Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Montag, 30. März 2020 14:47 Uhr
4026 Corona-Fälle in Niedersachsen
Montag, 30. März 2020 13:21 Uhr

Stadtoldendorf/Holzminden (lbr). Am heutigen Montag, 30. März, hat der Landkreis Holzminden zur Pressekonferenz geladen. Der Grund dafür ist der erste Corona-Fall in einem Seniorenheim. Ein 86-jähriger Bewohner des Seniorendomizils Haus Charlotte in Stadtoldendorf zeigte am Freitag erste Symptome des Virus und wurde daraufhin positiv getestet. Der Mann wurde ins Krankenhaus nach Holzminden gebracht.

Die Pflegeeinrichtung habe schnell und vorsorglich reagiert. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden zahlreiche weitere Schutzmaßnahmen durchgeführt. Am Wochenende wurden 20 Mitarbeiter, die Kontakt mit dem Infizierten hatten sowie sechs weitere Bewohner getestet. Auf die Ergebnisse warte der Landkreis noch, da die Labore in Hannover und Hameln derzeit überlastet seien. Am Sonntag wurde eine weitere Bewohnerin ins Krankenhaus eingeliefert, da es ihr ebenfalls gesundheitlich nicht gut ging. Auch hier steht das Testergebnis noch aus.

Der 86-Jährige sei von einem Besucher angesteckt worden, der ihn am Wochenende vor dem offiziellen Besucherverbot besucht hatte. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Besucher positiv getestet wurde. „Der Besucher war eine Kontaktperson zu einem bestätigten Fall, wies jedoch keine Symptome auf“, erklärt Amtsärztin Ursula Schaper.

Das Seniorendomizil Charlotte in Stadtoldendorf habe aktuell 34 Bewohner und ebenfalls 34 Mitarbeiter insgesamt. „Wir haben daraufhin alle Angehörigen ebenfalls informiert“, erklärt Einrichtungsleiterin Ulrike Everding. Sie berichtet zudem, dass es schwierig gewesen sei, den Hausarzt davon zu überzeugen, dass ein Test notwendig sei. „Wir mussten erst Druck ausüben, bis ein Abstrich gemacht wurde“, so Everding. Landrat Michael Schünemann sprach sich dafür aus, dass die Hausärzte lieber frühzeitig eine Überweisung ausstellen sollen und das Testzentrum nutzen sollen. Das Gesundheitsamt stünde in Kontakt mit den Ärzten.

Den weiteren Bewohnern würde es zum jetzigen Zeitpunkt gut gehen, doch wie sich die Lage entwickelt bleibt zunächst abzuwarten. „Ich appelliere nochmals an jeden Angehörigen, dass Besuchsverbot wirklich ernst zu nehmen und sich auch allgemein an die Vorschriften zu halten“, so Landrat Michael Schünemann.

Landrat Schünemann zum ersten Corona-Fall in einem Seniorenheim

Erste Corona-Infektion im Seniorendomizil Haus Charlotte in Stadtoldendorf Hier geht's zum Artikel: https://www.holzminden-news.de/covid-19/5350-erste-corona-infektion-im-seniorendomizil-haus-charlotte-in-stadtoldendorf

Gepostet von Holzminden News - www.holzminden-news.de am Montag, 30. März 2020

Foto/Video: lbr

Montag, 30. März 2020 12:06 Uhr

Holzminden/Hannover (red). Das Land Niedersachsen hat die Niedersächsische Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte anlässlich der Corona-Pandemie angepasst. Seit dem 28. März hat die Verordnung Gültigkeit. Wesentliche Neuerungen beziehungsweise Anpassungen erfahren hat der §5. Neben Restaurants, Imbissen und Mensen dürfen nun auch Kantinen nicht mehr betrieben werden. Unter Einhaltung der Abstandsregelungen ist weiterhin einen Außer-Haus-Verkauf erlaubt.

Gemäß §6, Abs. 2, Nr. 5 stellt bei Behandlungen durch Physiotherapeuten oder andere medizinische Fachberufe nur noch auf die ärztliche Veranlassung (Rezept) ab. Die bislang vom Arzt zusätzlich zu bescheinigende Unaufschiebbarkeit entfällt und wird durch die Entscheidung des Physiotherapeuten ersetzt.

Der §9, Abs. 2 erlaubt Baumärkten, Gartenfachmärkten und Gartenbaumärkten den Verkauf an Privatkunden insofern, wenn eine Fernbestellung abgeholt wird. „Ob der nunmehr erlaubte Abholservice bei Baumärkten für Privatkunden angenommen wird, bleibt abzuwarten. Eine länderübergreifende Harmonisierung der Vorgaben ist dadurch noch nicht erreicht“, so CDU-Politiker Uwe Schünemann.

Sonntag, 29. März 2020 20:18 Uhr

Holzminden (red). Nach Angaben des Kreises Holzminden sind am heutigen Sonntag keine Tests zurückgekommen, sodass die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen weiterhin bei insgesamt 47 Fällen bleibt. Gleichzeitig berichtet der Landkreis Holzminden, dass insgesamt 21 Personen auf der Quarantäne entlassen werden konnten.

Sonntag, 29. März 2020 13:00 Uhr

Kreis Holzminden (mm). Aktuell (29. März) gibt es im Landkreis Holzminden 47 Corona-Fälle, hiervon gelten mittlerweile 17 Personen als geheilt. Viele der Infizierten haben sich bei Reisen in den sogenannten Risikogebieten angesteckt, so auch eine dreiköpfige Reisegruppe bestehend aus Männern im Alter von 46 - 52 Jahren. Einer von ihnen, der Holzmindener Carsten (Infizierter wollte anonym bleiben, Name wurde von der Redaktion geändert), wandte sich mit seiner Geschichte an die Redaktion.

Der Skiurlaub in Ischgl

Jährlich sucht sich die Reisegruppe aus dem Landkreis Holzminden ein Skigebiet in Österreich aus, um dort einen gemeinsamen Urlaub zu verbringen. In diesem Jahr sollte sie ihre Reise vom 07. bis 14. März nach Ischgl führen. "Wir haben uns im Vorfeld über mögliche Gesundheitsrisiken informiert und keine Hinweise gefunden", berichtete der Holzmindener. Doch dann bekamen die Skiurlauber eine Nachricht, welche ihren Urlaub verändern sollte. "Wir haben nach dreieinhalb Tagen (Anm. d. Red. am 10. März) online einen Artikel gesehen, dass sich in einer Apres-Ski-Bar im Ort bereits 24 Personen mit dem SARS-Covid2 Virus infiziert hatten. An diesem Tag war uns eigentlich klar, dass wir wohl länger in Ischgl bleiben würden, um getestet zu werden und anschließend dort in Qurantäne zu gehen", fuhr er fort.

Doch es kam anders als gedacht: Am 11. März hat die Reisegruppe Kontakt zum Gesundheitsamt in Holzminden aufgenommen. Dort hieß es, dass jeder für sich selbst sorgen müsse und die Region noch nicht offiziell als Risikogebiet für Corona erklärt wurde. Erst am 13. März, und damit einen Tag vor dem eigentlichen Abreisetag, wurde in Ischgl reagiert. So sollten alle Urlauber, die dorthin bekanntlich aus ganz Europa zum Skiurlaub kommen, die Hotels räumen und unverzüglich abreisen. Die Skipisten wurden gesperrt und die Saison für beendet erklärt.

"Das war der absolute Wahnsinn. Das Wort 'Corona' fiel hierbei in keinem Zusammenhang. Mehrere hundert Urlauber aus Ischgl haben noch eine Nacht in Innsbruck verbracht. Die zuständigen Behörden wußten laut Medienberichten schon vor dem 10. März von den Corona-Fällen. Sie haben offensichtlich falsch reagiert und hätten den Gästen schon die Einreise verweigern müssen", erklärte Carsten. Inzwischen ist erkennbar, wie sich das Coronavirus in ganz Europa verteilt haben könnte. Allein im Kreis Holzminden stehen seines Wissens etwa 20 Fälle direkt im Zusammenhang mit dem Skigebiet in Ischgl.

Die Heimreise

Am 13. März machten sich die drei Freunde gezwungenermaßen auf die Rückreise. "Wir hatten mit dem Gesundheitsamt und den medizinischen Notrufnummern gesprochen, dass wir bei unserer Ankunft sofort auf das Coronavirus getestet werden müssen. Jedoch war dies zu dem Zeitpunkt nur möglich, wenn man auch die dazugehörigen Symptome gezeigt hat - diese hatten wir nicht", berichtete der Holzmindener weiter. Auf der Rückreise haben sie sich auch vorbildlich verhalten. Um niemanden gesundheitlich zu gefährden, wurden bei dem einzigen Tankstellenstop Dieselhandschuhe getragen, mit der EC-Karte gezahlt und Abstand zu den Menschen gehalten.

Zwischenfall auf der Autobahn - Zurück im Landkreis

Doch dann bekam auf der Autobahn in der Nähe von Kassel einer der Rückreisenden Kreislaufschwierigkeiten, sodass dieser mit dem Rettungswagen abgeholt werden musste und ins Klinikum nach Kassel gebracht wurde. Die anderen beiden Skiurlauber begaben sich bei ihrer Ankunft direkt in die häusliche Quarantäne. Da die Person mit den Kreislaufschwierigkeiten positiv auf das Coronavirus getestet wurde, mussten die beiden Kontaktpersonen auch auf das Virus getestet. "Die Amtsärztin ist rumgefahren. Sie hat uns den Test vor die Tür gelegt und wieder abgeholt. Den Abstrich haben wir im Rachenbereich und in der Nase selbst gemacht", skizzierte der 46-Jährige die Vorgehensweise. Innerhalb von 24 Stunden stand dann schließlich fest, dass sich alle drei Personen mit dem Coronavirus infiziert hatten. Weitere Kontaktpersonen hatten sie nicht.

Corona verlief ohne Symptome

Dadurch, dass er und seine Lebenspartnerin über zwei benachbarte Wohnungen verfügen, konnte die 14-tägige Quarantäne ohne Probleme durchgeführt werden. Das Essen wurde vor die Tür gestellt und von ihm in die Wohnung genommen. "Das Gesundheitsamt hat sich einmal täglich über meinen Gesundheitszustand erkundigt. Da ich allerdings über den ganzen Zeitraum hinaus keine Symptome gezeigt habe, hatte ich auch nie Angst. Es war eher die Einsamkeit und Langeweile, die mich gestört hat. Nach den 14 Tagen galt ich dann als geheilt", so der Holzmindener abschließend.

Inzwischen sind zahlreiche Anzeigen gegen die Behörden in Tirol gestellt worden und die Staatsanwaltschaft ermittelt. Außerdem ruft der Verbraucherschutzverein.at alle Reisenden nach Ischgl sich zu melden.

Region Aktiv
Montag, 30. März 2020 10:55 Uhr
Coronavirus: Baumaßnahmen in Holzminden werden auf Minimum beschränkt | Stadt bittet um Verständnis
Sonntag, 29. März 2020 09:57 Uhr

Hannover (red). Im Land Niedersachsen sind Stand - Samstag, 13 Uhr - 3.483 Corona-Fälle bekannt gewesen, was einem Plus von 308 Personen im Vergleich zum Vortag entspricht. Die Zahl der registrierten Personen, die an dem Coronavirus gestorben sind, stieg mittlerweile auf aktuell 21 Personen an – am Vortag waren elf Tote gemeldet.

Samstag, 28. März 2020 23:06 Uhr

Holzminden/Köln (lbr). Joshua Tappe aus Holzminden steht im DSDS-Finale. Der 25-Jährige konnte die Jury mit zwei deutschen Songs überzeugen und ist nun unter der Top 4.

In der dritten Liveshow durften die Kandidaten jeweils zwei Songs singen. Unter dem Motto "Laut und Leise" sollten sie beweisen, dass sie in der Lage sind, jeweils einen lauten, kraftvollen Song zu performen, als auch einen leisen, der nur mit Klavierbegleitung gesungen wurde. Joshua performte „194 Länder“ von Mark Forster und „Ich lass für dich das Licht an“ von Revolverheld. Pietro Lombardi gab Joshua für sein „leises“ Lied seine goldene CD und damit fünf Prozent Stimmenanteil.

Wir drücken Joshua weiterhin die Daumen!

Samstag, 28. März 2020 11:26 Uhr

Holzminden (red). „Der Container mit Altpapier ist schon randvoll“, erklärte ein erfreuter Pastor Christian Bode am Freitagvormittag. Ein kurzer Anruf in Stadtoldendorf und sofort erhält der Pastor die Zusage, dass der volle Container  noch vor dem Wochenende gegen einen neuen, leeren Container getauscht würde.

Die St. Thomasgemeinde freut sich deshalb weiterhin über Anlieferungen von Altpapier. Die Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde wird damit unterstützt. In den letzten Jahren waren es immer 1.000 Euro, die auf diese Weise zusammen gekommen sind. „Vielen Dank an alle Sammler und die Firma Wessarges“, so Bode abschließend.

Foto: Bode

Samstag, 28. März 2020 09:19 Uhr

Holzminden (red). Der Landkreis Holzminden hat damit angefangen, Material an professionelle medizinische oder pflegerische Dienste abzugeben. Momentan handelt es sich dabei ausschließlich um Desinfektionsmittel. Die Ausgabe erfolgt mit starken Beschränkungen und nur bei dringlichem nachgewiesenem Notbedarf. „Wir kümmern uns derzeit mit Hochdruck um eine Nachversorgung mit Schutzkleidung, Mundschutzen und Desinfektionsmitteln, um auch andere Stellen notfalls damit versorgen zu können“, erklärt Landrat Michael Schünemann. „Klar ist aber auch, dass wir mit dem Material haushalten müssen und nicht bedingungslos an alle verteilen können, was wir haben.“

Erster Abnehmer war am Freitag ein Seniorenheim aus dem Kreisgebiet, das seine Vorräte an Desinfektionsmitteln aufgrund einer völlig anderen Virenerkrankung deutlich schneller als geplant aufgebraucht hatte. Nachschub war für das betroffene Heim auf normalem Weg nicht mehr zu bekommen, also fragte es bei den zuständigen Stellen im Landkreis an. Die Abgabe des abgegebenen Gebindes dürfte den Bedarf für die nächsten Tage und Wochen in dem entsprechenden Haus erst einmal sicherstellen. „Unsere Bestände sind knapp“ sagt auch die für Sicherheit und Ordnung zuständige Dezernentin Manuela Schäfer, „deshalb werden wir sehr genau darauf schauen, welche Reichweite die eigenen Bestände der jeweiligen Anfrager haben.“ Auch wenn durch die Lieferung von Desinfektionsmitteln durch die Firma Symrise an den Landkreis möglicherweise der Eindruck entstanden sei, dass der Kreis nun über eine große Menge an Mitteln verfüge, sei das irreführend. „Für uns hat die Versorgung des Rettungsdienstes und des Krankenhauses als wichtigste medizinische Einrichtungen oberste Priorität“, betont Schäfer. Für beide versucht die Verwaltung derzeit, genügend Material vorzuhalten und im Bedarfsfall bereitzustellen. Wer absolut dringlich Desinfektionsmittel braucht, sollte sich etwa eine Woche vorher beim Landkreis melden. „Eine Auslieferung in einer Größenordnung für zwei oder drei Monate werden wir derzeit aber nicht möglich machen können“, sagt Schäfer. Auch wenn eine solche Notausgabe jetzt vonstatten gehe, sollten sich alle, die einen Bedarf haben, auch anderweitig weiter um Material bemühen.

„An vielen Stellen – und damit meine ich natürlich ausdrücklich nicht Seniorenheime oder Pflegeeinrichtungen – reicht immer noch ein häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife aus“, mahnt Landrat Michael Schünemann. In der Kreisverwaltung selbst werde derzeit auch allein darauf gesetzt. 

Foto: Landkreis Holzminden

Blaulicht
Donnerstag, 26. März 2020 12:24 Uhr
Angebranntes Essen löst Feuerwehreinsatz aus
Dienstag, 24. März 2020 10:01 Uhr

Holzminden/Mühlenberg (lbr). Am gestrigen Montag, 23. März, fand ein aufmerksamer Bürger zahlreiche Müllsäcke und Autoreifen auf einem Waldparkplatz kurz vor Mühlenberg. Die illegale Müllentsorgung sei ähnlich wie im Fall bei Lüchtringen, da auch hier auffällig viel Kinderspielzeug dabei sei. Die Polizei Holzminden ermittelt derzeit. Wer Hinweise zu dieser illegalen Entsorgung geben kann, meldet sich bitte bei der Polizei Holzminden.

  

Fotos: red 

Montag, 23. März 2020 13:16 Uhr

Holzminden/Hameln (red). Am vergangenen Wochenende wurden durch die Polizei in den Landkreisen Hameln-Pyrmont sowie Holzminden in Zusammenarbeit mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei weiter verstärkt Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Allgemeinverfügung durchgeführt. Viele Betriebe sowie Bürgerinnen und Bürger verhielten sich positiv und damit vorbildlich im Sinne des Infektionsschutzgesetzes.

Vereinzelt fielen Restaurants auf, in denen entgegen der zu diesem Zeitpunkt geltenden Verfügung, nach 18:00 Uhr Gäste bewirtet wurden. Die Restaurantbetreiber zeigten sich in den Gesprächen mit den Polizeibeamtinnen und -beamten jedoch insgesamt einsichtig und folgten den entsprechenden Anweisungen.

Am Sonntag wurde die Polizei in einem Ortsteil von Hessisch Oldendorf auf mehrere Personen auf einem gesperrten Sportplatz aufmerksam. Als den angetroffenen Personen das Fußballspielen auf dem Sportplatz untersagt wurde, zeigten sich diese zunächst unbelehrbar. 

Erst nach der Erteilung eines Platzverweises entfernten sich die Männer widerwillig. Gegen sie wurde ein Strafverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet. 

Bis auf Weiteres werden in der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden Kontrollen mit einem erheblichen Kräfteaufgebot zur Einhaltung der seit heute geltenden Allgemeinverfügung fortgeführt. Kern der neuerlichen Verschärfungen ist das sog. Kontaktverbot, das ebenfalls durch die Ordnungsbehörden überwacht wird. Diese Maßnahmen dienen dem Schutz aller und haben deshalb eine hohe Priorität. Bei Zuwiderhandlung werden entsprechende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Inspektionsleiter Thorsten Massinger dazu: "In den letzten Tagen wurden immer wieder erklärende Gespräche mit betroffenen Personen seitens der Polizei geführt, um auch Überzeugungsarbeit für die Regelungen zu leisten. Wir sind jetzt jedoch an einem Punkt, wo es darauf ankommt, die Kurve bei der Anzahl an Neuerkrankungen zu kriegen. Deshalb werden wir nun auch sehr konsequent auf die Einhaltung der Bestimmungen achten. Dafür bitte ich um Verständnis."

Insgesamt entsteht aktuell jedoch der Eindruck, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden gut auf die neuen Beschränkungen eingestellt haben und der Situation mit der notwendigen Ernsthaftigkeit entgegentreten.

Um die Durchführung der Kontrollen für alle Beteiligten zu erleichtern, werden die Bürgerinnen und Bürger darauf hingewiesen, dass stets ein gültiges Ausweisdokument (z.B. der Personalausweis) mitgeführt werden sollte

Donnerstag, 19. März 2020 14:41 Uhr

Holzminden (lbr). Die Feuerwehr Holzminden wurde am heutigen Donnerstag, 19. März, gegen 3.50 Uhr zu einem Seniorenheim am Pipping in Holzminden alarmiert. Schnell stellten die Einsatzkräfte fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. „Ein Melder im Keller hatte ausgelöst“, erklärt Ortsbrandmeister Michael Nolte. Die 28 Einsatzkräfte kontrollieren das Heim und nach einer halben Stunde war der Einsatz beendet. Die Feuerwehr Holzminden war mit fünf Fahrzeugen vor Ort.

Dienstag, 17. März 2020 09:21 Uhr

Boffzen (red). Bereits am vergangenen Sonntag, gegen 17.30 Uhr, verunglückte ein 53-jähriger Motorradfahrer aus Rosdorf auf der Landesstraße 549, als er mit seiner Suzuki aus Richtung Neuhaus nach Boffzen fuhr. Im Bereich einer Linkskurve stürzte er aus bislang ungeklärter Ursache und kam dann nach rechts von der Fahrbahn ab. Durch den Sturz wurde der Fahrer schwer verletzt, war aber weiterhin ansprechbar. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Göttinger Klinik geflogen.

Foto. Symbolfoto

Politik
Montag, 30. März 2020 11:41 Uhr
GRÜNE und LINKE fordern von Gewalt bedrohte Frauen in Pensionen und Hotels aufzunehmen
Mittwoch, 25. März 2020 11:15 Uhr

Holzminden/Hannover (red). Sobald der Landtag grünes Licht für den Nachtragshaushalt in Höhe von 1,4 Milliarden Euro und die Aufstockung des Kreditrahmens von 2 auf 3 Milliarden Euro gegeben hat, können Liquiditätskredite und -zuschüsse bei der niedersächsischen Förderbank (NBank) online beantragt werden. Eine Hausbank ist dafür nicht notwendig. „Innerhalb von 72 Stunden nach Antragsstellung sollen die Zuschüsse auf den Konten der Unternehmen eintreffen“, so Uwe Schünemann. Dafür sei die NBank kurzfristig personell verstärkt worden. Es werde alles getan, um den Unternehmen so schnell wie möglich zu helfen.

Das Zuschussprogramm „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen" richtet sich an gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe in Betrieben mit bis zu 49 Beschäftigten. Mit der Förderung soll Unternehmen, freiberuflich Tätigen, Soloselbständige (auch Künstler und Kulturschaffende) geholfen werden, die sich aufgrund der Coronavirus-Krise in einer existentiellen Notlage befinden. Die Zuschüsse sind gestaffelt: bis 5 Beschäftigte: 3.000 Euro, bis 10 Beschäftigte: 5.000 Euro, bis 30 Beschäftigte: 10.000 Euro, bis 49 Beschäftigte: 20.000 Euro. Für dieses Programm sind vorläufig 100 Millionen Euro vorgesehen.

Diese Hilfen stehen auch Startups zur Verfügung, wenn diese jünger als 5 Jahre sind. Das gilt auch, wenn diese vor Ausbruch der Corona-Krise noch keine schwarzen Zahlen geschrieben haben. Voraussetzung ist im Kern ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine positive Einschätzung der weiteren Unternehmensentwicklung. Für den speziellen Bedarf der Startups sind 5 Millionen Euro reserviert.

Der Bund plant für Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten und Soloselbständige ebenfalls ein Zuschussprogramm, das eine Einmalzahlung von bis 9.000 Euro für drei Monate bei Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten und eine Einmalzahlung von bis 15.000 Euro für drei Monate für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten vorsieht. Auch diese Zuschüsse können bei der NBank beantragt werden.

Das Kreditprogramm Liquiditätshilfe, über welches kurzfristig Kredite von bis zu 50.000 Euro pro Fall vergeben werden können, richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen. Eine Sicherheit muss nicht erbracht werden. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen, die ein tragfähiges Geschäftsmodell haben und Perspektiven aufweisen, jedoch z. B. aufgrund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf aufweisen, zu unterstützen.

Merkblatt für Unternehmen

Foto: Echzell

Mittwoch, 25. März 2020 08:56 Uhr

Holzminden/Hannover (red). Bund und Länder haben umfangreiche Hilfen für Kleinunternehmer und Soloselbständige auf den Weg gebracht. Der Bund stellt Selbständigen und Kleinunternehmen eine Einmalzahlung von 9.000 € für drei Monate bei bis zu 5 Beschäftigten zur Verfügung. Bis zu 15.000 € Einmalzahlung für drei Monate bekommen Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten. Wenn der Vermieter die Miete um 20 % reduziert, kann der gegebenenfalls nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Ausgeführt wird dieses bundesweite Programm über die Länder, die zudem oft eigene Hilfsprogramme auferlegt haben. Die Programme lassen sich miteinander kombinieren. Auch das Land Niedersachsen unterstützt Kleinunternehmer. In Form einer Billigkeitsregelung als Einmalzahlung unterstützt das Land Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten mit 3000 €. Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigte erhalten 5000 €, bis 30 Beschäftigte 10.000 € und bis 49 Beschäftigte unterstützt das Land mit 20.000 €.

Das Antragsverfahren wird ab Mittwoch, 15:00 Uhr, bei der NBank freigeschaltet.

Wirtschaft
Montag, 23. März 2020 22:32 Uhr
#GemeinsamFuerDieRegion: Ab sofort auch kostenfreie Übersicht über Einzelhandel und Lieferdienste*
Montag, 23. März 2020 10:42 Uhr

Landkreis Holzminden (red). „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Coronavirus entschleunigt gerade all unser Tun und Sein und lässt uns an all jene denken, die gesundheitlich beeinträchtigt sind oder an die Grenzen Ihrer Existenz geraten. Bei unserer Arbeit haben wir mit vielen Kulturschaffenden und Ausstellern zu tun, die gerade jetzt in die Zeit des Geldverdienens gekommen wären. Dieses entfällt nun komplett und viele wissen nicht, wie Sie diese Krise überstehen werden. Auch führt unser Gang zum Büro an in der ganzen Stadt geschlossenen Ladengeschäften vorbei, in denen derzeit nicht der erhoffte und notwendige Umsatz gemacht werden kann“, erklärt das Stadtmarketing Holzminden gegenüber der Redaktion.

„Bitte greifen Sie doch auf das schon vielseitige Angebot der Holzmindener Einzelhändler zurück, sich Ihre Wunschartikel von Spielzeug bis Dekoration nach Hause liefern zu lassen. Überlegen Sie sich gut, ob Sie einen Artikel, den Sie momentan nicht lokal kaufen können, derzeit so dringend benötigen oder Sie warten können, bis Sie wieder direkt im Geschäft Ihre Auswahl treffen und ganz nebenbei auch wieder eine gute Beratung erhalten und ein nettes Gespräch führen können“, appellieren die Verantwortlichen des Stadtmarketings Holzminden an die Bürgerinnen und Bürger der Region.

Das Stadtmarketing Holzminden tue sein Möglichstes, um für die Menschen in der Region erreichbar zu sein und so schnell es geht über abgesagte Veranstaltungen und den Umgang mit Kartenrückläufen zu informieren.

„Der Werbekreis Holzminden kann sich diesen Wünschen des Stadtmarketings nur anschließen“, betont der 1. Vorsitzende Oliver Heine.

„Es ist wichtig, dass wir in diesen schwierigen Zeiten zusammenstehen. Oftmals wird sich gerade in den sozialen Medien beschwert, was alles besser sein könnte in unserem schönen Holzminden. Jetzt hat es jeder Bürger selber in der Hand auch ein Statement für seine Heimatstadt zu setzen“, führt der 2. Vorsitzende Benjamin Beineke aus.

„Wir werden auf auch nach der Krise noch da sein und uns weiterhin für ein lebenswertes Holzminden einsetzen. Helfen Sie uns dabei, es kommt auf jeden Einzelnen an. Bleiben Sie gesund und rücksichtsvoll für sich selbst und alle anderen! Das wünschen Ihnen vom Herzen der Werbekreis Holzminden und das Stadtmarketing“, so der Appell des Stadtmarketings und Werbekreises.

Foto: red

 

 

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Sonntag, 22. März 2020 13:29 Uhr

Wenn Betriebe wegen des Corona Virus schließen müssen, bedeutet das nicht nur für die Arbeitnehmer eine herbe Veränderung. Auch Arbeitgeber, gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen, haben durch die Umsatzverluste teils schwerwiegende wirtschaftliche Folgen zu erwarten. „Um den Betrieb -und damit auch die Arbeitsplätze- auch in Krisenzeiten größtmöglich zu schützen, gibt es die Möglichkeit der Kurzarbeit und des Kurzarbeitergeldes“, sagt Attila Yurttas, der im Schwerpunkt das Arbeitsrecht in der Kanzlei Hachenberg & Partner verantwortet. Im folgenden Beitrag werden die grundsätzlichen Fragen hierzu behandelt.

 

Kurzarbeit

Was ist Kurzarbeit und wann kann diese vereinbart werden? Der folgende Beitrag zeigt die groben Voraussetzungen und Folgen von Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld:

Gepostet von Hachenberg & Partner am Freitag, 20. März 2020
Sport
Samstag, 07. März 2020 11:30 Uhr
Tageskarten für das erste Laufcamp Holzminden erhältlich
Mittwoch, 04. März 2020 11:12 Uhr

Neuhaus/Holzminden (red). Der Ju-Jutsu Yawara Neuhaus e. V. richtete im Februar einen Vielfältigkeitskurs für Kampfsportinteressierte aus. Der Kurs, welcher unter der Leitung von Sophie Diekmann (1. Dan Ju-Jutsu) stattfand, beschäftigte sich während der vier Wochen mit Grundlagen der Selbstverteidigungslehre, sowie Showtechniken und Übergangstechniken vom Stand zum Boden.

Zu Beginn des Kurses lernten die Teilnehmer/innen, die nicht nur aus Kampfsportneulingen, sondern auch aus Kampfsportlern anderer Kampfsportarten bestand, ihre Energie effektiv zu nutzen. Dies wurde unter anderem geübt, indem sie mit größtmöglicher Kraft auf ein Schlagpolster schlugen. Bereits nach wenigen Versuchen waren viele überrascht, wie viel ungeahnte Kraft sie durch die richtige Technik auf das Schlagpolster übertragen konnten. Im nächsten Schritt wurde auf das Abwehren einer Ohrfeige bzw. eines Schlages von außen in Kopfhöhe eingegangen.

Durch das Erlernen einer passiven Abwehrbewegung wurde gezeigt wie schwere Verletzungen oder sogar der Verlust des Bewusstseins verhindert werden können. Anschließend wurde das Nutzen der eigenen Stimme in die Technikkombination eingebaut. Hierbei wurden durch Verlagerung des eigenen Schwerpunktes und zielgerichtetem Ausstrecken der Arme der Angreifer auf Distanz gehalten. Unterstützt wurde diese Technik durch einen kräftigen Schrei. Die Trainerin machte an dieser Stelle deutlich, dass der Schrei zu einer verbesserten Körperspannung, Aufmerksamkeit von Passanten und Irritation des Angreifers führt. Jeder dieser drei Faktoren spielt eine wichtige Rolle in einer Notlage. Nach der Hälfte der Kurszeit wurde der Fokus auf Übergangstechniken vom Stand zum Boden gelegt.

Die Teilnehmer/innen erlernten als Erstes eine der wichtigsten Sturztechniken um Verletzung zu vermeiden. Die Sturztechniken sind nicht nur auf der Matte nützlich, sie können auch beim Stolpern auf der Straße vor Verletzungen schützen. Nachdem diese Technik mehrmals wiederholt wurde, konnte Partnerweise der erste Wurf/ Übergang vom Stand zum Boden ausprobiert werden. Durch die bereits erlernte passive Abwehrbewegung konnte eine Ohrfeige abgewehrt werden. Im Anschluss konnte der Verteidiger durch gezieltes brechen des Gleichgewichtes und eine bewusste Positionierung seines rechten Beines, den Angreifer kontrolliert zu Boden bringen. Hierbei konnte der Angreifer wiederum seine Sturztechnik üben. Nach mehrmaligen Wiederholen dieser Technikkombination lernten die Teilnehmer/innen die erste Hebeltechnik. Der sogenannte Kipphandhebel wurde aus dem einhändigen Griff ins Revers geübt. Durch das Kippen der Hand und einer kreisförmigen Bewegung des gesamten Körpers konnte der Verteidiger auch mit dieser Technik den Angreifer schnell und kontrolliert zu Boden bringen. 

Abgerundet wurden die verschiedenen Übungseinheiten mit Demonstrationen verschiedenster Spezialtechniken von Meistern, sowie den Kampfsportschülern des Vereines. Das Trainerteam und der Vorstand möchte sich auf diesem Wege noch einmal für die zahlreiche und gute Beteiligung aller Kursteilnehmer/innen bedanken und freut sich einige von ihnen inzwischen zu den Vereinsmitgliedern zählen zu können.

Informationen über Ju-Jutsu sowie Trainingszeiten für Holzminden und Neuhaus finden Sie auf www.ju-jutsu-yawara-neuhaus.de und der Facebook Seite des Vereins. Für Fragen steht das Trainerteam per E-Mail und telefonisch zur Verfügung.

Foto: Yawara Neuhaus

Dienstag, 03. März 2020 09:31 Uhr

Holzminden (red). Am kommenden Samstag, den 7. März, findet in Eschershausen die Endrunde der F-Junioren der Kreismeisterschaft im Hallenfußball statt. Beide F-Jugend-mannschaften des SV 06 Holzminden haben sich für das Finale qualifiziert. Sie reisen einheitlich gekleidet mit neuer Allwetterjacke zum Höhepunkt der Hallensaison.

Für die Vorrunde der F-Junioren waren 14 Mannschaften aus dem Kreis gemeldet. An drei Spieltagen in Holzminden, Boffzen und Stadtoldendorf wurden die zehn Teilnehmer für die am Wochenende stattfindende Endrunde ermittelt. Die beiden Mannschaften des SV 06 Holzminden überzeugten mit guten Leistungen. Die 7- und 8-jährigen Jungen spielten mit großer Freude, zeigten Einsatz und Teamgeist, was jetzt mit der Teilnahme am Finale belohnt wird. „Gewinnen oder verlieren, das ist für unseren Trainerstab nebensächlich. In dem Alter geht es uns darum den Spaß am Spiel mit der runden Kugel zu vermitteln. Unsere beiden Teams sind jetzt schon Gewinner, egal wie die Endrunde ausgeht.“, so erläutert Christian Bode, Teammanager der F-Junioren, die interne Philosophie des Trainerstabes. „Doch naiv sind wir natürlich nicht: Fußball macht noch mehr Spaß, wenn man am Ende auch gewinnt!“ Es wird sich zeigen, wie sich die beiden Mannschaften bei der Endrunde gegen die starken Gegner, vor allem aus Bodenwerder und Lenne-Wangelnstedt, schlagen wird. „Wir hoffen auf spannende und faire Spiele, die beste Mannschaft soll am Ende den Siegerpokal gewinnen.“ Diese Worte kommen aus dem Trainerstab.

Für die Stärkung des Wir-Gefühls der Kinder und für ein einheitliches Auftreten bei der Endrunde sorgt die Mannschaft der Versicherungsagentur Stefan Woelke aus der Karlstraße in Holzminden. Mit einer großzügigen Spende hat das Versicherungsbüro die Anschaffung neuer Allwetter-Jacken für die Mannschaften und das Trainerteam gesorgt. Bei der offiziellen Übergabe beim Abschlusstraining vor der Endrunde am Montag sagte Stefan Woelke: „Wir unterstützten bei Wind und Wetter! Das Engagement für die F-Junioren ist eine Herzenssache.“ Stolz waren die Kinder beim Foto für die Übergabe und fahren jetzt schick und hoch motiviert zur Endrunde nach Eschershausen. Das Finalturnier beginnt um 10 Uhr, das Endspiel wird am frühen Nachmittag ausgespielt.

Foto: Bode

Panorama
Dienstag, 10. März 2020 11:59 Uhr
Niedersachsen lockert Sonntagsfahrverbot für Lastwagen
Samstag, 15. Februar 2020 12:52 Uhr

Hannover (red). Nach einer stürmischen Kältephase stehen in den kommenden Tagen niedersachsenweit wieder höhere Temperaturen und weitere Niederschläge an – ideale Bedingungen für Amphibien, um sich auf die alljährliche Wanderung zu ihren Laichplätzen zu begeben. „Spätestens am Wochenende werden die Tage und Nächte vielerorts mild und niederschlagsreich ausfallen, es kann davon ausgegangen werden, dass die Wanderungen dann noch zunehmen“, sagt Ludger Frye vom NABU Vechta.

Die nun zu erwartenden Wanderungen wären nicht die erste Aktivität von Amphibien in diesem Jahr. Aufgrund des bisher sehr milden Winters wurden im Landkreis Vechta bereits während des ganzen Monats Januar Einzeltiere von Grasfrosch und Kammmolch und Ende Januar unter anderem 15 adulte Kammmolche in sogenannter Wassertracht beobachtet. „Spätestens seit Beginn dieser Woche kann dort von Amphibienwanderungen von mehreren Arten (Grasfrosch, Teich- und Bergmolche, Erdkröte) gesprochen werden, doch auch in weiteren Teilen Niedersachsens machen sich die Tiere nach und nach auf den Weg“, schildert Ludger Frye. „Die jährliche Amphibienwanderung startet damit etwa drei Wochen früher als gewöhnlich. Man muss das auch vor dem Hintergrund des Klimawandels sehen.“

Entsprechend früh werden nun auch wieder zahlreiche NABU-Aktive an stark frequentierten Straßenabschnitten zum Schutz der Tiere vor dem Straßenverkehr Amphibienschutzzäune aufbauen. Diese Zäune halten die Kröten und Frösche davon ab, die Straßen zu überqueren. Allein in Niedersachsen sind Amphibienschützer der NABU-Gruppen an über 140 Standorten aktiv, stellen Fangzäune auf und legen bisweilen auch Ersatzlaichgewässer an. Ohne dieses vielfache, ehrenamtliche Engagement wäre es um unsere Kröten und Frösche deutlich schlechter bestellt. Auch wenn immer mehr feste Amphibienquerungen gebaut werden, gibt es bundesweit immer noch hunderte Stellen, an denen Naturschützer Leitzäune aufstellen. „Die anwandernden Tiere sammeln sich in Eimern, werden dann über die Straße getragen, statistisch erfasst und wieder freigelassen“, erklärt Ralf Berkhan vom NABU-Landesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik. „Zusätzliche Helferinnen und Helfer sind stets hochwillkommen. Auch für Anfänger ist diese Tätigkeit gut geeignet, ebenso für Kinder und Jugendliche.“

Doch nicht überall können Zäune aufgestellt werden, in manchen Bereichen mit hohem Amphibienaufkommen findet sich deswegen das Gefahrenzeichen „Amphibienwanderung“, welches davor warnt, dass Tiere die Fahrbahn überqueren. Der NABU Niedersachsen bittet darum, generell und vor allem an solchen gekennzeichneten Abschnitten Rücksicht zu nehmen auf wandernde Kröten, Frösche und Molche. „Dazu gehört auch, sich vor allem in den Nacht- und frühen Morgenstunden vorsichtig auf den Straßen zu bewegen und die Geschwindigkeit in den gekennzeichneten Bereichen zu reduzieren“, so Berkhan.

Bereits während der Kaulquappenphase erfolgt die Prägung der Amphibien auf das Laichgewässer. Zur Fortpflanzung kehren viele Arten an ihr Geburtsgewässer zurück. Die Winterquartiere wie Hecken, Kiesgruben, Wälder aber auch Gärten liegen in bis zu 500 Metern Entfernung von den Laichgewässern, in denen Kröten, Frösche und Molche auf Paarungssuche gehen. Eine gewaltige und gefährliche Strecke für die kleinen Tiere.

„Die wandernden Amphibien benötigen unsere Rücksicht und Hilfe. Mithelfer sind herzlich willkommen. Schauen Sie mal bei einer NABU-Gruppe vorbei“, appelliert Ralf Berkhan, „viele Gruppen betreuen jetzt Krötenzäune und erläutern gerne den Einsatz für diese Tiere“.

Foto: NABU, Jonathan Fieber

Dienstag, 04. Februar 2020 14:53 Uhr

Weserbergland (red). Die Messekooperation Weserbergland präsentiert sich mit verschiedenen Anschließern aus der Region ab dem 05. Februar auf der diesjährigen REISEN HAMBURG, die im Rahmen der Veranstaltung „oohh! Die FreizeitWelten der Hamburg Messe“ durchgeführt wird. Mit dabei sind unter anderem die druckfrische Broschüre für den Weser-Radweg aber auch viele weitere Angebote zum historischen Weserbergland, zum Thema Wandern sowie aus den Orten und die Weserschifffahrt. 

Mehr als 850 Aussteller präsentieren sich mit ihren aktuellen Tipps und informieren über Freizeitaktivitäten und Ausflugstipps für die neue Saison den rund 80.000 jährlichen Messebesuchern in Hamburg. Das Weserbergland zeigt hier bereits seit vielen Jahren die Reiseangebote aus der Region und entlang der Weser. Diese kontinuierliche Messepräsenz zahlt sich aus und lockt auch immer wieder Stammgäste auf der Suche nach Neuheiten an den Messestand. „Viele Besucher sind häufig schon in der Region gewesen und informieren sich auf der Messe sehr gezielt für ein spezielles Angebot oder einen spezifischen Ort“ erläutert Petra Wegener, Geschäftsführerin des Weserbergland Tourismus e.V., „im Rahmen unseres Kooperationsstandes können wir die Gäste dabei sehr individuell beraten“. 

Gemeinsam mit dem Weserbergland Tourismus e.V. sind auf der REISEN HAMBURG die Bad Pyrmont Tourismus GmbH, die Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V., das Pro Leinebergland e.V. und die Flotte Weser GmbH & Co. KG. als Aussteller vertreten. Besucher können den Messestand des Weserberglandes in Halle B4, Standnummer B4.EG.423 finden und sich vom 05. bis 09. Februar 2020 von den zahlreichen Angeboten inspirieren lassen.

Foto: Weserbergland Tourismus e. V,

Dienstag, 07. Januar 2020 09:00 Uhr

Niederaachsen (red). Niedersachsens Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, startet heute offiziell den Gewässerwettbewerb „Bach im Fluss“, der dieses Jahr dann insgesamt zum sechsten Mal stattfindet. Der Gewässerwettbewerb würdigt die vielen kleinen und großen Maßnahmen, die zum Schutz und der Verbesserung der ökologischen Qualität der Gewässer in Niedersachsen beitragen und rückt diese in das Licht der Öffentlichkeit.

„Bäche und Flüsse verbinden alles miteinander. Zusammen mit den Auen erfüllen sie wichtige Funktionen für Flora und Fauna und den Hochwasserschutz“, so Lies. „Sie sind wichtiger Bestandteil unseres Landes und des Landschaftsbildes. Der Einsatz und das Engagement, mit dem sich unterschiedliche Akteure in Niedersachsen der Gewässerentwicklung widmen, verdient hohe Anerkennung. Mit dem Wettbewerb möchten wir dieses Engagement auszeichnen.“

„Unsere Aufgabe ist es, den Lebensraum unserer Bäche und Flüsse zu schützen und zu verbessern“, ergänzt Ulrich Mädge, Präsident des Niedersächsischen Städtetages und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenbände. „Bach im Fluss gibt Vorbilder, sammelt und verbreitet gute Ideen und innovative Lösungsansätze“.

Die Sieger der zwei Kategorien Haupt- und Ehrenamt werden mit der „Niedersächsischen Bachperle" ausgezeichnet. Des Weiteren wird ein Sonderpreis der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung vergeben. Besonders gelungene Wettbewerbsbeiträge erhalten zudem Preisgelder. Nach der feierlichen Preisverleihung wird eine Wettbewerbsbroschüre erstellt, die gelungene Projekte einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. „Ich wünsche allen Akteuren viel Spaß und Erfolg bei der Teilnahme und freue mich, die Gewinner des Wettbewerbs bei der Preisverleihung im Herbst persönlich zu begrüßen!“, so Karsten Behr von der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung.

Träger des Wettbewerbs sind das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz sowie die Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände. Die Kommunale Umwelt-AktioN UAN betreut als Geschäftsstelle den Wettbewerb.

Die Teilnahmeunterlagen können ab sofort angefordert werden bei:

Kommunale Umwelt-AktioN UAN

Nora Schmidt (schmidt@uan.de)

Telefon: 0511 / 30285-52

Weitere Informationen zum Wettbewerb und die Broschüren der vergangenen Wettbewerbe finden Sie unter www.uan.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: Symbolfoto

Donnerstag, 02. Januar 2020 14:33 Uhr

Krefeld (red). Die Krefelder Strafverfolgungsbehörden haben den verheerenden Brand im Krefelder Zoo weitestgehend geklärt. Das Feuer ist durch eine Himmelslaterne ausgelöst worden. Drei Frauen hatten in der Silvesternacht zuvor fünf von diesen aufsteigen lassen und sich nach der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch bei der Polizei Krefeld gemeldet. Die Kriminalpolizei konnte bisher vier dieser Himmelslaternen in der Nähe des Affenhauses sicherstellen. Bei der fehlenden fünften Laterne handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Laterne, die den Brand ausgelöst hat. Die Frauen hatten die Laternen zuvor im Internet bestellt. In ihren gestrigen Vernehmungen hatten sie angegeben, dass sie kein Hinweis auf ein Verbot gefunden haben. Mit dem schlimmen Folgen hätten sie nicht gerechnet. Sie gaben nachvollziehbar an, dass ihnen das Geschehen unendlich Leid tue. Bei den Frauen handelt es sich um eine Mutter mit ihren zwei erwachsenen Töchtern im Alter von 30 bis 60 Jahren. Gegen die Krefelderinnen wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Foto: Polizeipräsidium Krefeld

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