Holzminden/Neuhaus (zir). In seiner Sitzung am Dienstagabend hat der Rat den Startschuss für die Einrichtung einer Ganztagsschule an der Grundschule Neuhaus gegeben. Damit soll die Schule ab dem Schuljahr 2026/2027 ein durchgehendes Bildungs- und Betreuungsangebot für alle Klassenstufen anbieten können. Bislang findet der Unterricht ausschließlich am Vormittag statt, ergänzend übernimmt der Hort in Neuhaus die Nachmittags- und Ferienbetreuung.
Neustrukturierung: Ganztag statt Hort
Mit dem Wechsel zum Ganztagsbetrieb wird der Hort perspektivisch nicht weitergeführt. Das dortige Team soll künftig die pädagogische Arbeit am Nachmittag in der Schule unterstützen. Die Stadt Holzminden behält die Zuständigkeit für die Betreuung in den Ferien. Durch die Verlagerung des Angebots an die Schule sollen künftig alle Kinder am Nachmittag mitbetreut werden können – unabhängig von der beruflichen Situation der Eltern. Die Schule erweitert damit ihre Angebote und stärkt zugleich die Chancen- und Bildungsgerechtigkeit.
Ergebnisse der Bedarfsabfrage
Um die Nachfrage einzuschätzen, hat die Grundschule zuvor eine Abfrage unter den Familien durchgeführt. Demnach benötigen acht Kinder Mittagessen und Lernzeit, während 35 Kinder zusätzlich eine Nachmittagsbetreuung wünschen. Die Zahlen zeigen, dass das Interesse am Ganztagsangebot deutlich vorhanden ist.
Sanierung, Neubau und Übergangslösung
Bereits mit einem früheren Ratsbeschluss aus dem Jahr 2025 wurde festgelegt, dass das Schulgebäude energetisch modernisiert und um Räume für den Ganztagsbetrieb erweitert werden soll. Die Kita am Standort erhält im Zuge dessen einen Neubau am bisherigen Außengelände. Bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird die Nachmittagsbetreuung im Haus des Gastes stattfinden. Dort stehen die bisherigen Horträume zur Verfügung – inklusive Küche für die Essensversorgung und geeigneter Essensplätze. Der Schulträger wird das Mittagessen weiterhin kostenpflichtig anbieten.