Hildesheim/Holzminden/Göttingen (red). Die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen hat mit ihrem Beitrag „Fördern für die Zukunft – Das HAWK-Förderkreislauf-Modell“ den Wettbewerb „Deutschlandstipendium Stories“ des Stifterverbandes gewonnen. Der Wettbewerb wurde anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des Deutschlandstipendiums ausgerichtet.
Die Auszeichnung überreichte Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbandes, an Daniela Zwicker und Kerstin Wagner für das Team Deutschlandstipendium der HAWK. Jede der fünf ausgezeichneten Hochschulen erhält eine Förderung in Höhe von 5.000 Euro.
Förderung als langfristige Verantwortungsgemeinschaft
Die Auszeichnung würdigt nach Angaben der HAWK nicht nur kreative Kommunikationsideen, sondern insbesondere die strategische Weiterentwicklung des Deutschlandstipendiums an der Hochschule. „Seit 2017 verfolgt die Hochschule einen konsequenten Ansatz, der Förderung nicht allein finanziell versteht, sondern als langfristige Verantwortungsgemeinschaft zwischen Studierenden, Fördernden, Alumni und Hochschule. Denn ein erfolgreiches Deutschlandstipendium entsteht nicht durch einen einzelnen Förderaufruf. Es entsteht durch Vertrauen, Sichtbarkeit und langfristige Beziehungsarbeit.“, so Daniela Zwicker, Leitung Fundraising und Alumniarbeit der HAWK.
„Förderung endet nicht – sie verbindet“: Dieser Gedanke bildet das Leitmotiv des HAWK-Förderkreislauf-Modells. Dahinter steht die Überzeugung, dass erfolgreiche Förderung weit mehr bedeutet als einzelne Akquisegespräche oder kurzfristige finanzielle Unterstützung. Nachhaltiges Fundraising brauche vielmehr Beziehungsarbeit, strategische Kommunikation und eine klare Haltung.
Im Mittelpunkt der Wettbewerbseinreichung standen drei zentrale Fragen: Wie erreicht eine Hochschule Talente, deren Selbstbewusstsein für eine Bewerbung erst gestärkt werden muss? Wie wird Wirkung für Fördernde sichtbar? Und wie entstehen Bindungen über die Förderdauer hinaus?
HAWK setzt auf Förderkreislauf und persönliche Ansprache
Die HAWK beantwortet diese Fragen mit einem ganzheitlichen Förderkreislauf unter dem Leitmotiv „Gefördert werden. Wirken. Weitergeben.“ Studierende werden frühzeitig ermutigt, ihr Potenzial zu erkennen und sich zu bewerben – insbesondere jene, die Hemmungen oder Zweifel mitbringen. Dafür setzt die Hochschule gezielt auf persönliche Ansprache, Peer-to-Peer-Kommunikation und ein breites Netzwerk interner Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
Mit dem „BE PART“-Buddy-Programm begleiten aktive und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten neue Bewerberinnen und Bewerber und schaffen niedrigschwellige Zugänge zur Förderung. Auch die Sichtbarkeit von Wirkung ist Teil der strategischen Arbeit. Über LinkedIn-Kampagnen, Storytelling-Formate und ein digitales Spendenbarometer macht die HAWK nicht nur Förderzahlen sichtbar, sondern erzählt Geschichten von Entwicklung, Verantwortung und gesellschaftlichem Engagement. Fördernde werden aktiv in die Kommunikation eingebunden und erleben konkret, wie ihre Unterstützung Bildungswege verändert.
Darüber hinaus setzt die Hochschule seit Jahren auf ein ideelles Begleitprogramm, das Begegnungen zwischen Stipendiatinnen und Stipendiaten, Alumni und Fördernden ermöglicht. Netzwerkveranstaltungen, persönliche Beziehungspflege, Jubiläumsbesuche sowie die langfristige Einbindung von Alumni sollen dazu beitragen, dass Förderung nicht mit dem Ende der Förderphase endet. Stattdessen entsteht ein Netzwerk, in dem ehemalige Geförderte Verantwortung weitertragen und selbst zu Botschafterinnen und Botschaftern werden.
Preisgeld soll Förderkreislauf weiter stärken
Die HAWK versteht das Deutschlandstipendium damit als nachhaltiges, übertragbares und wirksames Zukunftsmodell. Das Preisgeld soll genutzt werden, um den Förderkreislauf weiter auszubauen. Geplant sind unter anderem professionelle Storytelling-Formate, Community-Veranstaltungen und eine stärkere Sichtbarkeit von „15 Jahre – 15 Geschichten“ aus dem Deutschlandstipendium an der HAWK.
Das Deutschlandstipendium ist eine finanzielle Unterstützung für Studierende. Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten ein Jahr lang 300 Euro im Monat. Für die Förderung eines Stipendiums über ein Jahr investieren Mittelgebende 1.800 Euro. Dieser Betrag wird vom Bund verdoppelt. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels können durch das Programm frühzeitig Kontakte zu Studierenden entstehen.

Fotos: HAWK