Holzminden (red). Politik und Verwaltung des Landkreises Holzminden haben ihre Solidarität mit der Stadt Holzminden zum Ausdruck gebracht und unterstützen die vom Rat der Stadt Holzminden am 21. April 2026 verabschiedete Resolution zur Sicherstellung der Fakultät Soziale Arbeit der HAWK am Standort Holzminden.
Appell an die Landesregierung
In zwei Schreiben an den niedersächsischen Finanzminister Gerald Heere sowie an den Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, hat Landrat Michael Schünemann unterstrichen, wie wichtig der Erhalt der Fakultät für die gesamte Region sei. Die Schreiben seien im Namen der Fraktionsvorsitzenden und der Mitglieder des Kreistages nach Hannover gesendet worden.
„Wir haben einen breiten Konsens, dass unsere Kreisstadt als Hochschulstandort gestärkt werden muss und es endlich eine bauliche Lösung für die Fakultät Soziale Arbeit braucht“, erklärt Schünemann. „Alles andere wäre ein verheerendes Signal, dass der periphere ländliche Raum weiter an Boden verliert.“ Das Land habe in der Vergangenheit viel unternommen, um die Attraktivität ländlicher Regionen wie des Landkreises Holzminden zu stärken. Auch in dieser Angelegenheit bedürfe es eines eindeutigen und kurzfristigen Signals.
Bedeutung der HAWK für die Region
In den gleichlautenden Schreiben an die Minister betont der Landrat, wie eng die Verbindung zwischen der HAWK und dem Landkreis in den vergangenen Jahren gewesen sei. „Projekte wie „Balu und Du“, das ZZHH Holzminden-Höxter sowie die enge Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule, dem Jugendamt und weiteren Institutionen unterstreichen die unmittelbare Verknüpfung von Lehre, Forschung und gesellschaftlichem Engagement“, heißt es darin.
Vor diesem Hintergrund bittet der Landkreis die Landesregierung nachdrücklich, dringend zu handeln, um eine dauerhafte zukünftige Unterbringung der Fakultät am Standort Holzminden auf den Weg zu bringen. Der gegenwärtige Schwebezustand gefährde die Kontinuität von Lehre, Forschung und Transferleistungen, die regionale Fachkräfteentwicklung sowie die Funktionsfähigkeit sozialer Dienste.