Holzminden (red). Neuzugang für das Panzerpionierbataillon 1: Der Brückenlegepanzer „Leguan“ ist kürzlich am Standort Holzminden eingetroffen. In den frühen Morgenstunden passierte das Fahrzeug das Tor der Pionierkaserne am Solling und steht den Soldatinnen und Soldaten ab sofort zur Verfügung.
Es handelt sich um den ersten neuen Brückenlegepanzer in Holzminden. Weitere Fahrzeuge sollen folgen. Mit dem System stärken die Pioniere ihre Fähigkeit, Hindernisse und Geländeeinschnitte schnell und flexibel zu überwinden und damit die Einsatzbereitschaft der Kampftruppe zu erhöhen.
Übergänge auch ohne bestehende Brücken
Die Pioniere können mit dem Leguan kleine Flüsse und andere Hindernisse überqueren, auch wenn keine festen Brücken vorhanden sind. Das System ersetzt bei der Bundeswehr schrittweise den bisherigen Brückenlegepanzer Biber.
Technisch verfügt der Leguan über eine Tragfähigkeit von mehr als 70 Tonnen, in Ausnahmefällen sogar bis zu 90 Tonnen. Dadurch können nahezu alle Gefechtsfahrzeuge die Brücken nutzen. Das Fahrzeug basiert auf dem Fahrgestell des Kampfpanzers Leopard 2.
Brücke in wenigen Minuten verlegt
Ausgeliefert wird der Leguan mit einer 26 Meter langen Brücke sowie zwei weiteren Brücken mit jeweils 14 Metern Länge. Eine Brücke kann innerhalb von fünf Minuten verlegt und in sieben Minuten wieder aufgenommen werden.
Die Brücken werden horizontal abgelegt und können sich überlappen, um größere Hindernisse zu überwinden. Mit einer Kombination aus 14- und 26-Meter-Brücke lassen sich Hindernisse mit einer Breite von bis zu 35 Metern überqueren.
Für die Streitkräfte bedeutet das vor allem schnellere und sicherere Übergänge sowie eine höhere Beweglichkeit der Truppe bei Einsätzen und Übungen.
Foto: Kristin Vietmeyer