Holzminden (zir). Der Ausschuss für Klimaschutz, Bau, Umwelt und Kreisentwicklung des Landkreises Holzminden hat sich am Donnerstag mit dem geplanten Ersatzneubau der Liebighalle befasst. Hintergrund ist der bauliche Zustand der bisherigen Halle aus der Zeit um 1970. An dem Bestandsgebäude zeigen sich bereits Risse im Stahlbeton. Eine Machbarkeitsstudie zur Lösungsfindung kam zu dem wirtschaftlichen Ergebnis, dass ein Ersatzneubau gegenüber einer Sanierung vorzuziehen ist.
Soweit geplant ist eine Drei-Feld-Halle, die hinter der Stiebel-Eltron-Halle errichtet werden soll. Das Gebäude soll von der Allersheimer Straße sowie der Liebigstraße aus sichtbar sein und so zum einen Hingucker in Holzminden werden. Die Planung sieht eine transparente, offene Bauweise mit großen Fensterflächen vor. Außen ist eine begehbare Plattform vorgesehen, die es Besuchern ermöglichen soll, Sportveranstaltungen auch außerhalb des Gebäudes zu verfolgen.
Die Halle soll überwiegend aus regionalen Baustoffen entstehen. Zudem ist eine Photovoltaik-Anlage in Kombination mit einem Gründach geplant. Für Veranstaltungen ist eine ausziehbare Tribüne mit rund 300 Sitzplätzen vorgesehen. Für diese Tribüne stellt die Stadt Holzminden einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro bereit.
Der aktuelle Finanzierungsplan für den Ersatzneubau beläuft sich auf rund 13.300.000 Euro. Eine Fördersumme in Höhe von 6.000.000 Euro wurde beim Bund im Rahmen des Programms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beantragt. Der Förderantrag wurde im Juni 2025 gestellt, ein Zuwendungsbescheid liegt bislang jedoch nicht vor.
Im Projektverlauf haben bereits ein großer Kick-off-Termin sowie der Grundstückskauf von der Stadt Holzminden stattgefunden. Gemäß Planung ist die Freigabe des Entwurfs für Mai/Juni 2026 vorgesehen. Die Baufeldvorbereitung ist für den Winter 2026 angesetzt, der Spatenstich soll nach aktueller Planung im Mai/Juni 2027 erfolgen. Als voraussichtlicher Fertigstellungstermin wird Dezember 2028 genannt.
Kreisbaurat Ralf Buberti betonte: „Die Planungen befinden sich noch in der Anfangsphase, daher sind Änderungen noch durchaus möglich.“

Fotos: Landkreis Holzminden