Holzminden (red). Die Panflötistin Hannah Schlubeck stellt am 12. Juni 2026 um 18 Uhr im Familien- und Bildungszentrum Drehscheibe Holzminden, „Sollingstr. 101“, ihr neues Programm „Schubladendenken“ vor. Die Veranstaltung findet im Rahmen des „Aktionstages gegen Queerfeindlichkeit“ statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Musik, Humor und persönliche Erfahrungen
Gemeinsam mit dem Pianisten Thorsten Schäffer, mit dem Hannah Schlubeck seit ihrem gemeinsamen Musikstudium in Wuppertal zusammenarbeitet, präsentiert sie ein abwechslungsreiches Programm. Dabei spielt sie bewusst auch mit Klischees rund um die Panflöte. Seit Jahrzehnten setzt sich die in Brakel-Bellersen lebende Musikerin dafür ein, die rumänische Panflöte aus gängigen Zuschreibungen wie Straßenmusik oder reiner Unterhaltung zu lösen und ihre Vielseitigkeit hörbar zu machen.
In ihrem neuen Programm verbindet Hannah Schlubeck Musik, Humor und persönliche Erfahrungen. Auf ihrem Lebensweg sei sie immer wieder mit Klischees, Vorurteilen und Hindernissen konfrontiert worden. Als Mensch mit angeborener Behinderung kämpfe sie seit jeher für ein selbstbestimmtes Leben und Eigenverantwortung. Im Jahr 2020 entschied sie sich für die Metamorphose von Matthias zu Hannah und lebt heute als trans* Frau.
Gegen Vorurteile und starre Kategorien
„Schubladendenken“ nimmt die Tendenz aufs Korn, Menschen vorschnell in Kategorien einzuordnen, die ihnen nicht gerecht werden und ihre Entwicklung behindern. Hannah Schlubeck erzählt aus dem Alltag, reflektiert ihr eigenes Schubladendenken und lädt das Publikum dazu ein, eigene Denkmuster zu hinterfragen. In einer Welt, die zunehmend von Schwarz-Weiß-Denken, Kategorien, Falschinformationen und verfälschten Entscheidungsgrundlagen geprägt sei, möchte das Programm zum Kennenlernen sowie zum Abbau von Vorurteilen und Barrieren beitragen.
Nach dem Programm steht Hannah Schlubeck für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
Bereits ab 15.30 Uhr lädt die Drehscheibe Holzminden zum Programm des Aktionstages ein. Um 16 Uhr tritt die Gruppe „Buchstabensuppe“ mit einem Live-Hörspiel auf. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Fotos: Stefan Maria Rothe