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Mittwoch, 24. Juli 2024 Mediadaten
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Holzminden/Halvestorf (red). Am Samstag endete das einwöchige Landeszeltlager der Niedersächsischen Kinder- und Jugendfeuerwehren in Halvestorf. Für eine Woche entstand auf dem Zeltplatz AlphaOne eine kleine Zeltstadt mit fünf „Zeltdörfern“ und großem Freizeit- und Spielebereich. Schon Tage vor dem Beginn, als die ersten Helfer ankamen, um das Zeltlager vorzubereiten, strahlte die Sonne vom wolkenlosen Himmel auf den Zeltplatz.

Dies war der Beginn einer sehr sonnigen Woche. Auch zur Eröffnungsveranstaltung am 22. Juni strahlte die Sonne vom Himmel, als die rund 100 Jugendfeuerwehren mit Unterstützung des Musikzuges Halvestorf auf den Zeltplatz einliefen. Zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung waren gekommen, um die Jugendlichen in Halvestorf willkommen zu heißen. Nach einigen Grußworten und der Klarstellung, dass unkameradschaftliches Verhalten, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit nicht toleriert werden, eröffnete Landes-Jugendfeuerwehrwart Matthias Düsterwald das 19. Landeszeltlager in Halvestorf.

Das letzte Wort aber hatten die Landes-Jugendsprecher Jasmine, Niklas und Tom. Sie wünschten den Jugendlichen „einfach eine geile Zeit und viel Spaß“. Und den Spaß hatten die Teilnehmenden in den darauffolgenden Tagen sichtlich. Egal ob bei einem der Turniere, den Workshops, im Schwimmbad oder den unzähligen Wasserschlachten zur Abkühlung. Auch das EM-Länderspiel der deutschen Fußball-Männer-Nationalmannschaft im Großzelt wurde am Sonntagabend gemeinsam geschaut. Es herrschte schon vor Beginn des Spiels eine unglaublich gute Stimmung. Auch von dem vorübergehenden Rückstand ließ sich das junge Publikum nicht entmutigen und feuerte die Mannschaft bis zum ersehnten Ausgleichstreffer an. Als „Völlig losgelöst“ aus den Lautsprechern schallte, waren den Emotionen keine Grenzen mehr gesetzt. Weitere Highlights des Abendprogramms waren der Auftritt von Kießling&Kaffka, das Spiel „Schlag die Zeltlagerleitung“ sowie die Abschlussdisco am Freitag.

Die Teilnehmenden der Jugendfeuerwehr Hajen waren sich einig, der Schwimmwettbewerb war das Highlight. Aber auch das gesamte Zeltlager, allein schon wegen der Größe. Für die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr Oyten war das Knüpfen von neuen Kontakten unter Jugendfeuerwehren sowie unter einzelnen Teilnehmenden das Beste am Zeltlager. „Das Zeltlager war aufregend, da dies unser erstes Zeltlager war. Wir hatten viel Spaß bei den Freizeitaktionen und haben hier auch neue Freunde kennengelernt“, berichten Anna und Sarah aus der Jugendfeuerwehr Bockenau.

Ein Unwetter am Donnerstagnachmittag trübte dann kurzzeitig die Stimmung in Halvestorf. Zur Sicherheit entschied sich die Zeltlagerleitung in Absprache mit DRK, örtlicher Feuerwehr und Polizei, die rund 2000 Teilnehmenden in das Hamelner Schulzentrum Nord zu bringen. Dieser Fall war bereits lange vor dem Zeltlager im Rahmen eines Sicherheitskonzeptes geplant und konnte so zügig und ohne Probleme umgesetzt werden. Nach rund einer Stunde waren alle am Schulzentrum angekommen. Die Gruppen fanden in Klassenräumen Platz, das Veranstaltungsteam hatte Spiele und Kino in der Aula vorbereitet, Getränke und Süßigkeiten standen bereit. Die Stimmung unter den Jugendlichen war weiterhin gut. Überzeugen konnte nicht nur in diesem Fall das neue digitale Ausweissystem.

Erstmals konnten Zugänge per QR-Code registriert werden, so dass die Zeltlagerleitung in jedem Moment wusste, wie viele Personen aktuell auf dem Zeltlagerplatz bzw. in der Schule waren. Nach rund vier Stunden gab es dann Entwarnung, das Gewitter war vorübergezogen und der Zeltlagerplatz war mit Ausnahme kleinerer Sturmschäden glimpflich davongekommen. Kaum auf dem Zeltplatz zurück, war von dem Gewitter kaum noch etwas zu spüren, die Kids tobten durch die Gegend, spielten Volleyball und knüpften neue Kontakte. Und plötzlich waren rund 70 Kinder mehr auf dem Zeltplatz als zuvor. Fünf Kinderfeuerwehren (6-12 Jahre) waren für zwei Übernachtungen angereist, um auch ein wenig Zeltlagerluft zu schnuppern. Durch das Unwetter konnten sie erst später als geplant anreisen, freuten sich dennoch dabei zu sein. Für sie wurden am Freitagvormittag eigene Lagerspiele veranstaltet. Nochmal drei weitere Kinderfeuerwehren aus der Region kamen für die Lagerspiele am Freitag dazu. Ein weiteres Pilotprojekt im diesjährigen Landeszeltlager waren die „Schutzengel“.

Ein kleines Team aus erfahrenen und qualifizierten Personen sowie jungem Nachwuchs, welches sich um vielerlei persönliche Probleme von Teilnehmenden, wie auch Betreuenden kümmerte. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Probleme einen Zeltlagerbezug hatten oder nicht. Mal war es etwas Heimweh, mal eine überfordernde Situation zu Hause oder im Zeltlager. Bis zu 20 Fälle zählte das Team täglich. „Solche Fälle gibt es in jedem Zeltlager, sie werden durch uns jetzt nur sichtbar“, erklärt Julia Schulze, Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr (NJF). Im Anschluss an das Zeltlager wird eine Evaluation des Pilotprojekts vorgenommen. Mitarbeiter des Nds. Ministeriums hatten bei ihrem Besuch im Zeltlager bereits großes Interesse daran bekundet.

Das offizielle Ende des Landeszeltlagers bildete die Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung am Samstagvormittag. Um 11 Uhr versammelten sich noch einmal alle Kinder- und Jugendfeuerwehren auf dem Antreteplatz. Wettbewerbsleiter Christian Walde nahm die Siegerehrung vor. Als Sieger bei den Kinderfeuerwehren ging die Kinderfeuerwehr Wettbergen hervor. Gefolgt von den Kinderfeuerwehren aus Rötgesbüttel und Häcklingen. Bei den Jugendfeuerwehren konnte sich die Gruppe aus Isernhagen HB in der Gesamtwertung durchsetzen und darf sich somit für die kommenden drei Jahre als Zeltlagersieger betiteln. Ihr folgen die Gruppen aus Rettmer auf Platz 2 und Sottrum-Hackenstedt auf dem dritten Platz. Zeltlagerleiter und Landes-Jugendfeuerwehrwart Matthias Düsterwald zeigt sich bei der Abschlussveranstaltung ganz begeistert: „Das war eine wahnsinnig coole Woche mit euch und ich feiere es, dass ihr so viel Bock auf Zeltlager und (Jugend-)Feuerwehr habt. Danke!“ Zu guter Letzt hatte Düsterwald noch einige Überraschungen als Dankeschön und Anerkennung für Mitarbeitende des Zeltlagers parat. Mitarbeiter Fabian Littau und Kreisbrandmeister Kay Leinemann wurden von Düsterwald mit dem Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr ausgezeichnet. Der stellvertretende Bezirks-Jugendfeuerwehrwart für Braunschweig Martin Butzlaff (Goslar/Harlingerode) erhielt die Florianmedaille, die höchste Auszeichnung der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr.

Alle drei Geehrten haben sich im besonderen Maße für das Landeszeltlager eingesetzt und ein Stattfinden damit überhaupt erst ermöglicht. Wird es 2027 wieder ein Landeszeltlager geben? Wo wird es stattfinden? Kaum eine andere Frage wurde in den vergangenen Tagen so häufig gestellt. Landes-Jugendfeuerwehrwart Matthias Düsterwald ist dazu vorsichtig optimistisch: „Wenn man sieht, wie viele Menschen in den letzten Wochen und Monaten alles gegeben haben, um das Zeltlager zu ermöglichen, glaube ich, dass wir auch 2027 ein Landeszeltlager haben werden. Wo dieses stattfinden wird, kann ich aktuell noch nicht abschätzen. Nach den Sommerferien werden wir mit der Nachbereitung beginnen und dann auch den Blick in Richtung Zukunft lenken.“

Foto: Niedersächsische Jugendfeuerwehr e. V.

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