Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Donnerstag, 06. August 2020 10:59 Uhr
Corona in Niedersachsen: 100 neue aktive Infektionen in nur drei Tagen
Mittwoch, 05. August 2020 18:02 Uhr

Hannover (red). 30 bis 40 Prozent der Reisenden lassen sich am Corona-Testzentrum in Hannover nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub auf freiwilliger Basis testen. Dies geht aus einem Bericht des Landes Niedersachsen – nach dem Besuch von Gesundheitsministerin Reimann am Flughafen - hervor. Carola Reimann bewertet diese Zahlen als „guter Zuspruch“.

„Das Angebot für die Reisenden ist vor allem niedrigschwellig. Noch bevor man die Heimfahrt antritt, gibt es die Möglichkeit eines Corona-Tests. Ich bin sehr beindruckt von der Organisation und danke den Verantwortlichen des Flughafens, der Region Hannover und der Johanniter Unfall-Hilfe. Das Testzentrum wurde schnell eingerichtet, als klar war, dass diese Testmöglichkeiten geschaffen werden müssen. Jetzt läuft der Betrieb hier so routiniert und professionell, dass es den Reisenden sehr leicht gemacht wird. Hat man sich auf der Reise mit dem Virus infiziert, kann der Test einen wichtigen Beitrag leisten, andere nicht zu gefährden und das Virus nicht weiterzuverbreiten", so Reimann.

Die Bilanz nach einer Woche Testungen zeigt bei 16 Fluggästen von insgesamt 1.705 getesteten Personen eine Infektion. „Ich hoffe, dass diese Quote weiter so stabil niedrig bleibt. 1 Prozent klingt vielleicht wenig, aber jedem muss klar sein, dass schon wenige unerkannt Erkrankte ein großes Risiko darstellen", so die Ministerin.

Da der Test lediglich eine Momentaufnahme darstellt, ruft die Gesundheitsministerin weiter zur Vorsicht auf: „Wir haben es alle in der Hand, dass es nicht zu einer zweiten Welle kommt. Egal ob auf Reisen oder im Alltag zu Hause, wir müssen weiter auf Abstand und Hygiene achten!"

Reisende aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich in häusliche Isolierung zu begeben und das Gesundheitsamt am Wohnort zu informieren. Dr. Carola Reimann: „Das Angebot für die Reisenden ist vor allem niedrigschwellig und gut organisiert. Hat man sich mit dem Virus infiziert, kann der Test einen wichtigen Beitrag leisten, andere nicht zu gefährden und anzustecken."

Montag, 03. August 2020 12:25 Uhr

Hannover (red). Das Land Niedersachsen hat am Montagmorgen die aktuellen Coronazahlen veröffentlicht. Nachdem vor genau einer Woche insgesamt 490 aktive Fälle in Niedersachsen dem Landesgesundheitsamt bekannt gewesen sind, ist dieser Wert bis heute auf 582 Fälle angestiegen. Neben einem neuen Fall im Landkreis Holzminden, sind unter anderem auch neue Fälle im Kreis Hameln-Pyrmont (+6), im Landkreis Northeim (+3), Landkreis Hildesheim (+10), Kreis Göttingen (+8) oder der Region Hannover (+81) registriert worde.

14.555 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute - Montag, 9 Uhr - in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt. Insgesamt 653 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet.  Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 13.320 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 91,5 Prozent.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 174 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 140 Erwachsene auf Normalstationen, 33 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 16 Erwachsene beatmet werden, ein Patient per ECMO. Ein Kind wird im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt.

Montag, 03. August 2020 11:50 Uhr

Kreis Höxter (red). Die Zahl der Coronafälle im Kreis Höxter ist um einen weiteren Fall angestiegen. Bisher waren fünf aktive Infektionen - je ein Fall in Borgentreich, Brakel und Bad Driburg sowie zwei Fälle in Höxter - bekannt. Am heutigen Montagmorgen ist ein weiterer Fall in Höxter dazugekommen. Zurzeit sind somit sechs Fälle im Kreis Höxter bekannt, nachdem dieser Wert bereits bei null lag, doch wie in vielen Region in Deutschland nimmt die Zahl der Infizierten auch im Kreis Höxter wieder leicht zu.

Samstag, 01. August 2020 14:04 Uhr

Kreis Höxter (red). Die Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Höxter steigt weiter leicht an. Waren Anfang der Woche drei Infektionen im Kreisgebiet bekannt geworden, stieg dieser Wert nun auf fünf aktive Infektionen an. Neben den Fällen in Borgentreich, Brakel und Höxter sind je ein Fall in Bad Driburg und erneut in Höxter gemeldet worden. Der 7-Tages-Inzidenz im Kreis Höxter bleibt weiter niedrig bei 2,82. Insgesamt sind bisher 378 Fälle bekannt geworden. 355 Personen sind genesen und 18 Personen sind im Zusammen mit dem neuartigen Virus verstorben.

Region Aktiv
Donnerstag, 06. August 2020 06:48 Uhr
Negenborn: Hooptalstraße am heutigen Donnerstag wegen Brückenbauarbeiten gesperrt
Mittwoch, 05. August 2020 10:15 Uhr

Hannover. In Deutschland soll es zum Wochenende heiß werden. Klettert das Thermometer auf über 30 Grad Celsius, kann das für den Organismus äußerst anstrengend werden. Fazit: Der Kreislauf macht schlapp. 

Besonders ältere und chronisch kranke Menschen sind gefährdet, einen Hitzekollaps zu erleiden. „Viele Patienten haben eine Trinkmengenbegrenzung oder eine Therapie mit „Wassertabletten“ aufgrund von Bluthochdruck. Beides führt in Kombination mit starkem Schwitzen zu Flüssigkeitsmangel“, erklärt Dr. Hans-Peter Reiffen, Landesarzt der Johanniter Landesverband Niedersachsen/Bremen.

„Das Durstgefühl nimmt in höherem Lebensalter ab. „Wenig Bewegung, luftige Kleidung, viel trinken – damit können sich besonders Senioren vor Überhitzung schützen.“

Aber auch jüngere Menschen sollten sich gegen einen Hitzeschlag, Sonnenstich und Hitzeerschöpfung wappnen. Diese Ratschläge können helfen:

  • Bei großer Hitze in Gebäuden oder im Schatten bleiben.
  • Körperliche Anstrengungen vermeiden, bewusst Pausen einlegen.
  • Ideale Durstlöscher sind ungekühlte Getränke wie Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen. Kein Alkohol. 
  • Tragen von luftiger Kleidung und einer Kopfbedeckung hilft gegen Hitze. 
  • Zwischendurch Hände, Nacken und Gesicht mit Wasser abkühlen. 

„Erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sind Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen und das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können. Um sich abzukühlen, kann die Körpertemperatur mit kalten Umschlägen schonend gesenkt werden. Drastische Temperaturstürze sind zu vermeiden. Für den Rest des Tages ist es wichtig, sich zu schonen“, sagt der Mediziner. 

Bei schwerer Überhitzung droht sogar Bewusstlosigkeit. Dann sind wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen zu beachten:

  • Bei einem Zusammenbruch umgehend den Rettungsdienst über die 112 verständigen.
  • Die betroffene Person in den Schatten bringen. 
  • Falls nicht ansprechbar, die Atmung prüfen.
  • Person bei normaler Atmung in die stabile Seitenlage bringen. Ist keine Atmung vorhanden, Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen. 
  • Bewusstlosen Personen dürfen keine Getränke verabreicht werden, sie könnten erbrechen und daran ersticken. 

Auch beim Baden ist bei dem heißen Wetter Vorsicht geboten. „Bitte die Baderegeln beachten, unter anderem: Nicht mit erhitztem Körper ins Wasser gehen, sondern vorher abkühlen. Und auch wenn die warmen Temperaturen dazu einladen, sich im Freien und in Gesellschaft aufzuhalten, ist daran zu denken: „Coronaviren bedrohen uns alle weiterhin, deshalb trotz Wärme den Mund-Nasen-Schutz nicht vernachlässigen“, appelliert der Experte. 

Wie man im Notfall richtig handelt, haben die Johanniter in ihren "Erste-Hilfe-Tipps" zusammengestellt: www.johanniter.de/erste-hilfe-tipps. Die Anwendung wird in Erste-Hilfe-Kursen ausführlich trainiert. Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel: 0800 0019214 oder www.johanniter.de/erste-hilfe-kompakt

Foto: Johanniter/Andreas Schoelzel

Mittwoch, 05. August 2020 07:26 Uhr

Holzminden (red). Seit Juni 2020 finden samstags - jeweils um 11 Uhr - in Holzminden wieder öffentliche Stadtführungen statt. Nicht nur für Touristen gibt es viel Wissenswertes über Holzminden zu erfahren, auch die Einheimische stellen die Rundgänge ein Highlight dar.

Treffpunkt für die Rundgänge ist das Stadtmarketing-Büro am Markt 2. Die Kosten betragen vier Euro pro Person. An jedem letzten Samstag im Monat gibt es statt des Duftenden Stadtrundgangs einen Entdeckerrundgang mit der Muhme Grete ins Grüne oder mit der Ackerbürgerin auf Zeitreise.

  • 27. Jun Die Ackerbürgerin
  • 25. Jul Die Ackerbürgerin
  • 29. Aug Mit Muhme Grete ins Grüne
  • 26. Sep Mit Muhme Grete ins Grüne
  • 31. Okt Mit Muhme Grete ins Grüne

Die Dauer beträgt ca. 90 Minuten. Für die Kleinsten gibt es ein besonderes Angebot. Mit jeder Menge Spaß und Kreativität werden Kinder zwischen sechs und zehn Jahren spielerisch zu Holzminden-Experten/innen.

"Natürlich sind auch jederzeit Stadtrundgänge mit Ihrer Gruppe zu Ihrem Wunschtermin möglich. Dauer ca. 90 Minuten. Für die Kleinsten gibt es ein besonderes Angebot. Mit jeder Menge Spaß und Kreativität werden Kinder zwischen 6 und 10 Jahren spielerisch zu Holzminden-Experten/innen. Gerne nehmen wir Ihre Anmeldungen unter 05531-992960 oder info@stadtmarketing-holzminden.de entgegen. Die Stadtrundgänge finden unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen mit max. 15 Personen statt. Das heißt jede teilnehmende Person muss von jeder anderen Person einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einhalten und jede teilnehmende Person ist verpflichtet, während der Stadtführung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. ", so das Stadtmarketing.

Foto: Stadtmarketing Holzminden

Dienstag, 04. August 2020 10:24 Uhr

Holzminden (red). Keine guten Neuigkeiten überbringt die Stadt Holzminden den Gästen des Freibads Holzminden. „Aufgrund von Undichtigkeiten verliert das Springerbecken des Freibades Holzminden erheblich Wasser“, erklärt die Stadt Holzminden. Die Rede ist von circa 50 m³ täglich.

„Der eigene Brunnen kann dieses aufgrund der Trockenheit nicht ausgleichen. Aus wirtschaftlichen und technischen Gründen muss der Bäderbetrieb daher das Springerbecken außer Betrieb nehmen. Eine Reparatur während der Saison ist nicht durchführbar“, so die Stadt Holzminden weiter. Nach Saisonabschluss Ende September könne mit der Suche nach einer Lösung begonnen werden.

Foto: Archiv/lbr

Montag, 03. August 2020 14:27 Uhr

Holzminden (lbr). In ein paar Tagen fährt der Umzugswagen vor und Familie Bode verlässt Holzminden in Richtung Osnabrück. Im Interview mit unserer Redaktion blickt das Pastoren-Ehepaar auf die letzten zehn Jahre zurück. „Am 1. November 2010 wurde ich mit einem Gottesdienst eingeführt“, berichtet Anne-Kathrin Bode. Rückblickend fühlt sich die Zeit in Holzminden für sie noch nicht nach zehn Jahren an. Anne-Kathrin Bode war als Pastorin der Luthergemeinde tätig und ihr Mann Christian als Pastor der St. Thomas Gemeinde.

Das Ehepaar kam sozusagen als Berufsanfänger in die Stadt der Düfte. Zu Beginn hörte die Pastorin oft den Satz: „Sie sind aber noch jung“. Doch sie gewann ganz schnell das Vertrauen und wurde herzlich in der Gemeinde aufgenommen. Zahlreiche Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Trauerfeiern, Veranstaltungen und schöne Erinnerungen liegen hinter ihnen. „Wir sind als Familie in Holzminden gewachsen. Abschied nehmen fällt nicht leicht und wir wissen, was wir zurücklassen“, sagt Bode. Sie geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Wir können unsere berufliche Veränderungen mit guten Gewissen antreten, da wir die Gemeinden in guten Händen wissen“, ergänzt Bode und lobt damit die Arbeit der Kirchenvorstände.

Nun, zehn Jahre später, schlägt die Familie ein neues Kapitel in ihrem Leben auf und freut sich auf neue Herausforderungen. Anne-Kathrin Bode wird im Ort Schinkel in der Jakobusgemeinde als Pastorin tätig sein. Im Gegenteil zur Luthergemeinde, ist diese Gemeinde ähnlich wie die St.Thomas Gemeinde ihres Mannes aus Holzminden noch jung. Die moderne Kirche ist in den sechziger Jahren entstanden und ein Kindergarten ist daran angegliedert. Christian Bode wird den Posten des Geschäftsführers der Evangelischen Erwachsenenbildung in Osnabrück antreten. Dafür wird er für acht Jahre von der Landeskirche beurlaubt und bleibt somit Pastor.

Die Familie hat in den vergangenen Jahren viel erlebt und das Weserbergland ist ihnen ans Herz gewachsen. „Besonders die wunderschöne Landschaft und das Leben an der Weser werde ich vermisse“, berichtet die Pastorin. Ein Highlight ihrer Arbeit war stets die historische und beeindruckende Lutherkirche. Ein Gottesdienst bleibt ihr besonders in Erinnerung: „Wir haben auf dem Sportplatz einen Gottesdienst zur Fußballweltmeisterschaft in Brasilien gehalten und es hat so sehr geregnet“, erzählt sie lachend. Das Highlight für Christian Bode war das fünfzigjährige Jubiläum seiner Gemeinde im Jahr 2018.

Zum Abschied möchte Pastorin Anne-Kathrin Bode den Holzmindenern noch eine kleine Botschaft mit auf den Weg geben: „Kirche ist nicht selbstverständlich. Es braucht ehrenamtliche Arbeit und Engagement um alles aufrechtzuerhalten. Die Kirchenvorstände machen einen tollen Job und freuen sich über Unterstützung.“ Aktuell übernimmt Pastorin Bertha Bolte-Wittchen die Vakanzvertretung für die Luthergemeinde und Pastorin Christiane Nadja-Wirth die Vakanzvertretung in der St.Thomas Gemeinde.

Fotos: lbr

Blaulicht
Donnerstag, 06. August 2020 11:44 Uhr
Polizei: Auto kann für Kinder und Tiere zur tödlichen Hitze-Falle werden
Mittwoch, 05. August 2020 17:25 Uhr

Porta Westfalica (red). Bei einem Auffahrunfall auf der Eisberger Straße in Porta Westfalica ist am Sonntagnachmittag ein Motorradfahrer (22) aus Holzminden schwer verletzt worden. Dieser hatte nach ersten Angaben die Straße gegen 15.50 Uhr mit seiner Kawasaki aus Hausberge kommend in Fahrtrichtung Lohfeld befahren und um nach links in eine Grundstückseinfahrt einzubiegen, seine Geschwindigkeit verringert.

Dabei kam es zum Unfall mit einem ihm nachfolgenden Opel einer Fahrerin (26) aus dem Kalletal. Diese hatte das Motorrad trotz ihres eingeleiteten Ausweichmanövers mit der rechten Fahrzeugfront touchiert, sodass der Mann von der Kawasaki auf die Fahrbahn schleuderte. Dabei erlitt der Holzmindener schwere Verletzungen, aufgrund derer man ihn im Beisein eines Notarztes ins Krankenhaus Bad Oeynhausen einlieferte. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde die Eisberger Straße in beide Richtung voll gesperrt.

Foto: Polizei Minden-Lübbecke

Mittwoch, 05. August 2020 17:21 Uhr

Höxter (red). Schwere Verletzungen zog sich eine 75-jährige Frau in Höxter zu, die in ihrem Krankenfahrstuhl von einem Gehweg abkam und auf die Straße stürzte. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, 4. August, gegen 17.20 Uhr an der Brenkhäuser Straße. Die Frau war auf dem Gehweg in Richtung Innenstadt unterwegs, als sie mit ihrem Krankenfahrstuhl über die Bordsteinkante fuhr und dann umstürzte. Auslöser dafür war womöglich ein medizinisches Problem. Durch den Aufprall erlitt die 75-Jährige erhebliche Verletzungen und wurde nach notärztlicher Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Mittwoch, 05. August 2020 10:21 Uhr

Höxter (red). Ein Strandkorb hat am Dienstagnachmittag gegen 16:25 Uhr nahe der Hackelbreite in Höxter Feuer gefangen. Passanten berichten von einer plötzlich starken Rauchentwicklung. Entdeckt hatte das Feuer die Besatzung eines Rettungswagens. Die Besatzung hatte dann auch den Erstangriff mit einem Pulverlöscher vorgenommen, wie die Feuerwehr berichtet. Die wenig später eingetroffene Feuerwehr Höxter war mit zwei Einsatzwagen vor Ort und löschte den Brand schnell mit einem Rohr und überprüfte die Glutnester. Laut Polizei könnten spielende Kinder den Brand in dem Garten verursacht haben. Der Einsatz war in weniger als einer Stunde beendet.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Höxter

Dienstag, 04. August 2020 22:08 Uhr

Boffzen (lbr). Am heutigen Dienstagabend gegen 18.39 Uhr ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall am Sollingtor in Boffzen. Beim Abbiegen krachten ein Lkw und ein Motorradfahrer frontal zusammen. „Der Motorradfahrer wurde beim Unfall lebensbedrohlich verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen“, berichtet Gemeindebrandmeister Philip Pedall. Die Feuerwehren aus Boffzen und Fürstenberg waren mit 25 Einsatzkräften vor Ort. Die Feuerwehr unterstütze den Rettungsdienst bei der medizinischen Rettung und sicherten die Unfallstelle. Der Einsatz dauerte insgesamt circa zwei Stunden.

Politik
Mittwoch, 05. August 2020 09:50 Uhr
Sabine Tippelt zu Besuch beim Verein Kinderbetreuung Holminden e.V.
Montag, 03. August 2020 10:41 Uhr

Kreis Holzminden (red). Jetzt wird die Entscheidung der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) und der Bundesregierung für ein Atommüllzentrum in der Weserniederung bei Würgassen auch zum Thema im Landtag in Hannover. Die Grüne Fraktion hat einstimmig einen Antrag gegen die Standortauswahl durch das Bundesumweltministerium eingebracht, wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Meyer aus Holzminden mitteilte. In dem Antrag kritisieren die Grünen die geringe Nähe zur Wohnbebauung, die Lage im Überschwemmungsgebiet und die nur eingleisige und mangelnde Bahnanbindung.

„Bei einem Unfall sowohl im Lager als auch bei den täglich Dutzenden LKW-Transporten und Bahntransporten für die Just-In-Time-Belieferung für Konrad, wäre die Bevölkerung sowohl in Lauenförde, in Beverungen und Bad-Karlshafen von radioaktiver Strahlung betroffen“, befürchtet Christian Meyer. Die Grünen erinnern daran, dass der gesamte schwach- und mittelradioaktive Atommüll der Bundesrepublik zunächst per LKW und Zug nach Würgassen gebracht werden und gelagert werden soll. „Dieses Atomklo macht das Dreiländereck für Jahrzehnte zum atomaren Hotspot der Republik, obwohl den Bürgerinnen und Bürgern vor 25 Jahren bei der Abschaltung des AKW Würgassen eine grüne Wiese versprochen wurde“, so Meyer. 

Die Grünen beklagen die mangelnde Nachvollziehbarkeit bei der Standortauswahl für das atomare Logistikzentrum und fordern einen Neustart des Verfahrens und Bürgerdialog von Anfang an. Würde nur ein Kriterium wie der willkürliche Radius von 200 km um Schacht Konrad, der Abstand zur Wohnbebauung oder die Einbeziehung nicht bundeseigener Flächen geändert werden, würde Würgassen sofort rausfallen. 

„Der Standort Würgassen erfüllt jedoch in zwei entscheidenden Punkten noch nicht einmal die Kriterien der Entsorgungskommission für ein Bereitstellungslager: Die geplante Fläche liegt im Hochwasserrisikogebiet und die Bahnstrecke für die täglich zehn Atommülltransporte ist lediglich eingleisig. Die Standort-Benennung für ein nukleares Bereitstellungslager in Würgassen an der niedersächsischen Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen genauso wie das Ranking der weiteren in die Abwägung einbezogenen Flächen erfolgte ohne jegliche Beteiligung der Öffentlichkeit, der betroffenen Kommunen und ohne Diskussion innerhalb der Fachöffentlichkeit“, heißt es in dem im Sommer in den Landtag eingebrachten Antrag der Fraktion.

Die atompolitische Sprecherin Miriam Staudte kritisierte das nicht transparente Auswahlverfahren des Bundes: „Man hat den Eindruck, man wollte unbedingt das Gelände in Würgassen nutzen und biegt die Kriterien im Nachhinein darauf hin. Sie haben aber den örtlichen und bundesweiten Widerstand der Anti-Atom-Bewegung unterschätzt, der es geschafft hat, alle Gemeinden vor Ort gegen den Standort und das Verfahren in Stellung zu bringen. Man hätte erst Kriterien wissenschaftlich und gesellschaftlich diskutieren und festlegen müssen, um danach den Standortauswahlprozess nachvollziehbar durchführen zu können. Es ist doch klar, dass keine Region von einem Atommülllager begeistert ist, aber jede Region hat das Recht, fachlich und nicht politisch ausgewählt worden zu sein. Gerade auch in Hinblick auf die Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll muss Vertrauen aufgebaut werden. Dieses Vorgehen der BGZ zum schwach- und mittelradioaktiven Atommüll hat der Endlagersuche einen Bärendienst erwiesen.“

Die Grünen hoffen im Landtag auf eine breite Zustimmung auch von SPD, CDU und FDP und loben im Antrag die parteiübergreifende einstimmige Protestresolution des Kreistages Holzminden, der schließlich vier Landtagsabgeordnete bereits zugestimmt haben. Auch die CDU Niedersachsen und die örtliche SPD-Abgeordnete hatten sich gegen das Atomare Bereitstellungslager Würgassen ausgesprochen.

Die Landesregierung mit Umweltminister Olaf Lies (SPD) hält sich jedoch in der Antwort auf eine grüne Anfrage für nicht zuständig und begrüßt lediglich, dass die Anlage nicht in Niedersachsen gebaut wird bzw. nicht direkt an der Schachtanlage in Salzgitter errichtet wird: „Die Landesregierung spricht sich deutlich gegen einen Standort zur Errichtung eines Eingangslagers an der Schachtanlage bzw. in der Region Salzgitter aus. (…) Wegen der bereits jetzt bestehenden Belastungen des Landes Niedersachsen bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle wird sich die Landesregierung nachhaltig dafür einsetzen, dass ein Standort für ein zusätzliches Zwischenlager weder im geplanten interkommunalen Industriegebiet zwischen Braunschweig und Salzgitter noch an anderen Standorten in Niedersachsen in Betracht gezogen wird“.

Christian Meyer zeigte sich enttäuscht und hoffte, dass sich Minister Olaf Lies mal vor Ort ein Bild macht, „wie nah Würgassen an der Landesgrenze liegt und wir natürlich allein schon durch die Transporte zum Schacht Konrad nach Salzgitter massiv betroffen sind.“

Nach den Sommerferien wird der grüne Antrag zunächst im Umweltausschuss des Landtages in Hannover zusammen mit einer Stellungnahme der Landesregierung beraten werden. 

Foto: GRÜNE

Samstag, 01. August 2020 13:36 Uhr

Hannover/Holzminden (red). Niedersachsens Bauminister Olaf Lies hat am 30. Juli die Ausschreibung für den neuen „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020“ bekannt gegeben. Die niedersächsischen Städte und Gemeinden können seitdem bis zum 11.09.2020 einen Antrag auf Förderung von Investitionen in Sportstätten stellen.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stellt der Bund für das Jahr 2020 den Ländern kurzfristig 150 Mio. € für das Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ zur Verfügung, von denen rund 14 Mio. € auf Niedersachsen entfallen. Das Land ergänzt diese Mittel mit weiteren rund 2,8 Mio. € an Landesfinanzhilfen. Die zugrundeliegende Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern tritt in Kraft, sobald alle Bundesländer gegengezeichnet haben. 

„Ob dieses Programm für die Gemeinden im Landkreis Holzminen infrage kommt, muss von den Verwaltungen umgehend geprüft werden“, so Uwe Schünemann. Daher habe er die Ausschreibung den Hauptverwaltungsbeamten zugeleitet. Bereits zum 11. September müsse der Antrag beim Amt für regionale Landesentwicklung Hildesheim eingereicht werden. „Bei einem Fördersatz von bis zu 90 % lohnt sich schnelles Handeln“, findet der heimische CDU-Politiker.

Sabine Tippelt begrüßt die Investition in die Sportstätten in Niedersachsen: „Dem Sport kommt als Ausgleich, zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit, aber auch fu?r den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration eine hohe Bedeutung zu. Das neue Sportsta?ttenfo?rderprogramm ist eine hervorragende Erga?nzung zur bewa?hrten Sta?dtebaufo?rderung. Gerade die in der Corona-Pandemie besonders belasteten Kommunen erhalten so die Mo?glichkeit sich im Hinblick auf ihre Infrastruktur im Bereich von Sportsta?tten fu?r die Zukunft aufzustellen.“

Bauminister Olaf Lies: „Sport kommt in seinen Funktionen als Ausgleich, zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit, aber auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration eine hohe Bedeutung zu. Ich begrüße das neue Sportstättenförderprogramm als Ergänzung zur bewährten Städtebauförderung daher sehr. Gerade die in der Covid-19-Pandemie besonders belasteten Kommunen erhalten so die Möglichkeit sich im Hinblick auf ihre – häufig von Sanierungsstau betroffene – Infrastruktur im Bereich von Sportstätten für die Zukunft aufzustellen.“

Förderfähig sind Sportstätten, die primär der Ausübung von Sport dienen, sowie deren typische bauliche Bestandteile und zweckdienliche Nebeneinrichtungen (z. B. Umkleide- und Sanitärräume). Weitere Fördervoraussetzung ist u. a., dass die Sportstätte grundsätzlich in einem städtebaulichen Erneuerungsgebiet liegen muss. Gefördert werden können die bauliche Sanierung und der Ausbau, in Ausnahmefällen auch der Neubau. 

Anders als in den Regelprogrammen der Städtebauförderung ist eine Förderung zu einem Fördersatz von bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben möglich (Bundesbeteiligung 75 %, Landesbeteiligung 15 %).

Na?here Informationen zu dem Fo?rderprogramm sowie die Ausschreibung fu?r das Programmjahr 2020 erhalten Sie unter: https://www.umwelt.niedersachsen.de/sportstaettenfoerderung/investitionspakt-zur- forderung-von-sportstatten-191263.html

Wirtschaft
Donnerstag, 06. August 2020 10:45 Uhr
IG Bau: „Corona-Disziplin“ auf dem Bau im Kreis Holzminden sinkt
Donnerstag, 06. August 2020 10:03 Uhr

Holzminden (red). Symrise hat seinen profitablen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2020 auch während der weltweiten Corona-Pandemie sehr erfolgreich fortgesetzt. Der Konzern steigerte seinen Umsatz im wirtschaftlich anspruchsvollen Marktumfeld um 7,6 Prozent auf 1.821 Mio. Euro. Organisch, also ohne Einbeziehen des Portfolioeffekts aus der ADF/IDF-Akquisition sowie Wechselkurseffekten, erhöhte sich der Umsatz um 3,4 Prozent. Alle Segmente trugen hierzu bei. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 11,9 Prozent auf 393 Mio. Euro im Vergleich zu dem um Akquisitions- und Integrationskosten für ADF/IDF normalisierten Vorjahreswert (H1 2019: 351 Mio. Euro). Besonders erfreulich entwickelte sich die Profitabilität: Die EBITDA-Marge stieg auf 21,6 Prozent und liegt damit deutlich oberhalb des angestrebten Profitabilitätsziels für 2020. Der Periodenüberschuss erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 169 Mio. Euro. Vor dem Hintergrund der starken Geschäfts- und Profitabilitätsentwicklung im ersten Halbjahr erhöht Symrise den Ausblick für die EBITDA-Marge von bislang über 20 Prozent auf eine Spanne von 21 bis 22 Prozent.

„Im zweiten Quartal hat sich die Corona-Pandemie spürbar auf die Weltwirtschaft und vor allem auf den Lebensalltag vieler Menschen ausgewirkt. Auch in dieser historischen Ausnahmesituation hat Symrise hervorragend Kurs gehalten. Dank unserer weltweiten Präsenz, dem diversifizierten Portfolio und unserer breiten Kundenbasis sind wir äußerst robust aufgestellt. Auch im zweiten Quartal haben wir unser operatives Geschäft vollständig fortgeführt und unsere Kunden in vollem Umfang beliefert“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Symrise AG, Dr. Heinz-Jürgen Bertram. „Auch wenn sich der weitere Verlauf der Corona-Pandemie schwer absehen lässt, gehen wir angesichts unserer Leistung im ersten Halbjahr mit Zuversicht in die zweite Jahreshälfte. Im Gesamtjahr 2020 wollen wir erneut schneller als der Markt wachsen und trauen uns eine insgesamt bessere Profitabilität zu. Daher heben wir unseren Ausblick für die EBITDA-Marge auf eine Bandbreite von 21 bis 22 Prozent an.“

Auch während Corona-Pandemie anhaltendes Wachstum in allen Segmenten

Der Symrise Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzwachstum von 7,6 Prozent auf 1.821 Mio. Euro (H1 2019: 1.692 Mio. Euro). Die Akquisition von ADF/IDF trug hierzu 106 Mio. Euro bei. Auf organischer Basis wuchs der Umsatz um 3,4 Prozent. Im Zuge der Corona-Pandemie zeichnete sich in den Segmenten Scent & Care sowie Flavor im zweiten Quartal erstmals ein verändertes Konsumentenverhalten ab. Dies führte in einzelnen Anwendungsbereichen sowohl zu positiven als auch negativen Nachfrageeffekten. Mit seiner breiten Angebotspalette von Produktlösungen für Nahrungsmittel sowie zur Körperpflege und Hygiene bedient Symrise besonders in diesen Zeiten die Bedürfnisse des täglichen Lebens. 

Das Segment Scent & Care Scent & Care erreichte im ersten Halbjahr 2020 ein solides organisches Umsatzwachstum von 2,6 Prozent. Unter Berücksichtigung von Währungseffekten betrug der Umsatz in den ersten sechs Monaten in Berichtswährung 711 Mio. Euro und lag damit nahezu stabil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (H1 2019: 712 Mio. Euro).

Den Umsatz im Geschäftsbereich Fragrance prägte die starke Nachfrage in den Anwendungsbereichen Consumer Fragrance und Oral Care. Sie lieferten jeweils ein hohes prozentual ein- beziehungsweise zweistelliges organisches Wachstum. Im Anwendungsbereich Fine Fragrances waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie hingegen deutlich zu spüren. Der weltweit reduzierte Umfang von Reisen sowie geschlossene Geschäfte in Folge der Lockdowns wirkten sich negativ auf die Nachfrage nach Luxusartikeln aus. Dennoch erzielte der Geschäftsbereich Fragrance insgesamt ein solides, prozentual einstelliges organisches Wachstum mit Zuwächsen in allen Regionen.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Aroma Molecules lag in den ersten sechs Monaten 2020 leicht unter dem hohen Vorjahresniveau, vor allem bedingt durch eine geringere Nachfrage nach Duftstoffen. Sehr positive Impulse kamen hingegen aus dem Anwendungsbereich Menthol, der prozentual zweistellig zulegte. Die höchsten Zuwächse erzielten die Regionen EAME sowie Nord- und Lateinamerika.

Den Umsatz des Geschäftsbereichs Cosmetic Ingredients beeinflusste die geringere Nachfrage nach Sonnenschutzprodukten, die vor allem auf eine reduzierte Reisetätigkeit aufgrund der Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Die übrigen Anwendungsbereiche zeigten gute prozentual ein- beziehungsweise zweistellige organische Zuwächse. Wachstumstreiber waren insbesondere die Regionen Lateinamerika und Asien/Pazifik, allen voran die Ländermärkte Brasilien, China und Korea.+++ Das Segment Scent & Care erhöhte das EBITDA auf 146 Mio. Euro (H1 2019: 140 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge des Segments stieg auf 20,6 Prozent, nach 19,7 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Das Segment Flavor

Flavor steigerte seinen Umsatz im Berichtszeitraum organisch um 0,6 Prozent. Wechselkurseffekte einbezogen betrug der Umsatz des Segments in Berichtswährung 636 Mio. Euro (H1 2019: 637 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie führte der Trend zum Kochen und Essen zu Hause zu einer starken Nachfrage nach Produkten des Anwendungsbereichs Savory sowie nach Produktlösungen für Backwaren und Cerealien. Gleichzeitig wirkte sich der reduzierte Außer-Haus-Verzehr negativ auf die Nachfrage nach Getränkeprodukten und Süßwaren aus.

In der Region EAME verzeichnete das Segment Flavor eine deutlich reduzierte Nachfrage nach Getränkeprodukten und Süßwaren. Der Anwendungsbereich Savory erzielte hier gleichzeitig ein hohes, prozentual einstelliges Wachstum. Die größten Zuwächse erzielten die Ländermärkte Deutschland und die Golf-Region. Insgesamt blieb der Umsatz der Region EAME jedoch leicht unter dem Wert des ersten Halbjahres 2019.

Die Umsätze der Region Nordamerika bewegten sich organisch in etwa auf dem Vorjahresniveau. Während auch hier Produktlösungen für den würzigen Bereich sehr gefragt waren, fanden Getränkeprodukte und Süßwaren weniger Absatz.

Die Region Asien/Pazifik verzeichnete ein prozentual einstelliges organisches Umsatzwachstum. Wachstumstreiber war vor allem die sehr starke Nachfrage nach Produkten des Anwendungsbereichs Savory, der organisch prozentual zweistellig zulegte. Das stärkste Wachstum kam aus den Märkten Indonesien, Thailand, Vietnam und Singapur.

Die Region Lateinamerika erzielte im ersten Halbjahr 2020 das stärkste Wachstum im Segment und zeigte sich größtenteils unbeeinflusst von der Corona-Pandemie. Alle Anwendungsbereiche konnten hohe prozentual ein- oder zweistellige organische Zuwachsraten verzeichnen. Vor allem die Ländermärkte Brasilien, Uruguay und Mexiko legten kräftig zu. 

Das EBITDA des Segments Flavor stieg um 2,2 Prozent auf 147 Mio. Euro (H1 2019: 144 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 22,6 Prozent im ersten Halbjahr 2019 auf kräftige 23,2 Prozent. Wesentlich hierfür waren vor allem eine große Kostendisziplin und proportional geringere Rohstoffkosten.

Das Segment Nutrition

Nutrition erzielte ein starkes organisches Umsatzwachstum von 10,5 Prozent. Unter Berücksichtigung von Portfolio- und Wechselkurseffekten belief sich der Umsatz in Berichtswährung auf 474 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1 2019: 343 Mio. Euro) entspricht dies einem Anstieg von 38,1 Prozent. ADF/IDF steuerte einen Umsatzbeitrag von 106 Mio. Euro bei.

Der Anwendungsbereich Pet Food zeigte sich erneut als der Wachstumstreiber des Segments und verzeichnete in allen Regionen ein starkes, prozentual zweistelliges organisches Umsatzwachstum. Besonders dynamisch verlief die Umsatzentwicklung in den Ländermärkten USA, Mexiko, Brasilien und Russland.

Im Anwendungsbereich Food zeichnete sich die Region Asien/Pazifik durch prozentual zweistellige organische Zuwächse aus, vor allem in den Ländermärkten China, Indien und Taiwan. In der Region EAME erreichten die Umsätze das Vorjahresniveau, während die Regionen Nord- und Lateinamerika knapp unter dem Vorjahresvergleichswert lagen. 

Positive Impulse kamen auch aus dem Anwendungsbereich Aqua. Er erzielte insbesondere in den Regionen EAME und Asien/Pazifik gute Zuwächse. 

Probi verzeichnete ein prozentual einstelliges Umsatzwachstum, getrieben durch die Regionen Nordamerika und Asien/Pazifik.

Das Segment Nutrition steigerte das EBITDA im Berichtszeitraum auf 100 Mio. Euro (H1 2019 EBITDA(N): 67 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge des Segments legte um 1,5 Prozentpunkte auf 21,0 Prozent (EBITDA(N)- Marge H1 2019: 19,5 Prozent) zu. Die Profitabilitätssteigerung ist im Wesentlichen auf die gute Entwicklung bei Pet Food sowie die Einbeziehung von ADF/IDF zurückzuführen. 

Operatives Ergebnis

Auch im von der Corona-Pandemie geprägten anspruchsvollen Umfeld, wirtschaftete Symrise in der ersten Jahreshälfte 2020 hoch profitabel. Der Konzern erzielte ein EBITDA von 393 Mio. Euro. Damit legte das EBITDA gegenüber der Vorjahresperiode um 11,9 Prozent zu. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch profitables Umsatzwachstum und die Einbeziehung von ADF/IDF getrieben. Die EBITDA-Marge erhöhte sich um 0,8-Prozentpunkte auf 21,6 Prozent (EBITDA(N) H1 2019: 20,8 Prozent). 

Periodenüberschuss und Ergebnis je Aktie 

Der Periodenüberschuss stieg im Berichtszeitraum auf 169 Mio. Euro und lag damit 16 Mio. Euro über dem normalisierten Wert des Vorjahreszeitraums von 153 Mio. Euro. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg um 10 Prozent auf 1,25 Euro nach 1,14 Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres.

Operativer Cashflow 

Der operative Cashflow des ersten Halbjahres 2020 lag mit 219 Mio. Euro um 78 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 141 Mio. Euro. Der Anstieg lässt sich im Wesentlichen auf das verbesserte operative Ergebnis sowie die Einbeziehung von ADF/IDF zurückführen.

Finanzlage

Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2019 um 28 Mio. Euro auf 1.645 Mio. Euro. Das Verhältnis aus Nettoverschuldung inklusive Leasingverbindlichkeiten zu EBITDA(N) belief sich damit auf 2,2. Inklusive Pensions- und Leasingverbindlichkeiten betrug die Nettoverschuldung 2.261 Mio. Euro, was einem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA(N) von 3,0 entsprach.

Symrise blickt zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr und hebt EBITDA-Margenziel an

Mit seiner globalen Präsenz, dem stetig wachsenden und diversifizierten Portfolio sowie der breiten Kundenbasis sieht sich Symrise auch im derzeit anspruchsvollen Marktumfeld robust und verlässlich aufgestellt. Der Konzern ist weltweit im vollen Umfang operativ tätig und nachhaltig lieferfähig. 

Auch wenn sich der weitere Verlauf und die Auswirkungen der weltweiten Pandemie nur begrenzt abschätzen lassen, geht das Unternehmen weiter davon aus, im verbleibenden Jahresverlauf erneut schneller als der relevante Markt zu wachsen. Schätzungen zufolge soll das Marktwachstum etwa 3 bis 4 Prozent betragen. Symrise sieht sich gut aufgestellt, um die Anfang 2020 bestätigten Umsatzziele zu erreichen.

Auf Basis der starken Geschäfts- und Profitabilitätsentwicklung in der ersten Jahreshälfte erhöht der Konzern das ursprüngliche Ziel für die EBITDA-Marge von über 20 Prozent. Symrise erwartet für das Geschäftsjahr 2020 nunmehr eine EBITDA-Marge in der Bandbreite von 21 bis 22 Prozent.

Auch die Mittelfristziele bleiben unverändert bestehen. Das Unternehmen erwartet, bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2025 seinen Umsatz auf 5,5 bis 6,0 Mrd. Euro zu steigern. Diesen Anstieg will Symrise mit einem jährlichen organischen Wachstum von 5 bis 7 Prozent (CAGR) sowie ergänzenden zielgerichteten Akquisitionen erreichen. Die Profitabilität soll sich mittelfristig in einem Zielkorridor von 20 bis 23 Prozent bewegen.

Foto: Symrise

Dienstag, 04. August 2020 13:13 Uhr

Holzminden (red). Die Ausbildung erfolgreich gemeistert und verantwortliche Aufgaben übernommen: Zwölf ehemalige Auszubildende des Landkreises Holzminden haben ihre Lehrzeit erfolgreich beendet und starten jetzt ins normale Berufsleben. Während einer kleinen Feierstunde wurde den erfolgreichen Absolventen im Kreishaus noch einmal offiziell von Landrat, Erster Kreisrätin, Personalstelle und -vertretung gratuliert.

Alle Auszubildenden wurden nach erfolgreich bestandener Prüfung in ein Arbeitsverhältnis beim Landkreis Holzminden übernommen und unterstützen ab sofort verschiedene Bereiche der Kreisverwaltung. Dementsprechend können die Kollegen in den Bereichen Allgemeine Soziale Leistungen, Bildung und Kultur, Finanzen genauso über Verstärkung freuen wie die Teams des Straßenverkehrsamtes, der Abfallwirtschaft und des Rettungsdienstes. Bei letzterem haben die beiden Ausbildungsabsolventen auch gleich Verantwortung übernommen. Sie werden künftig als Teamleitungen bei ihren Einsatzfahrten eingesetzt.   

Foto: Peter Drews/Landkreis Holzminden

Sport
Samstag, 01. August 2020 10:50 Uhr
Landkreis und Kreissportbund über Sportstättenentwicklung im Dialog
Samstag, 18. Juli 2020 20:22 Uhr

Holzminden (mm). Nach der Corona-Zwangspause konnte am vergangenen Freitag endlich die E-Dart Turnierserie, Darthouse-Trophy fortgesetzt werden. „So standen auf sämtlichen Tischen Desinfektionsflaschen, jedes Nichtmitglied musste einen Kontaktdatenbogen ausfüllen. Abstände mussten eingehalten werden, wodurch auch nicht an allen Automaten gespielt werden konnte“, skizzierte Jens Lorenz vom Darthouse Holzminden die getroffenen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen. Das nächste E-Dartturnier der Darthouse-Trophy wird am Freitag, den 07. August im Darthouse Holzminden stattfinden.

Rückblick in den März

Vor dem Corona-Ausbruch fand im März mit 24 Teilnehmern das dritte E-Dartturnier der Darthouse Trophy 2020 statt. So wurde in vier Gruppen à sechs Teilnehmer gespielt. Im Anschluss daran haben die besten 16 Spieler im DKO die Plätze unter sich ausgemacht. Nachdem Kai Hanus im Januar und Februar als Turniersieger hervorging, gab’s im März mit Jens Lorenz einen neuen Sieger. Auf Platz zwei landete Luca Gunnarson. Kai Hanus musste sich hingegen mit Platz 3 zufrieden geben.

TOP 8 des Spieltages

1. Jens Lorenz

2. Luca Gunnarson

3. Kai Hanus

4. Marvin Mehler

5. Firat Karabel

6. Jens Koch

7. Arthur Böhm

8. Patrick Fritz

Re-Start im Juli

Nach dreimonatiger Pause wurde das vierte E-Dartturnier der Darthouse Trophy 2020 gespielt. Insgesamt gingen 20 Spieler in vier Gruppen à fünf Teilnehmer an den Start. Im Anschluss daran haben die besten 16 Spieler im DKO die Plätze unter sich ausgespielt. Im Finale standen sich Jens Lorenz und Kai Hanus gegenüber. Dieses spannende Endspiel entschied Jens Lorenz für sich, sodass Kai Hanus und Jens Lorenz nun beide auf zwei Turniersiege kommen.

TOP 8 des Spieltages

1. Jens Lorenz

2. Kai Haunus

3. Firat Karabel

4. Magnus Müller

5. Patrick Fritz

6. Jens Koch

7. Uwe Lochowicz

8. Luca Gunnarson

Diese 16 Spieler wären Stand jetzt für den Finaltag, der am 18. Dezember stattfinden wird, qualifiziert:

1. Kai Hanus 117,14 Punkte

2. Jens Lorenz 113,33 Punkte

3. Jens Koch 58,20 Punkte

4. Firat Karabel 54,58 Punkte

5. Uwe Lochowicz 47,54 Punkte

6. Kai Rocke 46,94 Punkte

7. Luca Gunnarson 45,63 Punkte

8. Olaf Kiwitz 40,30 Punkte

9. Marvin Mehler 37,91 Punkte

10. Arthur Böhm 37,62 Punkte

11. Magnus Müller 37,39 Punkte

12. Raphael Daniel 35,14 Punkte

13. Kata Milcsik 35,14 Punkte

14. Fernando Marin 35,14 Punkte

15. Patrick Fitz 34,83 Punkte

16. Andreas Schlicht 33,33 Punkte

Foto: Darthouse Holzminden

Montag, 06. Juli 2020 10:04 Uhr

Neuhaus (red). Da der Allersheimer MTB-Cup in diesem Jahr coronabedingt nicht gestartet werden kann, hat sich der Verein Radsport-Hochsolling zu einer alternativen Austragung entschieden. Vom eigentlichen Renntag am 5. Juli bis zum 19. Juli können Radsportbegeisterte an diesem Event teilnehmen. Alle Startgelder und Einnahmen kommen der Holzmindener Tafel zugute.

Die Streckenlängen von 25, 50 oder 100 Kilometer können überall zurückgelegt werden und online gemeldet werden. Platzierungen gibt es nicht. Die Verbindung aus Spaß am Mountainbiken und Gutes zu tun steht zu Coronazeiten unter dem Motto „ We ride alone“.

Interessierte erfahren Näheres unter Marathon-Radsport Hochsolling. Hier ist auch die Anmeldung möglich. Am Renntag hat sich eine Gruppe des Vereins aufgemacht und ist die 50 km Runde gefahren. Der Vorstand des Vereins dankt allen, die sich bis jetzt angemeldet haben und möchte noch viele Sportler begeistern an diesem „Rennen“ teilzunehmen, mit dem schönen Gefühl nach einer MTB Tour anderen geholfen zu haben. Eine Anmeldung und Teilnahme sind noch bis zum 19. Juli möglich.

Foto: Verein Radsport-Hochsolling

Panorama
Freitag, 31. Juli 2020 11:33 Uhr
Niedersachsen nimmt weitere Flüchtlingskinder aus griechischen Lagern mit ihren Familien auf
Montag, 27. Juli 2020 09:57 Uhr

Niedersachsen (red). Babys und Kleinkinder haben eine empfindliche Haut. Deshalb ist für sie ein ausreichender Schutz vor Sonnenbrand besonders wichtig. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat in diesem Jahr bisher 14 Sonnenschutzmittel für Babys und Kleinkinder untersucht. Beim Institut für Bedarfsgegenstände (IfB) des LAVES in Lüneburg wurden neben den wichtigsten Inhaltsstoffen, wie die UV-Filter, auch die Kennzeichnung der Pflichtangaben, beispielsweise Angabe zur Haltbarkeit, und die freiwilligen Werbeangaben der Hersteller, wie „ohne Konservierungs- und Duftstoffe“, überprüft. Das erfreuliche Ergebnis: Sämtliche Proben entsprachen den rechtlichen Anforderungen. 

Das LAVES untersucht regelmäßig verschiedene Sonnenschutzmittel. Im Zuge eines bundesweiten Monitorings stand 2019 die Untersuchung von Schwermetallen (insbesondere Cadmium) in Sonnenschutzmitteln mit mineralischen UV-Filtern im Fokus. Es wurden insgesamt 16 Proben analysiert. Schwermetalle sind in kosmetischen Mitteln verboten, können aber über die mineralischen UV-Filter Titandioxid und Zinkoxid in kosmetische Produkte gelangen. Mineralische UV-Filter wirken wie winzige Spiegel auf der Oberfläche der Haut und reflektieren die UV-Strahlung. Bei der Untersuchung von sieben Sonnenschmutzmitteln mit mineralischen UV-Filtern waren die Schwermetallgehalte alle unauffällig. Zusätzlich wurden die Proben auf Konservierungsstoffe, organische UV-Filter und allergene Duftstoffe sowie der mikrobiologische Status untersucht. Auch hier entsprachen alle Produkte den rechtlichen Vorgaben. Insgesamt blieben damit auch diese 16 Proben ohne Beanstandung. 

Rückblick: Von insgesamt knapp 200 untersuchten Sonnenschutzprodukten aus dem Zeitraum 2014 bis heute wurden lediglich sieben Erzeugnisse aufgrund von Kennzeichnungsmängeln beanstandet. Dazu zählten beispielsweise irreführende Angaben bezüglich der Schutzwirkung sowie fehlende oder unzulängliche Angaben zu Bestandteilen.

Ein langer Aufenthalt in der Sonne kann gefährliche Folgen haben. UV-Strahlen können zu schweren Sonnenbrand und langfristig zu Hautkrebs führen. Um die Haut zu schützen, sollte unbedingt ein Sonnenschutzmittel verwendet werden.

Sonnenschutzmittel sollten vor einem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden, um den gewünschten Schutz zu erreichen. Es sollten Sonnenschutzmittel mit ausreichendem UV-Schutz angewendet werden. Je höher der Gehalt an UV-Filtern in einem Produkt ist, desto höher ist die Schutzwirkung. Dies ist am deklarierten Lichtschutzfaktor erkennbar. Um den angegebenen Lichtschutzfaktor zu erreichen und in der Sonne aufrechtzuerhalten, muss ausreichend Sonnenschutz aufgetragen werden. Als Faustregel gilt: sechs Teelöffel (etwa 36 Gramm) werden für den Körper eines durchschnittlichen Erwachsenen benötigt. Auch Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren bieten keinen vollständigen Schutz vor UV-Strahlen. Babys und Kleinkinder sind insbesondere vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Deren Haut sollte weitestgehend mit Kleidung bedeckt werden, für unbedeckte Hautstellen sollte ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30) verwendet werden. Weitere umfassende Informationen zum Thema Sonnenschutz sind auf unserer Internetseite im Artikel Sommer, Sonne - Sonnenbrand zu finden. Dort werden Fragen, wie „Worauf ist bei Sonnenschutzprodukten zu achten“ oder „Welchen natürlichen Sonnenschutz gibt es?“ und „Was sind eigentlich Lichtschwielen“ beantwortet.

Freitag, 24. Juli 2020 11:33 Uhr

Hannover (red). „Es gilt, jetzt weiter nach vorne zu schauen und die Betreuung in den Kindertageseinrichtungen sowie in der Kindertagespflege noch einen Schritt weiter zu normalisieren. Wir wollen daher ab Anfang August in Niedersachsen wieder in einen Regelbetrieb übergehen – vorausgesetzt, das Infektionsrisiko lässt dies zu“, mit diesem Ausblick hat Kultusminister Grant Hendrik Tonne am heutigen Freitag den neuen Leitfaden „KiTa in Corona-Zeiten 2.0“ und einen neuen Rahmen-Hygieneplan für die Kindertagesbetreuung ab August vorgestellt.

Im Fokus steht dabei ein Regelbetrieb, der wieder eine umfassende Betreuung der Kinder vorsieht. Einschränkungen soll es nur noch geben, wenn coronabedingt Personal ausfällt und die üblichen Ausgleichsmöglichkeiten nicht greifen. „Wir bleiben wachsam und haben neben dem Regelbetrieb daher auch weitere denkbare Szenarien im Blick“, sagte Tonne und fügte an: „Mit der jetzt festgezurrten Strategie geben wir den Kita-Leitungen und Fachkräften Planungssicherheit, aber vor allem den Eltern und Erziehungsberechtigten eine Betreuungssicherheit für ihre Kinder.“

„Darauf haben die Eltern im Landkreis Holzminden lange gewartet“, so der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann. „Wenn wir bestmögliche Normalität im Alltag erreichen wollen, ist weiterhin Disziplin erforderlich,“ mahnt der CDU Politiker. Das gelte auch im Urlaub. Jeder sollte an seine eigene Gesundheit aber auch an die Gefährdung anderer denken. Es sei im Interesse der Kinder aber auch der Eltern, dass die Kinderbetreuung wieder uneingeschränkt stattfinden kann.

Vor diesem Hintergrund hat der Minister mit dem Leitfaden „KiTa in Corona-Zeiten 2.0“ und einem neuen Rahmen-Hygieneplan umfangreiche Handreichungen für die Kita-Leitungen sowie Fach- und Betreuungskräfte in Kindertageseinrichtungen präsentiert. Der Fokus liegt dabei auf der Durchführung eines Regelbetriebs („Szenario A: Regelbetrieb“). Es sichert den Kindern sowie ihren Erziehungsberechtigten wieder eine vollumfängliche Betreuung. Gruppen dürfen dafür wieder durchmischt werden. Zudem werden die Szenarien B („Kita im eingeschränkten Betrieb“) und C („Quarantäne, Shutdown und Notbetreuung“) erläutert, für den Fall sich verschlechternder Infektionslagen.

Der Leitfaden sowie auch der Rahmen-Hygieneplan wurden mit den Kommunalen Spitzenverbänden der Träger der KiTa-Einrichtungen abgestimmt. Es wurde unter anderem vereinbart, dass die Träger Zeit bis zum Ende der Sommerferien (26. August 2020) haben, Szenario A des Leitfadens umzusetzen.

Szenario A: Regelbetrieb

Angesichts der landesweit niedrigen Infektionszahlen ist nach derzeitigem Planungsstand ein Regelbetrieb zum Start des Kita-Jahres vertretbar und soll als Grundlage für die Planungen dienen. So sind ab August wieder gemischte Gruppen möglich. Damit können die Einrichtungen ihre häufig abgestimmten Konzepte umsetzen und eine vollumfängliche Betreuungszeit abdecken, auch in den Randstunden am frühen Morgen und am späten Nachmittag. Sofern genehmigte Plätze nicht belegt sind, ist auch die Neuaufnahme von Kindern zulässig.

Gleichwohl ist der Schutz von sogenannten Risikogruppen weiterhin zu gewährleisten, soweit es die Infektionslage erfordert. „Grundsätzlich sind die Personalstandards einzuhalten. Wenn coronabedingt jedoch Personal ausfällt und die Lücke nicht aus dem vorrangig auszuschöpfenden Vertretungspool gedeckt werden kann, dürfen die Träger befristet weiterhin anderes geeignetes Personal einstellen“, so Minister Tonne. Diese weiterhin gültige Ausnahme gilt bis Ende der Herbstferien.

Szenario B: Kita im eingeschränkten Betrieb

Für den Fall, dass es landesweit wieder zu deutlich erhöhten Infektionszahlen kommt oder aber das örtliche Gesundheitsamt feststellt, dass das regionale Infektionsgeschehen einen Regelbetrieb gemäß Szenario A nicht (mehr) zulässt, kommt Szenario B zum Tragen: mit getrennten Gruppen und gestaffelten Tagesabläufen. Den Gruppen sollen dabei feste Bezugspersonen zugeordnet sowie ein Personalwechsel zwischen den Gruppen - soweit möglich - vermieden und Kräfte nach Möglichkeit nicht in mehreren Gruppen eingesetzt werden. Dadurch erhöht sich die Nachvollziehbarkeit der Infektionsketten. In Bezug auf Früh- und Spätdienste kann es daher etwa Einschränkungen im Betreuungsumfang geben, sofern diese in der Vergangenheit gruppenübergreifend angeboten worden sind und nicht genügend aufsichtführende Personen zur Verfügung stehen, um die Früh- und Spätdienste gruppenbezogen in vollem Umfang anbieten zu können. Der eingeschränkte Betrieb der Kindertageseinrichtungen erfolgt auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes, trotz der infektionsschutzrechtlichen Einschränkungen soll ein Betreuungsangebot für alle Kinder ermöglicht werden.

Szenario C: Quarantäne, Shutdown und Notbetreuung

Szenario C beschreibt die denkbar schlechteste Entwicklung: Quarantäne, Shutdown und ausschließlich eine Notbetreuung. In den vergangenen Wochen ist es auch in Niedersachsen zu vereinzelten Cluster-Ausbrüchen gekommen, in deren Folge gelegentlich auch Kindertageseinrichtungen geschlossen wurden. Dies ist auch im Kindergartenjahr 2020/2021 nicht gänzlich auszuschließen. Das Gesundheitsamt verfügt nach Infektionsschutzgesetz diese Maßnahme und teilt sie der Kindertageseinrichtung mit. Neben regionalen Ereignissen mit Schließungen ganzer Kindertageseinrichtungen können auch einzelne Gruppen oder Gebäudenutzer durch das Gesundheitsamt in Quarantäne versetzt werden. Sofern das Infektionsgeschehen regional begrenzt oder landesweit erneut ein Ausmaß annimmt, infolge dessen der Betrieb untersagt werden muss, wird erneut eine Notbetreuung für Kinder anzubieten sein. 

„Mir ist wichtig zu betonen, dass die Zeit in einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege weit mehr ist als Spielen unter Aufsicht. Es geht um frühkindliche Bildung, die die Kinder nachhaltig in ihrer Entwicklung fördert. Mit dem weitgehenden Regelbetrieb, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt – kommen wir an einen Alltag vor Corona-Zeiten heran und ermöglichen wieder die bestmögliche Betreuungssituation“, betonte Tonne.

Abschließend dankte Minister Tonne allen Beteiligten für das große Engagement: „Die vergangenen Monate waren für alle Beteiligten ein wahrer Kraftakt. Alle Beteiligten haben mit ihrem Engagement und großem Einsatz dazu beigetragen, durch diese schwierige Zeit zu kommen. Mein herzlicher Dank gilt den Erzieherinnen und Erziehern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im Sinne der ihnen anvertrauten Kinder. Angesichts der Erfahrungen in den letzten Wochen und Monaten blicke ich optimistisch auf das neue Kindergartenjahr!“

Der Leitfaden „KiTa in Corona-Zeiten 2.0“ sowie der Rahmen-Hygieneplan sind unter diesem Link abrufbar.

Dienstag, 21. Juli 2020 18:58 Uhr

Hannover (red). In Niedersachsen liegen die Steuereinnahmen im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr 8,2 Prozent unter dem vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2019. In Zahlen bedeutet dies ein Weniger zum Vorjahr in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers erklärte hierzu: „Wie bereits prognostiziert, hat auch Niedersachsen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie große Steuerausfälle zu verzeichnen. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen, die Talsohle ist noch lange nicht durchschritten.“

Bei diesen Zahlen ist zu bedenken, dass die ersten Monate des Jahres noch nicht von der Pandemie beeinflusst waren. Die nächste Steuerschätzung wird im September des Jahres erfolgen, bisher geht der Finanzminister davon aus, dass sich die Erwartungen der Mai-Steuerschätzung im Verlauf des Jahres bewahrheiten. Diese Schätzung geht von Steuer-Mindereinnahmen von ca. 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2020 aus.

Da Niedersachsen in der Vergangenheit gut gewirtschaftet hat, ist das Land in der Lage, angemessen auf die Herausforderungen zu reagieren. Mit den beiden Nachtragshaushalten hat die Landesregierung Vorsorge für die Zukunft getroffen, um das Land gut durch die Krise zu führen und flexibel auf neue Herausforderungen reagieren zu können. Wichtige politische Vorhaben können fortgesetzt werden, die Gesundheit, die Wirtschaft und die Kommunen wurden nicht aus den Augen verloren. Es ist allerdings kein Raum für neue politische Vorhaben. Diese Pläne müssen in die Zukunft verschoben werden.

Ziel ist es, möglichst schnell zu einem strukturell ausgeglichenen Haushalt zurückzukehren. Dabei setzt die Landesregierung in erster Linie auf seine Förderungsmaßnahmen zugunsten der Wirtschaft, die nach den Plänen schnell dafür sorgen, dass sich die Wirtschaftskraft des Landes belebt und sich dies auch in steigenden Steuereinnahmen manifestiert. Es sind aber Konsolidierungsmaßnahmen erforderlich

Nach der Mittelfristigen Finanzplanung wird 2024 dieses Ziel erreicht. Einem klaren Tilgungsplan über 25 Jahre folgend, wird Niedersachsen anschließend in die Tilgung der Kredite einsteigen, die es jetzt aufnehmen musste. Hilbers abschließend: „Ich vertraue auf die Kraft der Wirtschaft und der Menschen in Niedersachsen und bin zuversichtlich, dass wir bald Licht am Ende des Tunnels sehen werden

Dienstag, 21. Juli 2020 16:13 Uhr

Hannover (red). Der heute angekündigte Neustart der Befragung zur Zukunft der Pflegekammer wird verschoben. Das Verwaltungsgericht Hannover hat das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung am Nachmittag um eine Verschiebung gebeten. Hintergrund ist die Klage eines Mitglieds der Pflegekammer gegen die Herausgabe seiner Adressdaten an den Dienstleister, der die Befragung durchführt. Das Sozialministerium erwartet eine Abweisung der Klage, kommt dem Wunsch des Gerichtes auf Verschiebung der Befragung bis zu einer Entscheidung in der Sache aber nach.

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