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Freitag, 22. Mai 2026 Mediadaten
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Höxters Baudezernentin Julia Gogrewe, Maren Urban, Vorsitzende des Stadtrates Holzminden, Christiane Peters, Vorsitzende des Ortsausschusses Albaxen, Holzmindens Bürgermeister Christian Belke, Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann, Ralf Flormann, Baudezernent der Stadt Holzminden, sowie Katharina Borgolte, Vorsitzende des Ortsausschusses Stahle.

Holzminden/Höxter (red). Die Städte Höxter und Holzminden treiben ihre interkommunale Zusammenarbeit weiter voran: Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung bekräftigen beide Kommunen ihr Vorhaben, einen interkommunalen Gewerbestandort zwischen den Höxteraner Ortschaften Albaxen und Stahle gemeinsam zu entwickeln.

Vor dem Hintergrund weitgehend ausgeschöpfter Gewerbeflächen in beiden Städten sowie eines weiterhin steigenden Bedarfs an Entwicklungsflächen für ansiedlungs- und erweiterungswillige Unternehmen soll in unmittelbarer Nachbarschaft des bestehenden „Wirtschaftsparks Höxter“ ein zukunftsweisender gemeinsamer Entwicklungsraum entstehen.

Gemeinsame Entwicklung der Gewerbeflächen geplant

Der Regionalplan OWL sieht für die Bereiche nördlich und südlich des bestehenden Wirtschaftsparks zusätzliche gewerbliche Entwicklungsmöglichkeiten vor. Während der nördliche Bereich für die örtliche Nachfrage der Stadt Höxter vorgesehen ist, wird der südliche Teilbereich einer interkommunalen Kooperation vorbehalten sein. Die Städte Höxter und Holzminden beabsichtigen jedoch, die genannten Teilbereiche beider Gewerbeflächenpotenziale gemeinsam und gleichberechtigt zu entwickeln.

Hierzu wurde bereits ein städtebaulicher Rahmenplan durch die Stadt Höxter beauftragt, der eng zwischen beiden Städten abgestimmt wird. Die Ausweisung der Gewerbeflächen soll im Rahmen einer „städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme“ erfolgen. Hierfür steht als wesentlicher Arbeitsschritt die Einleitung der sogenannten vorbereitenden Untersuchungen für die Entwicklungsbereiche an.

Untersuchungen und Fördermöglichkeiten im Fokus

Innerhalb dieser Untersuchungen werden verschiedene Aspekte analysiert, die für die angestrebte Entwicklung bedeutsam sind. Dazu gehören unter anderem Belange des Gewerbeflächenbedarfs, der Verkehrserschließung, des Städtebaus, des Freiraums, der Energieversorgung sowie der Landwirtschaft. Parallel erfolgt bereits die Erarbeitung einer planerischen Konzeption für das Gebiet in Form einer städtebaulichen Rahmenplanung.

Erhebliche Bedeutung hat im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen die Erarbeitung einer Kosten- und Finanzierungsübersicht. Neben der Ermittlung der Kosten für die Maßnahme sollen auch Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogramme geprüft werden.

Bürgermeister betonen Bedeutung für die Region

„Mit dieser Absichtserklärung schaffen wir die Grundlage für eine starke gemeinsame wirtschaftliche Perspektive über Stadt- und Landesgrenzen hinweg. Der Bedarf an Gewerbeflächen ist auf beiden Seiten eindeutig vorhanden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, gemeinsam vorauszuplanen und nachhaltige Strukturen für die Zukunft zu schaffen“, betont Bürgermeister Daniel Hartmann die Bedeutung des Projektes für die Zukunftsfähigkeit der Region.

Auch Holzmindens Bürgermeister Christian Belke sieht in der Kooperation ein wichtiges Signal für die regionale Entwicklung: „Die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Höxter ist ein starkes Signal für die gesamte Region. Wir wollen gemeinsam Verantwortung übernehmen und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich Unternehmen auch künftig bei uns ansiedeln und entwickeln können.“

Die Städte beabsichtigen, auf Grundlage der Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen das weitere Vorgehen abzustimmen, das anschließend in einem raumordnerischen Vertrag konkretisiert werden könnte. Darin würden auch die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen geregelt.

Keine direkten Verpflichtungen durch Erklärung

Mit der unterzeichneten Absichtserklärung sind ausdrücklich keine unmittelbaren finanziellen Verpflichtungen oder Rechtsansprüche verbunden. Vielmehr handelt es sich um den Beginn eines gemeinsamen Planungsprozesses, der bei Bedarf in verbindliche Vereinbarungen überführt werden soll.

Gleichzeitig besteht die gemeinsame Absicht, Fördermittel insbesondere des Bundes sowie der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen einzuwerben und das Projekt in enger Abstimmung weiterzuentwickeln.

„Gerade bei einem interkommunalen Projekt dieser Größenordnung ist die enge fachliche Abstimmung ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gemeinsam wollen wir die planerischen Voraussetzungen schaffen und zugleich mögliche Förderkulissen bestmöglich nutzen“, betonen die beiden Baudezernenten Julia Gogrewe von der Stadt Höxter und Ralf Flormann von der Stadt Holzminden.

Mit diesem Schulterschluss setzen Höxter und Holzminden ein deutliches Zeichen für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und eine starke Zukunft der gemeinsamen Region.

Foto: Stadt Höxter

 

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