Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Freitag, 19. April 2019 15:01 Uhr
500 Margeriten als Dankeschön - Werbekreis verteilt Blumen am Ostersamstag
Freitag, 19. April 2019 12:26 Uhr

Region (red). Frühjahrszeit, Osterzeit. Traditionell finden auch in unserer Region wieder zahlreiche Osterfeuer statt. Bei Anbruch der Dämmerung versammelt sich somit Kind und Kegel wieder um die großen Haufen aus Grünschnitt, Baumstämmen und anderen Hölzern, um dem Anzünden eifrig entgegen zu fiebern. Doch woher kommt die Tradition des Osterfeuers eigentlich? Das Anzünden des heiligen Osterfeuers ist ein zentrales Ereignis von Ostern. Schon im Altertum war das Feuer Menschen und Göttern heilig. Unser heutiges Osterfeuer entstammt dem heidnischen Frühlingsfeuer, wobei die ersten bereits rund 750 n. Chr. in Frankreich entfacht wurden. Dem Glauben nach ist das Osterlicht Ausgangspunkt unseres Lebens, insbesondere die bösen Geister sollten dem heidnischen Brauch nach durch das Feuer vertrieben werden. Das heutige christliche Osterfeuer wurde, wie viele andere Traditionen auch, im Laufe der Jahrzehnte übernommen. Anhand des christlichen Glaubens lässt sich das Feuer als Symbol sehr gut veranschaulichen, so könnte es gerade zu Ostern die Wiederauferstehung von Jesus darstellen. Der Frühling beendet eine kalte Jahreszeit und so soll auch das Erscheinen Jesu eine sonnige und warme Zeit in unserem Leben einläuten.

Die Holzminden News wünscht allen Lesern, Werbepartnern und Mitarbeitern ein schönes, sonniges Osterfest.

Freitag, 19. April 2019 10:03 Uhr

Holzminden (r). Wer gerne am Computer arbeitet, aber nicht mehr im Berufsleben steht oder seine Kenntnisse aus vorangegangenen Kursen vertiefen möchte, dem sei der EDV - Seniorentreff der Kreisvolkshochschule Holzminden empfohlen. Von Zeit zu Zeit treffen sich Interessierte unter der fachkundigen Leitung von Monika Maßmeyer, um ihre Computer-Kenntnisse zu erweitern und offene Fragen oder Probleme zu klären. Das nächste Treffen findet am Montag, den 29. April 2019 von 14.00 bis 17.15 Uhr im VHS-Bildungszentrum in der Bahnhofstraße 31 in Holzminden statt.

Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt die KVHS noch unter der E-Mail-Adresse info@kvhs-holzminden.de , über die Homepage www.kvhs-holzminden.de oder direkt in der Geschäftsstelle entgegen. Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0 55 31 707-394 erhältlich.

Foto: Symbolbild

Freitag, 19. April 2019 09:57 Uhr

Holzminden (r). Das ist heutzutage sehr selten: 40 Jahre lang einem Unternehmen anzugehören. Claudia Tillmann, Karl Söffge und Friedrich Wagener haben das geschafft. Seit 1978/79 sind sie bei Symrise tätig und gehen nun in den verdienten Ruhestand.

„Ich löffele sprichwörtlich meine eigene Suppe aus“, sagt Claudia Tillmann über ihre Arbeit. Sie meint damit die Qualitätskontrolle der Produkte, für die sie zuständig ist. Das sind Reaktionsaromen aus Huhn, Rind, Schwein, Gemüse, Schokolade und Karamell. Diese benötigt man für Suppen, Saucen sowie süße und herzhafte Snackprodukte. Sie probiere alles selbst, da „der menschliche Gaumen viel genauer als jede Analyse“ sei, sagt sie. Diese Tätigkeit übt sie seit Dezember 1978 aus. Damals begann die gelernte chemisch-technische Assistentin im Werk Weser, heute ist sie Senior Technologist. Drei Dinge haben sie im Wesentlichen durch ihr Berufsleben getragen: Erstens sei ihre Arbeit immer spannend gewesen, so Tillmann. Allein aufgrund der Gesetzgebung haben sich die Abläufe während der Jahrzehnte ständig gewandelt. Außerdem hätten allein Huhn, Rind und Schwein zig Variationsmöglichkeiten. Zweitens verweist sie auf die eigenen Projekte, die sie im Unternehmen angehen durfte. So hatte sie zum Beispiel den Auftrag, Röstbutter zu entwickeln. Und drittens: „Ich hatte über all die Jahre großes Glück, weil ich immer ein ausgezeichnetes Verhältnis zu den Kollegen hatte“, sagt Tillmann. Das ist etwas, was auch über das Ende des Arbeitslebens hinaus Bestand haben dürfte. Das ist recht nah, da sie am 1. Juli 2019 in den Ruhestand geht. 

Karl Söffge begeistert sich für Vanille

„Ab 15. März darf ich liegenbleiben“, sagt Karl Söffge über das Ende seiner Arbeitszeit und den Beginn der Rente. Ob er es tatsächlich schafft, länger zu schlafen, sei dahingestellt. Denn: 22 Jahre lang Schichtdienst hätten ihn geprägt, sagt er. Deshalb stehe er jeden Morgen zeitig auf. Fast ein Vierteljahrhundert hat er im Energiebetrieb gearbeitet, war somit zuständig für Druckluft, Wasser, Heißdampf und Kälteversorgung. Ein Job, mit viel Verantwortung für die Sicherheit der Kollegen. Bei der Revision des Hauptkessels, informierte Söffge die Anlagenfahrer der Produktion zuverlässig, damit sie die Anlagen langsam anheizten, um ein Leerziehen der Hilfskessel zu vermeiden, da diese für geringere Laständerungen ausgelegt waren. 2001 wechselte er aus gesundheitlichen Gründen über die Logistik in die Parfümerie. Dort war er im Seifenlabor tätig und stellte Seifenmuster für Kunden her, die diese zum Test des eingearbeiteten Dufts nutzten. Bei dieser Arbeit hatte er auch mit sehr speziellen Gerüchen und Düften zu tun. Das Aroma der Salatgurke stört ihn regelrecht. Vanille wiederum bezeichnet er als „den Duft schlechthin“. Wenn er seine Arbeit bei Symrise Revue passieren lässt, sagt er, dass „bei uns alles außergewöhnlich“ war.

Friedrich Wagener blickt auf bewegtes Berufsleben zurück

„Früher war alles anders“ – diesen Spruch unterschreibt Friedrich Wagener mit Sicherheit. Denn früher habe er in der Logistik ausschließlich mit Zetteln gearbeitet. Heute erfasst man alles per Scanner. „Das bringt große Erleichterungen“, sagt er, der seit 1988 in diesem Bereich tätig ist. Das bedeutet für den LKW-Fahrer konkret: Muster ziehen, Pakete liefern, Außenläger befahren, Ware verteilen, die Produktion beliefern. Außerdem arbeitet er als Ersatzmann, wenn ein Staplerfahrer gebraucht wird. Zuvor hatte Wagener in der Extraktion im Werk Solling gearbeitet. Dort hatte er sich neun Jahre lang mit Kurkuma, Pfeffer, Kakaoschalen und Vanille beschäftigt. Blickt er auf sein Arbeitsleben zurück, fallen ihm zwei Dinge sofort ein: Seine Berufsgeschichte sei „sehr bewegt“ gewesen, es habe sich im Laufe der Jahrzehnte halt viel gewandelt – gerade während der Fusion von Dragoco Gerberding & Co. AG mit der Haarmann & Reimer GmbH zu Symrise im Jahr 2003. Außerdem fand er es immer interessant, mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten. Nun neigt sich diese Zusammenarbeit dem Ende zu. Am 15. März geht Friedrich Wagener in Rente.

Foto: Symrise

Freitag, 19. April 2019 09:54 Uhr

Neuhaus (r). Der Siebenjährige Krieg hat zwischen 1756 und 1763 im Westen besonders den Braunschweiger Weserdistrikt und die angrenzenden Gebiete heimgesucht. Nur wenig ist über diese Zeit heute noch in der kollektiven Erinnerung vorhanden. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass sich die beiden Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Holzminden, Detlef Creydt und Jan Schametat, in den letzten Jahren auf die Spurensuche begeben haben, um ein nur vage erwähntes Gefechtsfeld im Solling zu lokalisieren. Die Ergebnisse ihrer Studien stellen die Beiden am Samstag, dem 4. Mai 2019 ab 10.00 Uhr im Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern vor.

Das Gefecht war eine von fünf größeren militärischen Auseinandersetzungen, an denen die braunschweigischen Truppen im Jahre 1761 teilnahmen. 4.000 Braunschweiger und Hannoveraner auf der einen sowie 5.500 Franzosen auf der anderen Seite kämpften in der Nacht vom 13. auf den 14. September 1761 in der Nähe von Neuhaus im Solling gegeneinander. Detlef Creydt und Jan Schametat berichten in ihrem Vortrag, wie sie das Gefechtsfeld sowohl in den historischen Quellen wie auch im Gelände aufspürten, was sich vor dem Gefecht abspielte und wie es ausging. Nach dem Vortrag können die archäologischen Fundstücke, die im Weserrenaissance-Schloss Bevern ausgestellt sind, besichtigt werden. Nach einer kleinen Mittagspause mit Imbiss für die Teilnehmenden geht es dann für ca. 1 1/2 Stunden zur Exkursion nach Neuhaus.

Anmeldungen für die Veranstaltung, die die Kreisvolkshochschule Holzminden in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein anbietet, nimmt die KVHS noch unter der E-Mail-Adresse info@kvhs-holzminden.de , über die Homepage www.kvhs-holzminden.de oder direkt in der Geschäftsstelle entgegen. Weitere Informationen sind unter Telefon 05531 707-393 erhältlich.

Foto: Jan Schametat

Blaulicht
Dienstag, 16. April 2019 10:40 Uhr
Rauch vom verbrannten Unkraut lässt Fassade am Technikzentrum der BBS brennen
Freitag, 12. April 2019 12:05 Uhr

Holzminden (red). Am Donnerstagnachmittag kam es in Holzminden auf der Nordstraße zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lkw und einem offenbar alkoholisierten Fahrradfahrer. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen beabsichtigte der Fahrradfahrer, der gegen 16 Uhr mit seinem Trekkingrad die Nordstraße in Richtung Karlstraße befuhr, nach links in den Büttnerweg abzubiegen. Zu dem Zeitpunkt kam dem 45-jährigen Holzmindener auf der Nordstraße der Lkw eines 48-jährigen Mannes aus dem Raum Kassel entgegen.

Nachdem sich beide Fahrzeuge schon fast passiert hatten, verlor der Radfahrer bei seinem bevorstehenden Abbiegevorgang die Kontrolle und stieß im Heckbereich gegen die linke Fahrzeugseite des Lkw, sodass er stürzte und sich schwer verletzte. Zudem prallte das Fahrrad im Anschluss gegen die Fahrertür eines Pkw, der auf der Nordstraße in Richtung Karlstraße verkehrsbedingt wartete. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von circa 1.500 Euro. Im Rahmen der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf eine Alkoholbeeinflussung des Fahrradfahrers, sodass die Entnahme einer Blutprobe veranlasst wurde. Der verletzte Fahrradfahrer wurde zunächst mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus Holzminden gebracht. Von dort aus erfolgte der Weitertransport mit einem Rettungshubschrauber in eine größere Klinik.

Dienstag, 09. April 2019 15:17 Uhr

Holzminden (fw). Am heutigen Dienstag gegen 13.50 Uhr kam es auf der B64 zwischen Holzminden und Lobach zu einem Verkehrsunfall, bei dem zwei PKWs und ein LKW beteiligt waren.

Aus Lobach kommend auf Höhe Bevern setzten die beiden PKWs gleichzeitig zum Überholen des LKWs an, wobei scheinbar der eine nicht auf den anderen achtete. Um die Situation zu retten, versuchte der Fahrer des Defenders mit Höxteraner Nummernschild dem Opelfahrer auszuweichen und geriet dabei ins Schleudern. Durch diesen Vorgang prallte der Geländewagen gegen den Tank des LKWS, wurde wieder zurückgedreht und kam letztendlich seitlich auf der Gegenfahrbahn zum Liegen. Hierbei wurde der Tank des LKWs aufgerissen und verlor seinen gesamten Kraftstoff.

Die Polizei Holzminden sperrte umgehend die Unfallstelle ab und veranlasste eine Sperrung des Abschnitts der B64 ab Kreisel Holzminden und Kreuzung Lobach. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Holzminden, Lobach und Bevern begannen sogleich mit der Beseitigung des Kraftstoffs durch spezielle Bindemittel. Für den LKW und den Defender wurde ein Abschleppwagen gerufen. Verletzt wurde niemand.

Fotos: fw

Montag, 08. April 2019 16:47 Uhr

Holzminden (red). Kurz vor Mitternacht am vergangenen Freitag teilt die Halterin eines vor der Spielothek in der Allersheimer Straße in Holzminden abgestellten Audi TT der Polizei mit, dass zwei ihrer Reifen beschädigt worden seien. Ihren Angaben zufolge hat sie ihren Audi am Freitag gegen 16.00 Uhr vor der Spielothek, in der sie arbeitet, abgestellt. Gegen 23.40 Uhr wurde sie dann durch einen Kunden auf den Schaden aufmerksam gemacht. Die Inaugenscheinnahme des Fahrzeugs durch die eingesetzten Polizeibeamten ergab, dass offensichtlich sowohl der Vorder-, als auch der Hinterreifen auf der Fahrerseite mittels einer Bohrmaschine oder eines Akkuschraubers angebohrt waren. Beide Reifen waren platt; im Hinterreifen steckte noch der abgebrochene Bohrer. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise auf verdächtige Personen im Bereich der Spielothek geben können, sich mit der Polizei in Holzminden unter 05531 / 9580 in Verbindung zu setzen.

Foto: Polizei

Montag, 08. April 2019 11:07 Uhr

Bad Salzuflen (r). Freitagabend gegen 20.40 Uhr befuhr ein 58jähriger Pkw-Fahrer aus Bad Salzuflen die Ostwestfalenstraße und wollte nach links in die Liemer Straße abbiegen. Hierbei übersah er eine entgegenkommende 62jährige Pkw-Fahrerin aus Holzminden. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, beim dem die 62jährige leicht verletzt wurde. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von ca. 6500,- Euro. Der Pkw der Holzmindenerin war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Foto: Symbolbild

Politik
Freitag, 19. April 2019 10:01 Uhr
"Frau macht Demokratie!" - Frauen ins Rathaus! Frauen in den Kreistag!
Dienstag, 16. April 2019 11:09 Uhr

Holzminden (r). Der Landratskandidat Michael Schünemann traf sich mit dem Geschäftsführer der Step gGmbH, Serdar Saris, und dem Leiter der Suchtberatungsstelle Holzminden, Klaus Biemelt, um sich über die Arbeit und aktuelle Problemlagen in der Suchtberatung zu informieren. Anlass war der Bericht der Step über den Cannabis- und Drogenkonsum in der letzten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz. Bei dem Gespräch mit dabei war Thomas Junker, der auch Mitglied im Beirat der Step ist und aktuell für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters in Bevern kandidiert. 

Die Vertreter der Step stellten die vielschichtige Arbeit der Suchtberatung und die aktuellen Entwicklungen vor. Besorgniserregend sei danach insbesondere der frühe Einstieg in den Suchtmittelkonsum. „Gerade junge Menschen können durch Präventionsarbeit gut erreicht werden, um wirksam auf die Gefahren der Sucht hinzuweisen“, so Klaus Biemelt. „Leider kann diese wichtige Arbeit mit dem vorhanden Personal nicht in dem Umfang geleistet werden, wie dies erforderlich wäre“, so Biemelt weiter. Der Landratskandidat Michael Schünemann erklärte: „Ich halte es für dringend geboten, die Prävention zu stärken und die finanzielle Ausstattung der Step zu verbessern. Dafür werde ich mich einsetzen“.

Aber nicht nur Prävention sei nach Auffassung von Michael Schünemann wichtig, sondern auch die Beratung und Betreuung langjährig suchtkranker Menschen. Hier sehe er im Landkreis eine Versorgungslücke. Der Idee der Step, in Holzminden eine Tagesstätte für diese Menschen einzurichten und somit deren Teilhabe am Leben zu verbessern, stehe er daher positiv gegenüber.

Foto: Thomas Junker

Samstag, 13. April 2019 05:00 Uhr

Holzminden (red). Die unabhängige Landratskandidatin Margrit Behrens-Globisch, die von UWG, SPD und Grünen unterstützt wird, hat sich am vergangenen Montag einen Überblick über die Weiterentwicklung des Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden verschafft. Empfangen wurde die Delegation aus Landratskandidatin Behrens-Globisch, Ratsherr Steinmetz, der Neuhäuser Ortsbürgermeisterin Nehb, Vertreter Pollmann, Herrn Weilinger, Dr. von Löwis of Menar, sowie Kreistagsabgeordnetem Reinisch durch die Krankenhausbetriebsleitung bestehend aus dem Geschäftsführer Marko Ellerhoff, dem Ärztlichen Direktor Dr. Ralf Königstein, Pflegedirektorin Oberin Simone Gebauer und ihrer Stellvertreterin Susanne Joppe. Nach dem folgenden Rundgang zeigt sich die Kandidatin überzeugt: „Die umfassenden Sanierungen und qualitativen Weiterentwicklungen sind ein klares Bekenntnis zum Standort und ein Qualitätsversprechen. Ich begrüße das außerordentliche Engagement!“

Die versierte und verwaltungserfahrene Kandidatin, die sich bereits in der Vergangenheit umfassende Expertise in den sozialen Themen erwarb, konnte umgehend auch Anregungen zu potentiell spannenden Netzwerken darstellen: „Unsere Versorgungssicherheit hier im Kreis steht an erster Stelle. Ich bin daher froh, dass die Politik des Landkreises hier, schon derzeit am Beispiel des Linksherzkathetermessplatzes, der umfassenden Versorgungskonzepte (wie Gesundheitsregion und Modellvorhaben Versorgung und Mobilität) und stetigen Begleitung, Mitverantwortung übernimmt und ebenfalls dringend benötige Mittel sowie Engagements beisteuert. An diese Linie werde ich gerne anknüpfen.“

Auch der Fortschritt der landesfinanzierten Investitionen in die Pflegestationen und OP-Bereiche des Evangelischen Krankenhauses sei im Plan. Dass hier jedoch Förderquoten sinken, durch die absolut gestiegenen Baukosten, bereite den Akteuren Bauchschmerzen. Deshalb verspräche man sich konstruktiv und Lösungsorientiert im Sinne des Standorts zu arbeiten. Die Fachkräftebedarfe des Klinikums seien ebenfalls Thema. Auch hier verspräche Kandidatin Behrens-Globisch Unterstützung: „Wir als Landkreis haben es gemeinsam mit den Gemeinden in der Hand ein lebenswertes Umfeld zu schaffen, in dem Fachkräfte gerne bleiben, das überregional ausstrahlt und so auch anzieht. Dem werde ich mich mit ganzer Kraft widmen!“

Die Landratskandidatin sei für einen kooperativen Führungsstil bekannt. Dementsprechend bedeutsam sei für sie das ebenenübergreifende Handeln und Unterstützen wo Bedarf bestünde. „Bevor sich hinter Paragraphen versteckt wird, um Zuständigkeiten abzuwehren, will ich gemeinsam vermitteln. Ich gehe fest davon aus, dass wir diesen tollen Standort noch weiter stärken können und maßgeblich von den Ausbauten profitieren.“

Die neuerlichen Zertifizierungen und Auszeichnungen gäben der Kandidatin recht. So sei die Geburtshilfe ausgezeichnet als „Babyfreundliche Geburtsklinik“, die kardiologische Fachabteilung als „Chest Pain Unit“ und auch in der Bedarfsplanung der Notfallstrukturen ist das Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden deutlich über der Basisversorgungsstufe hinaus eingestuft worden.

Die Delegation schaue mit Hochachtung auf die geschaffenen Strukturen. So lasse sich doch feststellen, dass man das Licht, welches das Holzmindener Krankenhaus ausstrahlt, nicht unter den Scheffel stellen dürfe!

Foto: Stephan Reinisch

Wirtschaft
Samstag, 13. April 2019 04:30 Uhr
Landkreis Holzminden: Lohn-Plus für 1.000 Gastro-Beschäftigte gefordert
Dienstag, 09. April 2019 10:38 Uhr

Holzminden (r). Die Digitalisierung ermöglicht es Niedersachsens Hochschulen, ihre Angebote flexibel zu gestalten und damit für neue Gruppen Studieninteressierter attraktiv zu sein. Mit rund 2,4 Millionen Euro fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) zehn digitale Bildungs- und Weiterbildungsangebote, die den Hochschulzugang mit und ohne Abitur erleichtern. Die Förderung setzt sich zusammen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und zusätzlichen Landesmitteln.

„Dank des großen Engagements und der Kreativität unserer niedersächsischen Hochschulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen können wir erneut vielseitige Projekte zur weiteren Öffnung der Hochschulen unterstützen. Die geförderten Einrichtungen nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung vorbildlich, um Menschen mit und ohne Abitur bei der Aufnahme eines Studiums zu unterstützen“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Durch das Förderprogramm „Öffnung von Hochschulen“ werden berufsbegleitende Bildungs- und Weiterbildungsangebote an Hochschulen für Studien- und Weiterbildungsinteressierte mit und ohne Abitur, Angebote zur Unterstützung des Übergangs vom Beruf in die Hochschule, Maßnahmen zur Unterstützung des Hochschulzugangs sowie eine Verbesserung des Beratungsangebotes und des Einstiegs in ein Hochschulstudium unterstützt.

Gefördert werden folgende Projekte:

HAWK – Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst: „NeSt 2.0 Network for Studying Health and Care“ -

HAWK – Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst: „HAWK start plus“

Foto: Symbolbild

Sonntag, 24. März 2019 07:00 Uhr

Holzminden (red). Du hast eine flotte Schreibe und fotografierst gerne? Du bist dynamisch und flexibel? Die Online-Zeitung Holzminden-News sucht für den Raum Holzminden und Umgebung freie Mitarbeiter, die über das lokale Geschehen berichten möchten. Interessierte sollten mobil sein, über eine Digitalkamera verfügen und bereit sein, bei Bedarf im Einsatz zu sein.

Wer Interesse hat, meldet sich ausschließlich per E-Mail bei Julien Heinrich unter heinrich@meine-onlinezeitung.de

Sport
Montag, 15. April 2019 10:19 Uhr
Faustballer des MTV 49 Holzminden erkämpfte sich beim Hallenturnier des DSC Dransfeld einen hervorragenden zweiten Platz
Mittwoch, 10. April 2019 12:26 Uhr

Neuhaus/ Holzminden (red). Der Ju-Jutsu Yawara Neuhaus e. V. richtete in Februar einen Selbstverteidigungskurs für Kampfsportinteressierte aus. Der Kurs, welcher unter der Leitung von Christian Wulff (1. Dan Ju-Jutsu) und Sophie Diekmann (1. Dan Ju-Jutsu) stattfand, beschäftigte sich während der vier Wochen mit Grundlagen der Selbstverteidigungslehre.

Zu Beginn des Kurses lernten die Teilnehmer/innen ihre Energie zu nutzen, indem sie mit größt-möglicher Kraft auf ein Schlagpolster einschlugen. Bereits nach wenigen Versuchen waren viele überrascht, wie viel ungeahnte Kraft in ihnen steckt. Im nächsten Schritt wurde auf das Abwehren einer Ohrfeige bzw. eines Schlages von außen in Kopfhöhe eingegangen. Durch das Erlernen einer passiven Abwehrbewegung, wurde gezeigt wie schwere Verletzungen oder sogar der Verlust des Bewusstseins verhindert werden können. Anschließend wurde das Nutzen der eigenen Stimme eingebaut, indem sich die Trainingspartner gegenseitig attackierten. Hierbei wurden durch Verlagerung des eigenen Schwerpunktes und zielgerichtetes Ausstrecken der Arme der Angreifer auf Distanz gehalten. Unterstützt wurde diese Technik durch einen kräftigen Schrei. Ralf Lorasch (3. Dan Ju-Jutsu) machte an dieser Stelle deutlich, dass der Schrei zu einer verbesserten Körperspannung, Aufmerksamkeit von Passanten und Irritation des Angreifers führt. Jeder dieser drei Faktoren spielt eine wichtige Rolle in einer Notlage.

Im weiteren Verlauf des Kurses folgten zusätzliche Techniken und Tipps zu Verhaltensweisen, die in einer bedrohlichen Situation helfen können. In der letzten Trainingseinheit wurde das erlernte Wissen der Teilnehmer/innen in Form eines Szenarien -Parcours auf die Probe gestellt. Jeweils einzeln musste die abgedunkelte Sporthalle mit versteckten Angreifern sowie anderen Überraschungen durchquert werden und so spontan auf die unterschiedlichen Situationen reagiert werden. Im Anschluss wurde der Parcours reflektiert und der Kurs erfolgreich abgeschlossen.

Das Trainerteam möchte sich auf diesem Wege noch einmal für die zahlreiche und gute Mitarbeit aller Kursteilnehmer/innen bedanken und freut sich einige von ihnen inzwischen zu den Vereinsmitgliedern zählen zu können.

Informationen über Ju-Jutsu und Trainingszeiten für Holzminden und Neuhaus finden Sie auf https://www.ju-jutsu-yawara-neuhaus.de/ und der Facebook Seite des Vereins. Für Fragen steht das Trainerteam per E-Mail und telefonisch zur Verfügung.

Foto: Ju-Jutsu Yawara Neuhaus e. V.

Freitag, 05. April 2019 11:18 Uhr

Godshorn/Holzminden (red). Am letzten Wochenende machte sich der junge Holzmindener Judoka Noel Lochbühler auf den Weg zum NJV Sichtungsturnier nach Godshorn. Dort waren in seiner Gewichtsklasse acht Teilnehmer am Start. Der erste Kampf verlief gegen seinen Hermannsburger Kontrahenten sehr ausgeglichen, doch am Ende konnte Noel sich durchsetzen und das Duell für sich entscheiden. Beim zweiten Kampf bekam Noel drei Shidos (Strafen) gegen sich und verlor somit diesen. Den entscheidenden dritte Kampf um den Einzug ins Halbfinale gewann Noel gegen seinen Mindener Gegner durch Ippon-Wertung . Das Finale wurde leider knapp verpasst, trotz einer guten Leistung im Halbfinale unterlag Noel durch eine Unachtsamkeit im Haltegriff. Am Ende konnte er sich jedoch über eine weitere Bronzemedaille freuen.

Foto: Jens Lochbühler

Panorama
Sonntag, 22. Juli 2018 07:00 Uhr
NABU: Vogeltränken aufstellen - Unsere gefiederten Freunde leiden unter Trockenheit
Mittwoch, 30. Mai 2018 09:01 Uhr

Lippoldsberg (red). Mit einem brillanten Konzertduo, bestehend aus Daniel Schmahl und Tobias Berndt, setzt die Klosterkirche Lippoldsberg ihre alljährliche Reihe „Frühlingsbrausen“ fort. Das Duo spielt lebendig und dynamisch Werke des europäischen Barocks, der prächtigsten Epoche des 17. Jahrhunderts. Mit Werken von Albioni, Bach, Charpentier, Mouret und Telemann erwartet die Zuhörer ein traditionelles und festliches Konzertprogramm. Mit Daniel Schmahl kommt einer der gefragtesten Trompeter seiner Zeit am 10. Juni um 17 Uhr in die Klosterkirche. Viele Auftritte im In- und Ausland zeugen von seinem Können. Als Sohn einer Potsdamer Musikerfamilie galt Schmahl bereits früh als Grenzgänger zwischen alter Musik, früher Moderne und Jazz.

Tobias Berndt, studierter Organist, wird regelmäßig von internationalen Orchestern als gefragter Solist eingeladen und spielte bereits unter vielen namenhaften Dirigenten. Die beiden Musiker sehen ihre Interpretationen als ein Tribut an die Glanzzeit der hohen Trompete und ihrer kleinen Schwester – dem Corno da caccia, ergänzend durch die Orgel, der Königin der Instrumente. Ein Kartenvorverkauf ist an allen bekannten Vorverkaufsstellen möglich (VVK 17 Euro, AK 19 Euro). Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.

Foto: Privat

Freitag, 25. Mai 2018 06:08 Uhr

Bad Gandersheim (red). Beim „Fest der Chöre“ gehört die Festspielbühne der Gandersheimer Domfestspiele am Sonntag, 27. Mai, ab 15 Uhr den Sängerinnen und Sängern aus Bad Gandersheim und der Region. An diesem Nachmittag zeigen die zwölf teilnehmenden Gruppen die vielfältige und reiche Chorkultur Südniedersachsens. Die Auswahl der Lieder, die vor der einmaligen Kulisse der romanischen Stiftskirche vorgetragen wird, reicht von „Veronika, der Lenz ist da“ über „Hit The Road Jack“ bis „Skandal im Sperrbezirk“. Das Highlight des Tages: Am Ende der Veranstaltung singen alle teilnehmenden Chöre gemeinsam ein Lied. In diesem Jahr wird zum Abschluss die „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller in der Vertonung von Ludwig van Beethoven ertönen.

Eröffnet wird das „Fest der Chöre“ durch ein Trompetensolo von Matthias Schatz von den Musikfreunden Edesheim-Hohnstedt-Northeim und den Projektchor „Klasse! Wir singen“ von der Grundschule Bad Gandersheim. Die Moderation übernimmt Domfestspiel-Intendant Achim Lenz. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für den Projektchor „Klasse! Wir singen“ wird gebeten.

Die teilnehmenden Chöre sind der Projektchor der Kreisvolkshochschule Northeim zusammen mit dem gemischten Chor Oldenrode, der Projektchor Altes Amt, der MGV Stöckheim, der MGV Wollbrandshausen, HBV Berka/MGV Wollbrandshausen/MGV Stöckheim, der MGV Dannhausen, der MGV Concordia Billerbeck, der Frauenchor Billerbeck, der gemischte Chor Wolperode, der MGV Kalefeld/Sebexen, der Frauenchor Echte sowie der Projektchor der Kreisvolkshochschule Northeim.

 

Donnerstag, 03. Mai 2018 07:49 Uhr

Region (red). Am 5. Mai 2018 feiert ArbeiterKind.de seinen 10. Geburtstag. Die mittlerweile größte zivilgesellschaftliche Organisation in Deutschland für Studierende der ersten Generation unterstützt und begleitet seit 2008 junge Menschen, die als Erste in ihrer Familie studieren. 6.000 Ehrenamtliche sind bundesweit in 75 lokalen Gruppen aktiv und informieren Schülerinnen und Schüler, Studierende und deren Eltern rund um das Thema Studium.

„Auch nach 10 Jahren bin ich immer noch von der großen positiven Resonanz auf ArbeiterKind.de überwältigt. Ich danke den vielen Ehrenamtlichen sowie unseren Förderern, Unterstützern und Fürsprechern ganz herzlich für ihr wunderbares Engagement. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam jedes Jahr Zehntausenden Schülerinnen, Schülern und Studierenden aus nicht-akademischen Familien Mut zum Studium machen konnten. Doch die Bildungschancen hängen in Deutschland immer noch von der sozialen Herkunft ab – daher gibt es auch weiterhin viel zu tun,“ sagt Katja Urbatsch, Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, zum 10-jährigen Jubiläum. 

Mit der eigenen Geschichte Menschen erreichen

In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, immer noch am Bildungsstand der Eltern ablesen. Laut des aktuellen Hochschul-Bildungs-Reports 2020 des Stifterverbands aus dem Jahre 2017 beginnen von 100 Kindern aus Akademikerhaushalten 74 ein Studium, dagegen sind es nur 21 aus 100 nicht-akademischen Familien – obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erlangen. 

Mangelnde Informationen rund um das Thema Studium, Ängste und Vorurteile sowie fehlende familiäre Unterstützung sind Gründe, warum Kinder aus Familien ohne akademische Tradition den Weg an die Hochschule nicht wagen. Daher ist das Angebot von ArbeiterKind.de besonders niedrigschwellig, glaubwürdig und persönlich angelegt. Ob bei Schulvorträgen, Stipendienveranstaltungen an Hochschulen, an Infoständen auf Bildungsmessen, bei Sprechstunden, offenen Treffen oder am Infotelefon: Die eigene Bildungsgeschichte erzählen und durch das persönliche Beispiel ermutigen – das ist das Erfolgsrezept von ArbeiterKind.de.

Denn die meisten ehrenamtlich Engagierten sind selbst die Ersten in ihrer Familie, die studieren oder studiert haben. Das Rezept hat sich bewährt: Im Sommer 2016 bestätigte eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und des Wissenschaftszentrum Berlins, dass durch Infoveranstaltungen an Schulen die Wahrscheinlichkeit unter Nicht-Akademikerkindern, ein Studium zu ergreifen, signifikant steigt.

ArbeiterKind.de eröffnet vier weitere Regionalbüros in 2018

„2018 werden wir weiter wachsen. Wir freuen uns auf die Eröffnung von vier Regionalbüros in Berlin, Hamburg, Bayern und Schleswig-Holstein gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern. Damit möchten wir weiterhin die Reichweite von ArbeiterKind.de erhöhen, die Ehrenamtlichen vor Ort, insbesondere in ländlichen Räumen, stärken, Schulen des zweiten Bildungswegs gezielt ansprechen und so unser Partnerschul-Netzwerks ausbauen“, sagt Katja Urbatsch. Das Wachstum verlangt, den hohen Qualitätsstandard durch entsprechende Schulungsmaßnahmen für die Ehrenamtlichen zu sichern. Bereits 2017 eingeführte Webinare tragen dazu bei, neben den bewährten eintägigen Schulungen vor Ort jedes Jahr noch mehr Ehrenamtliche direkt zu erreichen.

Anlässlich des 10. Geburtstags von ArbeiterKind.de sind das gesamte Jubilämsjahr über Veranstaltungen geplant. Am 5. Mai lät ArbeiterKind.de in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie am 26. Mai für ganz Norddeutschland zu Regionaltreffen der Ehrenamtlichen und Unterstützer ein. Die genauen Termine sind hier auf der Homepage abrufbar.

Foto: red

Samstag, 31. März 2018 17:47 Uhr

Bad Gandersheim (red). In ihrer bevorstehenden Jubiläumsspielzeit zeigen die Gandersheimer Domfestspiele das Stück, mit dem Theater unter freiem Himmel in der Roswitha-Stadt einst begann: „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal. Das Schauspiel erzählt die Geschichte vom Leben und Sterben eines reichen Mannes, der im Angesicht des Todes gezwungen wird, sich mit dem Wert seines eigenen Lebens auseinanderzusetzen. Der literarische Stoff bekommt in der 60. Spielzeit der Gandersheimer Domfestspiele jedoch ein völlig neues Gewand. „Ich weiß, dass wir für diese Inszenierung etwas total verrücktes und spezielles auf die Bühne bringen müssen, vollkommen anderes Theater, als man es gewohnt ist“, sagt Intendant Achim Lenz, sonst hat so ein Werk kaum noch eine Daseinsberechtigung in der heutigen Zeit.

Vor allem der Hauptrolle wird daher einiges abverlangt: „eine große Stimme, ein zwiespältiger Charakter – himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt“, beschreibt Achim Lenz die Anforderungen. Und genau diese Klaviatur beherrsche der Schweizer Schauspieler Marco Luca Castelli im besonderen Maße. „Ich bin mir sicher, dass er seinen eigenen Jedermann kreieren wird und das ist für die Inszenierung von größter Bedeutung“, sagt Lenz, der Castelli bereits vergangenen Sommer mit der Rolle betraute. Ein Moment, an den sich der Schauspieler gut erinnert: „Das war in etwa so, als wenn Achim Lenz mir eine Art Spritze verabreicht hätte. Deren Wirkung setze unweigerlich einen Gedankenprozess in Gang, der seither still vor sich köchelt wie ein Tomatensugo auf kleiner Flamme.“

Der Schweizer verrät, dass er schon erahne, dass ihm mit der Rolle des Jedermann ein „großer Ritt“ bevorstehe, der vor allem sein intuitives Spiel im höchsten Maße fordern werde. Der Originaltext von Hugo von Hofmannstahl liege in ständiger sicht- und griffweite auf seinem Schreibtisch, ebenso der gleichnamige Roman von Philip Roth. Die schönste Vorbereitung sei aber, wenn er mit seiner vierjährigen Tochter zusammen Wolf Erlbruchs Buch „Ente, Tod und Tulpe“ lese und anschaue. „Da geht mir richtiggehend das Herz auf und das ist genau der Zustand, mit dem ich dem Probenbeginn entgegen sehe“, erzählt Marco Luca Castelli, der 2017 erstmals bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert war, er spielte unter anderem den Wurm in „Kabale und Liebe“. 2018 wird Castelli neben dem Jedermann auch als Käpt‘n Hook in „Peter Pan“ zu sehen sein, außerdem tritt er auf der „Studiobühne Kloster Brunshausen – Theater im Museum“ mit dem Solostück „Die Maradona Variationen“ auf. Um aus dem angestaubten Stoff das angekündigte Theaterspektakel zu machen, braucht es neben einem starken 

Jedermann-Darsteller, der mit Marco Luca Castelli gefunden wurde, noch einiges mehr. Der Domfestspiel- Intendant hat für die große Jubiläumsproduktion ein starkes Regieteam engagiert. „Mit Lisa und Laura Goldfarb haben wir zwei preisgekörnte Regisseurinnen gefunden, die sich mit Freilichttheater und Spektakel bestens auskennen“, verrät Lenz. „Beide kommen eher aus dem Tanz- als aus dem Sprechtheater. Auch deshalb wird unser ‚Jedermann‘ besonders werden.“ Die eineiigen Zwillingsschwestern Lisa und Laura Goldfarb sind in Bad Gandersheim übrigens keine unbekannten Gesichter. Genau vor zehn Jahren standen beide als Schauspielerinnern in der damaligen Jedermann-Inszenierung von Johannes Klaus auf der Bühne vor der Stiftskirche.

Der musikalische Leiter der Gandersheimer Domfestspiele, Ferdinand von Seebach, wird eigens für die Jedermann- Inszenierung 2018 Musik komponieren, welche dann von Musikern, die auf der Bühne auch mit agieren, live gespielt wird. Neben vielen Statisten aus dem ExtraEnsemble, der Bürgerspielgruppe der Gandersheimer Domfestspiele, werden auch zwei polnische Artisten zum Einsatz kommen, welche im „Jedermann“ 2018 für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen werden.

Premiere feiert „Jedermann“ am Freitag, 15. Juni, um 20 Uhr. Tickets und Informationen gibt es in der Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele, Stiftsfreiheit 12 in Bad Gandersheim, Telefon 05382/73-777, E- Mail karten@gandersheimer-domfestspiele.de sowie im Internet unter www.gandersheimer-domfestspiele.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Foto: Julia Lormis

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