Holzminden (lbr). Der Stadtrat der Stadt Holzminden hat einen Antrag der Gruppe Bündnis 90/Die Grünen, Winnefeld, Brill und Isermeyer zur Umsetzung des Radverkehrskonzeptes beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt zu prüfen, ob mehrere Einbahnstraßen in der Innenstadt künftig für entgegenkommenden Radverkehr geöffnet werden können. Über die Ergebnisse soll anschließend im zuständigen Ausschuss berichtet werden.
Konkret geht es um die Straßen „Kirchstraße“, „Markt“ und „Oberbachstraße“. Nach dem Willen der Antragstellenden soll untersucht werden, ob diese Einbahnstraßen für Radfahrende in Gegenrichtung freigegeben werden können.
Bezug auf Radverkehrskonzept aus 2020
In der Begründung verweist die Gruppe auf das im Jahr 2020 beschlossene Radverkehrskonzept der Stadt Holzminden. Darin werde die Innenstadt unter Punkt 7.5.1 als zentraler Bestandteil der Radnetzkonzeption beschrieben. Nach Darstellung der Antragstellenden müssten Radfahrende derzeit teilweise längere Umwege in Kauf nehmen, um von einer Seite der Innenstadt zur anderen zu gelangen. Einbahnstraßen erschwerten aus ihrer Sicht eine direkte Verbindung.
Das Konzept sehe vor, die Innenstadt aufgrund der Vielzahl an Zielen als zusammenhängenden Bereich zu betrachten. Ziel sei eine möglichst gute Durchlässigkeit und Erreichbarkeit nahezu aller Bereiche mit dem Fahrrad. Dafür sei es erforderlich, bestehende Einbahnstraßenregelungen auf eine mögliche Freigabe für den Radverkehr zu überprüfen.
Der Antrag wurde im Rat mit drei Gegenstimmen angenommen.
Foto: maa