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Samstag, 29. November 2025 Mediadaten
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Holzminden (zir). Der Rat der Stadt Holzminden hat der Veräußerung des städtischen Straßenbeleuchtungsnetzes an die Holzminden Netz GmbH & Co. KG (HNG) zugestimmt. Die Entscheidung fiel mit Mehrheit, doch nicht ohne kritische Stimmen. Das derzeit eigenständige Beleuchtungsnetz ist in die Jahre gekommen, zunehmend störanfällig und verursacht steigende Übertragungsverluste. Um die langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Kosten zu reduzieren, soll das Netz künftig in das allgemeine Versorgungsnetz der Westfalen Weser Netz GmbH (WWN) integriert werden.

Alexander Tietze (Grüne) erklärte im Rahmen der Debatte: „Wir wurden uns nicht einig, ob es eine gute oder schlechte Idee ist, das Netz zu verkaufen.“ Sein Fraktionskollege Peter Ruhwedel ergänzte: „Wir wissen nicht genau, welche Auswirkungen das auf die Bürger hat. Dienstvertrag sowie Pachtvertrag sind noch nicht ausgehandelt. Es gibt noch Bedenken unsererseits.“

Auch aus der CDU kam Zustimmung mit Vorbehalten. Ruth Koßmann (CDU) betonte: „Auch die CDU hat Bedenken. Wir hoffen durch den Verkauf aber auf neue Synergien und optimalere Abläufe.“

HNG und WWN übernehmen Netzbetrieb und Modernisierung

Die HNG, ein kommunales Tochterunternehmen der Stadtwerke Holzminden GmbH und der Westfalen Weser Netz GmbH, wird Eigentümerin des Kabelnetzes und der Schaltschränke. Der laufende Betrieb erfolgt über eine Verpachtung an die WWN. Diese zählt mit rund 30.446 Kilometern Stromnetz zu den besonders ausfallsicheren Netzbetreibern in Deutschland. Durch die Integration entstehen Synergien, da künftig nur noch ein zentrales Versorgungsnetz betrieben wird.

Stadt behält Hoheit über Masten und Leuchten

Masten und Leuchten verbleiben im Eigentum der Stadt Holzminden. Damit bleibt die Gestaltungsfreiheit über die Beleuchtungspunkte erhalten. Für die Errichtung neuer Beleuchtungspunkte werden künftig einmalige Netzanschlusskosten erhoben. Im Gegenzug entfallen für die Stadt sämtliche Instandhaltungs-, Unterhaltungs- und Investitionskosten für das Netz. Zudem wird durch die Übertragung ein Einmalerlös erzielt, der zum Abbau des Investitionsstaus beitragen soll.

Win-win-Situation für beide Seiten

Die HNG und die WWN können durch die Bündelung ihrer Netzstrukturen effizienter investieren, insbesondere im Hinblick auf intelligente Netze und den Ausbau regenerativer Energien. Holzminden wiederum wird wirtschaftlich und administrativ entlastet. Die Stadtwerke AöR sollen als Dienstleisterin weiter in den Netzbetrieb eingebunden werden; entsprechende Vertragsverhandlungen laufen bereits.

Foto: zir

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