Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Freitag, 24. Mai 2019 10:30 Uhr
Projektchor "symVocals" zu Gast bei der “Musik zur Marktzeit”
Freitag, 24. Mai 2019 10:10 Uhr

Holzminden (red). In der Evangelischen Jugend Holzminden-Bodenwerder treffen sich zahlreiche Jugendliche aus vielen verschiedenen Orten des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder, um gemeinsam Freizeiten und Seminare zu planen sowie Jugendgottesdienste, verschiedene Projekte und Aktionen vorzubereiten.

Um für einen guten Austausch zwischen Jugendlichen und Hauptamtlichen im Kirchenkreis zu sorgen, gibt es den Kirchenkreisjugendkonvent. Dieser wird vom Kirchenkreisjugendkonventsvorstand (KKJKV) vierteljährig geplant und dient zur Information und Austausch über Termine, Projekte, Neuigkeiten und Veranstaltung. Außerdem wird hier der KKJKV gewählt. So auch letzten Freitag. Hier wurde der frisch im März gewählte Vorstand noch durch zwei weitere junge Ehrenamtliche ergänzt.

"Herzlich willkommen Matteo und Despina!"

Foto: KKJKV

Freitag, 24. Mai 2019 10:00 Uhr

Holzminden (red). Kann ein Wochenende schöner beginnen, als mit einem Rundgang durch unser Weserstädtchen? Mehr erfahren über die kleinen Wunderwirker in den Gärten? Dann ist die Kräuterführung durch Holzminden genau das Richtige. Vor 200 Jahren hat Muhme Grete schon in Holzminden gelebt und Kräuter für ihre kleinen Leiden gesammelt.

Am Samstag, 25. Mai lädt sie zu einer Entdeckungsreise ein. Unterwegs zeigt sie ihr Holzminden von damals und führt zu den Oasen der Stadt. Der Treffpunkt für den Rundgang ist um 11.00 Uhr im Stadtmarketing-Büro. Mit einem kleinen Beitrag von 4,00 Euro kann es dann losgehen. Der Rundgang dauert 90 Minuten.

Foto: Stadtmarketing Holzminden GmbH

Freitag, 24. Mai 2019 09:34 Uhr

Holzminden (rus). An einem Notar führt in vielen Fällen kein Weg vorbei. Wer etwa ein Grundstück kaufen, ein Testament beurkunden lassen oder auch eine Gesellschaft gründen möchte, der muss den Weg zum Notar antreten, damit das Rechtsgeschäft auch gültig ist. Doch auch Vereinseintragungen, Erbverträge und zunehmend auch Patientenverfügungen und Generealvollmachten fallen in den Tätigkeitsbereich eines Notars. Neuer Notar am Standort in Holzminden ist Johannes Hofmeister, in der Kanzlei Hofmeister-Habermann-Hofmeister ist er als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medien- und Urheberrecht tätig.

Nach der bestandenen notariellen Fachprüfung an der Notarkammer in Celle sowie der dazugehörigen Praxiszeit verstärkt er seine Kanzlei fortan als Notar und nimmt Beurkundungen vor. In seiner Kanzlei kann er daneben auf ein großes Netzwerk an Spezialisten zurückgreifen, 15 Angestellte, sieben Rechts- und Fachanwälte sowie insgesamt zwei Notare sind für das Unternehmen mit Sitz in Holzminden sowie weiteren Standorten in Bodenweder und Stadtoldendorf tätig. Johannes Hofmeister ist Notar in Holzminden, nimmt aber auch im Rahmen einer Außenbeurkundung Beurkundungen in Stadtoldendorf oder Bodenwerder vor.

Die Haupttätigkeit eines Notars ist die Beurkundung von Rechtsgeschäften jeglicher Art und von Tatsachenfeststellungen (z.B. Beglaubigungen). Dabei ist er zur Unabhängigkeit und Unparteilichkeit verpflichtet, was ihn vom Rechtsanwalt, der die Interessen einer Partei vertritt, unterscheidet.

Foto: rus

Donnerstag, 23. Mai 2019 12:57 Uhr

Holzminden (sl). Die Stadt Holzminden steht unter Druck was die Entscheidung zu einer Erlebniswelt angeht. Schnelligkeit sei geboten, denn bis zum Sommer soll ein Projektentwickler eingestellt werden, der die Planung in die Hand nehme, so Uwe Schünemann in der Stadtratssitzung. Er hoffe, dass die einmalige Chance umgesetzt werde, da es ansonsten keine Belebung der Innenstadt geben werde. Die Ratsmitglieder hatten zuletzt den Tagesordnungspunkt von der Tagesordnung genommen, da noch Klärungsbedarf bestehe. Wie die Ratsvorsitzende, Eleonore Roth-Schütz, und Bürgermeister Jürgen Daul mitteilten, werden der Kultur- und Finanzausschuss in einer Sondersitzung am 03. Juni über die ungeklärten Fragen diskutieren.

Trotz dessen, dass das Thema „Düfte und Aromen für die Welt“ von der Tagesordnung gestrichen wurde, war das Thema ein Dauerbrenner in der Ratssitzung. Erneut entfachte Ralf Schwager das Thema für gut fünf Minuten in der Einwohnerfragestunde. Für ihn sei es nicht vorstellbar, dass so ein Projekt sterbe. „Es ist fast die letzte Chance etwas zukunftsfähiges für Holzminden und nicht nur für den Tourismus zu entwickeln“, appellierte der Unternehmer an den Rat. Wenn der Wille da sei, bringe Schwager sich für die nächsten 10 Jahren ehrenamtlich mit vollstem Engagement ein. Für die Realisierung hat der Ideenbringer ein „10-Punkte-Programm“ aufgestellt.

1. Die Politik müsse spätestens auf der nächsten Ratssitzung grünes Licht geben.

2. Man müsse ihm gestatten sofort Verhandlungen mit der N-Bank aufzunehmen, natürlich gemeinsam mit Stadtpolitikern und Verwaltung, und die tatsächliche Höhe der Fördermittel und die daran geknüpften Bedingungen zu erfahren und der Stadt vorzutragen. Nach Schwagers Recherchen sollen es nur bis zu 60 Prozent Förderung seien.

3. Es seien kurzfristig weitere Verhandlungen über mögliche zusätzliche Fördermittel zu führen und der Stadt vorzutragen.

4. Über den Standort des Gebäudes und die Größe, nach Schwagers Erkenntnissen mindestens 1000 Quadratmetern interaktiver Fläche plus 200 Quadratmeter Nebenflächen, ist kurzfristig zu entscheiden. Der perfekte Platz sei für den Kaufhausbetreiber an der Weser mit Blick zur Weserbrücke, nach Westfalen und am Radweg.

5. Die Bürger müssen voll in das Projekt einbezogen werden. Zunächst habe der Visionär an einen Förderverein gedacht, aber er halte es für sinnvoll die Kräfte zu bündeln und die Bürgerstiftung damit zu beauftragen. Zusätzlich sollen die Bürger, in erster Linie Firmen, mit persönlichem und finanziellem Engagement unterstützen.

6. Wie kann sich Symrise in das Projekt einbringen? Das wichtigste für den Erfolg einer solchen Erlebniswelt sei die regelmäßige Erneuerung und das sich die Besucher persönlich mit Geschmack und Geruch einbringen können. Dies sei laut dem Kaufhausbetrieber wertvoller als die finanzielle Unterstützung. In einem zweistündigen Gespräch habe Schwager mit Dr. Bertram, Vorstandsvorsitzenden, und dem Marketingchef von Symrise gesprochen. Wie Schwager berichtete, sei Bertram bereit sich in den interaktiven Teil einzubringen. Eine „Task Force“ sei da und ein Konzept werde entwickelt. Dies könne nur realisiert werden, wenn Politiker und Bürger hinter dem Projekt stehen.

7. Weiterhin sollen regionale Produkte und Unternehmen wie Glas und Porzellan vertreten seien. Er hoffe hier durch die Einbeziehung der Firmen auf weitere Fördermittel.

8. Ein professioneller Projektplaner mit hohem Engagement müsse schnell her. Dazu müsse Geld bereitgestellt werden. Schwager bietet seine Unterstützung in Form von seinem regionalen und kompetenten Sachverstand an.

9. Bis Ende Juni müsse ein tragfähiges Konzept, basierend auf dem „worst case“, für die Investitionskosten und Nachfolgekosten erarbeitet werden. Für den Visionär seien 30.000 Besucher jährlich der „worst case“. Der administrative Bereich soll von der Stadtmarketing GmbH übernommen werden. Hier sehe der Unternehmer eine personelle Aufstockung vor.

10. Als letzten Punkt habe Schwager die Wichtigkeit der aktiven Pressearbeit aufgelistet. Die Bürger sollen über den aktuellen Stand des Projekts auf dem Laufenden gehalten werden.

Für diese leidenschaftlichen Worte erhielt Schwager Applaus. Dr. Patric von Löwis of Menar, Ratsmitglied, gab Hoffnung mit den Worten „die Tendenz ist positiv“ und „wir wären von allen guten Geistern verlassen das nicht zu machen“. Weiterhin möchte auch er das Projekt kraftvoll unterstützen. Doch Ratsmitglied, Alexander Tietze, dämpfte die euphorische Stimmung. „Es müssen Grundlagen ermittelt werden“, erinnerte er seine Kollegen. Auch Martin Gumpert, Ratsherr, erklärte, dass der Rat erstmal prüfen müsse, was sie wollen. 

Birgit Czypull, eine Einwohnerin, hoffe zwar auf eine Realisierung, aber dennoch stellte sie die Frage, wer sich eigentlich um das Thema kümmern werde. „Wir brauchen jemanden der den Hut aufhat“, appellierte sie an den Rat. Der Rat schien sich einig, dass der Bürgermeister als erster Mann nach vorne geschickt werden soll.

Nun kann der Rat noch etwas durchschnaufen bis es zu einer endgültigen Abstimmung kommt. Die Ratsvorsitzende versicherte, dass die Sondersitzung und die Einstellung eines Projektplaners noch vor den Sommerferien geschehen soll.

Foto: sl

Blaulicht
Mittwoch, 22. Mai 2019 14:26 Uhr
Lkw-Unfall: L 549 zwischen Neuhaus und Rottmünde voll gesperrt
Dienstag, 21. Mai 2019 10:04 Uhr

Holzminden (red). Am gestrigen Abend gegen kurz vor 21.00 Uhr kam es zu einem Einsatz der Feuerwehr Holzminden. Aufgrunde des Starkregens geriet der Fahrer eines BMWs in der Straße Papiermühle von der Fahrbahn und kollidierte mit einer Laterne. Dabei wurde die Laterne im unteren Bereich so beschädigt, dass die Stromkabel freilagen und vorsichtshalber die Zufuhr gekappt werden musste. Auch der BMW wurde erheblich beschädigt.

Foto: Symbolbild

Montag, 20. Mai 2019 14:50 Uhr

Im Dezember 2018 hat die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden ihre eigene Trainingsstätte für Systemisches Einsatztraining (SET) in leerstehenden Räumlichkeiten des ehemaligen offenen Vollzuges der Jugendanstalt, in Hameln eröffnet.

Ziel dieser speziellen Trainings ist unter anderem das Üben von taktischen Vorgehensweisen, die Handhabung von Einsatzmitteln und die Eigensicherung in ausgewählten Einsatzsituationen, damit Polizeibeamte in Echtlagen ihre Aufgaben professionell und effektiv wahrnehmen, sowie möglichst unverletzt aus Einsätzen herausgehen können.

In der vergangenen Woche fand ein solch spezielles Training erstmals auch in Räumen des Amtsgerichts in Holzminden, nämlich in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt, statt. Das Gebäude, das teilweise leer steht, verfügt über ein Treppenhaus und einen Außenbereich und ist somit perfekt geeignet, als Trainingsort für die Polizei.

So muss es sich auch der Direktor des Amtsgerichts Holzminden, Dr. Ralf-Peter Bayer, gedacht haben, als er im Rahmen einer Behördenleitertagung an den Leiter des Polizeikommissariats Holzminden, Polizeioberrat Marco Hansmann, herantrat und ihm das Amtsgericht als Trainingsort für SET anbot.

"Dieses Angebot wurde, nachdem das Rechtliche geregelt war, von der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden selbstverständlich gern angenommen," so Ralf Leopold, Leiter der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden." Dazu Polizeioberrat Marco Hansmann: "Eine Triningsmöglichkeit vor Ort erspart unseren Teilnehmern die Fahrtzeit von Holzminden nach Hameln und die ersparte Zeit kann so effektiv für das SET genutzt werden."

Am Donnerstag und Freitag (16. / 17. Mai 2019) trainierten insgesamt 12 Polizeibeamte, unter der Leitung von Polizeihauptkommissar Daniel von Hagen und Polizeioberkommissar Ole Schelenz, Vorgehen in Einsatzlagen mit besonderer Eigengefährdung, sog. "Besondere Lagen", wie z.B. bei einer Geiselnahme, oder einem Amoklauf.

Sonntag, 19. Mai 2019 17:41 Uhr

Kreis Holzminden (r). An diesem Wochenende führten Beamte des Polizeikommissariats Holzminden Verkehrskontrollen zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen im Straßenverkehr durch. Eine der Hauptunfallursachen ist und bleibt überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Fokus der Beamten standen bei den durchgeführten Kontrollen Motorradfahrer. Rein statistisch gesehen sind Motorradfahrer überproportional an Verkehrsunfällen mit schwerverletzten oder getöteten Personen beteiligt. Das bestätigt leider auch der Blick ins Unfalllagebild der Polizei im Landkreis Holzminden.

Die Kontrollen wurden auf der L 550 im Bereich der Samtgemeinde Boffzen durchgeführt. Innerhalb weniger Stunden wurden insgesamt 11 Motorradfahrer festgestellt, die die erlaubte Geschwindigkeit von 70 km/h z.T. deutlich überschritten haben. Unrühmliche Spitzenreiter waren 3 "Biker" mit 117 km/h, 132 km/h und 136 km/h. Die drei Personen müssen sich auf ein Fahrverbot von bis zu 2 Monaten und einer Geldbuße von mehreren Hundert Euro einstellen.

Foto: Symbolbild

Samstag, 11. Mai 2019 09:58 Uhr

Holzminden (sl/red). Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen, stellte am Freitag gemeinsam mit der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden den aktuellen Sicherheitsbericht vor. 20 Gäste aus Kommunalpolitik und Polizei besuchten die Veranstaltungen in Hameln und Holzminden, um sich über die Sicherheitslage und die Polizeiarbeit in der Region zu informieren. Dabei konnte die Behörde sowohl bei der Kriminalitätsbekämpfung als auch bei der Verkehrssicherheitsarbeit auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken und an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Im Landkreis Holzminden seien im letzten Jahr 3.415 Straftaten begangen und die Aufklärungsquote liege bei circa 71 Prozent.

Seit dem Jahr 2016 präsentiert die Polizeidirektion Göttingen in Kooperation mit den Polizeiinspektionen Göttingen, Hameln-Pyrmont/Holzminden, Hildesheim, Nienburg/Schaumburg und Northeim in den Landkreisen ihres Zuständigkeitsbereichs den Sicherheitsbericht. Neben einem strukturierten Überblick und Entwicklungen in den Feldern Kriminalität, Verkehr, Einsatz und Ausrüstung geht der Bericht auf regionale Besonderheiten ein und gibt anschauliche Einblicke in den polizeilichen Alltag. Auf diesem Wege möchte die Behörde nicht nur polizeiliches Handeln transparent machen, sondern vor allem auch mit der örtlichen Politik und den Medien in den Austausch treten und zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Schwerpunktthemen des Jahres 2018

Im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung bildeten Straftaten zum Nachteil älterer Menschen einen Schwerpunkt. Der wachsende Anteil von Seniorinnen und Senioren an der Gesellschaft, aber auch eine zunehmende Anzeigebereitschaft haben im Jahr 2018 zu einem erneuten Anstieg der Fallzahlen geführt. Bei den meisten der Taten handelte es sich um Betrugsdelikte, die von überregional agierenden Tätergruppen verübt wurden. Daher setzt die Polizeidirektion Göttingen bei der Bekämpfung dieser Straftaten neben intensiver Ermittlungsarbeit in besonderem Maße auf die Prävention und Information älterer Menschen und ihrer Angehörigen.

Daneben zählt die Bekämpfung der Einbruchskriminalität weiterhin zu den Kernaufgaben. Dabei wurden die Maßnahmen der vergangenen Jahre, wie zum Beispiel die Durchführung spezialisierter Kontrollen auf den Fernstraßen im Direktionsgebiet, konsequent und vertieft fortgesetzt. Zudem wird in den Polizeiinspektionen Hildesheim und Göttingen die Prognose Software „PreMap“ erprobt, um im Einsatz- und Streifendienst mögliche Risikogebiete besonders zu berücksichtigen. „Die Digitalisierung verändert Welt und Arbeitsweise“, so Lührig.

Im Rahmen der Verkehrssicherheitsarbeit nimmt das Thema der Ablenkung im Straßenverkehr eine stetig wachsende Bedeutung ein. Gemeinsam mit unterschiedlichen Netzwerkpartnern, wie unter anderem in den Kommunen oder örtlichen Verkehrswachten, wurde daher im Jahre 2018 ein Schwerpunkt auf repressive wie auch präventive Maßnahmen in diesem Bereich gelegt.

Nicht nur bei der Verkehrssicherheit setzte die Polizeidirektion Göttingen im Jahr 2018 auf die bewährte Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern. Die Polizeiinspektionen arbeiten im Rahmen unterschiedlichen Sicherheitskooperationen mit Landkreisen und Kommunen zusammen, um den regionalen Besonderheiten und Herausforderungen optimal gerecht zu werden. Auch in Hinblick auf die Errichtung eines Frauenhauses in Holzminden arbeiten die Behörden eng mit der Polizei zusammen.

Daneben war im vergangenen Jahr im Einsatzbereich jedoch auch in der Polizeidirektion Göttingen eine negative Entwicklung zu beobachten, die sich mit einem bundesweiten Trend deckt. Immer häufiger werden Kräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste und der Polizei im Einsatz Opfer von Gewalt. In Holzminden habe sich die Zahl der Taten zum Vorjahr verdoppelt, so Marco Hansmann, Hausleiter in Holzminden. Um die Eigensicherheit der Polizeibeamten zu verbessern, können ab sofort SET, Systemische Einsatztrainings, in der alten JVA in Holzminden absolviert werden, berichtete Hansmann stolz.

Fazit und Ausblick des Behördenleiters

„Der Sicherheitsbericht zeigt, dass es uns auch im Jahr 2018 gelungen ist, mit aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen Schritt zu halten“, erklärte Lührig im Rahmen der Präsentation. „In der Gesamtheit kann die Polizeidirektion Göttingen erneut eine positive Jahresbilanz ziehen. Dafür möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auch unseren Kooperationspartnern meinen herzlichen Dank aussprechen.“

Um dieses Sicherheitsniveau nachhaltig zu gewährleisten, wurden in der Polizeidirektion Göttingen bereits im vergangenen Jahr entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt. Mit der Umwandlung der Polizeistation Hoya in ein Polizeikommissariat wurde im Norden der Direktion zu einer Stärkung der Flächenpräsenz beigetragen. Zudem ist es mit der Neuorganisation der Polizeiinspektion Northeim und Göttingen gelungen, die polizeilichen Strukturen in Südniedersachsen an die jeweiligen Landkreise anzupassen.

In technischer Hinsicht setzt die Polizeidirektion bereits heute verstärkt auf digitale Technologie. Neben „PreMap“ wurde im Jahr 2018 beispielweise für die interne Kommunikation der Polizeimessenger „NIMes“ eingeführt. Dazu kommt bei der klassischen Spuren- und Ermittlungsarbeit wie auch im digitalen Raum eine Vielzahl an spezialisierter Hard- und Software zum Einsatz. „Nicht zuletzt aufgrund der bisherigen Erfolge wird die Polizeidirektion Göttingen auch weiterhin auf technische Innovation setzen, um die Möglichkeiten der Digitalisierung voll auszuschöpfen“, so Lührig. „Daher haben wir unter anderem im März 2019 mit dem Ziel der Entwicklung neuer Technologien für den polizeilichen Einsatz eine Kooperationsverbindung mit der Hochschule Mittweida abgeschlossen.“

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jedoch der entscheidendste Faktor für eine zukunftsfeste Polizeiarbeit“, betonte der Polizeipräsident abschließend. „Der Sicherheitsbericht gewährt Einblicke in die ebenso interessanten und sinnvollen Tätigkeitsfelder der modernen Polizeiarbeit. Daher hoffen wir ganz besonders, mit diesen Informationen auch junge Menschen zu erreichen, die über eine berufliche Zukunft bei der Polizeidirektion Göttingen nachdenken.“

Am Ende der Präsentation lud das Polizeikommissariat noch zu einer Besichtigung des Tatortmobils ein. Die Politiker stellten Fragen und kamen mit den Beamten ins Gespräch.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können den Sicherheitsbericht 2018 auf der Homepage der Polizeidirektion Göttingen einsehen.

Fotos: sl

Politik
Donnerstag, 23. Mai 2019 13:34 Uhr
Margrit Behrens Globisch lobt soziale Institutionen im Kreis - Besuch bei Harz-Weser-Werken und Albert Schweitzer Familienwerk
Mittwoch, 22. Mai 2019 07:30 Uhr

Silberborn (red). Die 8. öffentlichen/nichtöffentlichen Sitzung des Ortsrates Silberborn findet am Montag, den 27.05.2019, um 17:30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, Am Kurgarten 1 statt.

Tagesordnung:

  1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit
  2. Feststellung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolls über die öffentliche Sitzung vom 01.11.2018
  4. Einwohnerfragestunde zu allgemeinen Themen der Ortschaft und zu Themen der Tagesordnung
  5. Mitteilungen
  6. Umsetzungsbericht / Planung Moosbergstraße
  7. Sachstand Gerätehaus Silberborn: hier u.a. Kostenplanung und Umsetzung des provisorischen Zugangs und Innentreppe
  8. Umsetzungsbericht LED-Beleuchtung Silberborn
  9. Sachstandsbericht zur Anpassung der Mietentgeltordnung für das Dorfgemeinschaftshaus
  10. Antrag der SPD-Fraktion im Ortsrat Silberborn zu freiem WLAN im Dorfgemeinschaftshaus Silberborn
  11. Umsetzungsbericht Dachsanierung Altbau Gerätehaus Silberborn
  12. Teichanlage Silberborn; Wasserverlust
  13. Fragen und Anregungen der Einwohnerinnen und Einwohner zu Beratungsgegenständen der Sitzung und zu allgemeinen Themen der Ortschaft
  14. Anfragen und Anregungen

Foto: Symbolbild

Mittwoch, 22. Mai 2019 07:00 Uhr

Kreis Holzminden (r). Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz fördert im Rahmen des „Programms zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Dörfern und Städten" Projekte zum Insektenschutz mit rund 1,3 Millionen Euro. 80.000 Euro gehen dabei für die Renaturierung und Neuanlage von Gewässern nach Holzminden.

„Mit der Förderung der Insektenvielfalt setzen wir auf ein absolutes Zukunftsthema, das die Menschen emotional bewegt. Die bisherigen allgemeinen Maßnahmen für die Förderung von Lebensräumen und die Vernetzung von Biotopen sind wichtige Bausteine, konnten aber offensichtlich den Insektenrückgang nicht aufhalten. Daher freue ich mich, dass wir das erfolgreiche Programm zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Dörfern und Städten auch im dritten Jahr weiterführen können", sagte Umweltminister Olaf Lies.

Die heimische Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt (SPD) freut sich über die finanzielle Förderung für die ökologische Vielfalt in der Region Holzminden: „Wir müssen natürliche Lebensräume und Biotope erhalten, um den Insektenrückgang zu stoppen. Nur so können wir uns für die Zukunft effektiv aufstellen.“

Der Insektenrückgang ist Ausdruck einer verarmenden Landschaft und ein Warnsignal für den Verlust der Artenvielfalt insgesamt. Der Rückgang der Insekten hat damit nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf uns Menschen. „Wir müssen hier die Trendwende schaffen und noch viel weitergehende Aktivitäten entwickeln, um den Verlust von Lebensgrundlagen zu verhindern", sagte Tippelt weiter.

Insekten sind ein wesentlicher Bestandteil der biologischen Vielfalt und spielen in den Ökosystemen, z.B. bei der Bestäubung von Nutzpflanzen, eine zentrale Rolle. Sie gehören zu den ältesten und erfolgreichsten Bewohnern der Erde. Mit ca. 33.000 heimischen Arten stellen die Insekten die artenreichste Gruppe in Deutschland dar. Sie kommen in fast allen Ökosystemen vor. Die Lebensweisen und ihre Ansprüche an Lebensräume, Nahrung oder Kleinklima sind ebenso vielfältig wie die Insekten selbst.

Seit 2001 wird der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gewürdigt. Er erinnert an den 22. Mai 1992, an dem der Text des UN Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) offiziell angenommen wurde.

Foto: Symbolbild

Wirtschaft
Mittwoch, 22. Mai 2019 19:54 Uhr
Symrise-Hauptversammlung: „Umsatzsteigerung auf Rekordniveau!“
Sonntag, 19. Mai 2019 07:00 Uhr

Holzminden (red). Du hast eine flotte Schreibe und fotografierst gerne? Du bist dynamisch und flexibel? Die Online-Zeitung Holzminden-News sucht für den Raum Holzminden und Umgebung freie Mitarbeiter, die über das lokale Geschehen berichten möchten. Interessierte sollten mobil sein, über eine Digitalkamera verfügen und bereit sein, bei Bedarf im Einsatz zu sein.

Wer Interesse hat, meldet sich ausschließlich per E-Mail bei Julien Heinrich unter heinrich@meine-onlinezeitung.de

Foto: Symbolbild

Montag, 13. Mai 2019 10:40 Uhr

Holzminden (r). Zusammen mit Betriebsrat, Vorgesetzten, Partnern und Kollegen haben Zeliha Balik und Helga Nottbohm ihre 40jährige Stiebel-Eltron-Betriebszugehörigkeit gefeiert. Christiane Schäfers, Leiterin der Personalabteilung, bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen für die Treue zum Unternehmen: "Die letzten 40 Jahre waren für sie sicherlich eine spannende Zeit mit vielen Höhen, aber auch Tiefen. Deswegen bedanke ich mich insbesondere für ihre Flexibilität und die damit verbundene Bereitschaft, Abteilungen zu wechseln und dort auszuhelfen, wo es nötig ist."

Klaus-Jürgen Schild richtete sich als Vertreter des Betriebsrates an die Jubilare und bedankte sich für die geleistete Arbeit: "Für die Zukunft wünsche ich Ihnen vor allem Gesundheit." Zeliha Balik ist aktuell in der Durchlauferhitzerfertigung beschäftigt, Helga Nottbohm in der Rohrheizkörperfertigung. Beide haben im April 1979 begonnen, für das Unternehmen zu arbeiten. Nottbohm freute sich besonders darauf, die Urkunde mit nach Hause zu nehmen: "Die wird direkt neben die meines Mannes gehängt – der ist inzwischen 48 Jahre hier im Unternehmen."

Werner Quade, Leiter Profit-Center Haustechnik freute sich, die Jubilarinnen kennenzulernen: "Obwohl ich selbst schon über 40 Jahre im Unternehmen bin, sind wir uns bisher noch nicht begegnet. Ich freue mich, dass wir das heute ändern. 40 Jahre für ein Unternehmen zu arbeiten ist etwas Besonderes. Wir sind ihnen sehr dankbar, dass sie Stiebel Eltron all die Jahre treu waren – denn Mitarbeiter sind wichtiges Kapital des Unternehmens."

Foto: Stiebel

Sport
Donnerstag, 23. Mai 2019 11:02 Uhr
Sportabzeichen für Jeden - Gemeinschaftsaktion der größten Holzmindener Sportvereine
Mittwoch, 22. Mai 2019 10:10 Uhr

Würgissen/Holzminden (red). Kürzlich fand das Blitz Einzelschachturnier 2019 der Sollingschachvereinigung in Würgassen statt. In einem starken Teilnehmerfeld, an dem 22 aktive Schachspieler teilnahmen, kam es zu einem spannenden Turnier, das erst in der letzten Runde entschieden wurde.

Ralf Christian Diedrichs, der in den letzten Jahren immer das Turnier für sich entscheiden konnte, erwies sich als Spieler mit den besten Nerven und siegte mit 19 Punkten vor Maximilian Krause, der 18,5 Punkte für sich verbuchen konnte. Den dritten Rang nahm Benjamin Löhnhardt mit 18 Punkten ein.

Die Schachgesellschaft Holzminden war mit vier aktiven Spielern vertreten. Heinz-Joachim Butz erzielte als Tabellenneunter 11,5 Punkte, Wolfgang Müller als Tabellenfünfzehnter 7,5 Punkte und Eberhard Schwenke als Einundzwanzigster 2,5 Punkte. Für Wolfgang Müller und Eberhard Schwenke reichte es aber in der Seniorenwertung noch für den zweiten und dritten Platz. In der Jugendwertung belegten Joshua Hoke und Adrian Hoke die Plätze 1 und 2.

Alle Aktiven waren voll des Lobes für die großartige Organisation und Turnierleitung, die in den Händen von Bernd Zimmer, Hartwig Hake und Burkhard Otte lag.

Foto: Symbolbild

Mittwoch, 22. Mai 2019 06:00 Uhr

Elze/Holzminden (r). Am vergangenen Wochenende fanden die Bezirkseinzelmeisterschaften 2019 der U15 statt. Der Holzmindener Judoka Noel Lochbühler musste sich in seiner Gewichtsklasse in einem Pool von sieben Teilnehmern durchsetzen. In dem vorgepoolten System musste Noel im 4er Pool kämpfen.

Den ersten Kampf gewann Noel durch 3 Shidos (Strafen) gegen seinen Hannoveraner Kontrahenten. Der zweite Kampf verlief sehr ausgeglichen, so dass es in den Golden Score (Verlängerung) ging, wo Noel dann durch eine Wazari-Wertung unterlag. Im dritten Kampf konnte Noel dann seinen ewigen Rivalen L. Fetköther aus Holle mit einer Wazari-Wertung besiegen. Somit war das Halbfinale erreicht. In diesem sehr engen Kampf unterlag Noel dann trotz guter Leistung durch Haltegriff etwas unglücklich. Somit war der Traum vom 4. Bezirkseinzelmeistertitel in Serie nach 2016 - 2018 vorbei. Mit dem 3. Platz hat sich Noel aber erneut für die Landeseinzelmeisterschaft in Isenbüttel qualifiziert.

Foto: Jens Lochbühler

Panorama
Sonntag, 22. Juli 2018 07:00 Uhr
NABU: Vogeltränken aufstellen - Unsere gefiederten Freunde leiden unter Trockenheit
Mittwoch, 30. Mai 2018 09:01 Uhr

Lippoldsberg (red). Mit einem brillanten Konzertduo, bestehend aus Daniel Schmahl und Tobias Berndt, setzt die Klosterkirche Lippoldsberg ihre alljährliche Reihe „Frühlingsbrausen“ fort. Das Duo spielt lebendig und dynamisch Werke des europäischen Barocks, der prächtigsten Epoche des 17. Jahrhunderts. Mit Werken von Albioni, Bach, Charpentier, Mouret und Telemann erwartet die Zuhörer ein traditionelles und festliches Konzertprogramm. Mit Daniel Schmahl kommt einer der gefragtesten Trompeter seiner Zeit am 10. Juni um 17 Uhr in die Klosterkirche. Viele Auftritte im In- und Ausland zeugen von seinem Können. Als Sohn einer Potsdamer Musikerfamilie galt Schmahl bereits früh als Grenzgänger zwischen alter Musik, früher Moderne und Jazz.

Tobias Berndt, studierter Organist, wird regelmäßig von internationalen Orchestern als gefragter Solist eingeladen und spielte bereits unter vielen namenhaften Dirigenten. Die beiden Musiker sehen ihre Interpretationen als ein Tribut an die Glanzzeit der hohen Trompete und ihrer kleinen Schwester – dem Corno da caccia, ergänzend durch die Orgel, der Königin der Instrumente. Ein Kartenvorverkauf ist an allen bekannten Vorverkaufsstellen möglich (VVK 17 Euro, AK 19 Euro). Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.

Foto: Privat

Freitag, 25. Mai 2018 06:08 Uhr

Bad Gandersheim (red). Beim „Fest der Chöre“ gehört die Festspielbühne der Gandersheimer Domfestspiele am Sonntag, 27. Mai, ab 15 Uhr den Sängerinnen und Sängern aus Bad Gandersheim und der Region. An diesem Nachmittag zeigen die zwölf teilnehmenden Gruppen die vielfältige und reiche Chorkultur Südniedersachsens. Die Auswahl der Lieder, die vor der einmaligen Kulisse der romanischen Stiftskirche vorgetragen wird, reicht von „Veronika, der Lenz ist da“ über „Hit The Road Jack“ bis „Skandal im Sperrbezirk“. Das Highlight des Tages: Am Ende der Veranstaltung singen alle teilnehmenden Chöre gemeinsam ein Lied. In diesem Jahr wird zum Abschluss die „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller in der Vertonung von Ludwig van Beethoven ertönen.

Eröffnet wird das „Fest der Chöre“ durch ein Trompetensolo von Matthias Schatz von den Musikfreunden Edesheim-Hohnstedt-Northeim und den Projektchor „Klasse! Wir singen“ von der Grundschule Bad Gandersheim. Die Moderation übernimmt Domfestspiel-Intendant Achim Lenz. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für den Projektchor „Klasse! Wir singen“ wird gebeten.

Die teilnehmenden Chöre sind der Projektchor der Kreisvolkshochschule Northeim zusammen mit dem gemischten Chor Oldenrode, der Projektchor Altes Amt, der MGV Stöckheim, der MGV Wollbrandshausen, HBV Berka/MGV Wollbrandshausen/MGV Stöckheim, der MGV Dannhausen, der MGV Concordia Billerbeck, der Frauenchor Billerbeck, der gemischte Chor Wolperode, der MGV Kalefeld/Sebexen, der Frauenchor Echte sowie der Projektchor der Kreisvolkshochschule Northeim.

 

Donnerstag, 03. Mai 2018 07:49 Uhr

Region (red). Am 5. Mai 2018 feiert ArbeiterKind.de seinen 10. Geburtstag. Die mittlerweile größte zivilgesellschaftliche Organisation in Deutschland für Studierende der ersten Generation unterstützt und begleitet seit 2008 junge Menschen, die als Erste in ihrer Familie studieren. 6.000 Ehrenamtliche sind bundesweit in 75 lokalen Gruppen aktiv und informieren Schülerinnen und Schüler, Studierende und deren Eltern rund um das Thema Studium.

„Auch nach 10 Jahren bin ich immer noch von der großen positiven Resonanz auf ArbeiterKind.de überwältigt. Ich danke den vielen Ehrenamtlichen sowie unseren Förderern, Unterstützern und Fürsprechern ganz herzlich für ihr wunderbares Engagement. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam jedes Jahr Zehntausenden Schülerinnen, Schülern und Studierenden aus nicht-akademischen Familien Mut zum Studium machen konnten. Doch die Bildungschancen hängen in Deutschland immer noch von der sozialen Herkunft ab – daher gibt es auch weiterhin viel zu tun,“ sagt Katja Urbatsch, Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, zum 10-jährigen Jubiläum. 

Mit der eigenen Geschichte Menschen erreichen

In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kind studieren wird, immer noch am Bildungsstand der Eltern ablesen. Laut des aktuellen Hochschul-Bildungs-Reports 2020 des Stifterverbands aus dem Jahre 2017 beginnen von 100 Kindern aus Akademikerhaushalten 74 ein Studium, dagegen sind es nur 21 aus 100 nicht-akademischen Familien – obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erlangen. 

Mangelnde Informationen rund um das Thema Studium, Ängste und Vorurteile sowie fehlende familiäre Unterstützung sind Gründe, warum Kinder aus Familien ohne akademische Tradition den Weg an die Hochschule nicht wagen. Daher ist das Angebot von ArbeiterKind.de besonders niedrigschwellig, glaubwürdig und persönlich angelegt. Ob bei Schulvorträgen, Stipendienveranstaltungen an Hochschulen, an Infoständen auf Bildungsmessen, bei Sprechstunden, offenen Treffen oder am Infotelefon: Die eigene Bildungsgeschichte erzählen und durch das persönliche Beispiel ermutigen – das ist das Erfolgsrezept von ArbeiterKind.de.

Denn die meisten ehrenamtlich Engagierten sind selbst die Ersten in ihrer Familie, die studieren oder studiert haben. Das Rezept hat sich bewährt: Im Sommer 2016 bestätigte eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und des Wissenschaftszentrum Berlins, dass durch Infoveranstaltungen an Schulen die Wahrscheinlichkeit unter Nicht-Akademikerkindern, ein Studium zu ergreifen, signifikant steigt.

ArbeiterKind.de eröffnet vier weitere Regionalbüros in 2018

„2018 werden wir weiter wachsen. Wir freuen uns auf die Eröffnung von vier Regionalbüros in Berlin, Hamburg, Bayern und Schleswig-Holstein gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern. Damit möchten wir weiterhin die Reichweite von ArbeiterKind.de erhöhen, die Ehrenamtlichen vor Ort, insbesondere in ländlichen Räumen, stärken, Schulen des zweiten Bildungswegs gezielt ansprechen und so unser Partnerschul-Netzwerks ausbauen“, sagt Katja Urbatsch. Das Wachstum verlangt, den hohen Qualitätsstandard durch entsprechende Schulungsmaßnahmen für die Ehrenamtlichen zu sichern. Bereits 2017 eingeführte Webinare tragen dazu bei, neben den bewährten eintägigen Schulungen vor Ort jedes Jahr noch mehr Ehrenamtliche direkt zu erreichen.

Anlässlich des 10. Geburtstags von ArbeiterKind.de sind das gesamte Jubilämsjahr über Veranstaltungen geplant. Am 5. Mai lät ArbeiterKind.de in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen sowie am 26. Mai für ganz Norddeutschland zu Regionaltreffen der Ehrenamtlichen und Unterstützer ein. Die genauen Termine sind hier auf der Homepage abrufbar.

Foto: red

Samstag, 31. März 2018 17:47 Uhr

Bad Gandersheim (red). In ihrer bevorstehenden Jubiläumsspielzeit zeigen die Gandersheimer Domfestspiele das Stück, mit dem Theater unter freiem Himmel in der Roswitha-Stadt einst begann: „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal. Das Schauspiel erzählt die Geschichte vom Leben und Sterben eines reichen Mannes, der im Angesicht des Todes gezwungen wird, sich mit dem Wert seines eigenen Lebens auseinanderzusetzen. Der literarische Stoff bekommt in der 60. Spielzeit der Gandersheimer Domfestspiele jedoch ein völlig neues Gewand. „Ich weiß, dass wir für diese Inszenierung etwas total verrücktes und spezielles auf die Bühne bringen müssen, vollkommen anderes Theater, als man es gewohnt ist“, sagt Intendant Achim Lenz, sonst hat so ein Werk kaum noch eine Daseinsberechtigung in der heutigen Zeit.

Vor allem der Hauptrolle wird daher einiges abverlangt: „eine große Stimme, ein zwiespältiger Charakter – himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt“, beschreibt Achim Lenz die Anforderungen. Und genau diese Klaviatur beherrsche der Schweizer Schauspieler Marco Luca Castelli im besonderen Maße. „Ich bin mir sicher, dass er seinen eigenen Jedermann kreieren wird und das ist für die Inszenierung von größter Bedeutung“, sagt Lenz, der Castelli bereits vergangenen Sommer mit der Rolle betraute. Ein Moment, an den sich der Schauspieler gut erinnert: „Das war in etwa so, als wenn Achim Lenz mir eine Art Spritze verabreicht hätte. Deren Wirkung setze unweigerlich einen Gedankenprozess in Gang, der seither still vor sich köchelt wie ein Tomatensugo auf kleiner Flamme.“

Der Schweizer verrät, dass er schon erahne, dass ihm mit der Rolle des Jedermann ein „großer Ritt“ bevorstehe, der vor allem sein intuitives Spiel im höchsten Maße fordern werde. Der Originaltext von Hugo von Hofmannstahl liege in ständiger sicht- und griffweite auf seinem Schreibtisch, ebenso der gleichnamige Roman von Philip Roth. Die schönste Vorbereitung sei aber, wenn er mit seiner vierjährigen Tochter zusammen Wolf Erlbruchs Buch „Ente, Tod und Tulpe“ lese und anschaue. „Da geht mir richtiggehend das Herz auf und das ist genau der Zustand, mit dem ich dem Probenbeginn entgegen sehe“, erzählt Marco Luca Castelli, der 2017 erstmals bei den Gandersheimer Domfestspielen engagiert war, er spielte unter anderem den Wurm in „Kabale und Liebe“. 2018 wird Castelli neben dem Jedermann auch als Käpt‘n Hook in „Peter Pan“ zu sehen sein, außerdem tritt er auf der „Studiobühne Kloster Brunshausen – Theater im Museum“ mit dem Solostück „Die Maradona Variationen“ auf. Um aus dem angestaubten Stoff das angekündigte Theaterspektakel zu machen, braucht es neben einem starken 

Jedermann-Darsteller, der mit Marco Luca Castelli gefunden wurde, noch einiges mehr. Der Domfestspiel- Intendant hat für die große Jubiläumsproduktion ein starkes Regieteam engagiert. „Mit Lisa und Laura Goldfarb haben wir zwei preisgekörnte Regisseurinnen gefunden, die sich mit Freilichttheater und Spektakel bestens auskennen“, verrät Lenz. „Beide kommen eher aus dem Tanz- als aus dem Sprechtheater. Auch deshalb wird unser ‚Jedermann‘ besonders werden.“ Die eineiigen Zwillingsschwestern Lisa und Laura Goldfarb sind in Bad Gandersheim übrigens keine unbekannten Gesichter. Genau vor zehn Jahren standen beide als Schauspielerinnern in der damaligen Jedermann-Inszenierung von Johannes Klaus auf der Bühne vor der Stiftskirche.

Der musikalische Leiter der Gandersheimer Domfestspiele, Ferdinand von Seebach, wird eigens für die Jedermann- Inszenierung 2018 Musik komponieren, welche dann von Musikern, die auf der Bühne auch mit agieren, live gespielt wird. Neben vielen Statisten aus dem ExtraEnsemble, der Bürgerspielgruppe der Gandersheimer Domfestspiele, werden auch zwei polnische Artisten zum Einsatz kommen, welche im „Jedermann“ 2018 für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen werden.

Premiere feiert „Jedermann“ am Freitag, 15. Juni, um 20 Uhr. Tickets und Informationen gibt es in der Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele, Stiftsfreiheit 12 in Bad Gandersheim, Telefon 05382/73-777, E- Mail karten@gandersheimer-domfestspiele.de sowie im Internet unter www.gandersheimer-domfestspiele.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Foto: Julia Lormis

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