Holzminden (red). Der Hauptgeschäftsführer des ZVSHK, Daniel Föst, war zu Gast bei Stiebel Eltron am Hauptsitz des Unternehmens in Holzminden. Im Mittelpunkt des Austauschs mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Dr. Kai Schiefelbein, Vertriebs- und Marketing-Geschäftsführer Heinz-Werner Schmidt sowie Dr. Hendrik Ehrhardt aus dem Bereich Public Affairs standen die aktuellen Herausforderungen im Heizungsmarkt, die Zukunft des Handwerks und die politischen Rahmenbedingungen für die Wärmewende.
Wärmepumpe und Marktbedingungen
„Wir wollen das, was Sie auch wollen: in Ruhe Heizungen modernisieren – und die Wärmepumpe wird sich als leistungsstarke Technik im Heizungskeller weiter durchsetzen“, betonte Föst im Gespräch. Einigkeit habe darin bestanden, dass der Markt nach bewegten Jahren vor allem Verlässlichkeit und klare Rahmenbedingungen benötige, damit Handwerk und Industrie wieder planbar arbeiten könnten.
Handwerk im Wandel
Ein zentrales Thema war die Situation der SHK-Betriebe. Die größte Herausforderung liege derzeit in einer konkurrenzfähigen organisatorischen Aufstellung. Möglichkeiten der Digitalisierung und künstlicher Intelligenz gelte es zu nutzen. Viele Betriebe seien bereits gut aufgestellt und setzten digitale Werkzeuge ein, um Prozesse effizienter zu gestalten. Partner von Stiebel Eltron könnten auf ein umfassendes Ökosystem digitaler Tools zugreifen, die miteinander vernetzt seien und den bürokratischen Aufwand verringern.
Energiepreise als Schlüssel
Auch bei der Bewertung der energiepolitischen Rahmenbedingungen habe Einigkeit bestanden. Föst formulierte eine klare Erwartung an die Politik: „Den größten Hebel, den die Bundesregierung hat, ist der Strompreis. Der Strompreis muss runter.“ Mit wettbewerbsfähigen Strompreisen könne die Wärmepumpe ihre Vorteile besser ausspielen und der Modernisierungsmarkt wieder an Dynamik gewinnen.
Gemeinsames Ziel
„Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen den Modernisierungsmarkt wieder stabilisieren“, sagte Dr. Kai Schiefelbein. Heinz-Werner Schmidt unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Handwerk: „Wir wollen die Zusammenarbeit mit dem ZVSHK weiter ausbauen. Das Handwerk ist unser wichtigster Partner im Markt.“
Der Austausch in Holzminden machte deutlich, dass die Wärmepumpe als Schlüsseltechnologie gesetzt ist. Nun gehe es darum, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Handwerk und Industrie langfristig verlässlich planen könnten.
Foto: Stiebel Eltron