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Sonntag, 24. Mai 2026 Mediadaten
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Fürstenberg (awin). Mit einer Abschlussveranstaltung im Museum Schloss Fürstenberg ist das Projekt „Vernetzte Zukunftslabore Digitalisierung“ am vergangenen Donnerstag zu Ende gegangen – zumindest formal. Denn die beim länderübergreifenden Vorhaben entstandenen Labore, Netzwerke und Unterrichtsansätze sollen weiter genutzt werden.

Schulen, Ministerien, Wissenschaft, Verwaltungen und regionale Akteure kamen zusammen, um Bilanz zu ziehen und über die Frage zu sprechen, wie berufliche Bildung im digitalen Zeitalter weiterentwickelt werden kann. Der Vormittag zeigte, welche Strukturen durch die Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen entstanden sind und welche Bedeutung sie künftig für den Schulalltag und die Region haben können.

Das Vorhaben wurde im Rahmen des Digitalpakts Schule umgesetzt. Beteiligt waren die Georg-von-Langen-Schule, Berufsbildende Schulen Holzminden, sowie das Berufskolleg Kreis Höxter in Brakel. Die Idee dahinter: Berufliche Schulen in der Region Holzminden-Höxter sollten enger zusammenarbeiten und digitale Lernorte schaffen, die näher an der beruflichen Praxis liegen. Allein am Standort Holzminden wurden mehr als 300.000 Euro in Ausstattung und Lernlabore investiert.

Austausch über Ergebnisse und Perspektiven

Moderiert wurde die Veranstaltung von Heike Bickmann vom Niedersächsischen Kultusministerium. Nach der Begrüßung und den Grußworten berichteten die beteiligten Schulen aus dem Projekt. Die Bedeutung des Vorhabens für die Region wurde zudem aus Sicht der beteiligten Landkreise eingeordnet. Die wissenschaftliche Begleitung stellte Prof. Dr. Alexandra Engel von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst vor.

Im anschließenden Podiumsgespräch ging es um die Wirkung des Projekts im gemeinsamen Bildungs- und Wirtschaftsraum. Deutlich wurde dabei, dass die länderübergreifende Zusammenarbeit nicht nur organisatorisch anspruchsvoll war, sondern auch neue Möglichkeiten eröffnet hat. Schulen, Schulträger, Verwaltungen und weitere Partner konnten Erfahrungen bündeln und digitale Lernkonzepte gemeinsam erproben.

Wenn Digitalisierung praktisch wird

Die „Vernetzten Zukunftslabore Digitalisierung“ sollten digitale Technik nicht losgelöst vom Unterricht zeigen, sondern direkt mit beruflichen Aufgaben verbinden. In den vergangenen Jahren entstanden dafür Lernumgebungen, in denen Schülerinnen und Schüler ausprobieren, planen, entwickeln und ihre Ergebnisse reflektieren konnten. Neben digitalen Anwendungen spielten auch Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Virtual Reality, Smart-Home-Technik, Robotik und 360-Grad-Technologien eine Rolle.

Vorgestellt wurden unter anderem eine digitale „Übergabe-App“, der Flaschenöffner „Opener“, ein Projekt zum „Umgang mit Demenz“ sowie das „Multi-Etui“. Die Beispiele machten deutlich, wie unterschiedlich die Ansätze waren: Es ging um technische Lösungen, um Alltagstauglichkeit, um Pflege- und Sozialthemen sowie um die Frage, wie digitale Hilfen sinnvoll in berufliche Abläufe eingebunden werden können.

Besonders sichtbar wurde der fachübergreifende Charakter des Projekts. Schülerinnen und Schüler aus gewerblich-technischen Bereichen arbeiteten ebenso mit wie Lernende aus Pflege, Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege. Ergänzt wurden die Projekte durch Kompetenzen aus IT und Wirtschaft. Damit rückten Fähigkeiten in den Vordergrund, die in der Arbeitswelt zunehmend wichtig werden: Zusammenarbeit, Kommunikation, selbstständiges Handeln und ein kritischer Umgang mit digitalen Werkzeugen.

Labore bleiben als Lernorte erhalten

An der BBS Holzminden wurden unter anderem ein Labor für AR/VR-Technologien sowie ein Labor für Sozialpädagogik, Gesundheit und Pflege aufgebaut. Dort können Lernende mit virtuellen Simulationen, digitalen Zwillingen, Assistenzsystemen oder Smart-Home-Anwendungen arbeiten. Am Berufskolleg Kreis Höxter wurde der Bereich Automatisierungstechnik gestärkt.

Mit der Veranstaltung auf Schloss Fürstenberg wurde das Projekt offiziell beendet. Die Ergebnisse sollen jedoch nicht mit dem Abschluss verschwinden. Die Labore bleiben den Schulen als Orte für Unterricht, Erprobung, Kooperationen und neue Ideen erhalten. Auch die entstandenen Netzwerke zwischen den beteiligten Einrichtungen sollen über das Projektende hinaus Bestand haben.

Damit hat das Projekt mehr hinterlassen als neue Technik. Es hat gezeigt, wie berufliche Bildung in der Region über Landesgrenzen hinweg gedacht werden kann: praxisnah, vernetzt und mit Blick auf eine Arbeitswelt, in der digitale Kompetenzen immer wichtiger werden.

Foto: awin

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