Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Sonntag, 05. Juli 2020 10:18 Uhr
Corona in Niedersachsen: Aktive Infektionen sinken auf 614 Fälle!
Sonntag, 05. Juli 2020 10:07 Uhr

Hannover (red). Das Land Niedersachsen passt zum 6. Juli 2020 seine Corona-Verordnung erneut an. Dabei werden einige Auflagen präzisiert oder der Umgang mit Auflagen vereinheitlicht. Weiterhin muss strikt darauf geachtet werden, Infektionsketten möglichst früh zu unterbrechen und so die Verbreitung des COVID-19-Virus einzudämmen.

Daher bleiben die Pflicht und die Verantwortung, Abstände und Hygieneregeln einzuhalten, bestehen. Überall dort, wo der Abstand von 1,5m nicht mit Sicherheit eingehalten werden kann, gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (vorrangig auch nach wie vor beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr). Am gesellschaftlichen Leben in Restaurants und Kneipen, in Kinos und bei Veranstaltungen sowie bei kontaktintensivem Sport kann nur teilnehmen, wer seine Kontaktdaten dokumentieren lässt.

Die neue „Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“ finden Sie online hier.

Hier folgen einige Neuerungen im Überblick:

Kultur:

  • Kulturelle Veranstaltungen sind jetzt bis zu einer Personenanzahl von 500 wieder möglich. Dies gilt unter anderem für Kulturzentren, Theater und Opernhäuser, aber auch für Kinos.
  • Währenddessen besteht eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung dann nicht mehr, wenn die Besucherinnen und Besucher ihren Sitzplatz eingenommen haben, wohl aber beim Hinein- und Hinausgehen und auch, wenn sie während der Vorstellung ihren Platz verlassen. Die Kontaktdaten aller Besucherinnen und Besucher müssen wie bisher dokumentiert werden. 

Tourismus: 

  • Das Beherbergungsverbot für Personen aus dem Kreis Warendorf wird am Samstag (04.07.) aufgehoben, das für die Menschen aus Gütersloh bleibt vorerst bestehen.
  • Bei allen touristischen Angeboten wie Schifffahrten, Kutschfahrten, Stadt- und Naturführungen gilt nun die 10-Personen-Regel. Das heißt, dass Gruppen von bis zu 10 Personen keinen Abstand untereinander einhalten müssen.

Sport: 

  • Erlaubt ist Kontaktsport, wenn er in festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen erfolgt (Mannschaftssport; aber auch Rudern in allen Klassen wird ermöglicht). Für diesen Fall sind die Kontaktdaten der einzelnen Personen der Kleingruppe zur Nachverfolgung nach dem üblichen Muster zu erheben. Ein Abstand von 2 m muss dann nicht eingehalten werden.
  • Gleiches gilt auch für die Sportausübung im öffentlichen Raum. Auch hier gilt die Regel, dass nur feste und nicht ständig wechselnde Gruppen zusammen Sport treiben dürfen. 
  • Darüber hinaus sind bei Sportveranstaltungen anstelle der bisherigen 250 Zuschauerinnen und Zuschauer ab Montag 500 erlaubt, wenn jede Zuschauerin und jeder Zuschauer einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die weder zum eigenen noch zu einem weiteren Hausstand noch zu einer gemeinsamen Gruppe von nicht mehr als 10 Personen gehört, einhält. Beträgt die Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer mehr als 50, gelten strengere Regeln wie Zuschauen im Sitzen und Dokumentation der Anwesenden. 

Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht:

  • Jede Person ist weiterhin dazu angehalten, physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  • In der Öffentlichkeit ist ein Treffen zwischen zwei Haushalten, sowie in einer Gruppe von nicht mehr als 10 Personen möglich. 
  • Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist weiterhin dort zu tragen, wo Abstände von 1,5 Metern nicht eingehalten werden können. Pflicht ist sie insbesondere beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen.
Donnerstag, 02. Juli 2020 18:29 Uhr

Hannover (red). Ab Montag sind Fußballspiele und anderer Kontaktsport nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann wieder möglich. Die Landesregierung habe in der neuen Corona-Verordnung Sport in festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen vom 6. Juli an wieder zugelassen. „Auf dieses Signal haben auch viele Sportvereine im Landkreis Holzminden geartet“, so der CDU-Politiker. Voraussetzung sei allerdings die Erfassung der Kontaktdaten aller Beteiligten. Dadurch sollen mögliche Infektionsketten nachvollzogen werden können. Zuschauer seien beim Breitensport im Freien zugelassen. Dabei müsse der eineinhalb Meter Abstand zu Menschen aus einem anderen Hausstand eingehalten werden.

Montag, 29. Juni 2020 18:14 Uhr

Hannover (red). 13.483 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute - Montag, 9 Uhr - in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Insgesamt 630 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet. Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 11.986 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 88,9 Prozent. Zugleich sind in Niedersachsen nur noch 867 Personen zurzeit an Covid-19 erkrankt.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 272 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 227 Erwachsene auf Normalstationen, 40 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 20 Erwachsene beatmet werden. Fünf Kinder werden im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt.

Freitag, 26. Juni 2020 13:35 Uhr

Hannover (red). 13.411 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute - Freitag, 9 Uhr - in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Insgesamt 629 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet.

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung* 11.864 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 88,5 Prozent. Insgesamt sind zurzeit 918 Aktive Infektionen mit dem Coronavirus bekannt.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 250 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon liegen 206 Erwachsene auf Normalstationen, 42 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 24 Erwachsene beatmet werden, davon eine Person auf einem ECMO-Platz. Zwei Kinder werden im Krankenhaus auf einer Normalstation behandelt.

Kommune

Bestätigter Fall

Änderung zum Vorbericht

Verstorben

Änderung zum Vorbericht

Kumulierte 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Ew

LK Ammerland

189

0

5

0

0,8

LK Aurich

130

0

8

0

0,0

LK Celle

220

0

15

0

0,0

LK Cloppenburg

123

7

0

0

4,1

LK Cuxhaven

365

1

20

0

2,5

LK Diepholz

388

1

26

0

4,6

LK Emsland

464

3

25

0

0,9

LK Friesland

35

0

2

0

1,0

LK Gifhorn

160

1

4

0

1,7

LK Goslar

258

0

25

0

0,0

LK Göttingen

1223

3

76

1

33,2

LK Grafschaft Bentheim

247

0

18

0

0,0

LK Hameln-Pyrmont

135

0

7

0

1,3

LK Harburg

557

0

13

0

1,6

LK Heidekreis

75

0

2

0

0,7

LK Helmstedt

141

0

1

0

0,0

LK Hildesheim

416

0

7

0

3,3

LK Holzminden

106

0

7

0

0,0

LK Leer

147

0

5

0

0,0

LK Lüchow-Dannenberg

21

0

3

0

0,0

LK Lüneburg

168

0

0

0

0,0

LK Nienburg (Weser)

77

1

4

0

1,6

LK Northeim

142

2

5

0

6,8

LK Oldenburg

254

6

15

0

19,8

LK Osnabrück

1227

1

62

0

1,1

LK Osterholz

118

1

0

0

0,9

LK Peine

161

0

11

0

0,7

LK Rotenburg (Wümme)

110

0

2

0

0,0

LK Schaumburg

161

-1

7

0

0,0

LK Stade

215

1

8

0

1,0

LK Uelzen

44

0

0

0

0,0

LK Vechta

347

0

11

0

0,7

LK Verden

240

0

6

2

2,2

LK Wesermarsch

71

0

2

0

0,0

LK Wittmund

41

0

0

0

0,0

LK Wolfenbüttel

190

0

14

0

0,0

Region Hannover

2772

3

115

0

3,8

SK Braunschweig

336

1

18

0

1,6

SK Delmenhorst

97

3

3

0

15,5

SK Emden

19

0

0

0

0,0

SK Oldenburg

175

4

1

0

2,4

SK Osnabrück

500

0

15

0

1,2

SK Salzgitter

151

1

9

0

5,8

SK Wilhelmshaven

27

0

1

0

0,0

SK Wolfsburg

368

0

51

0

4,8

Gesamt

13411

39

629

3

3,5

Region Aktiv
Montag, 06. Juli 2020 21:37 Uhr
Tonnenschwerer Bundeswehrhubschrauber landet auf dem Flugplatz Höxter-Holzminden
Montag, 06. Juli 2020 17:41 Uhr

Holzminden (red). Die COVID-Pandemie stellt auch die ehrenamtlichen Tätigkeiten vor ganz neue Herausforderungen – Schutzausrüstungen und Vorkehrungen zur Einhaltung der Abstandsregeln brauchen extra Ressourcen. Klar ist: Hilfsangebote, insbesondere zur Lebensmittelversorgung, sind existenziell.

Vor diesem Hintergrund informiert das Zentrum für ehrenamtliches Engagement im Landkreis Holzminden (ZEE) über das aktuelle Förderprogramm "Ehrenamt stärken. Versorgung sichern.", welches vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Landkreistag als Sondermaßnahme gestartet wurde. Ehrenamtliche Organisationen haben ab sofort die Möglichkeit, sich um Zuschüsse in der Höhe von 2.000 bis 8.000 Euro zu bewerben.

Bezuschusst werden Maßnahmen, die dem Schutz der Gesundheit von Mitgliedern und deren Kontaktpersonen dienen (z.B. Schutzmasken, Desinfektionsmittel) sowie Kosten zur Sicherstellung der Nahversorgung - insbesondere mit Lebensmitteln - und Mobilitätsaufwendungen (z.B. Fahrräder, Transportboxen). Auch der Erwerb von digitaler Technik (z.B. Kameraequipment, Headsets für Videokonferenzen) kann gefördert werden. Die schnelle finanzielle Hilfe ist vorgesehen für eingetragene Vereine, gemeinnützige GmbHs (gGmbH), öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften, als gemeinnützig anerkannte Stiftungen des bürgerlichen Rechts sowie genossenschaftlich organisierte Dorfläden und Dorfgaststätten.

Für die Vergabe der Fördermittel zählt der Eingangszeitpunkt der Interessenbekundung. Da die finanziellen Hilfen kurzfristig zur Verfügung gestellt werden sollen, endet die Bewerbungsfrist am 12. Juli 2020. Eine kurze Onlinebewerbung ist möglich unter www.bmel.de/ehrenamt-versorgung. Gerne bietet Ruth Happel vom ZEE Hilfestellung bei der Beantragung und beantwortet Fragen unter der Rufnummer: 0 55 31 707-393.

Montag, 06. Juli 2020 14:05 Uhr

Holzminden (r). 19 Parfümeure von Symrise aus aller Welt haben sich an diesem Projekt beteiligt und danken damit den Einsatzkräften dafür, dass sie sich in dieser herausfordernden Zeit für das Leben anderer engagieren. Jeder Parfümeur hat einen Duftstoff zur Kreation des Duftes HERO beigesteuert. Es handelt sich dabei um ein Kölnisch Wasser für Damen und Herren gleichermaßen. Symrise spendet das mit nachhaltigen Rohstoffen hergestellte HERO an Helden im Corona-Einsatz. Der Konzern bringt so seine Wertschätzung für alle Helfer zum Ausdruck. Der Duft soll zum Wohlbefinden derer beitragen, die ihn tragen.

Viele tausend Helden helfen, die aktuelle Corona-Situation bestmöglich zu bewältigen. Sie arbeiten in Krankenhäusern und kümmern sich um mit dem Virus infizierte Menschen, sie betreuen kranke und alte Menschen in Altersheimen, versorgen die Bevölkerung mit Lebensmitteln, lebenswichtigen Waren und Dienstleistungen. Diesen großartigen Einsatz möchte Symrise mit einem eigens kreierten Duft würdigen. HERO haben 19 Parfümeure von Symrise aus verschiedenen Ländern in enger Zusammenarbeit gemeinsam kreiert und jeweils einen nachwachsenden Rohstoff beigesteuert. Den Duft verteilt Symrise ab dem 19. Mai 2020 zunächst in den USA, Frankreich, China, Singapur, Brasilien und Dubai.

Das Kölnisch Wasser HERO eignet sich für Frauen und Männer. Er verwebt eine Reihe edler Zutaten von traditionellem Kölnisch Wasser und zeitgenössischem unserem Symrise-Rohstoff Ambrostar, Moschus und Vanille. Damit entsteht ein kräftigender und unterstützender Duft-Charakter, der Energie und Komfort miteinander verbindet. Die Kopfnote des Dufts verströmt eine Komposition aus Madagaskar-Mandarine, Bergamotte mit einem Spritzer Pfefferminze und Ingwer. Die Herznote verbreitet warme Noten von Ambrette-Samen, Iso E, Orris und Rose. Und die Basisnote gibt dem Duft Fülle aus Guajakholz, Sandelholz, Madagaskar-Vetiver, Zypresse, und Vanillin aus nachwachsenden Rohstoffen.

„Wir glauben daran, dass Düfte die Kraft haben, unsere Sinne, die Seele und die Welt zu berühren“, sagt Ricardo Omori, SVP Global Fine Fragrance bei Symrise. „Deshalb haben wir ein Parfüm für all die Helden entwickelt, die mit ihrem fortwährenden und selbstlosen Einsatz zur Bewältigung der CoronaKrise beitragen. HERO ist unser kleines Zeichen, Danke zu sagen.“

Düfte können in angespannten Zeiten zum Wohlbefinden beitragen

Als Dufthersteller mit über 200-jähriger Tradition weiß Symrise um den positiven Einfluss von Düften auf das Wohlbefinden von Menschen. Gerade in anspruchsvollen Zeiten können angenehme Düfte, dem angespannten Alltag wohltuende Aspekte hinzuzufügen. Menschen nutzen Kölnisch Wasser seit vielen Jahrhunderten als wohltuenden Duft und auch als Hygiene-Artikel.

„Es ist über viele Jahrhunderte bewiesen, dass feine Düfte in unserem Alltag unsere Lebensqualität steigern“, erklärt Omori. „In der aktuellen Situation wollen wir unseren Teil dazu beitragen, unsere Helden mit HERO aufmuntern, und zu versuchen, ihrem Leben positive Aspekte hinzuzufügen. Damit zeigen wir unsere Wertschätzung für die tausende von Alltagshelden, die sich mit ihrer zielstrebigen Arbeit für uns einsetzen.“

Foto: Symrise

Montag, 06. Juli 2020 13:10 Uhr

Holzminden (red). In der Oberschule Holzminden gab es Ende vergangener Woche Abschlusszeugnisse - wie derzeit überall natürlich unter strengen, corona-gerechten Hygienemaßnahmen. So wurde am Donnerstag, dem 02. Juli 2020 der zehnte Jahrgang des Realschulzweiges in feierlichem Rahmen entlassen. Am Freitag, dem 03. Juli folgten der neunte und der zehnte Jahrgang des Hauptschulzweiges. Durch die Begrenzung der Personenanzahl wurden an beiden Tagen jeweils drei Klassen einzeln verabschiedet. Mit einer Begleitung saßen die Schülerinnen und Schüler in der geschmückten Aula.

In ihrer Rede betonte die kommissarische Schulleiterin Svenja Wittig, dass die Schülerinnen und Schüler heute zum letzten Mal Schüler der OBS Holzminden seien. Sie sprach über vergangene Tage und darüber, dass den Lernenden bisher viel Verantwortung abgenommen wurde. In Zukunft sei das anders. Es werde zwar weiterhin „Hindernisse und Sackgassen auf diesen Wegen geben“, aber von nun an müssten sie „selbstständig die Klippen umschiffen und gegebenenfalls im Navi ein neues Ziel eingeben“. Dafür wünschte Frau Wittig den Absolventen alles Gute, viel Kraft und Mut.

Im Anschluss an die verabschiedenden Worte der kommissarischen Schulleiterin spielten zwei Absolventen, Lara Süßmilch (RS) und Calvin Rahn (HS), auf dem Flügel unter anderem die Lieder Photograph von Ed Sheeran und Dance Monkey von Tones and I.

Nach diesem Moment der Besinnung hielten die jeweiligen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer ihre Abschiedsreden. Dabei wurden viele warme Worte gesprochen. Es wurde an Vergangenes erinnert und auf Zukünftiges verwiesen. Mancher konnte sich eine Träne nicht verkneifen.

Auch die Klassensprecher hielten rührende Abschlussreden, bedankten sich für die vergangenen Schuljahre und überreichten kleine Präsente an die Klassenleitungen.

Bevor jedoch alle in verschiedene Richtungen entlassen wurden, gab es die lang ersehnten Abschlusszeugnisse. Die Schülerinnen und Schüler wurden einzeln nach vorn gebeten, um ihnen ihre Zeugnismappe zu überreichen. Als Zeichen der Anerkennung für besonders gute Leistungen erhielten eine kleine Prämie: Eileen Christin Raßmann. und Tim Schulze (beide aus der 9aHS), Emily Bahl und Maurice Koch (beide aus der 9bHS), Julia Taller und Calvin Rahn (beide aus der 10aHS), Merle Schuwicht und Leon Becker (beide aus der 10aRS), Sophie Lange und Luca Ludwig (beide aus der 10bRS), Lara Süßmilch und Mir Tursun (beide aus der 10cRS).

Insgesamt wurden 107 Schülerinnen und Schülern entlassen. Davon erhielten 28 den erweiterten Realschulabschluss, 39 den Realschulabschluss,10 den Hauptschulabschluss nach Klasse 10, 26 den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und 4 ein Abgangszeugnis.

Die Kollegen der Oberschule Holzminden gratulieren und wünschen den Absolventen alles Gute für den weiteren Weg.

Foto: OBS Holzminden

Samstag, 04. Juli 2020 09:29 Uhr

Höxter (red). Aufgrund der Fahrbahninstandsetzung der Westerbachstraße wird es zu einigen Änderungen in der Verkehrsführung in der Höxteraner Innenstadt kommen. Die Westerbachstraße wird während der Arbeiten ab 13. Juli von der Einmündung der B64 bis zur Wegetalstraße gesperrt. Für Fußgängerinnen und Fußgänger ist sie allerdings weiterhin begehbar.

Die Tiefgarage am Stadthaus wird während der Bauarbeiten geschlossen.

Für Menschen mit Schwerbehinderungen wird ein Stellplatz im Innenhof des Stadthauses eingerichtet. Dieser ist über die Zufahrt gegenüber der Neuen Straße erreichbar.

Auf der  B64/83 wird eine Umleitung ausgewiesen. Diese führt stadteinwärts über die Brenkhäuser Straße, Albaxer Straße, Rohrweg, Roonstraße, Minoritenstraße und Bachstraße zur Weserstraße. Von dort aus ist auch in Richtung stadtauswärts eine Umleitung über dieselbe Streckenführung ausgeschildert.

Für die Anlieger der Westerbachstraße wird  in der Höhe der Einmündung zur Rosenstraße ein Wendebereich eingerichtet, sodass die Straße bis zur Baustelle befahren werden kann.

Nördlich der Westerbachstraße wird der abgebundene Teil der Traubenstraße geöffnet. Die Rosenstraße kann aus Richtung Möllingerstraße befahren werden, das Durchfahrtverbot wird aufgehoben. So bleibt das Quartier weiterhin befahrbar.

Südlich der Westerbachstraße wird die Stummrigestraße im ganzen Verlauf für den Anlieger- und Linienverkehr geöffnet. In einem Teilbereich der Straße wird das Anwohnerparken aufgehoben und ein absolutes Haltverbot eingerichtet, um das Ausweichen im Begegnungsverkehr zu ermöglichen.

Weiterhin werden die Papenstraße, Neue Straße und Uferstraße für den Zweirichtungsverkehr geöffnet. Die Neue Straße wird für Anlieger im Quartier die Hauptzufahrt bilden.

Foto: Stadt Höxter

Blaulicht
Montag, 06. Juli 2020 21:12 Uhr
Personenrettung durch die Feuerwehr mit Rettungsboot
Freitag, 03. Juli 2020 16:57 Uhr

Holzminden (red). Ein Heimwarnmelder löste am Donnerstag, 2. Juli, in der Allersheimer Straße in Holzminden aus. Die Feuerwehr Holzminden war mit 15 Kräften vor Ort. Die Einsatzkräfte stiegen durch das Fenster ins erste Obergeschoss ein und erkundeten die Lage. Die Einsatzkräfte stellten einen Fehlalarm fest und schalteten den Melder aus. Die Wohnung war komplett unbewohnt.

Freitag, 03. Juli 2020 16:38 Uhr

Holzminden (red). Die Feuerwehr Holzminden rückten am heutigen Freitag, 3. Juli, zu einem Verkehrsunfall am Kiesberg aus. Die Alarmierung lautete: „Pkw droht abzurutschen“ Ortsbrandmeister Michael Nolte berichtete, dass eine Frau aus ihrer Garage gefahren war und statt eine Kurve zu fahren, fuhr sie gerade aus. Die Frau blieb glücklicherweise unverletzt. Die Feuerwehr war mit 14 Einsatzkräften vor Ort. Ein Abschleppwagen sicherte das Fahrzeug.

Foto: Feuerwehr Holzminden 

Freitag, 03. Juli 2020 09:48 Uhr

Holzminden (red). Am Donnerstag, gegen 16.30 Uhr, kam es im Stadtgebiet von Holzminden zu einem tragischen Unfall. Eine 80-jährige Holzmindenerin befuhr mit ihrem Damenrad die Sparenbergstraße in Richtung Mühlenfeldstraße. Im Bereich eines Gefälles auf regenasser Fahrbahn kam es zum Sturz. Dabei zog sie sich schwere Kopfverletzungen zu. Ein Fahrradhelm wurde nicht getragen. Die Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Göttingen geflogen. Dort erlag sie wenig später ihren Verletzungen. Ein Fremdverschulden wird zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund von Zeugenaussagen ausgeschlossen. Die Ermittlungen dauern an.

Foto: Symbolfoto

Donnerstag, 02. Juli 2020 10:03 Uhr

Beverungen (red). Am Montagmorgen, dem 29. Juni ist die Stute ‚Ragazza‘ von einer Wiese bei Drenke-Beverungen gestohlen worden, lediglich ihr bester Kumpel wurde allein und total aufgeregt vorgefunden, dem sie normalerweise nie von der Seite weicht.

Der Zaun ist noch komplett intakt, jedoch gäbe es Hinweise, dass jemand Fremdes das Tor geöffnet und wieder geschlossen haben muss. "Dazu ist Ragazza gesundheitlich nicht in der Lage gewesen, über den Zaun zu springen. Eine Suche am Montagabend mit Drohne inkl. Wärmekamera hat nichts ergeben können, sie schien wie vom Erdboden verschluckt", so Annika Heiser gegenüber der Redaktion.

Am Dienstagmorgen wurde die Stute dann in direkter Hofnähe, vermutlich auf dem Weg nach Hause, in einem Straßengraben tot aufgefunden. Sie wurde am Abend/Nacht angefahren und ist leider ihren Verletzungen erlegen. Der Unfall selbst wurde bis heute nicht gemeldet.

"Nun bitten wir dringend um Hinweise, die zur Aufklärung dieser dubiosen Vorfälle führen können. Das bezieht sich einerseits auf Ragazza's Verlassen der Wiese, auf ihren Aufenthalt in den Stunden bis zu dem Autounfall sowie zu dem besagten Unfall selbst. Da die Wiese sowie die Straße gut einsehbar sind, hoffen wir nun zutiefst, dass doch jemand etwas Auffälliges gesehen hat. Dazu ist es wichtig, dass alle Werkstätten/Lackierereien etc. in der Umgebung darüber informiert werden, dass das Auto bei der Kollision einen Schaden davongetragen haben muss und wir diese bitten sich bei möglichen Hinweisen bei der Polizei Höxter zu melden. Bis die genauen Umstände nicht geklärt sind, sollten auch andere Pferdebesitzer nach wie vor darauf hingewiesen werden, ein besonderes Auge auf ihre Pferde zu haben", so Heiser weiter.

Wer Hinweise geben kann, um diesen traurigen und schlimmen Fall lösen zu können, kann sich unter 05271/9620 (Polizei Höxter) melden. Möglicherweise fällt ein Pkw durch einen Schaden auf oder Werkstätten werden mit einem Pkw konfrontiert, das zu dem Vorfall passen könnte.

Update:

"Wir suchen nun zusätzlich speziell Zeugen, die Montagmorgen gegen 7:30Uhr einen weißen LKW/Sattelschlepper bei einem verkehrs-behindernden Wendemanöver am Drenker Kreuz und später gegen 9:40 Uhr unterhalb des Drenker Kreuzes direkt vor dem Aussiedlerhof/der Pferdewiese Richtung Bruchhausen parkend gesehen haben. Die Polizei Höxter nimmt diesbezüglich jegliche Hinweise entgegen", so Heiser ergänzend.

Foto: Privat

Politik
Montag, 29. Juni 2020 20:23 Uhr
Die Schullandschaft im Landkreis soll sich verändern: Die Varianten und Stimmen im Überblick
Sonntag, 28. Juni 2020 11:55 Uhr

Holzminden (red). Die aktuellen Zahlen weisen den Landkreis Holzminden seit mehreren Wochen als coronafrei aus, doch solange erfolgreiche medikamentöse Behandlungen oder flächendeckende Impfungen gegen das COVID-19-Virus nicht möglich sind, müssen gemeinsam alle Anstrengungen unternommen werden, die Eindämmumg fortzusetzen. Dem stellt sich auch der Niedersachsächsiche Landtag in seiner kommenden Sitzung erneut mit einem Schwerpunkt. So soll die Forschung in Niedersachsen gestärkt werden, um Lehren aus der COVID-19-Pandemie zu ziehen und zu handeln. Zeitgerecht zur Urlaubssaison berät der Landtag, wie in Niedersachsen Tourismus, Freizeitwirtschaft und Gastronomiegewerbe unterstützt und wie zum Schuljahresbeginn im August die Schulen pandemiesicher aufgestellt werden können.

Die Tagesordnung wird ergänzt durch zahlreiche weitere Themen. So die Beseitigung regulatorischer Hemmnisse zur Nutzung “grünen“ Wasserstoffs, die Fluchtfolgenbekämpfung in Afrika und der Verbraucherschutz für Smartphone-Nutzer zur Vermeidung von Kostenfallen in Mobilfunkverträgen.

Ganz aktuell soll vor dem Hintergrund medial bekannt gewordener sexueller Missbrauchsfälle von Kindern die Präventionsarbeit gestärkt werden, die Täter sollen konserquenter verfolgt und bestraft werden.

Über Ihre Fragestellungen und Anregungen zur Diskussionsrunde freut sich der Landtagsabgordnete Uwe Schünemann live am Montag, den 6. Juli um 19 Uhr auf Facebook oder vorab an das Wahlkreisbüro unter der Mailadresse

buero@uwe-schuenemann.de oder der Telefonummer 0151 17900986.

Fotomontage: Echzell

 

Mittwoch, 24. Juni 2020 13:49 Uhr

Hannover (red). Die Kommunen im Landkreis Holzminden werden nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann vom Kommunalen Rettungsschirm des Landes erheblich profitieren. „Insgesamt erhalten die Kommunen mit dem 2. Nachtragshaushalt 2020 1,105 Mrd.“, so der CDU Politiker nach dem Beschluss der Regierungskoalitionsfraktionen. Damit würden die Corona-bedingten Gewerbesteuerausfälle von Bund und Land in voller Höher kompensiert. Der Kommunale Finanzausgleich werde in den kommenden beiden Jahren stabilisiert. Das sei vor allem für die finanzschwachen Gemeinden eine wichtige Unterstützung. Darüber hinaus würden 100 Mio. € weitestgehend nach der Einwohnerzahl auf die Kommunen verteilt. Für die EDV-Administratoren an Schulen würden 10 Mio. € zur Verfügung gestellt.

Für den Landkreis Holzminden könnten auch die Förderprogramme ÖPNV (insg. 120 Mio. €), Ladesäulen – Elektromobilität (40 Mio. €), Breitbandausbau (150 Mio. € zusätzlich) und 20 Mio. € für ein Sonderprogramm Radwegebau hilfreich sein. Die HAWK könnte vom Programm „Energetische Sanierungsmaßnahmen Hochschulen“(120 Mio.€) und das Agaplesion Krankenhaus vom „Zukunftsprogramm Krankenhäuser"  (77 Mio. €) profitieren.

Entscheidend für die in Not geratenen kleinen und mittelständischen Betriebe in unserer Region ist das umfangreiche Hilfsprogramm des Wirtschaftsministers in Höhe von 410. Mio. €. Für Tourismus und Gastronomie würden 120 Mio. und für die Digitalisierung des Einzelhandels 10 Mio. € bereitgestellt.

„Aber auch Sport und Kultur werden besonders unterstützt“, freut sich Uwe Schünemann. Der Landessportbund werde 7 Mio. € für einen Sonderfonds erhalten, aus dem die Vereine gefördert werden können. Das Bundesprogramm Kulturförderung werde mit 10 Mio. € aufgestockt und für ein eigenes Programm ebenfalls 10 Mio.€ eingestellt.

„Mit diesen umfangreichen Fördermaßnahmen können wir die Krise bewältigen. Allerdings werden erhebliche Anstrengungen notwendig sein, die wir nur gemeinsam schultern können“, so Uwe Schünemann abschließend.

 

Wirtschaft
Montag, 06. Juli 2020 17:43 Uhr
Neue Homepage der Solling-Vogler-Region im Weserbergland geht online
Sonntag, 05. Juli 2020 09:34 Uhr

Holzminden/Hildesheim (red). Schon in den vergangenen Jahren schafften es Lehrende des HAWK-Studiengangs BWL berufsbegleitend unter die TOP 25 beim Wettbewerb „Teacher of the Year“ des Hochschulverbundes Virtuelle Fachhochschule (VFH). Für das Ranking wählen jährlich Studierende aus virtuellen Studienfächern die besten Lehrkräfte. Diesmal sind es Prof. Dr. Zulia Gubaydullina, Jenny Wundrack und Prof. Dr. Lars Weber, die von ihren Studierenden auf diese Weise geehrt werden.

Für die Lehrenden bedeutet eine solche Anerkennung in diesem Sommersemester besonders viel. Denn auch für einen Studiengang, der überwiegend digital konzeptioniert ist, war das digitale Sommersemester nicht einfach. Die Umstellung der Hochschulen und Universitäten auf die Onlinelehre musste schnell und ohne Vorwarnung erfolgen. Eine gute digitale Interaktion ist sehr aufwendig und kann nicht durch eine einfache Übertragung der Veranstaltungen in virtuelle Räume bewältigt werden. Umso erfreulicher ist es, wenn die Studierenden die Professionalität und das Engagement der Lehrenden schätzen. 

„Seit Beginn des Studiengangs werden die Lehrenden in diesem Wettbewerb jedes Jahr mit hervorragenden Platzierungen ausgezeichnet. Damit zeigen die Studierenden, dass sie mit der Lehre zufrieden sind, und das nicht nur bei einer Person, sondern bei mehreren. Es macht mich stolz, dass das Team im Studiengang so gut ankommt!“, so Dr. Ulrich Hundertmark, Dekan der Fakultät und „Gründungsvater“ des Studiengangs. „Die ersten Überlegungen zum Studiengang haben wir im Jahr 2011 angestellt und nun sind wir erfolgreich und aktuell mehr denn je von der digitalen Lehre überzeugt“. 

Für Jenny Wundrack, die in ihrem ersten Jahr bei der HAWK ist, kam die Auszeichnung überraschend. „Ich habe den Wettbewerb gar nicht wahrgenommen, da nur die Studierenden zur Teilnahme aufgerufen sind. Aber als die Meldung kam, habe ich mich riesig gefreut. Die Lehre im Studiengang macht mir sehr viel Freude, ich bewundere die Motivation der berufsbegleitenden Studierenden und habe auch das Gefühl, dass wir richtig gut miteinander arbeiten, aber eine offizielle Bestätigung ist trotzdem auch sehr schön“, freut sich die Dozentin.

„Wir sind digitale Lehre gewöhnt, weil der Studiengang von Anfang an überwiegend digitaler abläuft“, so Studiengangsleiterin Prof. Gubaydullina, „Aber auch für uns sind die Zeiten aufregend. Die Präsenzveranstaltungen können in der gewohnten Form nicht stattfinden, das fehlt uns allen sehr“. Normalerweise haben die Studierenden einmal im Monat die Gelegenheit für den persönlichen Austausch und jahrgangsübergreifende Treffen und das ist ein sehr wichtiger Baustein in der digitalen Welt. Unsere Präsenzveranstaltungen im Fach Innovationsmanagement haben wir mit einem Online-Workshop in Design Thinking ersetzt. Das hat den Studierenden sehr viel Spaß gemacht und wurde als voller Erfolg bewertet. Dagegen musste die Exkursion ins Silicon Valley leider ausfallen“, so Gubaydullina.

Prof. Lars Weber ist für das Fachgebiet Allgemeine BWL mit dem Schwerpunkt Digitalisierung berufen: „Digitalisierung ist für mich der wichtigste Innovationstreiber. Unsere Exkursion zur Internationalen System Dynamics Konferenz nach Bergen (Norwegen) findet dieses Jahr virtuell statt, auch die Summer School und die Posterpräsentationen der Studierenden werden online abgehalten. Ich freue mich schon sehr darauf, unsere studentische Forschung international zu erleben. Dagegen sind digitale Prüfungen im großen Stil auch für mich noch Neuland. Die ersten digitalen Prüfungen sind aber erfolgreich verlaufen und ich habe das Gefühl, die Studierenden nehmen sie sehr ernst und sind nicht weniger engagiert dabei als bei den Präsenzprüfungen“.

Das kommende Wintersemester plant das Team des Studiengangs weiterhin digital. Eine besondere Herausforderung wäre dabei, die Studierenden im ersten Semester zu begrüßen und in das Studium einzuführen. „Dafür brauchen wir eine digitale Orientierungswoche mit unseren Mentorinnen und Mentoren, um das Kennenlernen zu fördern und das Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen“, meint Gubaydullina.

Wettbewerb Teacher of the Year: Seit dem Sommersemester 2011 bietet die Virtuelle Fachhochschule ihren Studierenden die Möglichkeit, den „Teacher of the Year“ zu wählen. Jede/r Studierende hat eine Stimme und kann diese an eine Dozentin/einen Dozenten aus ihren/seinen aktuell belegten Kursen vergeben. Im Sommersemester 2020 beteiligten sich 1.348 Studierende an dem Votum. 388 Lehrkräfte standen zur Auswahl. 

Informationen zur Virtuellen Fachhochschule (VFH):

Die VFH ist ein bundesländerübergreifender Hochschulverbund, der akkreditierte Online-Studiengänge seiner Mitglieder-Hochschulen anbietet. Dafür werden interaktive, multimediale Lernmaterialien und moderne Kooperations- und Kommunikationsmedien genutzt, die die VFH über ihre Online-Plattform für die Lehre zur Verfügung stellt. Dazu gehören das Lernraumsystem und die Bereitstellung aller Module für Studierende und Lehrende.

Informationen zum Studiengang:

Der Bachelorstudiengang „Betriebswirtschaft berufsbegleitend“ an der HAWK in Holzminden ist als ein flexibler digitaler Studiengang konzipiert. Die Regelstudienzeit von neun Semestern kann je nach persönlicher Vorbildung und Studiengeschwindigkeit verkürzt oder verlängert werden. Der Großteil der Lehrveranstaltungen findet abends online statt und wird aufgezeichnet, sodass die Inhalte auch später bearbeitet werden können. So bietet der Studiengang eine räumliche und zeitliche Flexibilität, die es den Studierenden ermöglicht, ihr Studium den individuellen Lebensumständen anzupassen. 

Die Online-Infoveranstaltungen auf YouTube, Facebook und Zoom finden am ersten und dritten Mittwoch im Monat statt. Weitere Informationen und Termine unter: www.hawk.de/ba-betriebswirtschaft 

Foto: HAWK

Samstag, 04. Juli 2020 10:49 Uhr

Höxter (TKu). Lockerungen der Corona-Beschränkungen führen auch dazu, dass Rehakliniken Schritt für Schritt in eine neue Normalität zurückkehren. So auch die Asklepios-Weserberglandklinik Höxter, die ihre Auslastung nach Corona von 100% auf 45% fahren musste und inzwischen wieder bei 75% Auslastung angekommen ist. Für ihr gutes Management in Corona-Zeiten hat die Asklepios-Weserberglandklinik nach einem „Corona-Check" durch das Internetportal „Qualitätskliniken.de“ ein Qualitäts- bzw. Gütesiegel erhalten, was von einer externe Expertengruppe an Rehakliniken in ganz Deutschland vergeben wird. Die Weser hat beim Check 92% erreicht. Vieles hat sich durch Corona verändert. Die Asklepios-Weserberglandklinik hat nun ihren Weg im Umgang mit Covid-19 gefunden. Die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamts des Kreises Höxter bezeichnet Asklepios-Weserberglandklinik-Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer als sehr gut. Covid-19 habe die Klinik unvorbereitet schwer getroffen, aber inzwischen sei die Lage gut im Griff, so Pfeifer.

Drei bestätigt getestete Corona-Fälle in der Klinik seien umgehend in andere geeignete Kliniken verlegt worden. Bei einem anschließenden Corona-Test aller Patienten und Mitarbeiter*innen habe es zum Glück keine weiteren bestätigten Corona-Fälle gegeben, erklärt Rüdiger Pfeifer. In der Weserbergland-Klinik werden insbesondere Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen behandelt. Da diese Erkrankung auch die Atemmuskeln schwächt, hätte Corona für viele Patienten einen schweren Krankheitsverlauf bis hin zum Tod bedeuten können. Das war der Grund, die Kapazitäten herunter zu fahren und sämtliche Schutzmaßnahmen in Kraft zu setzen, um die Patienten vor der Krankheit zu schützen. Dazu haben die Verantwortlichen eine sogenannte „Task-Force“, also einen eigenen Krisenstab gegründet, der sich täglich zur neuesten Lage ausgetauscht und mit aktuellen Informationen versorgt hat. Inzwischen wird jeder Patient, dessen Test älter als 72 Stunden ist, erneut getestet. Bis das Ergebnis vorliegt, müsse der Patient jedoch im Zimmer verbringen, erklären Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer und Chefarzt Dr. Klaus Dechant (Neurologie). Anwendungen und Reha bekommen die Patienten jedoch sofort auf dem Zimmer. Damit sich das Klinik-Personal vor möglicher Ansteckung schützt und den Virus nicht weiter trägt, trägt das gesamte Klinikpersonal inzwischen die sogenannten FFP-2-Masken für umfassenden Corona-Schutz.

Besuche der Patienten sind wieder möglich, allerdings unter Auflagen, erklärt Pfeifer. Es gibt ein Besucherkonzept, um der Pandemie entgegen zu treten: Bis zu zwei Stunden dürfen Besucher*innen die Patienten sehen und begleiten. Eine Voranmeldung ist aber in jedem Fall nötig. Ebenso nötig ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes der externen Besucher und Besucherinnen. Nahezu überall mussten Dinge geändert werden: Bei der Planung der Therapien, bei der Therapie, der Pflege sowie der An- und Abreise der Patienten. Da die zum Teil schwerkranken Patienten einer wichtigen Rehabilitation bedürften und sich gut informiert und sicher fühlen möchten, seien alle Maßnahmen konsequent aber mit „Fingerspitzengefühl" eingeführt und umgesetzt worden. Inzwischen haben sich viele an die neuen Schutzmaßnahmen gewöhnt. Der Ambulanzbetrieb sei ebenfalls wieder aufgenommen, so Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer. Die Mehrzahl des Personals sei aus der Kurzarbeit zurück. Als Positiv wertete Pfeifer die Unterstützung der eigenen Mitarbeiter in Corona-Zeiten. Der Asklepios-Konzern hat allen Mitarbeiter*innen das Kurzarbeitergeld von 60 bzw. 67% auf 80% aufgestockt, so Pfeifer. Trotz der eigenen Corona-Situation hat die WBK das ungenutzte ehemalige Pflegeheim „Weserblick“ dem Land Nordrhein-Westfalen als zusätzliche Unterbringungsmöglichkeit gemeldet. Eine Reaktivierung dieser Einrichtung wurde jedoch bislang nicht erforderlich. 25 Plätze stehen hier fertig eingerichtet zur Verfügung.

Weiterhin gibt Rüdiger Pfeifer bekannt: Dr. med. H. Heinze, Facharzt für Orthopädie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, unterstützt das Team künftig erneut. Als Oberarzt und später als Chefarzt der Orthopädie war er insgesamt 28 Jahre an der Asklepios-Weserberglandklinik tätig, bis er für vier Jahre an die gräflichen Kliniken nach Bad Driburg gewechselt ist. Seit dem 01. April 2020 ist er zurück in die WBK gekommen. Dort vertritt er als Leitender Arzt der Orthopädie dieses Fachgebiet und unterstützt die Fachbereiche Neurologie und Geriatrie bei orthopädisch-chirurgischen Fragestellungen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist nach wie vor die interdisziplinäre Schmerztherapie. Zudem bietet Herr Dr. med. Heinze auch Termine im Rahmen einer Privatambulanz an. Die Zusammenarbeit mit dem St. Ansgar-Krankenhaus in dem orthopädischen Bereich werde nun noch weiter verbessert, erklärt Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer.

Der Abriss der ehemaligen Weserbergland-Klinik schreite zeitgemäß voran. Momentan ist ein Steinbrecher am Werk. Die Untergeschosse müssen alle verfüllt werden, auch der alte Atombunker unter der alten Klinik, erklärt Chefarzt Klaus Dechant. Anfang Oktober solle das Hochhaus schon nicht mehr stehen. Mitte bis Ende Juli werde voraussichtlich damit begonnen, das Hochhaus mit dem speziellen „Long-Front-Bagger“ abzutragen, weiß Rüdiger Pfeifer zu berichten. Nach dem Abriss müsse noch der Berg da abgetragen werden, wo die neue Klinik noch ihren Ausblick vermisst. Wenn alles weg ist, solle an der Stelle des Hochhauses ein vergrößerter Wintergarten mit Aussicht entstehen, weiß Pfeifer zu berichten. Aber noch rage der Berg im Bereich des alten Haupteingangs fünf Meter höher als die neue Klinik.

Fotos: Thomas Kube

Sport
Montag, 06. Juli 2020 10:04 Uhr
Alternativer Allersheimer MTB-Cup ist gestartet - Radsportfreunde können noch bis zum 19. Juli teilnehmen
Donnerstag, 04. Juni 2020 11:02 Uhr

Neuhaus (red). Eigentlich sollte am 5. Juli der 22. Allersheimer Mountainbikecup in Neuhaus gestartet werden, doch Corona hat auch dieser Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Organisatoren vom Radsport-Hochsolling und der Touristikinformation fänden es schade, wenn dieses traditionsreiche Rennen komplett ausfallen würde.

Unter dem Motto „Ride alone“ werden die Sportler aufgefordert, die jeweiligen Strecken zu Hause zu absolvieren. Angesprochen ist jeder, egal mit welchem Rad, ob auf Asphalt oder im Wald an dieser Aktion teilzunehmen. Die jeweiligen Streckenlängen betragen 25, 50 oder 100 Kilometer, bei etwa 500, 1.000 oder 2.000 Höhenmeter bei den verschiedenen Renndistanzen.

Bei dieser Veranstaltung soll hauptsächlich der Spaß im Vordergrund stehen, nach dem Motto: Treibe Sport und tue gleichzeitig etwas Gutes. Die Startgebühr von 10 Euro kommt zu 100 % der Holzmindener Tafel zu Gute, die in diesen Zeiten dringend auf Unterstützung angewiesen ist.

Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit bei der Anmeldung ein Aktionsshirt als Erinnerung dieser Veranstaltung zum Selbstkostenpreis von 20 Euro zu bestellen. Die Anmeldung zu diesem Event ist ab sofort unter myraceresult.com oder direkt beim Veranstalter unter Marathon.

Radsport-Hochsolling e.V. möglich. Unter diesen Adressen sind auch alle Informationen zu der Veranstaltung zu finden. Die Renndistanzen sollen dann vom 5. Juli bis zum 21. Juli abgefahren werden. Danach schickt jeder Teilnehmer seine persönliche Streckenzeit an den Veranstalter, schön wäre auch ein Foto.

Mit den Fotos möchte die Veranstalter anschließend eine Galerie erstellt. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit sich anschließend eine Erinnerungsurkunde auszudrucken. Also, rauf aufs Rad, mit dem schönen Gefühl eine sportliche Leistung in den Dienst einer guten Sache gestellt zu haben.

Übrigens: alle Sponsoren haben ihre Unterstützung auch zu dieser Form der Veranstaltung zugesagt. Die Veranstalter würden sich über eine große Teilnehmerzahl freuen und hoffen alle Unterstützer beim 23. Allersheimer Mountainbikecup am 4. Juli 2021 in Neuhaus gesund zum „echten Rennen“ begrüßen zu können.

Foto: Radsport - Hochsolling

Montag, 11. Mai 2020 10:28 Uhr

Holzminden (red). Nach acht Wochen Corona-Zwangspause ist der Faustballsport eine der Sportarten, die ab sofort wieder trainieren können und das wurde am letzten Freitag auch gleich getan. „Natürlich nur unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln mit den entsprechenden angepassten Trainingsabläufen“, so Abteilungsleiter Hübner, „aber das machen wir gern. Schließlich mussten wir lange auf den Faustballsport verzichten. Im Gegensatz zu manch anderer Sportart ist es für uns ein wenig leichter geltende Vorgaben wie die „10 Leitplanken“ des DOSB´s oder die Regeln des NTB´s einzuhalten. Schließlich ist das Spielfeld 20x50 Meter groß und die zwei darauf spielenden Mannschaften bestehen aus nur je 5 Personen. Eine Unterschreitung des Mindestabstandes von 2 Metern oder gar der direkte Kontakt (Zweikämpfe) wie z.B. beim Fußball, sind dadurch nahezu vollständig ausgeschlossen.“

Alle die noch keinen Sport ausüben können, sind herzlich eingeladen sich dem Faustballsport anzuschließen. Einzige Voraussetzungen sind Stollenschuhe und Spaß am Ball.

Wer das Angebot in Anspruch nehmen möchte, wird gebeten sich vorab telefonisch mit der Abteilung des MTV 49 (Jörg Christian Hübner 0162-9428366) in Verbindung zu setzen, da zur Erfüllung der neuen Regeln, z.B. verkleinerte Übungsgruppen, auch mehr Trainer anwesend sein müssen.

Foto: MTV 49

Panorama
Montag, 22. Juni 2020 10:28 Uhr
SGB II strukturell unzureichend – Jobcenter muss Berufskleidung übernehmen
Mittwoch, 17. Juni 2020 13:20 Uhr

Niedersachsen (red). Auch die Regenfälle der letzten Tage werden nichts mehr daran ändern: Niedersachsen geht nach zwei Trockenjahren in Folge mit niedrigen Grundwasserständen in den bevorstehenden Sommer. Entsprechende Zahlen stellte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Rahmen eines jetzt veröffentlichten Sonderberichts vor. Für die Experten ist klar: Die beobachteten historisch niedrigen Grundwasserstände sind nicht mehr allein mit zufälligen Witterungsschwankungen zu erklären.

„Die sich seit einigen Jahren in den Messungen des NLWKN abzeichnende Entwicklung ist auch Ausdruck eines sich infolge des Klimawandels insgesamt verändernden Landschaftswasserhaushalts. Die Grundwasserstandsextreme in den Trockenjahren 2018 und 2019 führen dabei anschaulich die in Folge des Klimawandels möglichen Veränderungen vor Augen“, betont Bernhard Ohlrogge, Aufgabenbereichsleiter Grundwasser beim NLWKN.

In dem jetzt veröffentlichten „Sonderbericht zur Grundwasserstandssituation in den Trockenjahren 2018 und 2019“ stellt der Landesbetrieb die Auswirkungen der trockenen Witterungsbedingungen der letzten zwei Jahre auf die Grundwasserstände dar. Im Vergleich zum Trockenjahr 2018 mit bereits landesweit extrem niedrigen Grundwasserständen hat sich die Situation in Niedersachsen 2019 demnach weiter verschärft. Die Tiefststände des Dürrejahres 2018 wurden dabei in 71 Prozent der ausgewerteten Grundwassermessstellen unterboten. Der tiefste Grundwasserstand des 30-jährigen Referenzzeitraums 1988-2017 wurde 2019 an 56 Prozent der Messstellen unterschritten (2018 32 Prozent). „Trotz verhältnismäßig hoher Niederschläge im Winter 2019/20 kann auch für das laufende hydrologische Jahr nicht von einer generellen Entspannung der Grundwasserstandssituation ausgegangen werden“, prognostiziert Bernhard Ohlrogge. 

2019 lagen die Jahrestiefstände im Mittel 0,36 Meter unterhalb der mittleren Werte im Vergleichszeitraum 1988 bis 2017 (2018: 0,23 Meter). Die ungünstigsten Grundwasserstandsentwicklungen und höchsten Absenkungen waren in den Geest- und Börderegionen Niedersachsens zu beobachten. Die günstigsten Entwicklungsverläufe mit den geringsten Absenkungen fanden in den Niederungsregionen insbesondere Westniedersachsens sowie in den Marschgebieten statt.

Trend zu Defiziten setzt sich offenbar fort

Trotz eines niederschlagsreichen Winters 2019/2020 zeichnet sich ab, dass auch 2020 in vielen Regionen Niedersachsens weiterhin Grundwasserstandsdefizite bestehen. Während sich die Grundwasserstände in den Niederungs- und Küstenregionen West- und Nordniedersachsens über den Winter gut erholt haben, fiel der Wiederanstieg in den übrigen Landesteilen und insbesondere in den Geestregionen nur mäßig aus. „Die winterliche Grundwasserneubildungsphase ist abgeschlossen und die Grundwasserstände sinken entsprechend ihrem saisonalen Verlauf gegenwärtig wieder ab. Insbesondere in den Beregnungsgebieten Ostniedersachsens liegen dabei zum Teil schlechtere Ausgangsbedingungen als 2019 vor“, so Dr. Gunter Wriedt von der NLWKN-Betriebsstelle Cloppenburg. Die Grundwasserstände folgen dabei aktuell ungefähr dem Verlauf des Vorjahres. Zum Teil werden die Werte von 2019 auch überschritten - sie bleiben aber in der Regel unter den Werten von 2018. Eine grundlegende Entspannung der Situation sei nicht eingetreten, so Wriedt: „Der NLWKN geht zum derzeitigen Zeitpunkt davon aus, dass die Grundwasserstände im Sommer 2020 überwiegend einen ähnlichen Verlauf wie in den beiden Vorjahren nehmen und auch vergleichbare Tiefstände erreicht werden können.“

Nach dem Dürrejahr 2018 hatte der NLWKN im Frühjahr 2019 erstmals im Rahmen des jährlich erscheinenden Grundwasserberichts Niedersachsen die Entwicklung der Grundwasserstände in einem Sonderbericht dargestellt. „Bereits damals hatten die Grundwasserstände infolge der lang andauernden Trockenheit extreme Tiefstände im Vergleich zu den vorangegangenen 30 Jahren erreicht“, erinnert Wriedt. Im hydrologischen Jahr 2019 hat sich die Grundwasserstandssituation im Vergleich zum Vorjahr landesweit noch einmal deutlich verschärft.

2019 elfmonatige Dürrelage

Im Mittel lag dabei über elf Monate eine Grundwasserdürrelage vor – an 41 Prozent der untersuchten Messstellen wurde der tiefste Grundwasserstand seit Beginn der Auswertungen 1988 erreicht. 2018 war dies an 23 Prozent der Messstellen der Fall. An 71 Prozent der Grundwassermessstellen wurde der Tiefststand des Vorjahres noch einmal unterboten. Für die Untersuchung wurden die Daten von insgesamt 1.430 Grundwassermessstellen des NLWKN in ganz Niedersachsen ausgewertet. Der vollständige Bericht ist im Internet unter www.nlwkn.de zum Download verfügbar.

Sonntag, 14. Juni 2020 09:49 Uhr

Niedersachsen (red). Professionelle Reinigung von Terrassen, Gartenwegen oder Dächern – das versprechen zurzeit auch viele dubiose Anbieter. An der Haustür oder per Werbeflyer preisen sie ihre Dienste an und versuchen Kunden mit hohen Rabatten zu überzeugen. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt davor, Geschäfte an der Haustür abzuschließen. Kunden sollten stets mehrere Angebote einholen, möglichst einen ortsansässigen Anbieter wählen und Zahlung auf Rechnung vereinbaren. 

Abgesagte Reisen, eingeschränkte Freizeitaktivitäten und weniger soziale Kontakte – in der aktuellen Situation investieren viele Menschen Zeit und Geld, um es sich zu Hause besonders schön zu machen. Das wissen dubiose Anbieter zu nutzen: Sie klingeln an der Haustür, bieten schnelle und professionelle Reinigung von Terrassen, Gartenwegen oder Dächern an und drängen dazu, sich schnell zu entscheiden. „Gerade älteren Verbrauchern fällt es oft schwer, Vertreter an der Haustür wieder loszuwerden“, erklärt Tiana Preuschoff, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Sie sollten aber immer darauf bestehen, Angebote in Ruhe zu prüfen und Vergleichspreise einzuholen. Seriöse Anbieter werden dies immer respektieren.“ 

2.400 Euro für unsachgemäße Reinigung

In einem der Verbraucherzentrale Niedersachsen vorliegenden Fall wurde einem älteren Ehepaar von drei Männern eine „professionelle“ Reinigung von Dach, Gehweg und Gartenmauer für 3.500 Euro angeboten. Die Verbraucher lehnten zunächst ab, ließen sich aber von einem deutlichen Preisnachlass überzeugen: 2.400 Euro sollten die Arbeiten kosten, wenn sie sofort starten und bar bezahlt würden. Nach der Dachreinigung stellte das Ehepaar fest, dass der Dreck einfach auf Beete, Terrasse und Garten verteilt wurde. Die Regenrinne war so verschmutzt, dass sie abmontiert und gereinigt werden musste. Eine Reklamation war nicht möglich, da die angebliche Firma unter der angegebenen Adresse nicht existierte. 

Fremde nicht ins Haus lassen

Während der Reinigungsarbeiten hatten die Männer mit verschiedenen Erklärungen versucht, ins Haus zu kommen – zum Glück ohne Erfolg. Die Verbraucherzentrale rät, Fremde grundsätzlich nicht ins Haus zu lassen und die Angaben des Anbieters vor der Beauftragung zu überprüfen. „Meist reicht es schon, den Namen oder die Adresse in eine Suchmaschine einzugeben. Bestehen Zweifel an der Identität des Anbieters, auf keinen Fall beauftragen.“ 

Bei Fragen hilft die Beratung der Verbraucherzentrale Niedersachsen – vor Ort, telefonisch und per Videochat: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/fuer-sie-da 

 

Freitag, 12. Juni 2020 13:41 Uhr

Hannover (red). Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am heutigen Freitag (12.06.2020) das erste öffentliche Lagebild zur Clankriminalität in Niedersachsen vorgestellt. Pistorius: „Clankriminalität in allen ihren Ausprägungen ist in Niedersachsen ein ernstzunehmendes Problem. Auch wenn die Anzahl der Straftaten selbst im Promillebereich im Verhältnis zur Gesamtkriminalität steht: Kriminelle Clanmitglieder sind gewalttätig, sie bedrohen ihre Konkurrenz genauso wie Angehörige der Polizei. Mitglieder aller kriminellen Clans in Niedersachsen treten mit überhöhtem Ehrgefühl und großer Respektlosigkeit auf, sie beachten geltende Regeln und Gesetze nicht. Sie bedrohen damit unseren Rechtsstaat und unsere freiheitliche und demokratische Gesellschaft. Sie akzeptieren unsere Rechtsordnung genau so wenig wie Vertreter des Rechtsstaats, die kommunal geltenden Regelungen und die Ordnungsbehörden. Darauf reagieren wir repressiv und unmittelbar mit allem, was uns insbesondere im polizeilichen Repertoire zur Verfügung steht!“

- Wesentliche Zahlen, Daten und Fakten des Lagebildes 2019 -

2019 wurden in Niedersachsen insgesamt 2.630 sog. Ereignisse im Zusammenhang mit Clankriminalität registriert, davon handelte es sich in 1.585 polizeilichen Vorgängen um Straftaten. Im Wesentlichen waren hier Körperverletzungs-, Bedrohungs- und Beleidigungsdelikte zu verzeichnen.

1.646 Personen wurden als Tatverdächtige oder Beschuldigte erfasst. Davon waren 87 Prozent männlich und mehr als 50 Prozent in einem Alter von unter 30 Jahren. Die Beschuldigten oder Tatverdächtigen kommen ursprünglich aus 49 verschiedenen Staaten. In Bezug auf die Herkunft dominiert allerdings die Bundesrepublik Deutschland mit 890 Personen, gefolgt vom Libanon (167), der Türkei (162), Syrien (83) und Rumänien (53).

Insgesamt wurden Vermögenswerte in Höhe von knapp 5,7 Millionen Euro vorläufig gesichert.

355 Personen (21,6 %) traten 2019 mehrfach als Täter in Erscheinung.

Die Tatorte verteilen sich – in unterschiedlicher Ausprägung – nahezu über das gesamte Flächenland Niedersachsen und zwar sowohl in urbanen als auch in ländlichen Gebieten. Urbane „Hotspots“, wie sie aus anderen Ländern bekannt und in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt sind, sind in Niedersachsen in der Intensität aber nicht erkennbar.

Zur Einschätzung des Dunkelfeldes der Clankriminalität sagt der Präsident des Landeskriminalamtes Niedersachsen, Friedo de Vries: „Wir gehen davon aus, dass wir im Dunkelfeld noch etwas mehr Straftaten clankriminellen Personen und Gruppierungen zuschreiben müssten. Es liegt aber gerade in der Eigenart der Clankriminalität, dass die Polizei aufgrund der familiären Abschottung und durch Einschüchterungshandlungen von einem gewissen Teil der Straftaten erst gar nicht erfährt.“

- Entwicklung des Lagebildes seit 2013 bis heute -

Das jetzt vorgelegte Lagebild zur Clankriminalität für das Jahr 2019 gewährt erstmals öffentlich einen umfangreichen Einblick in die verschiedenen Ausprägungen der Clankriminalität, Details behördlicher Bewertungen und Maßnahmen. Niedersachsen hatte – als eines der ersten Bundesländer – einen Schwerpunkt in der Bekämpfung der Clankriminalität gesetzt und bereits seit 2013 interne Lagebilder erstellen lassen, die aber bisher lediglich für dienstliche Zwecke Verwendung fanden, insbesondere um Einsatz- und Ermittlungsmaßnahmen zu unterstützen. Pistorius: „Wir haben schon sehr früh auch mit einem Lagebild den Fokus auf kriminelle Clanmitglieder gelegt, das waren insbesondere kriminelle Personen türkisch-arabischer Abstammung.

Sie waren seit Jahren durch Gewalttätigkeiten, Aggressivität und auch Widerstandshandlungen gegen Polizeikräfte aus teils nichtigem Anlass in Erscheinung getreten. Diese Entwicklung führte dazu, die vorhandenen Daten und Erfahrungen erstmals vor sieben Jahren auch in ein landesweites Lagebild zu überführen.“

Die wesentlichen Kriterien zur Erstellung der Lagebilder wurden von 2013 bis zu dem jetzt vorgelegten Lagebild immer deutlicher definiert. So wurden Straftaten zunächst vor allem durch eindeutig zuzuordnende Nachnamen von bekannten Gefahrenverursachern und Straftätern der Clankriminalität retrograd zugeordnet, also in der Regel erst lange, nachdem sich die Straftat ereignet hatte.

Diese Vorgehensweise hat sich mit dem Jahr 2019 – also mit dem heute vorgelegten Lagebild – entscheidend verändert. Dieses neuartige Lagebild generiert sich insbesondere daraus, dass die Polizei in jahrelanger fachlicher Annäherung einen ausgereiften Merker für Straftaten mit Bezug zur Clankriminalität entwickelt hat. Diese bundesweit so einzigartige Methodik setzt im Gegensatz zum bisherigen retrograden Vorgehen bereits in der Erfassung der Daten in NIVADIS, dem polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystem, an. Innenminister Pistorius: „Wir befinden uns auch noch in der Einführungs- oder, wenn man so will, Lernphase. Die Einführung entsprechender Merker in die Praxis dauert mit Blick auf das Nutzungsverhalten meist eine gewisse Zeit. Das kennen wir aus anderen Phänomenbereichen. Wir können mit diesem neuen Ansatz Sachverhalte schneller der Clankriminalität zuordnen, was gerade im dynamischen Feld dieser Kriminalitätsform enorm wichtig für die Arbeit der Polizei ist. Unser Ziel ist es, immer vor der Lage zu sein! Diese neue Systematik der Erfassung und Zuordnung geht deutlich über hauptsächlich ethnische Kriterien – wie bis zum Lagebild 2018 – hinaus. Namen, Herkunftsländer und Nationalitäten sind keine allein bestimmenden Kriterien mehr. Es geht um typisch Clan-kriminelles Verhalten!“

 

- Zur aktuellen Situation in Peine -

 

„Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in Peine stellen wir fest, dass offenbar kriminellen Clans zugehörige Personen oder Gruppen die offene Konfrontation mit dem Rechtsstaat geradezu suchen. Das akzeptieren wir nicht“, so Pistorius weiter. In Peine hatten in den vergangenen Wochen mutmaßliche Clanmitglieder eine im Innenstadtbereich wohnende Polizeibeamtin bedroht, zuvor war ihr Auto mehrfach beschädigt worden. Einen weiteren Beamten, der in dieser Sache ermittelt, hatten Clanmitglieder bis zu seinem privaten Wohnsitz verfolgt. Am Anfang dieser Woche hat sich Innenminister Pistorius selbst ein Bild von der Situation in Peine gemacht und sprach dabei auch mit der Beamtin und dem Beamten. Minister Pistorius: „Diese Form der Bedrohung macht den Betroffenen Angst. Genau darum geht es den Clans dabei! Einzuschüchtern, Angst zu machen und zu verunsichern. Die Polizei trifft alle notwendigen Maßnahmen gegen Straftäter und Gefährder! Ich war Montag in Peine, um der Polizei persönlich und vor Ort den Rücken zu stärken. Wir lassen nicht zu, dass diejenigen Frauen und Männer, die jeden Tag unseren Rechtsstaat verteidigen, von Straftätern drangsaliert oder bedroht werden – noch dazu in ihrem Privatleben. Ich habe in Peine großartige Polizistinnen und Polizisten kennengelernt, die – trotz dieser negativen Erfahrungen – ihren Beruf mit viel Herzblut, großer Motivation und Überzeugung ausüben. Die Polizei in Peine hat in der Vergangenheit bereits viel getan. Klar ist aber auch, dass dort eine Situation eingetreten ist, die es offensichtlich notwendig macht, nochmal einen Gang höher zu schalten. Das werden wir tun.“

 

Landespolizeipräsident Axel Brockmann ordnet das Phänomen Clankriminalität in Niedersachsen weiter ein: „Wir werden uns der Clankriminalität weiter intensiv widmen und die Vernetzung mit den kommunalen Behörden und Institutionen weiter ausbauen. Überall da, wo Kriminelle meinen, die Straße gehöre Ihnen, sie stünden über dem Recht, werden wir ihnen erforderlichenfalls noch intensiver mit Präsenzkräften auf den Füßen stehen. Dazu setzen wir punktuell auch die Bereitschaftspolizei ein. Das Agieren krimineller Clans ist von einem hohen Abschottungsgrad, einem hohen Mobilisierungspotenzial innerhalb der vorhandenen Familienstrukturen sowie einer Ablehnung deutscher Gesetze und Normen geprägt.“

 

Da sich Polizei und auch Justiz fortlaufend vor Herausforderungen gestellt sehen, ist die Bekämpfung krimineller Clanstrukturen seit mehreren Jahren Schwerpunkt sicherheitsstrategischer Befassungen in Niedersachsen und führt zu der Fortentwicklung von diversen Maßnahmen und Konzepten. Am 1. März 2018 wurde die „Landesrahmenkonzeption zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen“ in Kraft gesetzt. Sie dient der Gewährleistung landesweit einheitlicher Standards und verfolgt einen ganzheitlichen und niedrigschwelligen Bekämpfungsansatz. Durch eine intensive Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei sollen kriminelle Clanstrukturen auch schon weit unterhalb der Grenze zu schwerer oder organisierter Kriminalität bekämpft werden.

 

„Ein sehr niedrigschwelliges Einschreiten auf der Straße ist eine wesentliche strategische Leitlinie für alle Polizeibeamtinnen und –beamten bei dem Umgang mit Mitgliedern krimineller Clans. Diesen Personen begegnen wir zudem angepasst mit entsprechenden Ermittlungseinheiten und spezialisierten Ermittlungskräften“, so Brockmann weiter.

Montag, 08. Juni 2020 13:25 Uhr

Hameln/Göttingen (red). In Göttingen und Hameln sind, wie bereits bekannt gegeben, am vergangenen Donnerstag verschiedenen Abgeordneten- bzw. Parteibüros insgesamt acht Briefe zugegangen, die mit rechtsextremistischen Zeichen versehen und einer unbekannten pulverartigen Substanz gefüllt waren. Die Polizeiinspektionen Göttingen sowie Hameln-Pyrmont/Holzminden, in deren Zuständigkeitsbereichen sich diese Vorfälle ereigneten, haben mit Unterstützung des Landeskriminalamtes Niedersachsen die Ermittlungen aufgenommen. Die pulverförmige Substanz wurde noch am gleichen Tage durch das LKA auf ihre Gefährlichkeit untersucht. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen harmlosen Stoff - ein haushaltsübliches Nahrungsmittel - handelte.

Die Niedersächsische Landesregierung hatte diese Vorfälle zum Anlass genommen, unmittelbar den Innenausschuss des Niedersächsischen Landtages über diesen Sachverhalt zu unterrichten und dabei insbesondere auf einen sensiblen Umgang mit Posteingängen hinzuwirken. Es war und ist nicht auszuschließen, dass es weitere Briefsendungen dieser Art geben könnte. Bislang sind der Polizei in Niedersachsen allerdings keine weiteren derartigen Briefsendungen bekannt geworden. 

Nach den Ermittlungen und über den Informationsaustausch der Länder hat sich schnell herausgestellt, dass auch in Bremen seit Anfang dieses Jahres diverse Briefe mit strafrechtlich relevanten Inhalten an politische Mandatstragende versandt wurden, denen ebenso pulverförmige Substanzen beigegeben waren. In keinem dieser Fälle ging von dem Pulver eine Gefährlichkeit aus. 

Nach aktuellen Erkenntnissen aus Niedersachsen und Bremen gehen die Ermittler mittlerweile davon aus, dass zwischen diesen Taten ein Zusammenhang besteht. Überdies konnte auch festgestellt werden, dass es in Bezug auf die Fälle in Bremen einen Zusammenhang mit den Funden von Messern auf Spielplätzen gibt, bezüglich derer die Bremer Polizei aufgrund der besonderen Gefährdung für Kinder und Eltern für die Ermittlungen eine Sonderkommission eingerichtet hatte. Ob es damit zusammenhängende Fälle auch in Niedersachsen gab, wird aktuell geprüft.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Der gemeinsame Ermittlungsansatz in Zusammenhang mit der Tatserie in Bremen zeigt, wie gut unsere Ermittlungsbehörden auch über die föderalen Grenzen hinweg arbeiten. Wir haben es hier mit einem oder mehreren Tätern zu tun, die einerseits Mandatstragenden mit ihren hetzerischen rechtsextremistischen Briefen und vermeintlichen giftigen Substanzen Angst machen wollen und darüber hinaus nicht einmal davor zurückschrecken, Kinder ernsthaft zu verletzen. Mir fehlen für so etwas die Worte! Die Polizei wird mit Hochdruck an der Aufklärung arbeiten. Dabei wird alles, was möglich ist, dafür getan, um Schaden insbesondere auch von Kindern auszuschließen. Die Ermittlungen gehen dabei in alle Richtungen."

Die beteiligten Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden in Niedersachsen und Bremen sind in engem Kontakt und bewerten die Erkenntnisse fortlaufend. Maßnahmen werden miteinander abgestimmt. Über Details können die Ermittler gegenwärtig noch keine Aussagen treffen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

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