Holzminden (red). Zwei Tage lang drehte sich für die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen der Oberschule Holzminden alles um ihr persönliches digitales Leben. Im Rahmen eines Projekts zur Medienbildung, organisiert mit Unterstützung der „IKK classic“, setzten sich die Jugendlichen intensiv mit der Nutzung sozialer Netzwerke auseinander.
Chancen und Risiken im Blick
Ziel war es, das Bewusstsein für Chancen und Risiken im Umgang mit Plattformen wie Instagram, TikTok und Co. zu stärken. Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf Influencer und deren Wirkung sowie die eigene Selbstdarstellung im Netz zu fördern.
Unter dem Motto „Lassbewusstmachen“ reflektierten die Jugendlichen ihr eigenes Nutzungs- und Darstellungsverhalten und hinterfragten kritisch, welchen Vorbildern sie aus welchen Gründen folgen.
Eigene Werte und Wahrnehmung
Darüber hinaus setzten sich die Lerngruppen mit ihren eigenen Werten, individuellen Stärken und ihrer Selbstwahrnehmung auseinander. Ziel war es, ein stärkeres Bewusstsein für die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und sich weniger von äußeren Einflüssen leiten zu lassen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts war die Auseinandersetzung mit Bildbearbeitungsprogrammen: Durch konkretes Ausprobieren am Smartphone oder iPad erkannten die Jugendlichen, wie stark – und wie einfach – (in diesem Fall KI-generierte) Fotos verändert werden können und wie leicht dadurch ein verzerrtes Bild der Realität entsteht.
Diskussionen aus dem Alltag
In verschiedenen Lernsettings und Gruppenarbeiten analysierten die Schülerinnen und Schüler typische Situationen aus ihrem Alltag und diskutierten, wie Inhalte im Internet wirken können – sowohl auf sie selbst als auch auf andere. Besonders eindrucksvoll war für viele die Erkenntnis, wie schnell Bilder und Aussagen missverstanden oder weiterverarbeitet werden können.
Auch die Frage „Was macht mich glücklich – ganz abseits von Social Media?“ spielte eine zentrale Rolle und führte zu Gesprächen über vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
Unterstützung durch Fachkräfte
Begleitet wurde das Projekt von Anne Lex, die den Jugendlichen nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch Raum für offene Gespräche bot. Die „IKK classic“ unterstützte das Vorhaben mit Materialien und Expertise rund um gesundheitsbewusste Mediennutzung.
Am Ende der Projekttage stand vor allem ein bewussterer und verantwortungsvollerer Umgang mit sozialen Netzwerken im Mittelpunkt. Mit gestärktem Bewusstsein kehren die Schülerinnen und Schüler nun in ihren Alltag zurück und nehmen wichtige Impulse für ihren digitalen Umgang mit.
Fotos: Oberschule Holzminden, Montage: Holzminden News