verhinderung von Diebstählen muss eine Firma aber zunächst mildere Mittel prüfen (z. B. stichprobenartige Taschenkontrollen beim Verlassen der Betriebsstätte). Eine Videoüberwachung zur Aufdeckung von Straftaten ist zudem nur rechtmäßig, wenn sich ein begründeter Verdacht gegen konkrete Personen richtet. Ist dies der Fall, kann es zulässig sein, diese zeitlich begrenzt mit Kameras zu überwachen. Bei notebooksbilliger.de war die Videoüberwachung aber weder auf einen bestimmten Zeitraum noch auf konkrete Beschäftigte beschränkt. Hinzu kam, dass die Aufzeichnungen in vielen Fällen 60 Tage gespeichert wurden und damit deutlich länger als erforderlich. 

Generalverdacht reicht nicht aus

„Wir haben es hier mit einem schwerwiegenden Fall der Videoüberwachung im Betrieb zu tun“, sagt die LfD Niedersachsen, Barbara Thiel, „Unternehmen müssen verstehen, dass sie mit einer solch intensiven Videoüberwachung massiv gegen die Rechte ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstoßen“. Auch die immer wieder vorgebrachte, angeblich abschreckende Wirkung der Videoüberwachung rechtfertige keinen dauerhaften und anlasslosen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten. „Wenn das so wäre, könnten Unternehmen die Überwachung grenzenlos ausdehnen. Die Beschäftigten müssen aber ihre Persönlichkeitsrechte nicht aufgeben, nur weil ihr Arbeitgeber sie unter Generalverdacht stellt“, so Thiel. „Videoüberwachung ist ein besonders intensiver Eingriff in das Persönlichkeitsrecht, da damit theoretisch das gesamte Verhalten eines Menschen beobachtet und analysiert werden kann. Das kann nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts dazu führen, dass die Betroffenen den Druck empfinden, sich möglichst unauffällig zu benehmen, um nicht wegen abweichender Verhaltensweisen kritisiert oder sanktioniert zu werden.“ 

Auch Kundinnen und Kunden von notebooksbilliger.de waren von der unzulässigen Videoüberwachung betroffen, da einige Kameras auf Sitzgelegenheiten im Verkaufsraum gerichtet waren. In Bereichen, in denen sich Menschen typischerweise länger aufhalten, zum Beispiel um die angebotenen Geräte ausgiebig zu testen, haben die datenschutzrechtlich Betroffenen hohe schutzwürdige Interessen. Das gilt besonders für Sitzbereiche, die offensichtlich zum längeren Verweilen einladen sollen. Deshalb war die Videoüberwachung durch notebooksbilliger.de in diesen Fällen nicht verhältnismäßig. 

Die 10,4 Millionen Euro sind das bisher höchste Bußgeld, das die LfD Niedersachsen unter Geltung der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ausgesprochen hat. Die DS-GVO ermöglicht es den Aufsichtsbehörden, Geldbußen von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes eines Unternehmens zu verhängen – je nachdem, welcher Betrag höher ist. Das gegen notebooksbilliger.de ausgesprochene Bußgeld ist noch nicht rechtskräftig. Das Unternehmen hat seine Videoüberwachung mittlerweile rechtmäßig ausgestaltet und dies der LfD Niedersachsen nachgewiesen.

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